www.orf.atAcht Tote bei Crash Helikopter - Flugzeug
Acht Menschen sind Montagvormittag auf der Schmittenhöhe bei Zell am See (Pinzgau) bei einer Kollision zwischen einem Hubschrauber und einem Kleinflugzeug gestorben. Die Ursache dafür ist noch unklar.
Zusammenstoß bei der Areitbahn
Das Unglück passierte gegen 11.00 Uhr oberhalb der Schmittenhöhe bei Zell am See. Bei der Areitbahn im Bereich der Schoberalm stieß ein Sportflugzeug mit einem Hubschrauber zusammen. Beide stürzten ab, sagte der Pinzgauer Katastrophenreferent Franz Michl.
Eines der Wracks geriet in Brand. Die erste Zahl von sechs Toten musste Michl gegen 12.30 Uhr aber auf acht korrigieren: Sieben Tote wurden im Wrack des Hubschraubers gefunden, einer in den Trümmern des Kleinflugzeugs.
Augenzeugen: "Feuerball am Himmel"
Augenzeugen haben von der Schoberalm aus einen frontalen Zusammenstoß der beiden Fluggeräte beobachtet.
Es habe am Himmel einen Feuerball gegeben, das Sportflugzeug sei sofort in Flammen aufgegangen, allerdings sei kaum ein Knall zu hören gewesen.
Der Hubschrauber wurde bei der Kollision in mehrere Teile zerrissen, die Pilotenkanzel soll zunächst relativ unversehrt ausgesehen. Dann seien die Flugzeugteile zu Boden gestürzt, den Aufprall selbst haben die Augenzeugen nicht gesehen.
Hubschrauber am Weg nach Weißbach
Der Hubschrauber, ein Super-Puma-Transport-Helikopter der Schweizer Firma HELOG, hatte einen 1.800 Kilo schweren Kraftwerksteil zum Kraftwerk Kaprun Oberstufe geliefert.
Auf dem Weiterflug zu Holzbringungsarbeiten nach Weißbach bei Lofer (Pinzgau) war er auf dem Parkplatz der Gletscherbahnen noch gelandet und dürfte dort mehrere Personen aufgenommen haben. Kurz nach dem Start, in der Nähe des Flugplatzes Zell am See, kam es zum Unglück.
Vom Flugplatz Zell startete gerade ein Osttiroler Pilot mit einem Kleinflugzeug der Marke Katana, schilderte Flugplatz-Betriebsleiter Christian Moser: "Es ist ein Kleinflugzeug, das in Zell am See in Richtung Lienz gestartet ist, in der Luft mit einem Hubschrauber kollidiert."
Der Pilot des Hubschraubers hatte zuvor per Funkspruch eine Querung des Luftraumes Richtung Norden angemeldet.
Identität der Opfer noch unklar
Die Identität der Opfer ist vorerst ungeklärt. Nach Angaben der Verbund Austrian Hydro Power AG dürfte der Hubschrauber bei der Talstation der Gletscherbahnen in Kaprun zu Holzbringungsarbeiten in Weißbach bei Lofer aufgebrochen sein. Möglicherweise hat er in Kaprun noch Forstarbeiter aufgenommen.
Brennende Trümmerteile
Die beiden Fluggeräte stießen über der Schmittenhöhe bei der Areitbahn zusammen und stürzten ab. Sie schlugen abseits der Piste ein. Augenzeugen berichteten von herumfliegenden Rotorblättern und brennenden Trümmerteilen. Die Trümmer der Wracks liegen 20 Meter zerstreut.
An Bord der Flugzeugs war nur der Pilot. Das Flugzeug wird als nur 500 Kilo schwer und als sehr modern beschrieben. Kurz nach dem Start dann der Funkspruch des Helikopters, der den Luftraum queren wollte.
