Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Bergbahnen

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flo
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Bayerns Bergbahnen erhalten ermäßigten Steuersatz

Beitrag von flo »

München. In Berlin haben CSU und SPD die Erhöhung der Mehrwertsteuer beschlossen - in Bayern wollen sie zumindest die Bergbahnen davor bewahren. Im Haushaltsausschuss des Landtags sprachen sich die beiden Parteien gestern dafür aus, den Berg- und Seilbahnen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent einzuräumen, der auch für andere Nahverkehrsmittel gilt. Die bayerischen Bergbahnen seien sonst im Wettbewerb mit den benachbarten Alpenländern zu stark benachteiligt, sagt CSU-Haushaltsexperte Engelbert Kupka.
Quelle: PNP, 23.6.06.

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Jens
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Beitrag von Jens »

Dann werden ja die Ticketpreise um 9% niedriger als jetzt oder die 9% Mehreinnahmen gehen in neue Lifte und Beschneiungsanlagen.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

öh... nur bayerm? da werden sie am feldberg zu recht jubeln :evil:
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Beitrag von thomasg »

entscheiden denn die länder für wen der ermäßigte steuersatz angewendet wird? die mehrwertsteuer ist doch eine bundessteuer, von der die länder einen teil abbekommen.
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Beitrag von Turm »

Ist sowiso kontrovers für was der ermäßigte Satz alles gilt:

Seltsamerweise nicht nur für Grundnahrungsmittel sondern auch für Kinokarten, Gemälde, Tierfutter und Schnittblumen.

Obwohl vielfach gefordert gilt diese Ermäßigung nicht für: Alkoholische Getränke, Handwerksleistungen und Gegenatände des täglichen Bedarfs wie z.B. Drogerieartikel.
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Beitrag von Turm »

gerade noch mal nachgeschaut:
§ 12Steuersätze

(1) Die Steuer beträgt für jeden steuerpflichtigen Umsatz sechzehn Prozent der Bemessungsgrundlage (§§ 10, 11, 25 Abs. 3 und § 25a Abs. 3 und 4).

(2) Die Steuer ermäßigt sich auf sieben Prozent für die folgenden Umsätze:

1.
...
10.

die Beförderungen von Personen im Schienenbahnverkehr mit Ausnahme der Bergbahnen, im Verkehr mit Oberleitungsomnibussen, im genehmigten Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen, im Kraftdroschkenverkehr und im genehmigten Linienverkehr mit Schiffen sowie die Beförderungen im Fährverkehr
Wie kommt es, dass mein letztes Bahnticket im Wet von 13,- EUR 1,79 EUR Umsatzsteuer ausgewiesen habe ?? *nixcheck*
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Beitrag von thomasg »

Turm hat geschrieben: Wie kommt es, dass mein letztes Bahnticket im Wet von 13,- EUR 1,79 EUR Umsatzsteuer ausgewiesen habe ?? *nixcheck*
Das ist in der Tat sonderbar, denn bis 100 km Entfernung gilt die Fahrt als Nahverkehr und darauf sind nur 7%, darüber hinaus oder wenn man die Fahrt mit Fernverkehrszügen macht sind es 16%, aber beides stimmt nicht. Oder war es eine grenzüberschreitende Fahrkarte? MWSt. ist natürlich nur auf dem deutschen Anteil.
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Huppi
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Beitrag von Huppi »

... Das heißt der GROßE Aufschwung von den Alpenplus-Gebieten!! :heiss:
Danke für diese gute Nachricht!
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Jay
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Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Bergbahnen

Beitrag von Jay »

Der Tölzer Kurier berichtet:
Für Bergbahn-Betreiber wird's billiger
Lenggries - Lange hatten sie dafür gekämpft, jetzt wird die Forderung der Berg- und Seilbahnbetreiber erfüllt: Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf sieben Prozent.

Ministerpräsident Edmund Stoiber hatte sich lange für die Ermäßigung stark gemacht. Viele seiner Kollegen im Bundesrat waren skeptisch.

