Bach. Die kleineren und tief gelegenen Seilbahnen tun sich schwer, die Schneearmut in niedrigen Lagen zu bewältigen. Die Lechtaler Bergbahnen in einer – für Tiroler Verhältnisse - niedrigen Lage zwischen 1200 und 1800 Meter in der Gemeinde Bach, ist jetzt pleite. Der Konkurs wurde beim Landesgericht Innsbruck eröffnet.
Die Bergbahn gehört zu 58 Prozent der Paragleiter-Flugschule AIRsport 2000 GmbH in Bach, zu zwei Prozent der Agrargemeinschaft Ausserer Aufschlag und zu 40 Prozent der Otto & Rudolf Schretter GmbH & Co KG, die Beteiligungen an mehreren Liftgesellschaften besitzt, etwa in Grän, Nesselwängle und Berwang, und die einen Umsatz von 8,7 Millionen € (2005) erwirtschaftet.
Die Lechtaler Bergbahn wurde vom warmen Winter in einer ohnehin schwierigen betriebswirtschaftlichen Situation erwischt. Die Bilanz 2005 wies bereits ein negatives Eigenkapital von 125.000 €, einen Bilanzverlust von 227.000 € und Verbindlichkeiten in Höhe von 595.000 € aus. Ein Jahr zuvor war die Gesellschaft mit einem stillen Ausgleich vor dem Zusperren gerettet worden. Die AIRsport war damals als neuer Gesellschafter eingestiegen, mit dem Plan, neue Pisten und Lifte zu errichten. Ob die Flugschule jetzt, nach der Bergbahn-Insolvenz, ohne die für sie wichtigen Lifte in Bach bleiben kann, ist noch abzuwarten.
23.02.2007 10:52
Lechtaler Bergbahnen pleite
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Jay
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Lechtaler Bergbahnen pleite
Das Wirtschaftsblatt.at berichtet:
- snowflat
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Quelle: TTLechtaler Bergbahnen kämpfen gegen das Aus
Der Schneemangel fordert im Außerfern das erste Opfer. Die Lechtaler Bergbahn ist pleite. Die Geschäftsführung hofft aber noch auf ein Happyend.
^^ Die Jöchelspitzbahn steht vor dem Aus.
Bild: Kammerlander
Einen schweren Gang traten die beiden Geschäftsführer der Lechtaler Bergbahn Ges.m.b.H. und Co.KG, Radomir Gabric und Franz Kammerlander am Mittwoch an - nämlich jenen zum Landesgericht Innsbruck, wo das Konkursverfahren eröffnet wurde (die TT berichtete).
Frisches Kapital
Schon 2004 drohte das Aus für den Doppelsessellift auf die Jöchelspitze. Damals glückte ein stiller Ausgleich. Radomir Gabric von der Flugschule Airsport 2000 brachte 500.000 Euro frisches Kapital ein und wurde neben Bachs Vizebürgermeister Franz Kammerlander als zweiter Geschäftsführer bestellt. "Wir haben die Bahn mit 390.000 Euro Altlasten und 3500 Überstunden von Mitarbeitern übernommen - aus heutiger Sicht ein Fehler", sagt Franz Kammerlander, der überzeugt ist: "Man hätte die Bahn damals konkurs gehen lassen und sie dann kaufen sollen. Dann wäre es sicher gegangen."
Inzwischen hat Airsport 2000 nochmal 300.000 Euro investiert. Aber die Bahn lief diesen Winter lediglich zu Weihnachten und nach den letzten Schneefällen zwei bis drei Tage im Winterbetrieb.
360.000 Euro fehlen
"Wenn die Beschneiung bis ganz oben fertig wäre, hätte es kein Problem gegeben. Aber dafür hat das Geld nicht gereicht und jetzt fehlen 360.000 Euro an Umsatz", sagt Kammerlander.
