Quelle: Hamburger AbendblattAlpentrend: Kombitickets für die ganze Region
Immer größer und teurer
Wenn benachbarte Skigebiete sich zusammentun, zahlt der Wintersportler meist drauf.
Von Hans-Werner Rodrian
Skivergnügen ohne Grenzen! Welcher Skifahrer wollte nicht mal im größten Gebiet der Welt seine Schwünge ziehen? Den Bergbahngesellschaften ist das nur recht. Je größer das Angebot an Pisten und Liften, desto mehr Geld können sie für den Skipass verlangen. Die Konsequenz: Alpenweit gibt es kaum mehr ein Skigebiet, das sich nicht mit dem Nachbarn zum Großraum zusammengeschlossen hätte. Der Wettbewerb treibt kuriose Blüten - und die Preise in die Höhe.
Wer hat das größte Skigebiet der Welt? Nicht weniger als vier Regionen erheben diesen Winter Anspruch auf den werbeträchtigen Titel. 650 Pistenkilometer besitzen die "Portes du Soleil" beiderseits der schweizerisch-französischen Grenze und bezeichnen sich damit zu Recht als das größte zusammenhängende Skigebiet der Erde. Sechs Tage Skifahren kostet 189 Euro.
Ebenfalls Platz eins der alpinen Hitliste beanspruchen die "Trois Vallées" in Frankreich. Sie kommen zwar "nur" auf 600 Pistenkilometer, rechnen sich aber ihre mehr als 200 Kilometer Tiefschneeareale hinzu und schwingen so aus ihrer Sicht locker an der Konkurrenz vorbei. Auch preislich, denn sechs Tage Skifahren sind hier 220 Euro teuer.
Die benachbarte Pistenregion "Paradiski" besteht aus Les Arcs und La Plagne, zwei Orten, die das zwischen ihnen liegende Tal vor ein paar Jahren mit einer gigantischen doppelstöckigen Seilbahn überbrückten. Eine Piste zwischen den beiden einstigen Rivalen gibt es auch weiter nicht, und ihre jeweils knapp 250 Pistenkilometer wären addiert ebenfalls kein Weltrekord. Die Pisten sind aber weiter und breiter, kurz: Sie ergeben das flächenmäßig größte Skigebiet der Welt, und der Preis macht den Anspruch auch deutlich: 237 Euro für sechs Tage.
Alles kleine Fische! Das Salzburger Land mag nicht die höchsten Berge haben und nicht die längsten Abfahrten, aber an Cleverness nahmen es die Österreicher mit den Franzosen auf und schufen die "Salzburg Super Ski Card", die freie Fahrt auf allen Pisten des Salzburger Landes verspricht. Das sind mehr als 2000 Kilometer, wenn auch in rund 40 Einzelgebieten. Macht nichts, das Ziel ist erreicht, das größte Skipassgebiet der Welt geschaffen, und der Preis geradezu ein Schnäppchen: Sechs Tage Skilaufen für 196 Euro.
Der Wintersportler könnte über den Größenwahn der Liftgesellschaften schmunzeln, wenn es nicht um sein Geld ginge. Denn ob in Kärnten, Südtirol oder Oberbayern: Die Zusammenschlüsse setzen einen teuren Trend. Immer häufiger findet der Gast in seinem gemütlichen kleinen Skigebiet keinen lokalen Skipass mehr, sondern nur noch die teure Einheitsliftkarte.
Ein typisches Beispiel ist das Dörfchen Filzmoos im Salzburger Land. Mit gerade mal 16 Pistenkilometern ist sein Skiberg ideal für Läufer ohne große Ambitionen. Doch auch die Gäste von Filzmoos müssen den Liftpass des Skiverbunds "Amadé" kaufen, der ihnen stolze 196 Euro für sechs Tage Skivergnügen abverlangt. 850 Kilometer weitere Pisten bis hinein ins Gasteinertal, in die Steiermark und in den Pinzgau haben sie mit dieser Karte zwar bezahlt. Doch was brauchen die Gäste in Filzmoos diese, um sich in ihrem kleinen Urlaubsort zufrieden zu fühlen?
erschienen am 10. November 2007
Kombitickets für die ganze Region - Immer größer und teurer
- snowflat
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Martin_D
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Das kann man auch anders sehen:
Gerade die Saisonkarten von Großraumskipässen sind ein auch preislich attraktives Angebot.
Ich bedauere es zum Beispiel sehr, dass es in Tirol keinen Vergleichbaren Zusammenschluss wie bei der Salzburger Superskicard gibt und zum Beispiel Gurgl+Sölden oder auch SFL+Silvretta-Arena es nicht gebacken kriegen, einen gemeinsamen Wochenskipass oder eine gemeinsame Saisonkarte anzubieten.
Gerade die Saisonkarten von Großraumskipässen sind ein auch preislich attraktives Angebot.
Ich bedauere es zum Beispiel sehr, dass es in Tirol keinen Vergleichbaren Zusammenschluss wie bei der Salzburger Superskicard gibt und zum Beispiel Gurgl+Sölden oder auch SFL+Silvretta-Arena es nicht gebacken kriegen, einen gemeinsamen Wochenskipass oder eine gemeinsame Saisonkarte anzubieten.
- ThomasZ
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Aus Sicht des Touris wie ich, der zu weit weg von den Alpen wohnt, um einen Saisonpass ordentlich zu nutzen, ist es natürlich ärgerlich, Skigebiete mit zu zahlen, die man garnicht nutzen möchte.
Natürlich ist nichts gegen diese Verbundpässe einzuwenden, sondern sie sind gut, aber es sollten halt auch Einzelpässe wie z.B,. in VT angeboten werden. Dies wäre zumindest kundenfreundlich.
Thomas
Natürlich ist nichts gegen diese Verbundpässe einzuwenden, sondern sie sind gut, aber es sollten halt auch Einzelpässe wie z.B,. in VT angeboten werden. Dies wäre zumindest kundenfreundlich.
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Schon lustig. Heute hat mir jemand gesagt, dass ihm der Geltungsbereich seiner Karte zu klein sei. Und der hatte die SSSC.
Auf der anderen Seite: mehr wie Skifaren kann man nicht, ob nun in einem (großen) oder 100 Gebieten der Pass gilt bleibt sich zimlich gleich vom Preis gesehen.
Auf der anderen Seite: mehr wie Skifaren kann man nicht, ob nun in einem (großen) oder 100 Gebieten der Pass gilt bleibt sich zimlich gleich vom Preis gesehen.
Feeling down when the winter has come
frozen feet and the snowflakes are falling
I don't like the town when the winter has come
dirty streets and it's cold outside
IRONIE!
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