Angriff auf die Schwarzfahrer

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schifreak
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Saisonkarten

Beitrag von schifreak »

Das find ich lustig, man geht also davon aus, ein Saisonkarteninhaber geht ca. 25 - 30 Mal sowas zum Schifahrn... sonst würd sich das nicht rechnen. Wenn alle so wärn wie mein Daddy früher, der fuhr ca. 80 mal nach Kitzbühel... andrerseits, Rentner fahrn nicht mehr den ganzen Tag -- die sitzen lieber auf den Hütten am Pass Thurn...

im übrigen, in Kitzbühel gibts jetz auch mehr Zugangskontrollen im Schigebiet, früher, als es keine Saisonkarten wie Salzburger oder Kitzbühler Alpenpass gab, war alles lockerer. aber heut gibts mehr Zugänge ... dafür darf ma offiziell alle kleinen Übungslifte gratis benutzen, und pro Schitag 1X GRATIS mit der Streifalm I DSB fahrn, für ne Länge von knapp 2 km ein feiner Zug. Da hat man sich die Kontrollanlagen kosten gespart, und dass ma zur Hahnenkammbahn rüberfahrn kann, darf ma einmal umsonst hochfahrn.Wenn ma Glück hat, evtl sogar öfter ( wenn sich der Liftler mal net an einen erinnern kann...)
Fabi,alpiner Schifreak

TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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Balou
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Beitrag von Balou »

Ehrlich gestanden kann ich diese "Bilder-Diskussion" nicht so ganz nachvollziehen - als ich vor ungefähr 15 Jahren mit dem Skifahrern angefangen habe, hat man für einen 6-Tages-Pass ein Foto gebraucht. Das habe ich nach dem Urlaub aus der Karte ausgeschnitten und im nächsten Urlaub wiederverwendet. Eigentlich hat nie jemand ein aktuelles Bild verlangt - es durfte nur ein bestimmtes Format nicht überschreiten. Als die "Chipkarten" aufgekommen sind wurden am Anfang auf die 6-Tageskarten auch noch digitale Fotos aufgedruckt. Die Karte habe ich ganz normal wieder zurückgegeben und im nächsten Jahr eine andere bekommen, auf der vorher auch ein Foto war, welches irgendwie "verblasst" und überschrieben wurden.

Ich dachte eigentlich, dass das Weitergeben der Karte nach dem Lifteinstieg hätte sich mehr oder weniger erledigt, da in vielen Skigebieten ja an fast allen Liften Zugangskontrollen sind. Das wäre mir viel zu umständlich, dann jedes Mal die Karte weiterzugeben/weiterzuwerfen.
Außerdem dachte ich, wenn man mit der Karte durchs Drehkreuz gegangen ist wäre die Karte erst mal für einen bestimmten Zeitraum gesperrt :gruebel:
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Beitrag von andyman1609 »

Balou hat geschrieben:Außerdem dachte ich, wenn man mit der Karte durchs Drehkreuz gegangen ist wäre die Karte erst mal für einen bestimmten Zeitraum gesperrt :gruebel:
Ist sie auch, am Display der Zutrittskontrolle leuchtet dann "Doppelverwendung" auf und das Drehkreuz ist gesperrt. Passiert wenn man z.b. bei einem Schlepplift früher aussteigt um den letzten Hang der Abfahrt nochmal zu genießen und dann kommt man nicht durchs Drehkreuz :wink:
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Beitrag von TPD »

Auch wenn die Karten kein Foto haben, sind es noch keine "unpersönlichen" Karten.
Du findest in praktischen allen Tarif-Bestimmungen das Karten nicht übertragbar sind.
Nun es ist klar, dass es Konsequenzen hat, wenn jemand seine persönliche Karte (Karte mit Passfoto oder zumindest steht irgendwo der Namen drauf) weitergibt.
Hingegen sehe ich auch nicht ein, was daran so verwerflich sein soll, wenn jemand um 9 Uhr eine "unpersönliche" Tageskarte kauft und dann um 13 Uhr nach Hause fährt und die Karte einem Kollegen für den Rest des Tages weitergibt.
Halten sich beide Leute gleichzeitig im Gebiet auf, sieht die Sache natürlich anders aus !
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Beitrag von jens.f »

TPD hat geschrieben: Nun es ist klar, dass es Konsequenzen hat, wenn jemand seine persönliche Karte (Karte mit Passfoto oder zumindest steht irgendwo der Namen drauf) weitergibt.
Hingegen sehe ich auch nicht ein, was daran so verwerflich sein soll, wenn jemand um 9 Uhr eine "unpersönliche" Tageskartek
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.

Wenn es eine unpersönliche Tageskarte wäre, wäre die weitergabe selbstverständlich erlaubt.

In der Regel ist es aber eben eine "persönliche" Tageskarte, somit ist die weitergabe nicht erlaubt.
Der einzige Unterschied ist halt, daß die Ski-Gebiete bei Tageskarten eben in der Regel darauf verzichten, ein "Erkennungsmerkmal" wie eben Foto oder Namen auf die Karte zu machen.
Das ändert aber nunmal NICHTS an der rechtlichen Situation.

