Quelle: oesterreich.orf.atKunstschnee künftig auch bei Plusgraden
Dank einer revolutionären Technologie wird ab kommendem Jahr auf dem Pitztaler Gletscher erstmals auch bei Plusgraden Kunstschnee erzeugt werden können. 1,5 Millionen Euro werden die Gletscherbahnen investieren.
Saisonstart soll gesichert werden
Von der neuen Technologie begeistert zeigt sich der Geschäftsführer der Bergbahnen am Pitztaler Gletscher, Willi Krüger: "Damit ist gesichert, dass wir unseren Saisonstart Mitte September garantieren können." Diese Tatsache ist den Gletscherbahnen auch die Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro wert.
Auch wenn es mit dem neuen System theoretisch möglich wäre auch bei deutlichen Plusgraden zu beschneien, denkt man am Pitztaler Gletscher nicht an eine Wiederbelebung des Sommerskilaufs, so Krüger.
Technologie stammt aus Isreal
Schon bisher ist es zwar möglich Kunstschnee bei Plusgraden zu erzeugen, aber entweder in zu geringen Mengen bzw. nur durch den Zusatz von Chemie. Das System des israelischen Unternehmens IDE Technologies hat diese Nachteile nicht.
Laut eigenen Angaben produzieren die IDE Snowmaker bis zu 2000 Kubikmeter Schnee am Tag, unabhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Einzige voraussetzung ist, dass das Wasser für die Schneeerzeugung vorgekühlt werden muss.
Hauptgeschäftsfeld der IDE Technologies ist eigentlich die Erzeugung von Meerwasser-Entsalzungsanlagen, aber auch von Kühlanlagen in Diamantmienen. Der Snowmaker ist eine Art Nebenprodukt, dem allerdings immer mehr Bedeutung zukommt.
Und so funktioniert der Snowmaker:
In der “Vacuum Ice Machine” wird Wasser einem hohen Vacuum ausgesetzt. Dieses Vacuum zwingt einen kleinen Teil des Wassers zur Verdampfung, während das restliche Wasser zu gefrieren beginnt und ein Wasser-Eis Gemisch bildet. Dieses Gemisch wird aus dem “Freezer” in einen “Schnee-Seperator” gepumpt.
Snowmaker ab 2008 im Einsatz
Das Projekt ist, wie Krüger gegenüber tirol.ORF.at bestätigt, bereits eingereicht. Umweltverträglichkeitsprüfung sei keine nötig: "Es handelt sich hier um eine Optimierung des bestehenden Beschneiungssystems. Das Wasser dafür wird aus den bereits vorhandenen Speicherteichen kommen."
Zudem erzeugt das neue System den Kunstschnee ohne jegliche Zusatzchemikalien. Der Energiebedarf entspricht jenem einer kleinen Sesselliftanlage und hält sich ebenfalls in Grenzen, sieht Krüger einem positiven Bescheid zuversichtlich entgegen.
Pitztaler Gletscher: Kunstschnee künftig auch bei Plusgraden
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Diese Info hatte Gerrit schon unter Projekte am Pitztaler Gletscher gepostet.
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Dez: SFL____________Dez: BKK
Jan: Wilder Kaiser_____Feb: Saalbach
März: Skitour _________März: 3 Vallees
Mai: Stubai
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