Suche nach Überlebenden
Im Transporthubschrauber starben sieben Menschen, schilderte Flug- und Bergretter Johannes Schöffel von der Besatzung des ÖAMTC-Notarzthubschraubers, die zu Hilfe eilte.
"Wir sind zur Unfallstelle gekommen. Vermutlich sieben Personen sind ums Leben gekommen. Teile haben gebrannt. Es sind weitere Einsatzkräfte zu dem weiteren Flieger unterwegs. Es wird da noch nach Überlebenden gesucht - aber bisher ohne Erfolg."
Zell am See - Acht Tote bei Crash Helikopter - Flugzeug
- Jens
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Zell am See - Acht Tote bei Crash Helikopter - Flugzeug
- Jens
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www.tirol.comBetroffenheit bei Augenzeugen und Helfern
Ein Urlauber aus Dortmund filmte Absturz, eine Kellnerin der Schoberalm weinte.
Vier deutsche Urlauber aus Dortmund sonnten sich am Montag gegen 11.00 Uhr vor der Schoberalm in der Nähe der Areitbahn in Zell am See, als plötzlich vor ihren Augen ein großer Feuerball aufging.
Ein Tourist des Quartetts konnte den aufsteigenden Rauch noch auf seinem Handy festhalten, ehe die Trümmer hinter den Bäumen verschwanden. Auch wenn die Urlauber und das Hüttenpersonal noch nicht genau wussten, was passiert war:
Betroffenheit und die Angst vor den Folgen des Crash verdunkelten den herrlichen Skitag. Was folgte, war die Hoffnung auf Überlebende, dann Schock und Trauer.
Nachdem der rote Feuerball über einem Waldstück am Himmel erschienen ist, war keinem der Gäste mehr zum Sonnen zumute. Einer Kellnerin standen die Tränen in den Augen, als Tatsache wurde, was viele bereits vermutet hatten, aber keiner wahr haben wollte: Es hat Tote gegeben. In der Zwischenzeit umkreisten mehrere Hubschrauber die Unfallstelle, die etwa 400 bis 500 Meter von der Schoberalm entfernt lag.
Während noch Mitarbeiter der Bergbahn mit den Skiern zur Unfallstelle stiegen, wurden die Kabinen der Sechserbahn der Sektion I aus Sicherheitsgründen eingezogen.
Da die Bahn außer Betrieb war und der Absturzort von der Polizei großräumig abgesperrt wurde, kamen auch keine Skifahrer mehr zur Schoberalm durch. Dafür mutierte die Hütte zur zentralen Anlaufstelle für Journalisten.
Fotografen und Kamerateams wie auch zahlreiche Einsatzkräfte fuhren mit ihren Autos in rasantem Tempo entlang des Güterweges zu der auf rund 1.000 Meter Seehöhe gelegenen Hütte.
Die Medienvertreter hofften, dort von den Helfern Informationen zu erhalten oder weiter zur Unfallstelle vorzudringen. Doch außer einem Fotografen, der für die Bezirkshauptmannschaft Zell am See Aufnahmen machte, durfte kein Journalist offiziell den abgesperrten Bereich betreten.
Bei den Wracks standen am frühen Nachmittag etwa 200 Helfer im Einsatz. Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Bergrettung bereiteten die Bergung der Opfer vor, während Polizisten und Kriminaltechniker die Unfallursache ermittelten und Zeugen befragten.
Für 15.30 Uhr sollten die Medien auf der Schoberalm über den bisherigen Ermittlungsstand in einer Pressekonferenz informiert werden.
Betroffenheit herrschte auch unter dem Liftpersonal der Schmittenhöhebahn AG. "Wir sind sehr bestürzt. Kaum auszudenken, was noch passiert wäre, wenn der Hubschrauber und das Flugzeug auf die Seilbahn oder die Piste gestürzt wären", sagte Vorstand Ferdinand Eder.
Gegen 11.00 Uhr herrschte ein "guter Skibetrieb, insgesamt 7.000 bis 8.000 Skifahrer waren im gesamten Skigebiet unterwegs". Die Areitbahn ist eine von vier Zubringern zur Schmittenhöhe.
