Selbstversorger auf Alpenvereinshütten bald unerwünscht

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snowflat
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Selbstversorger auf Alpenvereinshütten bald unerwünscht

Beitrag von snowflat »

Selbstversorger auf Alpenvereinshütten bald unerwünscht

Die neue Hüttenordnung des Alpenvereins verbietet Gästen, eigenen Proviant zu verzehren. Für Hochgebirgshütten gilt striktes Rauchverbot.

Hungrige Wanderer, die auf einer der 220 Alpenvereinshütten in Österreich Rast machen, dürfen noch die eigene Jause auspacken und im Gastraum oder vor dem Haus verzehren. Mit der neuen gemeinsamen Hüttenordnung des österreichischen, deutschen und Südtiroler Alpenvereins, die Anfang 2008 in Kraft treten soll, ist damit aber Schluss.

"Wir wollen generell weg von der Selbstverpflegung", erklärte Peter Kapelari, Referatsleiter für Hütten und Wege, bei der Tiroler Landestagung in Lienz. "Schließlich benützen die Selbstversorger die Infrastruktur unserer Alpenvereinshütten, von der Abwasserentsorgung angefangen.

Man muss den Hüttenpächter auch leben lassen." Vereinsmitglieder sind von diesem Verbot zwar ausgenommen, ganz ungeschoren kommen sie aber nicht davon. Wer beim Wirten nichts bestellt, zahlt in Zukunft einen Infrastrukturbeitrag von 2,50 Euro. Nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen weiterhin ungestraft die mitgebrachte Wurstsemmel auspacken.

Die neue Hüttenordnung, die für 570 Unterkünfte in den Ostalpen gilt, sieht auch ein Rauchverbot in Hochgebirgshütten vor. Im deutschen und im Südtiroler Alpenverein gilt dieses Verbot bereits.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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schifreak
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Hütten

Beitrag von schifreak »

also Rauchverbot auf Hütten kannte ich bis jetzt nur in Schlafräumen, wegs Brandgefahr. Und wenn ne Hütte bewirtschaftet iss, dann find ich s auch normal, daß ma da a bisserl was kauft-- a Suppen oder Würstl etc. langt vollkommen. Und im Sommer, da iss i mein eigenes Zeugs aufm Gipfl, wos keine Hüttn gibt. Also, da war ich immer schon so eingstellt.

Und zwegs Rauchen, solang ich draußen rauchn kann, iss net so schlimm.
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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hagelschlag
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Beitrag von hagelschlag »

richtig so! die hüttenwirte sollen auch von etwas leben.
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Beitrag von badi07 »

Das Rauchverbot ist absolut zu begrüssen, funktioniert auf den DAV Hütten ja schon eine ganze Weile recht gut.
Die neue Selbstversorger-Regelung könnte auch nach hinten losgehen. Viele Selbstversorger kaufen zumindest Getränke beim Wirt weil die das meiste Gewicht im Rucksack ausmachen würden. Da wäre ich mir nicht sicher ob nicht viele Wanderer dann doch eine zusätzliche Trinkflasche einpacken und sich zum Essen komplett neben der Hütte niederlassen.
Andererseits sind den Wirten, die ja auch die Arbeit haben, ein paar Mehreinnahmen zu gönnen solange die Versorgung dann auch einigermassen funktioniert.
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k2k
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Beitrag von k2k »

Ich habe auch kein Problem damit, daß von denjenigen die ausschließlich ihr eigenes, mitgebrachtes Zeug vespern, 2,50 € verlangt werden. Aber bin ich der einzige, dem es gelegentlich zu denken gibt, daß man für das Geld was ein Wochenende in den Bergen inzwischen kostet, auch ne Woche nach Mallorca fliegen kann?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
molotov
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Beitrag von molotov »

bin da wohl der einzige der anderest denkt, die abschaffung des selbstversorgerdaseins ist ne sauerei, ich weiß ja nicht wies anderen jugendlichen geht (der nachwuchs fehlt ja sowieso), aber ich für meinen teil nehme immer essen mit auf die hütte, nicht jedoch das abendessen, einmal warm am tag muss schon sein.
sollte sich aber ein hüttenwirt erdreisten mir 2,5 dafür abknöpfen zu wollen wenn ich morgens mein eigenes frühstück zum gekauften kaba oder kaffee dazustell, der kann sich auf was gefasst machen.
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

