Das Skigebiet
Geschichte
Wie sehr viele Skigebiete in der Zentralschweiz blickt das Skigebiet Klewenalp-Stockhütte auf eine lange Vergangenheit zurück. Bereits 1933 wurde von der Firma Aebi eine erste Luftseilbahn auf die Klewenalp gebaut. So richtig los ging es mit dem Wintersport aber erst 1943, als der Skilift Ergglen, damals noch ein Oehler-Gurtenlift, eröffnet wurde. Von da an Wuchs das Teilgebiet Klewenalp ständig. Die letzte Neuerschliessung war 1975 der Skilift Chälen.
Etwas später als im Teilgebiet Klewenalp begann in Emmetten die Erschliessung des Skigebiets. Als erste Anlage entstand um 1960 im Dorf Emmetten ein Skilift (parallel zur heutigen Gondelbahn). Die Anlage war täglich 13 Stunden von 9 Uhr morgens bis 22 Uhr abends (mit Beleuchtung) in Betrieb. Trotzdem konnte die Höhenlage von nicht einmal 800 m.ü.M. auf die Länge nicht befriedigen. 1968 wurde deshalb eine Gondelbahn System Müller hinauf zu Stockhütte gebaut. Durch zahlreiche Investitionen entstand ein attraktives Skigebiet, welches neben den heutigen Anlagen eine Doppelsesselbahn vom Choltal zur Stockhütte beinhaltete. Nach dem Auslaufen der Betriebsbewilligung Mitte 90er Jahren scheiterte das Projekt, die Anlage durch eine neue Sesselbahn vom Choltal auf die Twäregg zu ersetzten. Durch den Wegfall der Sesselbahn „Choltal“ wurde auch die direkte Verbindung zwischen den Teilgebieten Klewenalp und Stockhütte massgeblich verschlechtert. Diese war nun extrem flach und wies sogar Gegensteigungen auf. Im Sommer 2004 wurde diese Lücke durch die Verlängerung des Skilift „Twäregg“ wieder geschlossen, so dass der Wechsel nun wieder problemlos funktioniert.
Aktuell
Das heutige Skigebiet Klewenalp-Stockhütte verfügt über zwei Zubringer aus Beckenried und Emmetten. Die Talstationen sind relativ tief gelegen, weshalb die Talabfahrt nach Beckenried fast nie, die nach Emmetten nur ein paar Mal im Jahr geöffnet ist. Das Skigebiet zeichnet sich in der Regel durch kurze, aber sehr breite Pisten aus. Eine Ausnahme bilden hier die Sesselbahn „Chälen“ und der Skilift „Twäregg“ – diese beiden Anlagen erschliessen diverse relativ lange Abfahren.
Reise
Mit dem Auto von Kriens nach Emmetten (ca. 25 Minuten).
Wetter
Perfekt!
Temperatur
Im Schatten doch sehr kalt, an der Sonne angenehm
(ca. 0°C bis – 6°C)
Schneehöhe
60-100 cm
Schneezustand
Pulver (Pisten gut bis sehr gut)
Anlagen Klewenalp-Stockhütte
6-EGK Emmetten-Stockhütte (Doppelmayr-Garaventa) offen
2-SLE Herti (Müller) offen
2-SLE Twäregg (Garaventa) offen
2-SBF Aengi (Bartholet) offen
2-SBF Klewenstock (Bartholet) offen
2-SLE Junior 1 (Leitner) offen
1-SLE Junior 2 (Leitner) offen
1-SLE Klewenboden (Doppelmayr) offen
2-SLE Ergglen (Von Roll-Habegger) offen
4-SBK Chälen (Garaventa) offen
80-PB Beckenried-Klewenalp (Von Roll) offen
Nicht gefahrende Anlagen
80-PB Beckenried-Klewenalp
2-SLE Junior 1 (Leitner)
1-SLE Junior 2 (Leitner)
Bewertung
++ Wetter
+ Skilift Herti
++ super präparierte Pisten
++ Bilderdokumentation über die Vergangenheit der Bergbahnen Emmetten-Stockhütte in der alten Bergstation der Gondelbahn
-- Stationen der neuen Gondelbahn
Fazit
5 von 6
War ein super Tag, aber die neue Bahn hat mir nicht gefallen. Die Kabinen sind ja noch recht schön (bis auf das Detail, dass sie nach Lösungsmittel stinken), aber die Stationen sind ja wohl das Letzte. Die Bergbahnen können da nichts dafür. Die mussten so billig wie möglich bauen.
Aber an der Marbachegg war man 2002 vor der genau gleichen Situation (wenn man es genau nimmt, waren die da sogar noch schlechter dran). Nur hat es damals der Seilbahnbauer geschafft, eine den Bedürfnissen entsprechende Anlage hinzustellen. Eine solche kompakte (und schöne!) Anlage nach dem MCS System wäre auch für Emmetten perfekt gewesen. Die alten Stationen hätte man mit kleinem Aufwand weiterverwenden können (das Dach hätte etwas aufgebockt werden müssen, fertig). Das UNI-G System ist einfach viel zu klotzig. Das taugt vielleicht für 8er Gondeln, aber hier passt es nicht hin. Aber das eigentliche Übel liegt wo anders: die alte Anlage war in einem perfektem Zustand (wirklich wie neu, wer’s gesehen hat kann’s bezeugen). Aber dank unseren suuuuper (EU-) Gesetzen musste das Ding weg. Laut Angestellten hätte man die alte Bahn sehr gerne behalten.
Ich warte nur drauf bis die noch bestehenden, modernisierten Mülleranlagen auch noch weggerissen werden. Lustigerweise muss der Staat sich dann wieder bei den Bergbahnen beteiligen, weil die sich die Kosten für die hohen Auflagen gar nicht leisten können. Eine Schade ist sowas *grmml*.
Alle 100 Bilder in der Gallery anschauen: http://seilbahnbilder.ch/berichte/klewe ... 24-12-2007
^^ Auftauchen aus dem Nebelmeer
^^ Ausblick von der neuen Bergstation.
^^ Aufsteller des Tages: eine geniale Dokumentation der Geschichte der Bergbahnen von den Anfängen bis heute (sogar mit Baubildern... von der Müller EGK
^^ Skilift "Herti" - hat wieder eine Betriebsbewilligung für weitere 5 Jahre. Supa!
^^ Auf der Twäregg - Pisten perfekt!
^^ Beschneiung an der Doppelsesselbahn "Klewenstock"
^^ Skilift "Ergglen"
^^ Doppelsesselbahn "Klewenstock" - BMF halt...
^^ Kuppelbare 4er Sesselbahn "Chälen"
^^
Alle 100 Bilder in der Gallery anschauen: http://seilbahnbilder.ch/berichte/klewe ... 24-12-2007