- snowflat
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Ich habs eben in den Nachrichten gesehen
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Quelle: TT
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Ich habe bis heute kein Vertrauen für die schweizer Skyguide die den südbadischen Luftraum überwacht.... warum machen wir das nicht selbst?!?!!
Überlingen, jetzt Kaprun....diesmal gabs hoffentlich kein Problem wegen schlechtem Englisch...
der Huschrauber fliegt einfach am Flugplatz in Zell vorbei und die wissen nichts??
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Hö, was hat dies mit diesem Unglück zu tun ?Ich habe bis heute kein Vertrauen für die schweizer Skyguide die den südbadischen Luftraum überwacht....
Denke nicht dass die Skyguide auch an diesem Ort den Luftraum überwacht ?
Das erstaunt mich ehrlich gesagt nicht. Aber es würde zu weit gehen wenn ich mich zu diesem Thema äussere.der Huschrauber fliegt einfach am Flugplatz in Zell vorbei und die wissen nichts??
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Laut ORF und N24 wurde der Heli vom Tower über das startende Kleinflugzeug informiert, worauf der Helikopterpilot meldete, er habe das Flugzeug in Sicht. Irgendwie etwas mysteriös, speziell ein Helikopter sollte da ja keine Probleme haben auszuweichen, der könnte ja sogar in der Luft stehenbleiben...
Beileid für die Angehörigen der ums Leben gekommenen.
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- snowflat
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Quelle: ORFTÖDLICHE KOLLISION
Piloten von Unfallhergang nicht überrascht
Anders als die Augenzeugen sind Piloten vom Flugunglück bei Zell am See nicht überrascht. Der Berg gleiche einer Nase, um die man nicht herumsehe, so ein erfahrener Pilot. Auch gebe es hier keine Fluglotsen zur Sicherheit.
"Berg gleicht unübersichtlicher Nase"
Auf der Skipiste der Areitbahn und von der Schober Alm aus haben Augenzeugen am Montag minutenlang den Lastenhubschrauber und das Sportflugzeug auf Kollisionskurs gesehen.
Piloten mit Ortskenntnis verweisen dagegen auf die örtlichen Gegebenheiten in Zell am See: Der Berg, auf den die Areitbahn führt, gleiche einer unübersichtlichen Nase, sagt ein Pilot, der den Flugplatz und seine Umgebung seit vielen Jahren kennt.
Keine Überwachung durch Fluglotsen
Wer so wie viele Skifahrer auf dieser Nase steht, überblickt das gesamte Tal. Piloten, die sich in der Luft aufeinander zubewegen, könnten nicht um diese Nase nicht herumsehen, so der Insider.
Der Hubschrauberpilot, der das Sportflugzeug beim Start gesehen haben soll, müsse zudem nicht zwangsläufig gewusst haben, dass es über dem Zeller See eine Schleife fliegt und ihm entgegenkomme.
Auf kleinen Flugplätzen wie in Zell am See gibt es nämlich keinen Tower. Die Piloten müssen daher in ihrem eigenen Interesse ihre Position bekanntgeben, die von Piloten in der Nähe mitgehört werden kann.
Eingeschränkte Sicht bei Steigflug
Auch sollen sich beide Fluggeräte im Steigflug befunden haben, was die Sicht aus dem Cockpit nach vorne und unten deutlich einschränke, sagen Flugexperten.
"Die Piloten des Helikopters und des Sportflugzeugs müssen sich schlicht übersehen haben. Auch beim Fliegen können Faktoren wie ungünstige Sonneneinstrahlung und der Tote Winkel im Blickfeld Unfallursachen sein", so ein Hubschrauberpilot zur APA.
Kriminalisten setzen Ermittlungen fort
Offiziell liegen derzeit noch keine Hinweise zur Unfallursache vor. Ob es sich um menschliches Versagen handelt, wollte Chefermittler Albert Struber nicht kommentieren.
