Touristikunternehmer Klaus hat fast alle Seilbahnen verkauft

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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snowflat
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Touristikunternehmer Klaus hat fast alle Seilbahnen verkauft

Beitrag von snowflat »

Touristikunternehmer: Klaus hat fast alle Seilbahnen verkauft

Der Touristikunternehmer Walter Klaus hat aus gesundheitlichen Gründen große Teile seines Imperiums an zwei langjährige Teilhaber verkauft. Am Mittwochabend wurden die Mitarbeiter schriftlich über den Verkauf informiert.

Die verkauften Bahnen
Die Silvretta Nova AG mit Bahnen und Gastronomiebetrieb, die Muttersbergbahnen, die Beteiligung am Hochjoch, die Diedamskopfbahnen und die dazugehörende Gastronomie wurden an zwei langjährige Teilhaber an der Silvretta Nova verkauft.

Der Imster Vermessungsingenieur Franz Markowski und der Wolfurter Harald Bohle sind seit rund 40 Jahren Gesellschafter bei der Silvretta Nova AG. Bisher besaßen sie rund fünf Prozent der Anteile, nun haben sie die 86 Prozent von Klaus übernommen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Rund 800 Mitarbeiter betroffen
Vom Verkauf sind im Winter rund 800 Mitarbeiter, im Sommer rund 400 Mitarbeiter betroffen.

Schifffahrt bleibt im Besitz von Klaus
Nach wie vor im Besitz von Klaus befinden sich die Vorarlberg Lines (die Bodenseeschifffahrt), die Beteiligung an der Schweizer Schifffahrt, das im Bau befindliche Schiff "Sonnenkönigin", die Gasthäuser Nova Bräu in Bludenz und Kornmesser in Bregenz, die Werft in Fußach und das Skigebiet Sulden in Südtriol.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Freestyle-Mo
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Beitrag von Freestyle-Mo »

Also wird sich zum Glück nicht viel ändern! Wäre schade sonst!!
Jay
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Beitrag von Jay »

Investitionen an Diedamskopf und Hochjoch
Einigermaßen überraschend verkauft der Touristik-Unternehmer Walter Klaus seinen Mehrheitsanteil an der Silvretta-Nova-Gruppe. Die neuen Eigentumsverhältnisse sollen keine wesentlichen Veränderungen bringen.

Defizit am Hochjoch steigt
Die neuen Mehrheitseigentümer sind die langjährigen Gesellschafter Franz Markowski und Harald Bohle. Sie übernehmen ein Unternehmen, dem im milden Winter vor allem am Hochjoch in Schruns und am Diedamskopf die Einnahmen weggeschmolzen sind.

Die Hochjoch-Bahnen werden ein Defizit von über einer Million Euro einfahren, noch mehr als im Vorjahr. Am Schoppernauer Diedamskopf fehlt noch eine Beschneiungsanlage, Kostenpunkt rund 1,5 Millionen Euro, sagt Nova-Unternehmenssprecher Edgar Tschofen. Am Hochjoch werde voraussichtlich in die Zubringerbahn zum Grasjoch investiert.

Die Nova-Gruppe insgesamt werde das Defizit schlucken können. Viel mehr als eine schwarze Null werde es aber nicht werden.

Keine Auswirkungen für Mitarbeiter
Das Investitionsprogramm müsse im Detail noch diskutiert werden, sagt der neue Mehrheitseigentümer Harald Bohle. Bis August werde es dazu ein Konzept geben, vor allem auch darüber, wie - das heißt in welcher Gesellschaftsform - die neuen Eigentümer das Unternehmen führen werden. Ängste bei Mitarbeitern sind Bohle zufolge unberechtigt, für diese soll der Eigentümerwechsel keine Auswirkungen haben.

Das bestätigt auch der fürs Personal zuständige Nova-Vorstand Werner Netzer: Das gelte für alle Mitarbeiter, von der zweiten Führungsebene "bis zum letzten Liftbediensteten".

Summer glaubt nicht an schärfere Gangart
Ludwig Summer, der Vorstandsvorsitzende der Illwerke/VKW-Gruppe, konkurriert mit dem Skigebiet Golm gegen Silvretta Nova und Hochjoch. Er glaubt nicht, "dass die Gangart schärfer wird" und hofft, dass man die Zusammenarbeit etwa im Montafoner Skipool "zum Wohl der Talschaft" weiterführen werde.