Am Freitag stimmten sie der Ermäßigung nun aber zu - und machten dem scheidenden bayerischen Landesvater damit ein Abschiedsgeschenk. Die Betreiber im Landkreis jubeln. "Gott sei Dank ist dieser Makel nun ausgeräumt", sagt Hans Zintel jun., Betriebsleiter der Blombergbahn. Als ,,Makel" bezeichnet er den Umstand, dass bei den Berg- und Seilbahnen auf der anderen Seite der Grenze in Österreich schon immer ein ermäßigter Steuersatz von zehn Prozent gilt.

Durch den wirtschaftlichen Vorteil seien die österreichischen Bahnen vielfach günstiger und moderner, sagt Zintel. Auch in den anderen Alpenländern wird ein geringerer Satz erhoben. Zintel sieht in der Senkung "einen Riesenschritt nach vorne für die ganze Branche". Auch Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneckbahn, freut sich: "Der Verband der Deutschen Seilbahnen hat dafür 25 Jahre gekämpft."

Ob die Senkung der Steuer auch Auswirkungen auf die Fahrpreise haben wird, steht noch nicht fest. Der Steuernachlass schaffe aber auf jeden Fall einen Spielraum für wichtige Investitionen, sagt Zintel.

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mic
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Beitrag von mic »

Baah der Muschiber macht sich ja jede Menge Abschiedsgeschenke! :lol:
Gut das er gern Ski fährt!
Ob die Senkung der Steuer auch Auswirkungen auf die Fahrpreise haben wird, steht noch nicht fest. Der Steuernachlass schaffe aber auf jeden Fall einen Spielraum für wichtige Investitionen, sagt Zintel.
Von "billigen Karten" zu träumen könnt ihr gleich wieder vergessen!!
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Grundsätzlich: So sehr es mich für die immer unter Druck stehenden Bergbahngesellschaften freut, wenn sie entlastet werden, ich sehe solche Dinge generell eher kritisch. Denn: Wo fängt man an - wo hört man auf?

Aber ganz dumme Frage: Müssen Bergbahnen überhaupt Mehrwertsteuer zahlen? Die bezogenen Leistungen werden doch nicht als Endverbraucher bezogen. Die Merhwertsteuer ist doch (im Gegensatz zur früheren Umsatzsteuer) nur seitens des Endverbrauchers zu zahlen - als Aufschlag auf die Fahrkartenpreise. Klar müssen dei Bergbahnen auf die bezogenen Leistungen erst mal Mehrwersteuer zahlen - aber die zahlt doch das Finanzamt zurück - oder? Wer ist Finanzexperte und klärt das Missverständnis auf?

Edit: Betroffen könnten aber - sofern meine Gedankengang stimmt - alle Liftbetriebe sein, welche den Kommunen gehören. Die zahlen komischerweise Mehrwertsteuer.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Der Mehrwertsteuersatz ist in der Hinsicht für die Bergbahnen interessant, als das es einen Marktpreis für Skipässe gibt. Dieser wird vom Skifahrer gesehen und akzeptiert oder auch nicht. Jetzt ist es sehr wohl für die Bergbahngesellschaft interessant, wie hoch die MwSt ist. Siehe folgendes Bespiel:

2 Vergleichbare Skigebiete, eines in Österreich eines in Deutschland.

Der Kunde akzeptiert einen Peis von 30,- inkl. Mehrwertsteuer.

=> Skigebiet in Österreich hat bei 10% MwSt 27,27 in der Tasche.

=> Skigebiet in Deutschland hat bei 19% MwSt 25,21 in der Tasche.

Damit hat das Österreichische Gebiet 2,06 Euro mehr Erlöse bei gleichem Endpreis für den Kunden.
Den gleichen Vergleich kann man auch mit 19% zu 7% machen.