"Es liegt nicht in unserem Bereich, das zu beurteilen", so Struber. Informationen von Augenzeugen, die vor der Kollision keinerlei Ausweichmanöver der beiden Fluggeräte wahrgenommen haben, würden genauestens geprüft.
Fotos und Amateurvideos, die von Augenzeugen aufgenommen wurden, seien jedoch besonders hilfreich für die Ermittler.
Areitbahn transportiert wieder Skifahrer
Die Areitbahn, die nach dem Zusammenstoß am Montag ihren Betrieb eingestellt hat, ist seit Dienstagfrüh wieder in Betrieb.
Nur die Piste, wo sich in der Nähe noch Wrackteile befinden, bleibt gesperrt, damit Schaulustige nicht die Arbeit der Ermittler behindern, so Hans Wallner, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, gegenüber der APA.
Gelände wurde nochmals durchsucht
Am Dienstagnachmittag haben Polizei und Bundesheer nochmals intensiv das Gelände rund um die Unglücksstelle durchsucht. "Wir wollen verhindern, dass irgendetwas übersehen wird - seien es Wrackteile oder mögliche menschliche Überreste", sagt Katastrophenreferent Kurt Reiter.
"Außerdem wollen wir ausschließen, dass irgendwann einmal etwas - beispielsweise von einem wandernden Urlaubsgast - gefunden wird", so Reiter.
Schwierige Arbeit für Gerichtsmedizin
Am Gerichtsmedizinischen Institut in Salzburg ist seit Dienstag ein Team damit beschäftigt, die acht Todesopfer zu identifizieren.
Die Leichen der Piloten müssen zudem obduziert werden, um die Toderursache zu klären, so Karl Heinz Wochermayr vom Landeskriminalamt.
Dabei ist jenes Team im Einsatz, das nach der Tsunami-Katastrophe in Asien tätig war. Die Arbeit sei "sehr, sehr schwierig", da viele Leichenteile gefunden wurden.
Zell am See bereitet Trauerfeier vor
Die Stadt Zell am See bereitet sich inzwischen auf das Totengedenken vor. Das Rathaus ist schwarz beflaggt, Bürgermeister Georg Maltschnigg bereitet Kondolenzschreiben vor und ein Gottesdienst wird geplant.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Ein Handyvideo von dem Chrash gibts auf der Website der Zeitung Österreich www.oe24.at.
Ich war grad in dieser Woche in Kaprun/Zell am See. An dem Unfalltag war ich am Kitzsteinhorn. Habe von dem Crash erst Abends in der ZIB 1 erfahren und war geschockt.
Ich war grad in dieser Woche in Kaprun/Zell am See. An dem Unfalltag war ich am Kitzsteinhorn. Habe von dem Crash erst Abends in der ZIB 1 erfahren und war geschockt.
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Quelle: Salzburger NachrichtenStreit zwischen Flugunfall-Kommission und Staatsanwaltschaft
Nach Flugunfall in Zell am See: Flugunfallkommission überlegt Beschwerde gegen Staatsanwaltschaft. Der Grund: „Flugunfalluntersuchern wurde Zugang zur Absturzstelle verwehrt“ - Verstoß gegen internationales Recht? Staatsanwaltschaft beurteilt ihre Vorgangsweise als „korrekt“.
SALZBURG, ZELL AM SEE (SN, APA). Vier Wochen nach dem tödlichen Flugunfall in Zell am See hängt der Haussegen zwischen der Flugunfalluntersuchungsstelle (FUS) und der Staatsanwaltschaft Salzburg schief. Weil der Untersuchungsleiter des Verkehrsministeriums nicht sofort zum Absturzort durfte und damit offenbar gegen internationales und nationales Recht verstoßen wurde, „überlegen wir eine Anzeige“, sagte am Montag der Leiter der FUS, Günther Raicher. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete ihre Vorgangsweise als korrekt.
