salzburg.ORF.atFolien gegen Schneeschmelze: Positive Bilanz
Eine positive erste Bilanz ziehen die Verantwortlichen der Gletscherbahnen Kaprun (Pinzgau) über die bisherigen Versuche auf dem Kitzsteinhorn, Schnee und Eis während der Sommermonate mit einer Folie vor dem Schmelzen zu schützen.
Im Jahr 2004 erstmals aufgelegt
Im Jahr 2004 wurde erstmals eine solche Schutzmatte ausgebracht, zwei Schneedepots im Ausmaß von zusammen 150.000 Kubikmeter wurden auch heuer im Frühjahr mit der Gletscherschutz-Matte zu gedeckt.
Bisher haben die Gletscherbahnen Kaprun dafür 40.000 Euro ausgegeben.
"Schnee fast zur Gänze erhalten geblieben"
Jetzt im Herbst wurden die Folien wieder entfernt, um an neuralgischen Stellen die Pisten ausbessern zu können.
Der Schneeverlust sei gering, freut sich der Betriebsleiter der Gletscherbahnen Kaprun, Günther Brennsteiner:
"Der Schnee ist fast zur Gänze erhalten geblieben. In der Höhe ist es vielleicht ein halber Meter, um den die Schneedecke zurück gegangen ist. Aber der verbliebene Schnee hilft uns sehr und wir können ihn jetzt an verschiedenen Stellen aufbringen."
Fünf Meter breite und 100 Meter lange Rolle
Das Aufbringen und Entfernen der Matte ist laut Brennsteiner jeweils sehr arbeitsintensiv:
"Bei der Gletscherschutz-Matte handelt es sich um eine fünf Meter breite und 100 Meter lange Rolle, die ähnlich aussieht wie ein Bauflies.
Die Matte hat aber spezielle Eigenschaften in puncto Wasserabfluss und UV-Beständigkeit. Sie wird ständig weiter entwickelt und hilft uns in Problemzonen wirklich sehr."
"Schnee- und Eisschwund wird verlangsamt"
Die Matte wird an ausgewählten Stellen auch direkt auf das Gletschereis gelegt, erläutert Brennsteiner:
"Der heurige Sommer war wieder sehr warm und der Rückgang des Gletschers pro Sommersaison beträgt in der Mächtigkeit fast einen Meter.
Und mit Hilfe der Gletscherschutz-Matte kann dieser Schwund an bestimmten kleineren Stellen etwas verlangsamt werden. Vor allem in Problemzonen setzen wir die Matte daher ein."
Entfernung der Schutzmatte extrem schwierig
Die Schutzmatte vom Gletschereis zu entfernen, sei aber extrem schwierig, denn das Flies friere stark an.
Grundsätzlich sein man am Kitzsteinhorn mit der Gletscherfolie dennoch zufrieden. Gemeinsam mit dem Hersteller werde aber ständig an Verbesserungen gearbeitet, ergänzt Brennsteiner.
No na ned ist es relativ kompliziert, die Matten zu entfernen, nachdem sie zuvor einen halben Meter oder Meter eingeschneit wurden. Für das Depot am Keeslift haben´s jedenfalls weit länger als einen Tag gebraucht, um es auszumatten. Wie ich oben war, haben´s maximal ein paar wenige Matten ausgegraben.
Generell aber gut, dass die Kapruner offensichtlich zufrieden damit sind. So steigen die Chancen, dass im kommenden Sommer mehr zugemattet wird, und es damit im Herbst früher losgehen kann.