Immer mehr niederösterreichische und obersteirische Schigebiete sperren auf, zumindest für Wochenendbetrieb.
Okay, wohin soll man fahren? Nach Semmering, eventuell Lammeralm, Losenheim, oder etwas weiter, so Richtung Hochkar, Lackenhof, Annaberg vielleicht die Bürgeralm eventuell die Brunnalm ausprobieren?
Nein!
Bei solchen Verhältnissen wäre eine Sünde in einem Pistenschigebiet unterwegs zu sein! Auf den präparierten Pisten kann man immer fahren, auch bei wirklich schlechten Bedingungen, ganz schönes Beispiel dafür ist die vorige Saison, vor allem der Jänner!
Dann fahren wir nach „Klein Kanada” aka Unterberg.
Für diejenige, die nicht wissen wo der Unterberg liegt:
Der Unterberg ist mit einer Höhe vom 1.342 m ü. A. ein markanter Gipfel in den Gutensteiner Alpen im südlichen Niederösterreich. Er steht - etwa 10 km südlich von Hainfeld - als westlichster und höchster Gipfel einer losen Bergkette, die er mit dem Hocheck (1.037 m) und dem Kieneck (1.106 m) bildet. Der Kamm setzt sich nach Südwesten, allerdings weniger hoch, zur Brunntaler Höhe (1.090 m) und zu den Leitermauern (1.025 m) fort.
Auf der Gipfelwiese steht eine Kapelle, die den Namen „Maria Einsiedl“ trägt.
Der Berg ist aus Kalkgesteinen aufgebaut und hat auf der Nordwestseite einen von Felswänden durchzogenen, bewaldeten Steilhang, während er nach Südosten nur halb so steil abfällt. Etwa 150 Höhenmeter unterhalb befindet sich die Schutzhütte Unterberghaus. Er ist ein lokales Wintersport-Zentrum mit einigen Schipisten, und ist im Frühjahr auch für Schitouren beliebt. Der Schilift führt auf der Südostflanke zum Gipfel und ist von Pernitz im Piestingtal über Muggendorf zu erreichen.
Laut der Infos sie sperren noch nicht auf und sie haben irrsinnig viel von der weißen Pracht abbekommen bzw. am Freitag schneite es noch häufig (noch zusätzlich 40 cm Neuschnee)
D.h. mehr als 150 cm an der Mittelstation!
Schnell schickte ich eine Email an die Familie Schwiglhofer und bekam die Antwort , dass die Busstraße bis zur Mittelstation geräumt ist.
Super, da wir keine Schneeschuhe haben und mit Ski/Snowboardschuhen wäre es ziemlich mühsam, besonders wenn man die Schneehöhe betrachtet.
So um 08:15 erreichten wird den Parkplatz im Drahtal, überraschunsweise neben uns waren da noch 22 PKWs (hab gezahlt ). Tagsüber kamen noch mehr Leute rauf (Skitourengeher, Schneeschuhwanderer und ein paar Verrückte wie wir:)
Bei solchen Verhältnissen; Pulverschnee ohne Ende und Sonnenschein ist es ja nicht so übberraschend.
Mit Skiausrüstung marschierten wir entlang der Busstraße, die vom Parkplatz bis zur Mittelstation führt.. Unsere Tour mit einigen Zwischenpausen daurte mehr als zwei Stunden und nach 10:30 tobten wir schon bei der Mittelstation mit mehr als 400 Höhenmeter hinter uns.
Das Bergrestaurant Herzog war noch zu, so wir gingen Richtung Schutzhaus weiter, wo wir wieder mal eine kleine Pause machten.
Dann fuhren wir bis zum Hollingerschlag (FIS Piste) runter, wo wir abschnallten und begannen wir unsere Hiking Tour bis zum Gipfelkreuz.
Ohne Schneeschuhe war es wahnsinnig anstrengend, teilweise Hüftenpowder! Bei jedem Schritt sankten wir tiefer und tiefer und der Gipfel scheinte nach jedem Meter immer etwas noch weiter zu sein.