Summer zeigt sich interessiert daran, dass im Montafon weiter investiert wird und das Tal so seinen Aufschwung fortsetzt – davon könne man nur gemeinsam profitieren.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Thema Nummer eins im Montafon

St. Gallenkirchen Unsicherheit, Gerüchte, Existenzangst - im Montafon brodelt es, seit der Verkauf der Nova-Gruppe von Walter Klaus bekannt wurde.

Am Stammtisch, in jedem Geschäft ist der Nova-Deal Thema Nummer eins. Wenngleich sich öffentlich kaum jemand äußern will. „Ich hab’s immer schon gewusst“, sagt zwar eine ältere Dame vor der Bäckerei in St. Gallenkirch. Näheres verrät sie aber nicht. Eines ist jedenfalls sicher. Die Stimmung im Montafon ist unterschiedlich.

Einerseits stehen viele Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft, andererseits wird der Verkauf der Klaus-Anteile an der Nova als große Chance für die Zukunft gesehen. „Jetzt ist die Zeit da, wieder Gripp im Kerngebiet der Nova zu fassen“, sagt Arno Salzmann, Bürgermeister von St. Gallenkirch. Er sei überrascht und besorgt gewesen, als er vom Nova-Deal erfahren habe. „Schließlich geht es um den Hauptbetrieb des Ortes“, so Salzmann. „Ich bin aber zuversichtlich, dass sich die Nova jetzt wieder neu positionieren kann.“ Dazu seien natürlich Investitionen notwendig. „Zudem gibt es ein Bekenntnis des Nova-Vorstandes, dass es zu keinen personellen Änderungen kommen wird“, hofft Salzmann weiterhin auf den Haupt-Standort der Nova im Hochmontafon.
Quelle: VN
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Beitrag von snowflat »

Silvretta Nova Gruppe: Gespräche über neue Investitionen

Nach dem Verkauf der Silvretta Nova Gruppe wird es in den nächsten Tagen Gespräche über ein mögliches Investitionsprogramm geben. Das sagt einer der neuen Hauptgesellschafter, Franz Markowski.

An Organisationsform nichts verändern
Gemeinsam mit dem Vorstand soll ein neues Konzept entwickelt werden. An der Organisation selbst solle aber nichts verändert werden. Die Silvretta Nova Bergbahnen AG sei eine gut geführte, funktionierende Gesellschaft.

Letzte Woche an Bohle & Markowski verkauft
Vergangene Woche ist die Silvretta Nova AG mit Bahnen und Gastronomiebetrieb, die Muttersbergbahnen, die Beteiligung am Hochjoch, die Diedamskopfbahnen und die dazugehörende Gastronomie an zwei langjährige Teilhaber verkauft worden.

Die neuen Eigentümer, der Imster Vermessungsingenieur Franz Markowski und der Wolfurter Harald Bohle sind seit rund 40 Jahren Gesellschafter bei der Silvretta Nova AG. Bisher besaßen sie rund fünf Prozent der Anteile, nun haben sie die 86 Prozent von Klaus übernommen.
Quelle: ORF
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Klaus hat verkauft: BTV übernimmt Silvretta Nova-Gruppe

Die BTV (Bank für Tirol und Vorarlberg) wird neue Eigentümerin der Silvretta Nova-Gruppe. Walter Klaus hat seine 87,6 Prozent an der Silvretta Nova an die Bank verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Markowski und Bohle zurückgetreten
Die beiden bisherigen Käufer, Franz Markowski und Harald Bohle, sind aus dem Vertrag mit Klaus zurückgetreten. Sie konnten laut Klaus keinen Nachweis über die Finanzierung bringen und machten daher von einer Auflösungsvereinbarung Gebrauch. Der Kaufvertrag mit Markowski und Bohle sei im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden, so Klaus im Radio Vorarlberg-Interview.

"BTV hat meinen Forderungen entsprochen"
Klaus hat daraufhin seine 87,6 Prozent an der Silvretta Nova an die BTV verkauft. Die BTV habe seinen Forderungen entsprochen, so Klaus: "Meine Vorstellungen sind in erster Linie, dass man die Firma im bisherigen Sinn und nach Möglichkeit in der bisherigen Art und Weise von den bisherigen Führungskräften leiten lässt." Es hätte auch ausländische Angebote gegeben, die habe er aber für eine österreichische Lösung ausgeschlagen, so Klaus.

Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben
Die BTV soll nach Angaben von Klaus mündlich zugesichert haben, mittelfristig 60 bis 70 Millionen Euro in die Bahn zu investierten. Damit sollen alle Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die Silvretta Nova-Gruppe sei für das wirtschaftliche Überleben des Montafons zu wichtig, um sie als Spielball für Spekulationen zu verwenden, so Klaus.

Keine Stellungnahme von Markowski
Der ursprüngliche Interessent Franz Markowski war bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Er könne nicht verstehen, dass jemand etwas kaufen will, ohne Geld zu haben und ohne den Schaden bezahlen zu müssen, so Klaus. Darauf habe er verzichtet. Das sollte Grund genug sein, in Zukunft Ruhe zu geben, so Klaus wörtlich.

Für ihn sei es bitter gewesen, wenn man einen sicheren Kaufvertrag und eine sichere Zahlung erwartet, und dann plötzlich merke, dass dies nicht der Fall ist und man mit den Zahlungen keinesfalls rechnen kann, so Klaus.

Salzmann: "Braucht Leute mit Herzblut"
Zum Verkauf der Silvretta Nova-Gruppe an die BTV meinte der Bürgermeister von St. Gallenkirch, Arno Salzmann, gegenüber dem ORF Vorarlberg, dass es Leute brauche, die Herzblut in die Gesellschaft einbringen und für die Talschaft einstehen und diese nicht als Finanzmarkt betrachten.
Quelle: ORF
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F. Feser
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Beitrag von F. Feser »

da brodelt es im moment wahnsinnig, man braucht sich nur mal ein bisschen umzuhören, die drehen alle voll am rad... jeder hat im ende angst um seinen job....
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Überraschungsdeal : BTV übernimmt Silvretta Nova Bergbahnen AG

Die Bank für Tirol und Vorarlberg, BTV, übernimmt das größte Seilbahnunternehmen Vorarlbergs, die Silvretta Nova Bergbahnen AG. Bis zuletzt war davon ausgegangen worden, dass der Imster Vermessungs-ingenieur Franz Markowski neuer Eigentümer wird.

Markovskis Schwiegermutter legte Grundstein
Vor ein paar Wochen hat der 67-jährige Franz Markovski in Imst verkündet, warum er sich in der Pension noch einmal den Kauf eines Riesenunternehmens in der Seilbahnbranche antut. Seine Schwiegermutter hatte einst den Grundstein für die Vorarlberger Silvretta-Nova Bergbahnen gelegt.

Tourismusmogul Klaus verkaufte an BTV
Doch jetzt kommt alles ganz anders. Der bisherige Mehrheitseigentümer, der 72-jährige Vorarlberger Tourismusmogul Walter Klaus erklärte bei einer Pressekonferenz, dass er seine Anteile an die BTV verkauft und nicht an Markovski und seinen Kompagnon Harald Bohle.

Klaus: Interessenten ohne Eigenkapital
Der Grund für die Überraschung: Die beiden bisherigen Kaufinteressenten hätten den Kauf gänzlich ohne Eigenkapital durchziehen wollen und die vertraglich geforderte Finanzierungsgarantie nicht abgeben können. Kritischer Nachsatz von Klaus: "Kaum vorstellbar, dass jemand so blauäugig war".

BTV hat schon Seilbahn in Mayrhofen
Die BTV ist jedenfalls bereits Eigentümerin eines Seilbahnunternehmens in Mayrhofen. Sie soll dem Vernehmen nach in Vorarlberg 70-80 Millionen Euro investieren. Für die 800 Seilbahnmitarbeiter dort hoffentlich ein gutes Omen.

Für Interview nicht erreichbar
Markovski erklärt dazu, die Finanzierung wäre kein Problem gewesen. Seine Hausbank, die BTV, hätte ihn gewiss nicht so dargestellt, wie das Klaus jetzt getan habe. Für ein Interview waren Markovski und die BTV nicht erreichbar.