k2k hat geschrieben:Ich habe auch kein Problem damit, daß von denjenigen die ausschließlich ihr eigenes, mitgebrachtes Zeug vespern, 2,50 € verlangt werden. Aber bin ich der einzige, dem es gelegentlich zu denken gibt, daß man für das Geld was ein Wochenende in den Bergen inzwischen kostet, auch ne Woche nach Mallorca fliegen kann?
Nein biste nicht ich habe das auch schon erschrocken festgestellt, dass man früher für den Betrag was jetzte in WE kostet eine ganze Woche skifahren konnte, also alles in allem! Noch kann ichs mir leisten und tue das auch aber die frage ist wie lange man selbst, aber auch die breite MAsse die Summen überhat um sich sowas zu leisten, denke es ist bald soweit, dass viele sagen ich kann/will mir das nimmer leisten.
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oli
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Beitrag von oli »

Stimme der Diskussion voll zu. Allerdings sind wir jetzt schon fast bei der Diskussion um "Preise in den Skigebieten".

Zu den Alpenvereinshütten:
Irgendwie kann ich das nicht so ganz verstehen. Leider habe ich schon lange nicht mehr in einer AV-Hütte übernachtet, oder auch nur bei einer Tagestour besucht. Aber ich meine, das war früher anders. Für mich ist eine AV-Hütte ein klein wenig wie ein Restaurant oder ein Gasthof. Hier kann ich einkehren und etwas bestellen. Ich käme niemals auf die Idee im Gastraum mein Butterbrot auszupacken und dort zu speisen. Es muss also in den vergangenen Jahren eine Veränderung gegeben haben. Vielleicht ist es selbstverständlich geworden, dass der Wanderer sein "Vesper" (wie K2K zu sagen pflegt) mitbringt und dann ist die Konsequenz der Hüttenwirte nur allzu verständlich, wie ich finde.
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Beitrag von molotov »

Da ist dir, Oli die eigentliche Bedeutung von AV-Hütten wohl nicht ganz klar, ich beziehe mich jetzt vorallem auf av hütten der kategorie I
Hüttenbetrieb

Der Deutsche Alpenverein hat insgesamt 332 öffentlich zugängliche Hütten, die jeweils von einer Sektion verwaltet werden. Hier gibt es Informationen über:

* Hüttenkategorien
* Hüttengebührenobergrenzen
* Gegenrecht auf Hütten
* Hüttenordnung
* Selbstversorger
* Winterräume
* Tipps für die Nutzung von Selbstversorgerhütten und Winterräumen


1. Hüttenkategorien

Hütten der Kategorie I

Eine Hütte der Kategorie I ist eine Schutzhütte, die ihren ursprünglichen Charakter als Stützpunkt für den Bergsteiger und Bergwanderer bewahren muss. Ihre Ausstattung ist
schlicht, einfache Verköstigung ist ausreichend. Sie ist Stützpunkt in einem bergsteigerisch bedeutsamen Gebiet und für den Besucher nur in Ausnahmefällen mit mechanischen Hilfen erreichbar; der Aufstieg erfordert in der Regel mindestens eine Gehstunde. Sie kann bewirtschaftet, bewartet, unbewirtschaftet oder ein Biwak sein.

Hütten der Kategorie II

Eine Hütte der Kategorie II ist eine Alpenvereinshütte mit Stützpunktfunktion in einem vielbesuchten Gebiet, die sich wegen ihrer besseren Ausstattung und Verköstigung für mehrtägigen Winter- und/oder Sommeraufenthalt, zum Skilauf und Familienurlaub,
besonders eignet. Sie kann mechanisch erreichbar sein und ist in der Regel
ganzjährig bewirtschaftet.