Ein Tourengeher hielt bei uns an: „Na wie gehts Snowboarder” , Am Mittwoch hattet ihr keine Chance so raufzukommen, da war es überall jungfräulich. Schönen Tag – sagte Er, und fuhr mit seinem Hund weiter.
5 Minuten später kam ein anderer Tourengeher, „Hallo, die Raupen sind auf der anderen Seite schon raufgefahren” – vielleicht da wäre es leichter”.
Okay, so schnallten wir an, bei 150 cm Schnee war es auch eine kleine Herausforderung
Danach fuhren wir bis zur Mittelstation runter.
Von der Mittelstation gingen wir zur Berstation des Schneidliftes und dann marschierten wir weiter am Grat. Bei der Einfahrt der Lange Mulde fuhren wir endlich runter!
Der Schnee war einfach ertsklassig, wunderbar leichter und feiner Pulverschnee. Zwar fahr ich mit einem Allmountain Ski (Atomic Metron b5), aber bei solchen Schneemengen wäre ein Atomic Daddy oder was ähnliches auf jeden Fall besser gewesen
Nach wenigen Minuten sind wir beim Restaurant h angekommen. Von hier gingen wir wieder mal Richtung Schutzhaus, wo wir uns ein bissl ausholten und gegen 16:00 Uhr fuhren wir herunter.
Erstmals nahmen wir den Karnerschlag, dann bogen wir nach links und erfolgte ein nettes Treeskiing. Danach waren wir schon im Silbergraben und dann war die Talabfahrt dran.
Im Großen und Ganzen war eine ganz nette Freeride Tour mit herrlichen Bedingungen.
Man hatte schon eine gewisse Kanada-Feeling!
Konklusion:
Wir müssen dringend Schneeschuhe kaufen
Bilder:
Pistenpanorama mit unseren Aufstiegrouten (Punkte) bzw Abfahrten (Linien)
http://xs221.xs.to/xs221/07474/panorama.jpg
Am Parkplatz Drahtal:
Entlang der Busstraße:
eine kurze Pause
bei der Brücke
Bei der Mittelstation, Blick auf Bischofshang
Das Bergrestaurant Herzog, total eingeweht
Auf der Terasse:
eine Pistenraupe ist schon unterwegs, ohne Fräser
wir gingen Richtung Schutzhaus
Blick auf dem Hollingerschlag
Märchenwald
Das Unterberg Schutzhaus
viel Spaß bei der Ausschaufelung
genieße die herrliche Winterlandschaft
aufm Hollingerschlag
Ebenfalls
Ebenfalls, diesmal mit anderer Blickrichtung
Nette Treeskiing Möglichkeiten neben dem Hollingerschlag
Ich aufm Hollingerschlag
Blick nach unten, im Hintergrund sieht man die Mittelstation mit verschiedenen Gebäunden (Kassa, Raupengarage etc)
am Nachmiittag wurde das Wetter schon bewölkter bzw teilweise neblig die Sonne zeigte sich nur zwischendurch
die obere Passage der Langen Mulde, das Bild täuscht ziemlich, da der Hang ist in der Realität viel mehr steiler, zumindest am oberen Teil
Im Hintergrund erkennt man schon die Bergstation des Schneidliftes
Mulden Abfahrten
Schneidlift mit dem Liftwarthaus
die Waldabfahrt, die Sicht wurde immer schlechter:
am Grat, bei schönem Wetter sieht man von hier den Gipfel
beim Schutzhaus, jede Menge Schnee vorhanden
zweite Etage des Schutzhauses
Juheee
Die Kapelle, unweit vom Schutzhaus
Raupenspuren
bei der Talabfahrt, auch ganz unten konnte man ohne Bodenkontakt im Gelände fahren!
Gute Nacht Unterberg, wir sehen uns wieder!