Weltmeisterliche Probleme in Val d'Isère

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Stefan
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Weltmeisterliche Probleme in Val d'Isère

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derstandard.at
WM 2009: Val d'Isère in Schwierigkeiten
OK-Präsident Killy abgetreten, Bauarbeiten in Verzug - Frankreichs Sportministerin schaltet sich ein
Paris - Die Organisation der Alpinen Ski-WM 2009 in Val d'Isere ist derart in Verzug, dass nun sogar die Abhaltung der Titelkämpfe überhaupt in Frage gestellt wurde. Nach dem Rücktritt Jean-Claude Killys vom Posten des Exekutiv-Präsidenten des Organisationskomitees am vergangenen Freitag hat die französische Sportministerin Roselyne Bachelot das Heft höchstpersönlich in die Hand genommen.

Bachelot will Killy umstimmen, sollte es zu keiner Lösung in der Organisationsfrage kommen, dann könnte das Projekt scheitern. Frankreich hat seit 1962 keine Weltmeisterschaft mehr organisiert.

Der Direktor des Organisationskomitees, Jean-Paul Pierrat, erklärte, dass sechs Monate vor den ersten Testläufen im Februar 2008 die Bauarbeiten des Sportzentrums, das bei der WM auch als Pressezentrum dienen soll, noch gar nicht begonnen haben. Ein erstes Projekt scheiterte an der Kostenüberschreitung des Bugets von 16 Millionen Euro. Ein weiterer Wettbewerb soll am 9. Juli ausgeschrieben werden. Auch die Neutrassierung der Pisten ist krass im Rückstand und zudem unterdotiert.

"Die gehäuften Verspätungen mit den Bauarbeiten, bei der Ernennung der Spezialisten und der Systemeinrichtung, insbesondere im Kernbereich der Sicherheit, sind so groß, dass ich für den guten Ablauf der Weltmeisterschaft das Schlimmste befürchte", betonte Pierrat. (APA)
Und:
Schladming will nicht WM "abstauben"
Nach Problemen in Val d'Isere hält sich steirischer Ort zurück - OK-Chef Grogl: "Bin sicher, es wird dort eine gute WM geben"
Schladming - Schladming will sich nach den offenkundigen Problemen von Val d'Isere bei den Vorbereitungen auf die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2009 nicht als möglicher Ersatzort ins Spiel bringen. Vielmehr sei man überzeugt, dass Val d'Isere es noch schaffen werde und es dort eine gute WM geben werde, sagte Schladmings OK-Präsident Hans Grogl am Donnerstag gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Schladming war bei der Vergabe der WM den Franzosen und 2011 dem deutschen Bewerber Garmisch-Partenkirchen unterlegen und bewirbt sich mittlerweile für 2013.

Die Franzosen sind mit den Vorbereitungen auf die im Februar 2009 stattfindende WM derart in Verzug, dass Jean-Claude Killy von seinem Posten als Exekutiv-Präsident zurückgetreten ist. Es sei nicht übertrieben zu sagen, dass die WM so lange gefährdet sei, bis die Organisatoren reagiert und sofortige Fortschritte vorzuweisen hätten, hatte FIS-Präsident Gian Franco Kasper am Rande des IOC-Kongresses in Guatemala gemeint. Weil die Testbewerbe schon im kommenden Dezember (Damen) bzw. Februar (Herren) vorgesehen sind, ist Feuer am Dach. FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis wird am 16. Juli nach Val d'Isere fahren und dort nach dem Rechten sehen.

Grogl ist dennoch überzeugt, dass Val d'Isere die WM wie geplant ausrichten wird und dass es eine gute WM wird. "Weil das jetzt dort sicher zur Chefsache ernannt wird." In Schladming sei die Infrastruktur zwar an sich vorhanden, Weltmeisterschaften innerhalb von eineinhalb Jahren zu organisieren, mache aber nicht wirklich Sinn, so Grogl. "Bevor die WM in Val d'Isere nicht definitiv abgesagt ist, möchten wir dazu eigentlich nichts sagen", meinte Grogl.

Die Olympia-Niederlage von Salzburg bedauerte Grogl sehr. Er habe aber als Jury-Mitglied schon in Salt Lake City festgestellt, dass Olympische Winterspiele längst eine enorme Dimension angenommen hätten. "So enorm, dass man sich fragen muss, ob Spiele überhaupt noch in einem Land wie Österreich stattfinden können", sagte Grogl. "Österreich ist ein absolutes Skisportland und eher prädestiniert dafür, alpine oder nordische Weltmeisterschaften auszurichten." (APA)

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