Hütten der Kategorie III

In die Kategorie III fällt eine Hütte, wenn sie mechanisch erreichbar, vorwiegend Ausflugsziel für Tagesbesucher ist und nur wenige Nächtigungen aufweist. Ihr
gastronomischer Betrieb entspricht dem landesüblichen Angebot.
Das Hütten bewirtschaftet ist kam eigentlich erst relativ spät auf. Dagegen ist ja auch nicht einzuwenden, will auch gar nicht anderst haben, aber der Wegfall der Selbstversorgung wäre schon ein harter Schnitt, wenn auch eine Ausnahme für Mitglieder gemacht werden soll, die aber auch zu bezahlen ist.
Für mich ist es schon ein bedeutender Unterschied, ob ich für eine Nacht auf der Hütte 35€ inkl. Halbpension liegen lasse oder eben nur 15 oder 20 weil ich mit nem günstigen Essen begnügt habe, nur meine zwei bier getrunken habe und das Frühstück selber mitbringe. Eine Hüttentour ist mit nem guten Anteil Selbstversorgung ein sehr günstiger Urlaub, und das sollte auch so bleiben.

Siehe auch hierzu einen Auszug aus der DAV-hüttenordnung wie sie momentan noch gilt:
Hüttenordnung hat geschrieben:Jeder Besucher ist berechtigt, ohne in Aufnahme und Behandlung zurückgesetzt zu werden, seine eigenen Vorräte zu verzehren, ausgenommen alkoholische Getränke
[/quote]
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k2k
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Beitrag von k2k »

Oscar hat geschrieben:
k2k hat geschrieben:Ich habe auch kein Problem damit, daß von denjenigen die ausschließlich ihr eigenes, mitgebrachtes Zeug vespern, 2,50 € verlangt werden. Aber bin ich der einzige, dem es gelegentlich zu denken gibt, daß man für das Geld was ein Wochenende in den Bergen inzwischen kostet, auch ne Woche nach Mallorca fliegen kann?
Nein biste nicht ich habe das auch schon erschrocken festgestellt, dass man früher für den Betrag was jetzte in WE kostet eine ganze Woche skifahren konnte, also alles in allem! Noch kann ichs mir leisten und tue das auch aber die frage ist wie lange man selbst, aber auch die breite MAsse die Summen überhat um sich sowas zu leisten, denke es ist bald soweit, dass viele sagen ich kann/will mir das nimmer leisten.
Mir gehts da gar nicht so sehr um's Skifahren, schon um den Sommer und gerade die AV-Hütten, die man ja oft auch gerade deswegen aufsucht weil man es etwas günstiger haben will (und auch immer noch hat - unbestritten!). Aber wenn ich die letzten Jahre dann immer am Ende zusammengerechnet hab was da so liegen blieb, dann war das teilweise schon enorm. Vor allem wenn im Vergleich dazu die Woche Mallorca um 150 Euro verramscht wird.
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Re: Selbstversorger auf Alpenvereinshütten bald unerwünscht

Beitrag von max »

Wer beim Wirten nichts bestellt, zahlt in Zukunft einen Infrastrukturbeitrag von 2,50 Euro.
das find ich etwas problematisch. ist für mich das gleiche wie wenn für leitungswasser in restaurants/gasthäusern etwas verlangt wird: auch wenns eigentlich gerechtfertigt ist (wegen service), machts einen schlechten eindruck...
ansonsten find ichs absolut in ordnung - bzw. sogar gut - dass die selbstversorgung (mehr oder weniger) abgeschafft werden soll.
molotov
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Beitrag von molotov »

mal eine zwischenfrage, wer von denen die hier grad für die abschaffung der selbstversorgung auf hütten ist, ist denn öfter als 2 Nächte im Jahr auf einer AV-Hütte?

Was manche hier vergessen:
Es geht um Schutzhütten nicht um Gasthäuser! Das ist ein gehöriger Unterschied, deswegen find ich die Diskussion auch echt daneben ob man die Hüttenruhe nicht variabel regeln sollte, auf was das hinausläuft kann heute schon teilweise beobachtet werden
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k2k
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Beitrag von k2k »