Information für Aktionäre am 11. September
In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es, am 11. September werden die Silvretta-Nova-Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung informiert, erst dann gibt es Details.
Quelle: ORF
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Beitrag von snowflat »

Und noch ein Nachtrag so nebenbei: Der "Alpenhof Gafrescha" mitten im Skigebiet der Silvretta Nova hat Konkurs angemeldet ... 1,79 Mio. Euro Schulden ... 22 Dienstleister & 11 Gläubiger sind Betroffen. Ob die BTV auch unter den Gläubigern sein wird? Grad die Nova erworben und einen Tag später der Alpenhof in Konkurs :roll: :roll: :roll:
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Beitrag von Freestyle-Mo »

Das wundert mich nicht das der Konkurs gegannen ist!! Für was braucht man ein Hotel auf dem "Berg", wenn im Tal genug Hotels zur Verfügung stehten!?
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Hier die entsprechende Nachricht von der Tageszeitung "Der Standard":
Skandinavier schielen ins Montafon

Walter Klaus verkauft Silvretta Nova überraschend an die BTV
Gaschurn – Ein Handschlaggeschäft unter alten Herren hätte der Verkauf der Silvretta Nova Bergbahnen AG werden sollen, der Deal scheiterte, nun kam mit der BTV überraschend ein Finanzinvestor zum Zug. Kommentieren will die BTV dies erst bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Silvretta Nova am 11. September, teilte Direktor Peter Gaugg mit. Brancheninsider zweifeln an der Langfristigkeit des Engagements. Interesse am Montafoner Touristikunternehmen, das mit 50 Bahnen Marktführer der Region ist, zeigt die schwedisch-norwegische Gruppe Skistar.

Vorstandsmitglied Bo Halvardsson, Destinationsmanager im norwegischen Trysil, zum STANDARD: "Wir kennen die Anlagen gut, sind schon seit vielen Jahren mit der Silvretta in Verbindung." Das Interesse sei noch generell, "für konkretes Interesse fehlen uns die Detailinformationen".

Walter Klaus (73) gab am Montagabend bekannt, seine Aktienmehrheit von 87 Prozent nicht, wie im Juli angekündigt, an die beiden langjährigen Aktionäre und Aufsichtsräte Franz Markowski (67) und Harald Bohle (78) zu verkaufen. Bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz nannte er den Grund: Die beiden potenziellen Käufer hätten den geforderten Finanzierungsnachweis nicht erbringen können. Klaus: "Das ist mir noch nie passiert, dass jemand von mir etwas kaufen wollte und sich dann herausgestellt hat, dass er gar kein Geld hat."

Franz Markowski, pensionierter Unternehmer aus Imst, sieht das anders: "Ich habe noch nie ohne Eigenkapital gekauft und hätte es auch dieses Mal nicht." Nachsatz: "Meine Hausbank, die BTV, hat mich noch nie im Regen stehen lassen." Für den Vermessungsexperten ist die Sache noch nicht gelaufen, er verweist auf die Hauptversammlung. Beim BTV-Deal lässt sich Klaus vom Wiener Wirtschaftsanwalt Raimund Cancola begleiten, der die Vorarlberger Raiffeisenbank beim Verkauf der Hochjochbahnen an Walter Klaus beraten hatte. (jub, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.08.2007)
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Beitrag von snowflat »

Weichenstellungen: Neuer Aufsichtsrat für Silvretta Nova

Weichenstellungen in der Silvretta-Nova-Gruppe: In der Generalversammlung wurde am Dienstag ein neuer Aufsichtsrat konstituiert. Die BTV will in den nächsten fünf Jahren 50 bis 60 Millionen Euro investieren.

Gaugg wird Aufsichtsratvorsitzender
Vorsitzender des Aufsichtsrats wird wie erwartet BTV-Vorstandsdirektor Peter Gaugg, Stellvertreter Michael Doppelmayr und Franz Markowski. Die bisherigen Vorstände Werner Netzer und Heinrich Sandrell behalten ihre Funktionen, ein dritter Vorstand wird von der BTV eingesetzt.

Die BTV will als neue Eigentümerin in den nächsten fünf Jahren 50 bis 60 Millionen Euro in die Silvretta-Nova-Gruppe investieren. In den nächsten fünf bis zehn Jahren soll es keine Gewinnausschüttung geben.
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