Untersuchungsleiter durfte erst einen Tag später zum Wrack
Der Sinn und Zweck der Flugunfallkommission sei, so rasch wie möglich zur Unfallstelle zu gelangen. Die Polizei habe die Absturzstelle nach dem Zusammenstoß eines Lastenhubschraubers mit einem Motorflugzeug - acht Menschen kamen dabei ums Leben - am 5. März 2007 abgeriegelt und den Untersuchungsleiter Harald Horvath erst einen Tag später zu den Wracks vorgelassen, kritisierte Raicher. „Diese Zugangsbeschränkungen sind vom Gesetz her nicht rechtens“, nahm er zu einem Bericht von ORF-Radio Salzburg Stellung.
Verkehrsministerium prüft rechtliche Maßnahmen
Im Verkehrsministerium, dem die Flugunfalluntersuchungsstelle unterstellt ist, würden jetzt entsprechende rechtliche Maßnahmen geprüft, kündigte Raicher an. Schützenhilfe bekommt die FUS vom Verband österreichischer Berufspiloten/Austrian Cockpit Association (ACA). Der zertifizierte Flugunfalluntersucher und AUA-Pilot Christoph Mair sieht in der Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft „einen Willkürakt“. Die Beweismittel würde ja niemand wegnehmen, entrüstete er sich im APA-Gespräch. Bei dem Flugunfalluntersucher handle es sich ja ebenfalls um einen Behördenvertreter. „Er kam seinem gesetzlichen Auftrag nach, wurde dabei aber behindert. Es gibt eben auch andere geltende Gesetze. Wenn die Staatsanwaltschaft diese nicht kennt, setzt sie sich über bestehendes Recht hinweg. Uns Piloten geht es um die Aufklärung eines Flugunfalls, um aus Fehlern zu lernen und die Luftfahrt sicherer zu machen“, betonte Mair. Der ACA-Vizepräsident ortete „eine grobe Verletzung internationaler Rechtsvorschriften“, und zwar gegen den Annex 13 der ICAO. „Österreich hat sich zu deren Einhaltung verpflichtet. Deren Inhalt wurde auch in nationales Recht umgesetzt.“ Eine ordnungsgemäße Untersuchung nach internationalen Qualitätsstandards sei durch die Zutrittsverweigerung nicht mehr gewährleistet, schrieben Mair und sein Kollege Peter Beer am 28. März in einem Beschwerdebrief an Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) und Justizministerin Maria Berger (SPÖ).
Laut ACA bereits Anfragen aus dem Ausland
Es gebe bereits Anfragen aus Deutschland und der Schweiz, warum nicht nach internationalen Regeln untersucht werde. „Der gewerbliche Hubschrauber war in Deutschland registriert und gehörte einem Schweizer Unternehmen“, erläuterte der AUA-Pilot. Die Gesetzesverletzung könne immerhin mit 20.000 Euro bestraft werden.
Staatsanwaltschafts-Sprecherin: „Haben korrekt gehandelt“
Für die Staatsanwaltschaft Salzburg ist die Beschwerde „nicht rechtens“. Dazu deren Sprecherin Barbara Feichtinger: „Wir haben korrekt gehandelt. Im Unfalluntersuchungsgesetz, Paragraf 4, Absatz 3, steht, bei Unfällen mit Personenschaden dürfen behördliche Ermittlungen nur im Einvernehmen mit der zuständigen Staatsanwaltschaft durchgeführt werden. Und zwar solange die Ermittlungen im Dienste der Strafjustiz stehen.“ Es sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft, über Beweismittel und deren Sicherung zu entscheiden. Wie der Rechtsstreit um die bestehende Gesetze ausgeht, ist ungewiss. Das Verkehrsministerium warte jetzt auf eine Sachverhaltsdarstellung von der Flugunfalluntersuchungsstelle, hieß es aus dem Büro von Minister Faymann. (Bild: SN/EPA)
© SN/SW
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Quelle: ORFFLUGUNFALL-URSACHE: Hatte Hubschrauberpilot falsche Daten?