Naja, "Abschaffung" wäre ja ganz verbieten oder nicht? Und das steht ja eigentlich nicht zur Debatte, sondern nur 2,50 € Infrastrukturbeitrag. Und die kannst du umgehen indem du beim Wirt ein Bier kaufst, oder ne Cola für die Unter-16jährigen. Und für Kinder und Jugendliche gilt das ja gar nicht.
Ich für meinen Teil, der ich durchaus ab und zu auf einer AV-Hütte nächtige, kann damit gut leben. Eine vollständige Abschaffung würde ich auch ablehnen.
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Beitrag von molotov »

solang ein bier langt oder ein viertele (in südtirol) hab ich eignetlich auch kein problem damit, allerdings ists doch wieder ein schritt richtung kommerzialisierung
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Beitrag von BigE »

als mitglied des schweizerischen alpenclubs kann ich über den entscheid des öav nur den kopf schütteln. beim sac ist selbstversorgung audrücklich erlaubt (siehe hier, 3. piktogramm und hier, 2. seite)
eine alpenclub-hütte ist kein kommerzielles restaurant! die infrastruktur wird zu einem grossen teil durch mitgliederbeiträge und fronarbeit der mitglieder bereitgestellt. sie soll dem bergler als rastplatz und (falls nötig) als zuflucht dienen. eine sac-hütte ist kein kommerztempel des pächters!
trotzdem sind öav-mitglieder weiterhin auf unseren hütten willkommen und dürfen sich gerne aus dem rucksack verpflegen! :wink:

abgesehen davon find ich picnicverbote in beizen (etwa in skigebieten) nichtmal ökonomisch nachvollziehbar. der nutzen durch den alibikauf eines bierchens (hab ich vor zwei wochen zum letzten mal so gemacht...) ist viel kleiner als der potentielle nutzen durch einen freien platz.
Saison 07/08: 92. Saison 08/09: 53. Saison 09/10: 70. Saison 10/11: 66. Saison 11/12: 68. Saison 12/13: 77. Saison 13/14: 69
Saison 14/15: Gotschna/Parsenn 38, Madrisa 9, Rinerhorn 3, Jakobshorn 4, Schatzalp 1, Grüsch Danusa 1, Brambrüesch 3, Lenzerheide/Arosa 1, Flims/Laax 1, Brigels/Waltensburg 1, Tschappina 1, Diavolezza 4, Corviglia 1, Samnaun/Ischgl 2, Livigno 1, Skitour 2 - Total: 73
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Beitrag von molotov »

noch ist es bei uns ja auch so, hab die entsprechende passage oben ja zitiert.
hab grad geschaut auf der tierberglihütte ist allerdings keine selbstversorgung möglich wenn die hüttenwarte da sind, aber auch bestimmt nicht nötig bei nem preis der halbpension von 34chf
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oli
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Beitrag von oli »

molotov hat geschrieben:Da ist dir, Oli die eigentliche Bedeutung von AV-Hütten wohl nicht ganz klar, ...
Nein, da hast Du Recht. Insbesondere war mir nicht bewußt, dass die AV-Hütten und Ihre Regelung so auf das Allgemeinwohl ausgerichtet sind. Wobei hier das Allgemeinwohl ein sehr dehnbarer Begriff ist. Und genau da scheint das Problem zu liegen.
Man will mit dieser Veränderung wohl den Mitgliedern einen Vorteil verschaffen. Oder sogar indirekt Mitglieder werben. Das ist für mich ein ganz normales "Geschäftsgebaren".
Wenn man sich zum Beispiel die Struktur der Sportvereine ansieht. Auch da hat sich in den letzten Jahren ne Menge verändert. Waren einzelne Kurse vor ein paar Jahren noch kostenlos und mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten, müssen diese separat bezahlt werden. So kenne ich es von vielen Vereinen in unserer Umgebung.
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Beitrag von molotov »

die alpinen vereine stehen ja vor mehr oder weniger großen problemen nicht nur im hüttenwesen, der freitstaat bayern hat seine wegezuschüsse für alpine wege mehr oder weniger weggekürzt, so dass die alpenvereine immer stärker in die bresche springen müssen, allerdings werden gerade die wege die gut befestigt und stark gesichert sind am wenigsten von av mitgliedern genutzt, aber quasi nur noch mit ihren mitgliedsbeiträgen finanziert.

hier nochmal den link zum deutschen alpenverein. dort ist auch die gesamt hüttenordnung zu finden
http://www.alpenverein.de//template_loa ... page_id=68
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