Deshalb ist es für ein Skigebeit schon interessant wie der Mehrwertsteuersatz ist.
Tiefschnee muss gewalzt sein
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Nixus Maximus
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Beitrag von Nixus Maximus »

@ chasseral: In Deutschland existiert die Umsatzsteuer, die umgangssprachlich Mehrwertsteuer genannt wird. Grob gesagt muss also immer ein Prozentsatz der Produktpreises an den Staat abgeführt werden. Kauft ein Skigebiet einen Lift, muss es darauf Umsatzsteuer bezahlen. Die gezahle sog. Vorsteuer kann es dann mit der an den Staat abzuführenden Umsatzsteuer beim Verkauf von Skipässen verrechnen (besteuert wird also immer der Mehr-Wert auf, daher der Name). Die diskutierte Ermäßigung bezieht sich auf den Verkauf von Skipässen, nicht auf den Bezug der Vorleistungen.
Insgesamt fällt für die Bergbahnen also tatsächlich eine abzuführende Steuerlast an, da (hoffentlich) die Skipasserlöse höher sind als die bezogenen Vorleistungen. Den Effekt den eine höhere oder niedrigere Steuer dann hat hat Jens ja schon beschrieben.

Gruß NM
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

@Jens und Nixus: Vielen Dank! Da war ich gedanklich auf dem falschen Trichter. Jetzt ist klar, was gemeint ist.
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cm
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Beitrag von cm »

Man könnte es auch anders rum anpacken:

Bisher verblieb dem Beispielsskigebiet 25,21 € netto von ihrem Bruttoendpreis von 30 €. Wenn das Skigebiet bisher mit diesen 25,21 € zurecht gekommen ist, könnten sie nun einkommensneutral einen Endpreis von 25,21 € + 7 MWSt = 26,97 € (gerundet 27 €) ansetzen, ohne dass sie weniger in der Tasche hätten. Das werden die Bergbahngesellschaft wahrscheinlich eher nicht machen, aber ich denke wenn man es marketingtechnisch gut anpackt und ein Zeichen setzt, könnte auch das klappen. "Hört her Leute: Alles wird teuerer - die Butter und ganz besonders die Tiroler Skigebiete. Aber wir gehen mit den Preisen runter".Ein Skigebiet, das bisher an einem Tag 1000 Leute bei einem Liftpasspreis von 30 € ins Skigebiet gelockt hat (Umsatzerlös inkl. MWSt = 30.000 €), müsste bei einem Preis von 29 € ungefähr 1035 Liftpässe verkaufen, um wieder auf 30.000 € zu kommen. Das sollte doch zu machen sein. Und wenn von den 35 (oder vielleicht auch mehr) Leutchen noch ein paar etwas essen und trinken hat sich die Sache schon gelohnt.
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cm
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Beitrag von cm »

Edit: Betroffen könnten aber - sofern meine Gedankengang stimmt - alle Liftbetriebe sein, welche den Kommunen gehören. Die zahlen komischerweise Mehrwertsteuer.
Hab diese Bemerkung erst eben gesehen. Das ist nicht komisch, sondern nur fair. Dort wo öffentliche Einrichungen unternehmerisch tätig werden und zu privaten Unternehmen in Konkurrenz treten (man spricht von Betrieben gewerblicher Art), werden diese steuerpflichtig (nicht nur bei der Umsatzsteuer). Das betrifft z. B. auch städtische Schwimmbäder oder Parkhäuser.
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Beitrag von MarkusW »

Also ich glaube wirklich nicht, dass die bayr. Skigebiete auch noch Preissenkungen nötig haben um mehr Kunden zu kriegen, die meisten sind eh bis zu 10€ billiger als die Tiroler Gebiete.... (z.b. Spitzingseetageskarte 25€). Im Gegenteil, ich wäre auch bereit 30€ zu zahlen, wenn dafür endlich mal mehr Bewegung in den Ausbau bzw. die Erneuerung der Lifte und Beschneiung kommen würde...

Auf jeden Fall aber sehr erfreulich, dass endlich dieser Wettbewerbsnachteil gegenüber Österreich aus dem Weg geräumt ist.

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cm
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Beitrag von cm »

Ich hab ja gesagt, dass ich nicht glaube, dass die Bergbahnen diesen Weg wählen werden. Ich wollte nur zeigen, dass man eben auch anders rum kalkulieren kann.

