NEAT- Tunnels Gotthard und Lötschberg

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Vadret
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NEAT- Tunnels Gotthard und Lötschberg

Beitrag von Vadret »

Durchschlag des NEAT-Tunnels Amsteg-Sedrun neun Monate vor Plan

Die Mineure feiern den Durchstoss

Neun Monate früher als geplant ist die Weströhre des Gotthard-Basistunnels der NEAT zwischen Sedrun und Amsteg durchbrochen worden. Die Mineure leisteten dabei Präzisionsarbeit: Die baulichen Abweichungen sind äusserst klein.

[sda] - Nach dem Durchschlag im 17 Kilometer langen Tunnelteil konnten sich die Mineure am Morgen die Hände reichen. Die Abweichung zwischen den Abschnitten Sedrun und Amsteg betrug horizontal knapp 15 und vertikal nur gerade einen Zentimeter.

In Amsteg wurde mit dem Vortrieb Ende Mai 2003 begonnen, in Sedrun im Sommer 2004. Nach Angaben der Bauherrin, der Alptransit Gotthard AG, sind nun 105 Kilometer am Gotthard ausgebrochen, fast 70 Prozent des insgesamt 153 Kilometer umfassenden Tunnelsystems.

Im 11 Kilometer langen Teilabschnitt Amsteg frasen sich zwei Tunnelbohrmaschinen durch den Berg. Der 6 Kilometer lange Abschnitt Sedrun wurde im Sprengvortrieb ausgebrochen. Dabei musste das druckhafte Tavetscher Zwischenmassiv Nord durchquert werden, eine 1200 Meter lange, bautechnisch schwierige Zone, in der sich ausgebrochene Hohlräume wieder schliessen können.

Zur Offenhaltung der Hohlräume beschritten die Tunnelbauer neue Wege. Sie entwickelten das Konzept mit deformierbarem Stahleinbau, das zwar aus dem deutschen Steinkohlebergbau bekannt ist, in grösseren Dimensionen im Tunnelbau aber noch nie eingesetzt wurde.

Dieser Technik ist es zu verdanken, dass die Mineure mit dem Ausbruch im Teilabschnitt Sedrun so schnell voran kamen. Die deformierbaren Stahlbogen wurden als Stützen eingebaut, damit sich die Räume unter dem enormen Druck des Gebirges nicht wieder schliessen.

Setzte der Gebirgsdruck dann ein, schoben sich die Bogen aus Stahl bis zum maximalen Tragwiderstand zusammen. Nach Angaben der Bauherrin konnten alle Deformationen, die zum Teil sehr gross waren, mit der Stahlkonstruktion innerhalb der vorgesehenen Toleranzwerte gestoppt werden.

Laut dem Chef der Alptransit Gotthard AG, Renzo Simoni, verschlingt der Gotthard-Basistunnel über eine Milliarde Franken mehr als geplant. Die mutmasslichen Endkosten betragen 11,74 Milliarden Franken.
Quelle: www.bluewin.ch
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