Bei der Ursachenforschung nach dem Flugunfall im März bei Zell am See (Pinzgau) mit acht Toten könnten die Experten einen Schritt weiter gekommen sein: Möglicherweise hat der Hubschrauberpilot falsche Daten verwendet. Flugdaten und amtliche Vorgaben stimmen nicht überein.
Aufschlussreiches Kartenmaterial entdeckt
Nach der technischen Überprüfung dürften weder Lastenhubschrauber noch Sportflugzeug technische Defekte aufgewiesen haben. Allerdings haben die Ermittler am Unfallort auf der Schmittenhöhe zwischen den Trümmern interessantes Kartenmaterial entdeckt.
"Ungenaue Flugunterlagen verwendet"
Demnach hätte der Helikopter-Pilot für seinen Flug aus Kaprun nach Bayern Flugunterlagen mit ungenauen Daten verwendet. Vorgeschriebene Flughöhe und amtliche Vorgaben stimmen nicht, so die Interpretation von Ermittler Harald Horwarth aus dem Verkehrsministerium. Staatsanwaltschaft prüft auch Gesundheitszustand.
Flugdatenschreiber wird ausgewertet
Die ermittlungsführende Staatsanwaltschaft Salzburg bestätigt diese Variante nicht. Man warte auf Gutachten und prüfe auf der Grundlage der Obduktionen die Flugtauglichkeit der Piloten -Gerichtsmediziner hatten bei beiden Herzerkrankungen festgestellt.
In den kommenden Wochen werde noch der schwer beschädigte Flugdatenschreiber aus dem Hubschrauber von der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ausgewertet. Die Ermittler erhoffen sich Angaben zu Richtung und Flughöhe des Helikopters vor dem Zusammenstoß des mit dem Sportflugzeug.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Quelle: ORFNACH HUBSCHRAUBER-ABSTURZ
Konflikt Justiz - Verkehrsministerium
Nach dem Flugunfall mit acht Toten Anfang März in Zell am See (Pinzgau) ist im Streit zwischen Justiz und Verkehrsministerium ein Techniker des Verkehrsministeriums ins Visier der Staatsanwaltschaft Salzburg geraten.
Acht Menschen starben
Nach dem Flugunfall von Zell am See mit acht Toten Anfang März dieses Jahres geht der Streit zwischen Justiz und Verkehrsministerium ungemindert weiter.
Im Visier der Salzburger Staatsanwaltschaft ist ein Techniker des Verkehrsministeriums.
Beweismittel sollen mitgenommen worden sein
Der Konflikt zwischen der Staatsanwaltschaft und der Unfalluntersuchungsstelle im Verkehrsministerium geht in die nächste Runde. Die Salzburger Justiz hat Erhebungen bei den Sicherheitsbehörden gegen einen Techniker der Unfalluntersuchungsstelle eingeleitet.
Der Beamte soll unerlaubter Weise Beweismittel aus Zell am See mitgenommen haben, sagt Barbara Feichtinger, Sprecherin der Salzburger Ankläger:
"Dem Mitarbeiter wird vorgeworfen, bei der Sicherung des Wracks allfällig strafbare Handlungen wie Urkundenunterdrückung und ähnliches vorgenommen zu haben."
Dutzende Zeugen vernommen
Die Staatsanwaltschaft hat dazu auch bereits ein Dutzend Zeugen vernehmen lassen. Dazu sind Beamte des Büros für Interne Angelegenheiten aus dem Innenministerium, in den Pinzgau gefahren.
