Salzburg: Lift- und Seilbahn-Tickets wieder teurer

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lanschi
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Salzburg: Lift- und Seilbahn-Tickets wieder teurer

Beitrag von lanschi »

Lift- und Seilbahn-Tickets wieder teurer
Im kommenden Winter müssen Skifahrer und Snowboarder in Salzburg noch tiefer in die Geldtaschen greifen. Die Bergbahnen erhöhen ihre Preise im Schnitt um zwei bis zweieinhalb Prozent.

"Komfortverbesserungen" seit Jahren
Begründet wird die Preissteigerung mit den hohen Ausgaben für die Schneesicherheit und Komfortverbesserungen. Rund 120 Mio. Euro haben die Salzburger Seilbahnen laut deren Chef Ferdinand Eder für die nächste Saison investiert.

Die Tageskarte für Erwachsene kostet im Winter 2007/08 beispielsweise in der Salzburger Sportwelt (außer Filzmoos und Goldegg) 37,50 statt 36 Euro (plus vier Prozent), auf der Schmittenhöhe in Zell am See 38,50 statt 37,50 und in Gastein 38 statt 37 Euro. In der größten Skiregion Österreichs, Ski Amade, steigt der Einheitspreis für die Eineinhalb-Tageskarte für Erwachsene um 2,50 Euro auf 64 Euro. Der 6-Tages-Skipass wird um sechs Euro auf 182 Euro erhöht.

78 Prozent bereits mit Kunstschnee
Der milde, schneearme Winter des Vorjahrs lässt die Bergbahnen nervöser denn je in die Zukunft blicken. Ohne Beschneiungsanlagen geht offenbar nichts mehr. Alte Aggregate werden gegen leistungsstärkere ausgetauscht, damit die Grundbeschneiung noch schneller vor sich geht.

Statt 720 Liter Wasser pro Sekunde werden 1.085 Liter durch die Rohre gepumpt. Ski Amade verbuchte eine Gesamtinvestition in der Höhe von 67,4 Mio. Euro, davon flossen 40 Mio. Euro in die Beschneiung. 78 Prozent der Pisten können bereits mit Kunstschnee bedeckt werden.

Viele Ausgaben für zusätzliche Events
"Wir haben für die nächste Saison 60 bis 80 Schneekanonen dazugekauft. Eine Schneekanone kostet 35.000 Euro, so viel wie ein Audi A4", veranschaulicht die Sprecherin der Bergbahnen Flachau, Bettina Plank, welche Kosten die Liftgesellschaften für weiße Pisten berappen müssen.

Doch das seien bei weitem nicht die einzigen Investitionen, die anfielen. "In den Kartenpreisen sind die Preissteigerungen beim Ski-Bus und bei den Pachtverträgen der Grundbesitzer genauso enthalten wie Kosten für Sportveranstaltungen - zum Beispiel den Ski-Weltcup. Auch dafür sind wir große Geldgeber", betonte Plank.

Sitzheizungen etc.
Während der Sommerpause wurden zahlreiche alte Schlepp- und Sessellifte abgerissen und durch moderne Liftanlagen ersetzt. Zu Neuerschließungen von Skigebieten kam es in Salzburg nicht, neue Zubringeranlagen wurden sehr wohl errichtet - wie in Zell am See, wo eine achtsitzige Kabinenumlaufbahn mit Sitzheizung die Wintersportler vom Schmittental auf die 2.000 Meter hohe Schmittenhöhe befördert.

Das Argument, dass sich Familien das Skifahren kaum mehr leisten können, will Ski Amade nicht gelten lassen. Jeden Samstag und Sonntag zahlen Kinder für die Tageskarte 13 Euro, Jugendliche 22 Euro. Diese Rabatt-Aktion läuft unter den Namen "Junior Weekend Discount". Kauft ein Elternteil eine Sechs-Tageskarte, ist die Liftbenützung ab dem dritten Kind gratis.

"Um Inflationsrate gestiegen"
Für Salzburgs Seilbahnen-Chef Ferdinand Eder sind die Liftpreise im Prinzip um die Inflationsrate gestiegen. Nur in manchen Skigebieten, die massive Maßnahmen für die Schnee- und Komfortsicherheit ergriffen hätten, liege die Erhöhung darüber hinaus.

"Unsere Kunden sind bereit, das zu bezahlen, wenn die Leistung passt. Ihre Ansprüche steigen ja auch von Jahr zu Jahr, was den Komfort und die Qualität betrifft, und das schlägt sich im Preis nieder. Es handelt sich um ein hochwertiges Produkt, für das hunderte Millionen Euro an Investitionen notwendig sind. Wir scheuen keinen Preisvergleich, im Vergleich zu Tirol und zur Schweiz sind unsere Preise noch relativ günstig. In der Schweiz kostet ein Tageskarte 60 Euro."
salzburg.ORF.at

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