Ich will jetzt nicht zu sehr auf die Euphoriebremse treten, aber bitte nicht vergessen, dass lediglich der Bundesrat sich geeinigt hat. Der Bundestag muss das Ganze auch noch absegnen und davor werden auch noch die Bürokraten im Bundesfinanzministerium ihren Senf dazugeben wollen.
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Beitrag von k2k »

cm hat geschrieben:Ich will jetzt nicht zu sehr auf die Euphoriebremse treten, aber bitte nicht vergessen, dass lediglich der Bundesrat sich geeinigt hat. Der Bundestag muss das Ganze auch noch absegnen und davor werden auch noch die Bürokraten im Bundesfinanzministerium ihren Senf dazugeben wollen.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Im Normalfall beschließt erst der Bundestag, bevor der Bundesrat seinen Segen gibt. Es sei denn es handelt sich um eine Bundesratsinitiative, das wird aber nirgends erwähnt.
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Beitrag von Nixus Maximus »

Ich denke mal auch die Rechnung ist ohne den Finanzminister gemacht.
Ganz unproblematisch ist es ja auch nicht, mit ähnlicher Argumentation könnten ja z.B. auch Tankstellen an der Grenze eine niedrigere Mineralöl- und Mehrwertsteuer fordern etc. Ist halt schwierig, die Grenze zu ziehen.

NM
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Beitrag von cm »

@k2k: Das ist tatsächlich eine Bundesratsinitiative. Der Bundestag hat noch nicht entschieden, wahrscheinlich liegt ihm die Angelegenheit noch nicht einmal vor.

@NM: Wenn man den Gestzestext auf die Grenznähe stützen würde, hättest Du sicherlich recht. Die Argumentation dürfte hier leichter sein. § 12 Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes regelt abschließend alle ermäßigten Umsätze. Unter Nr. 10 findet sich ein Passus, der dem Personennahverkehr den ermäßigten Steuersatz zubilligt. Wahrscheinlich wird man hier die Seilbahnen einbauen. Die Bergbahnen finden dort im übrigen auch bereits heute (allerdings negativ Erwähnung): "Die Steuer ermäßigt sich auf 7 Prozent für die folgenden Umsätze:.....die Beförderungen von Personen im Schienenbahnverkehr mit Ausnahme der Bergbahnen....."Das müsste man natürlich dann auch anpassen.
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Beitrag von k2k »

cm hat geschrieben:@k2k: Das ist tatsächlich eine Bundesratsinitiative. Der Bundestag hat noch nicht entschieden, wahrscheinlich liegt ihm die Angelegenheit noch nicht einmal vor.
Lol, dann kann man die Meldung aber mal wieder getrost in die Tonne treten. Denn dann muss nicht nur der Bundestag darüber noch abstimmen sondern erst mal die Regierung inkl. Finanzminister beraten ob sie das will und anschließend einen Gesetzentwurf ausarbeiten, der dann in den Bundestag geht.
Hab mich schon gewundert, auf den Seiten des Bundesrats war auf die Schnelle nichts dergleichen zu finden. Offenbar nur eine geschickt lancierte Meldung unbedeutender, völlig aus dem Zusammenhang gerissener Sachverhalte...
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Beitrag von Seilbahnfreund »

all.in.de vom 29.09.2007
Bei weniger Steuern Liftkarten nicht automatisch billiger
Bergbahnen Betreiber würden gespartes Geld eher in Anlagen stecken

Allgäu | johs | Nach dem "Ja" im Bundesrat stehen die Chancen für eine Steuersenkung für Berg- und Seilbahnen nicht schlecht (wir berichteten). Doch ob davon auch Skifahrer und Wanderer bei den Ticketpreisen profitieren sollen, darüber herrscht bei den Liftbetreibern Uneinigkeit. Klar ist nur: sollte die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent reduziert werden, will ein Großteil erst einmal in die Instandhaltung des Bergbahnbetriebs investiert. Bevor aber eine Steuersenkung in Kraft treten kann, müssen noch Bundesregierung und Bundestag zustimmen.