Er nimmt auch den Talverband Lechtal in die Verantwortung. "Wenn Urlauber im Sommer gratis mit Bussen nach Warth und Lech zum Wandern gefahren werden und dort in die Bahnen hineingezahlt wird, nur dass die Gäste günstiger oder gratis fahren können, dann hat das schon einen Schönheitsfehler. Abgesehen davon, dass auch die Kosten für den Bus von der Region getragen werden und der Tagesumsatz in Lech oder Warth bleibt. Uns fehlen so 40.000 Euro."
Trotz düsterer Aussichten - ganz schwarz sieht Kammerlander nicht: "Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten rund 700.000 Euro. Aber die Altlasten von rund 390.000 Euro werden auf die ehemaligen Gesellschafter zurückfallen. Diese haften ja fünf Jahre nach."
Acht Mitarbeiter sind derzeit betroffen. Sie bekommen auch keinen Lohn.
Kammerlander denkt aber nicht ans Aufgeben: "Ich habe die letzten zehn Jahre um die Bahn gekämpft. Seit einem halben Jahr fahre ich herum und suche Gesellschafter. Das werde ich auch weiterhin tun. Ich halte am letzten Strohhalm fest." Einen Sponsor zu finden wird aber nicht leicht werden. 2009 läuft nämlich auch die Konzession für den Lift aus. In ganz Österreich gab es bisher eine, tirolweit gar keine Bahn, bei der die Konzession verlängert wurde. Man müsste sich also für einen Neubau entscheiden.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Jöchlspitze
Mei, was soll ma dazu sagen-- eine einzelne alte Doppelsesselbahn-- ohne weitere Lifte... wer findet sowas attraktiv ? des hätt ma von Anfang an richtig ausbaun solln-- natürlich mit Beschneiung-- ohne geht heut gar nix mehr. Und auch die Sommerurlauber möchtn mal was anderes sehn...iss doch völlig normal, daß ma net 14 tag die gleichen Wanderungen macht, sondern mal woanders hinmöcht. So gehts mir jedenfalls, und deswegen fahr ich am liebsten wo hin, wo s Abwechslung gibt. Ganz praktisch sind natürlich Liftzusammenschlüsse-- ala Schiwelt z.B. Einzelanlagen habens schwer-- logisch. Und richtig große Orte gibts im Lechtal auch net--was macht ma da bei Schlechtwetter ?
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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MarkA
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Lechtaler Bergbahn fährt diesen Sommer
1. die Lechtaler Bergbahn nun wieder für alle Besitzer der Lechtal-aktiv-Karte gratis ist @ schifreak: mal was andereas sehen ist schon o.k., aber wenn die einzigen Bahnen, die gratis mit der Lechtal-aktiv-Karte zu fahren sind, sich außerhalb der Fereienregion befinden, dann ist das wirklich nicht sehr intelligent (mir würden auch noch andere Worte einfallen)!
2. die Lechtaler Bergbahn weiterhin fährt
3. die Lechtaler Bergbahn wohl einen neuen Eigentümer hat, der noch weitere Pläne mit der Sesselbahn hat (z.B. Neubau, Erweiterung...)
- Heiko
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Anscheinend ist die Lechtaler Bergbahn von den Skiliften Warth übernommern worden. Auf der (neuen) Homepage steht im Impressum Folgendes:
Wäre auch schade um die DSB. Im Sommer ist der Lechtaler Panoramaweg zur Bernhardseck-Hütte immer eine nette Tour zum Einlaufen für den ersten Tag, zumal die Fahrt mit der Aktiv-Card ja umsonst ist. Im Winter nutze ich die Bahn - bei entsprechenden Schneeverhältnissen - meistens zum Einschwingen am Ankunftstag (Unterkunft ist in Bach).Lechtaler Bergbahnen GmbH & Co
c/o Skilifte Warth
A-6767 Warth 51
Tel. Büro Skilifte Warth: +43 (0)5583 / 36 01
Tel. Talstation Jöchelspitzbahn: +43 (0)5634 / 62 07 (6653 Bach)
info@lechtaler-bergbahnen.at
Ein Unternehmen der Skilifte Warth.
Der Stock im Arsch ist noch lange kein Rückgrat!
