ktipp.ch hat geschrieben:Ski-Abos sind im Ausland oft teurer
Bis zu 1400 Franken zahlt eine vierköpfige Familie allein für die Wochen-Skiabos. Das zeigt ein K-Tipp-Preisvergleich in 40 grossen Skigebieten in der Schweizund in den Nachbarländern.
Die Schweiz – eine Hochpreisinsel? Das war einmal. Jedenfalls bei den Preisen für Skiabos. Noch vor fünf Jahren hatte der K-Tipp schreiben müssen: «Die Schweiz ist am teuersten.» Inzwischen langen auch die ausländischen Kurorte tüchtig zu. Namentlich in Frankreich und Italien sind die Preise für Skiabos derart hoch, dass die Schweizer Kurorte durchaus konkurrenzfähig sind.
Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg Schmid behauptet gar: «Nirgendwo sind die Bahnen günstiger als in der Schweiz.» Was allerdings übertrieben ist. Der K-Tipp-Vergleich (siehe Tabelle im pdf-Artikel) zeigt, dass es im Ausland – vor allem in Deutschland – durchaus auch günstigere Skigebiete gibt. Und wenn Jürg Schmid über die Schweizer Bergbahnen sagt, «mit der Erhöhung der Preise wird lediglich die Teuerung ausgeglichen», dann liegt er komplett falsch.
Saftige Aufschläge in einigen Skigebieten
Die Teuerung in der Schweiz betrug in den letzten fünf Jahren nämlich 4,7 Prozent. Bei den Preisen für Skiabos haben die meisten Skigebiete deutlich stärker aufgeschlagen – manchenorts um über 10 Prozent (siehe Tabelle im pdf-Artikel).
Dass ausländische Skigebiete inzwischen so teuer sind, lässt sich nur zum Teil mit dem starken Euro erklären. Der Kurs stieg in den letzten fünf Jahren zwar von ca. Fr. 1.48 auf Fr. 1.70. Das verteuert die ausländischen Skiabos für Schweizer Kunden um 15 Prozent. Die Aufschläge sind aber viel höher. Sie liegen zwischen 25 und 55 Prozent.
Erstaunlich: Wer das Abo für grenzüberschreitende Skigebiete im Ausland kauft, zahlt deutlich mehr als in der Schweiz. So sind Abos im französischen Morzine-Avoriaz teurer als in Champéry VS, im österreichischen Ischgl teurer als in Samnaun GR und im italienischen Cervinia teurer als in Zermatt VS.
Unattraktiv sind viele ausländische Skigebiete auch wegen der Altersregelungen. Besonders krass: Im italienischen Wintersportort Sestrière gibts nur noch einen Einheitstarif. Wer älter ist als acht Jahre, zahlt pro Woche Fr. 298.–, egal, ob Kind, Erwachsener oder Senior.
Rabatt für Kinder ab 13 Jahren gestrichen
In Frankreich gelten Kinder an den meisten Ski-Orten bereits ab 12 oder ab 14 Jahren als Erwachsene. Rabatte für Jugendliche, Lehrlinge und Studenten sind selten, Rabatte für Senioren hingegen weitverbreitet. Und manchenorts ist die Fahrt auf Anfängerliften gratis.
Auch einige Schweizer Kurorte haben sich dem Trend zu tieferen Alterslimiten angepasst, vor allem im Bündnerland: In Davos, in Flims/Laax und im Engadin gibts für 13-Jährige keinen Kinderrabatt mehr, und für 18-Jährige ist der Jugendrabatt gestrichen.
Doch die meisten Kurorte in der Schweiz verlangen noch immer erst ab 16 beziehungsweise 20 Jahren mehr. In Champéry profitieren Studenten und Lehrlinge sogar bis zum Alter von 24 Jahren von günstigeren Preise
Ski-Abos sind im Ausland oft teurer
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Ski-Abos_sind_im_Ausland_oft_teurer.pdf- Das ganze als PDF mit interessanter Preistabelle!
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Und zwar genau soviel.Vor ein paar Jahren war der Skipass in Cervinia noch billiger als in Zermatt!
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Immerhin kann der Kassensturz schon mal besser rechnen als damals, die Differenz ist aber in Wirklichkeit ein bisschen kleiner.
Ich freue mich trotzdem über das Resultat und freue mich heimlich weil viele bei einem ungekehrten Resultat wohl wieder Skandal geschrien hätten, so aber diesmal brav die Klappe halten müssen.
Avoriz kann für die Kursschwankungen ebenso wenig dafür wie Zermatt vor 5 Jahren.
Die einzige Lösung wäre der Beitritt der Schweiz zum Euro.
Dem grossen Ziel sind wir ja heute wohl ein bisschen näher gekommen.