Lange Zeit haben die Allgäuer Liftbetreiber eine Steuersenkung für ihre Berg- und Seilbahnen gefordert. Der Grund: während deutsche Unternehmen für jede Tageskarte 19 Prozent Umsatzsteuer an den Staat abführen müssen, gilt in den Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz ein ermäßigter Satz von zehn beziehungsweise 7,6 Prozent. "Die Entscheidung im Bundesrat ist ein erster Schritt in die richtige Richtung", erklärt Augustin Kröll, Chef des größten Allgäuer Skigebiets Fellhorn/Kanzelwand. Falls die Initiative der Staatsregierung Erfolg haben sollte, könnte sich das auch positiv auf den Fahrpreis auswirken. "Allerdings", fügt der Liftbetreiber hinzu, "nur in Kombination mit einer längst überfälligen Investition in Beschneiungsanlagen oder die Erweiterung des Winter- und Sommerangebots." Bis zu 50 Prozent der durch die Steuersenkung eingesparten Kosten könnten aber für den Kunden abfallen. Was aber heißt das konkret für die Fahrgäste? Ein Tagesticket für das Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand kostet derzeit für einen Erwachsenen 34,50 Euro (inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer). Bei einer Steuersenkung auf sieben Prozent würde nach Krölls Rechnung die Tageskarte um etwa zwei Euro billiger, also noch rund 32,50 Euro kosten.

Nachlass ist "abwegig"

Franz Ehrhart, Geschäftsführer der Alpspitzbahn in Nesselwang, tritt dagegen auf die Bremse. Er hält eine Nachlass auf die Fahrpreise für "abwegig". "Nach dem vergangenen Winter, bei dem aufgrund der Witterungsverhältnisse die erhoffte Zahl an Skifahrern ausblieb, stehen wir mit dem Rücken zur Wand", erklärt Ehrhart. Wenn wieder mehr Geld vorhanden sei, müsse zunächst in die Sicherheitstechnik der Bergbahnen investiert werden. Auch eine Verbesserung der Aufstiegshilfen und eine umfangreiche Beschilderung der Wege könnten in diesem Fall realisiert werden. "Davon profitieren ja unsere Kunden ebenfalls", sagt Ehrhart.

Der Geschäftsführer der Tegel- und Breitenbergbahn, Franz Bucher, will die möglichen Mehreinnahmen zunächst als "Sparrücklage" verwenden. "Wir brauchen das Geld, um gegenüber unseren Nachbarländern wieder wettbewerbsfähig zu werden", sagt Bucher. So müsse das eingesparte Geld in gestiegene Strompreise, anfallende Reparaturkosten sowie in Gehälter für die Mitarbeiter gesteckt werden. "Wir werden aber versuchen, die Ticketpreise stabil zu halten."

Ins gleiche Horn stößt auch Georg Waller, Inhaber und Betriebsleiter der Mittagbahn. "Das wäre schon eine gigantische Steuerentlastung. Dennoch können wir keine großen Sprünge machen. Wir haben nach Ende der Wintersaison 2005/2006 kräftig investiert und vergangenen Winter war das Geschäft äußerst schlecht", erklärt Waller. Daher sieht er keinen Spielraum für eine Ermäßigung auf die Ticketpreise.
Gruß Thomas
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Beitrag von DAB »

Also ich kann verstehen, wenn die Verantwortlichen nicht sofort die Preise senken, aber langfristig sollte diese Entlastung zumindest in Teilen an die Gäste weiter gegeben werden. Ein Skigebiet wie Nesselwang würde ich nicht besuchen, nur weil es dort eine Kombibahn gibt. Wenn ich auf moderne Lift stehe dann fahre ich nach Ischgl oder ins Zillertal. Für mich haben gerade diese kleinen SKigebiete nur dadurch ihren Reiz, dass sie preislich erschwinglich sind und die Preise um einiges geringer sind als in größeren Skigebieten.
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Beitrag von snowflat »

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Quelle: Kreisbote vom 02.10.2007
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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