- Wiede
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Ich finde die Bahn für 1 Tag voll ok. Dort hat es 2 nette Pisten und in der Regel wenig Leute.
Letzteres wurde andererseits eben nun zum Verhängnis und somit wird denen gar nichts anderes übrig bleiben, als im Bereich des ihnen Möglichen zu investieren - natürlich vorausgesetzt, dass man hierfür neue Investoren findet.
Die müssen sich von den anderen Gebieten in ihrer Region abheben und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Wenn man dort z.B. anstatt der DSB eine KSB inkl. Beschneiung baut und dazu noch eine (im Lechtal) einzigartige Attraktion wie z.B. einen Alpine-Coaster, dann dürfte dies mehr helfen, als wenn man durch den Bau einiger neuer Anlagen versucht, nun Warth Konkurrenz zu machen. Zudem denke ich, dass sich für die letztere und sicherlich auch teurere Variante kein Investor finden wird.
Die werden sich sicherlich schon ihre Gedanken (evtl. ja sogar eine Machbarkeitsstudie?) gemacht haben...
Letzteres wurde andererseits eben nun zum Verhängnis und somit wird denen gar nichts anderes übrig bleiben, als im Bereich des ihnen Möglichen zu investieren - natürlich vorausgesetzt, dass man hierfür neue Investoren findet.
Die müssen sich von den anderen Gebieten in ihrer Region abheben und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Wenn man dort z.B. anstatt der DSB eine KSB inkl. Beschneiung baut und dazu noch eine (im Lechtal) einzigartige Attraktion wie z.B. einen Alpine-Coaster, dann dürfte dies mehr helfen, als wenn man durch den Bau einiger neuer Anlagen versucht, nun Warth Konkurrenz zu machen. Zudem denke ich, dass sich für die letztere und sicherlich auch teurere Variante kein Investor finden wird.
Die werden sich sicherlich schon ihre Gedanken (evtl. ja sogar eine Machbarkeitsstudie?) gemacht haben...
Skisaison 2018/2019: *** leider nur 4 Tage ***
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MarkA
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Neue Konzepte für die Lechtaler Bergbahn
Hallo,
bin nun schon seit ca. 40 Jahren im Lechtal (o.k. die ersten Jahre weiß ich nicht mehr genau). Schon zu Baubeginn der Jöchelspitzbahn wurde über die Sinnhaftigkeit dieses Projekts diskutiert. Insbesondere die erforderliche Anreise auf das Benglerwaldplateau ist "unpraktisch".
Für die Wanderer im Sommer ist die Bahn genial.
Nach meinen Informationen wird übrigens tatsächlich nach dem Ausbau der Beschneiung über eine Verlängerung der Bahn bis ins Tal nachgedacht. Dies allein würde schon einen erheblichen Vorteil mit sich bringen (vermutlich auch für die Gleitschirmflieger, Wanderer und, und, und). Wenn dazu noch ein Lift im oberen Bereich käme, der den Betrieb im Frühjahr sicherstellt, dann wäre das ein kleines aber feines Skigebiet (mit wirklich schönen Abfahrten!!!).
bin nun schon seit ca. 40 Jahren im Lechtal (o.k. die ersten Jahre weiß ich nicht mehr genau). Schon zu Baubeginn der Jöchelspitzbahn wurde über die Sinnhaftigkeit dieses Projekts diskutiert. Insbesondere die erforderliche Anreise auf das Benglerwaldplateau ist "unpraktisch".
Für die Wanderer im Sommer ist die Bahn genial.
Nach meinen Informationen wird übrigens tatsächlich nach dem Ausbau der Beschneiung über eine Verlängerung der Bahn bis ins Tal nachgedacht. Dies allein würde schon einen erheblichen Vorteil mit sich bringen (vermutlich auch für die Gleitschirmflieger, Wanderer und, und, und). Wenn dazu noch ein Lift im oberen Bereich käme, der den Betrieb im Frühjahr sicherstellt, dann wäre das ein kleines aber feines Skigebiet (mit wirklich schönen Abfahrten!!!).