Feichtinger: "Es besteht Aufklärungsbedarf"
Alle Leiter der Einsatzorganisationen, wie Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bundesheer, der Katastrophenreferent der Bezirkshauptmannschaft, aber auch Polizisten und weitere Einzelpersonen, mussten ihre Wahrnehmungen zu Protokoll geben, bestätigt Feichtinger:
"Es besteht Aufklärungsbedarf. Und das wird jetzt über die Sicherheitsbehörden abgeklärt."
Salzburger Justiz contra Verkehrsministerium
Hintergrund ist ein Kompetenzstreit zwischen der Salzburger Justiz und Verkehrsministerium.
Staatsanwaltschaft sieht sich im Recht
Während der gerichtlich bestellte Sachverständige bereits nach dem Zusammenstoß zwischen Flugzeug und Hubschrauber zur Absturzstelle durfte, musste die Mitarbeiter aus dem Verkehrsministerium warten. Ihnen wurde der Zutritt zum Absturzbereich fürs Erste verwehrt.
Die Salzburger Staatsanwaltschaft sieht sich im Recht, während die Tatortbeamten der Polizei und der vom Gericht bestellte Spezialist die Unglücksursache in strafrechtlich relevanter Sicht klären, untersuchen die Techniker aus dem Verkehrsministerium den Unfall aus Motiven der Sicherheit des Flugverkehrs.
Zur Unglücksursache gibt es keine neue Details, drei Gutachten stehen noch aus.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Quelle: APAMenschliches Versagen Ursache für Flugunfall in Zell am See
Bei dem Unglück am 5. März kollidierte ein Helikopter mit einem Sportflugzeug. Acht Menschen starben.
Menschliches Versagen ist die Ursache für das Flugunglück in Zell am See am 5. März dieses Jahres mit acht Toten. Das geht aus dem Gutachten des Flugsachverständigen Christian Ortner hervor, dass die Staatsanwaltschaft Salzburg heute, Freitag, veröffentlichte.
Gesundheitliche Probleme
Der Pilot des Hubschraubers dürfte aufgrund von gesundheitlichen Problemen den Luftraum zu wenig beobachtet haben. Technische Ursachen oder Fremdverschulden werden ausgeschlossen.
Bei dem Unglück waren ein Transporthubschrauber der Schweizer Firma Helog Heliswiss und ein Sportflugzeug des Typs Katana in rund 1.200 Meter Seehöhe bei Zell am See zusammengeprallt und abgestürzt. Bei dem Flugunfall kamen alle Insassen des Helikopters - fünf Schweizer, ein Deutscher und ein Franzose - sowie der Pilot des Kleinflugzeugs ums Leben.
Keine Luftraumbeobachtung
"Aus technischer Sicht kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Hubschrauberpilot wegen eines möglichen gesundheitlichen Problems seine ganze Aufmerksamkeit auf die Luftfahrzeugführung konzentrieren musste und keine Kapazität für die Luftraumbeobachtung hatte", zitierte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg, Barbara Feichtinger, aus dem Gutachten. Welche gesundheitlichen Störungen bestanden, könnte ein flugmedizinisches Gutachten klären, das aber noch nicht vorliegt.
Man könne sich das so vorstellen, dass ein Autofahrer, dem schlecht werde, sich so darauf konzentrieren müsse, seinen Wagen rechts zu halten, dass er dabei eine rote Ampel übersehe, erläuterte Feichtinger. Es sei ein Faktum, dass weder der Helikopter noch das Sportflugzeug völlig führerlos waren.
Eine Minute keine Sicht
Ein Herzinfarkt oder Schlaganfall bei einem Piloten werde aufgrund von Zeugen, die den Flugverlauf beobachtet haben, ausgeschlossen. Sicher sei auch, dass der Pilot des Sportflugzeugs in den letzten 60 Sekunden vor der Kollision keine Sicht auf den Hubschrauber gehabt habe, erläuterte Feichtinger.
Die Staatsanwältin geht davon aus, dass nach Vorliegen des flugmedizinischen Gutachtens das strafrechtliche Verfahren beendet wird.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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