Kürzlich weihten Vertreter der ETH Zürich, von Seilbahnen Schweiz sowie der Vizegemeindepräsident von Meiringen, Oskar Linder, die Bibliothek „Seile und Seilbahnen“ ein. Diese Fachbibliothek der Seilbahntechnik ist einzigartig: Vergleichbare Sammlungen existieren nur noch in Deutschland und den USA. Das Ausbildungszentrum von Seilbahnen Schweiz in Meiringen beherbergt und bewirtschaftet künftig die Bibliothek.
Als gebirgiges Land hat die Schweiz schon im 19. Jahrhundert mit dem Bau von Seilbahnen begonnen. Rasch galt das Land als führend in der Erschliessung der Berge mit Seilbahntechnik. Die Eidgenössische Technische Hochschule ETH in Zürich war der Hort von Forschung und Entwicklung. Im Jahr 1953 entstand an der ETH das spätere Institut für Leichtbau und Seilbahntechnik und damit die Sammlung von Fachartikeln und Büchern zum Thema. Bis zur Schliessung des Instituts im Jahr 2000 wurde die Handbibliothek zu einer eigentlichen Schriftensammlung erweitert.
Diese Fachbibliothek umfasst heute 15'000 Zeitschriften und Studien. Die wichtigsten 5400 Titel sind über Internet bestellbar (www.ropeways.ethz.ch; www.seilbahnen.org), alle andern sind vor Ort einsehbar.
Forscher, Konstrukteure und Betreiber von Seilbahnen finden in diesem reichen Fundus Aufsätze aus Fachzeitschriften, Firmenschriften, Protokolle von Konferenzen sowie Aktennotizen von Besprechungen. Die Sammlung ist einzigartig. Ähnliche Bibliotheken existieren nur noch in Deutschland und den USA.
Die Bibliothek wird künftig von Seilbahnen Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Interkantonalen Konkordat für Seilbahnen und Skilifte (IKSS), der ETH Zürich sowie weiteren Partnern gepflegt und laufend erweitert. Alle Titel sollen über Internet abrufbar und bestellbar sein.