Gruß, Jens
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Beitrag von TPD »

Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?
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Beitrag von baeckerbursch »

Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?
Eben gar nicht :P


Im übrigen kann ich für mich auch nicht moralisch Verwerfliches finden Tageskarten am Parkplatz weiterzuverkaufen. Ich hab schon oft noch ein paar "Mack" :D dafür bekommen oder mir auch etwas gespart.

Der Hammer war mal am Spitzing als ich eine Karte geschenkt bekommen habe (strömender Regen); dann bin ich 3 mal gefahren (noch mit der alten Stümpflingbahn), als es dann nass zur Unterhose reinkam hab ich die Karte wieder weiter verschenkt :D
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Beitrag von molotov »

baeckerbursch hat geschrieben:
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?
Eben gar nicht :P


Im übrigen kann ich für mich auch nicht moralisch Verwerfliches finden Tageskarten am Parkplatz weiterzuverkaufen. Ich hab schon oft noch ein paar "Mack" :D dafür bekommen oder mir auch etwas gespart.

Der Hammer war mal am Spitzing als ich eine Karte geschenkt bekommen habe (strömender Regen); dann bin ich 3 mal gefahren (noch mit der alten Stümpflingbahn), als es dann nass zur Unterhose reinkam hab ich die Karte wieder weiter verschenkt :D
wir haben als letzes mal jemand in laterns früher heimgefahren ist die karten direkt an der kasse weiterverkauft hat keinen gestört (also nicht die saisonkarte)
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Beitrag von jens.f »

TPD hat geschrieben:
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?
Zwei möglichkeiten:
a) Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..

b) Technisch:
Digitale Kamera bei der Liftschranke.
Die Liftschranke registriert Tageskarte (inkl. Seriennummer der Karte), speichert Bild von der Person.
Bei nächsten mal das gleiche.
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind :oops: :oops: :oops: :oops:

Aber darum ging es ja hier gar nicht.
bzw. im Gegenteil: Hier ging es ja darum, das Ski-Gebiete verstärkt gegen "schwarzfahrer" vorgehen wollen.
Und aus rechtlich sicht ist das fahren mit einer "fremden" Tageskarte nun mal "schwarzfahren".

Ob das nun verfolgt wird oder nicht, ist Sache des Ski-Gebietes.
sicherlich werden viele Gebiete da bei Tageskarten nicht so drauf achten.

Gruß, Jens

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Beitrag von baeckerbursch »

Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind
Hab ich sie im Pulk gekauft und wahllos verteilt. Haben die Skikarten am Mittag auf einen Haufen geschmissen und daher verwechselt.
Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..
Er hat sie mir geschenkt. Wir haben uns gerade unterhalten, keine Karten verkauft.


=> So etwas zu beweisen dürfte schlichtweg unmöglich sein.
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Beitrag von molotov »

jens.f hat geschrieben:
TPD hat geschrieben:
Nochmal:
Alleine dadurch, das kein Namen/Foto drauf ist, wird es nicht zu einer UNPERSÖNLICHEN Tageskarte.
Das ist mir schon klar.
Aber wie wollen die Bergbahnen beweisen dass man mit einer weitergegebenen Karte herumfährt ?

b) Technisch:
Digitale Kamera bei der Liftschranke.
Die Liftschranke registriert Tageskarte (inkl. Seriennummer der Karte), speichert Bild von der Person.
Bei nächsten mal das gleiche.
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind :oops: :oops: :oops: :oops:

Gruß, Jens
naja bei der helm und skibrillenquote wird die wiedererkennung sicherlich verdammt schwierig für das system :))
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jens.f
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Beitrag von jens.f »

baeckerbursch hat geschrieben:
Wenn nun auf den zu der gleichen Karte gehörigen Bildern verschiedene Personen zu sehen sind
Hab ich sie im Pulk gekauft und wahllos verteilt. Haben die Skikarten am Mittag auf einen Haufen geschmissen und daher verwechselt.
Was aber nicht viel an der Situation ändern würde:
Mit der "falschen" karte darfst Du nicht fahren.
Auch, wenn das nicht absichtlich und wissentlich geschieht.

Du könnest in diesem Fall nicht strafrechtlich belangt werden, da kein Vorsatz.
Aber ein Verstoß gegen die Beförderungsbestimmungen wäre es trotzdem und die Karte könnte eingezogen werden.
Sie erwischen jemand direkt beim Verkauf der Karte..

Er hat sie mir geschenkt. Wir haben uns gerade unterhalten, keine Karten verkauft.
a) Auch mit einer geschenkten (fremden) Karte darf man nicht fahren, wenn die Karte vorher schon von einer anderen Person benutzt wurde.

b) Eine Seilbahngesellschaft könnte auch auf die Idee kommen, "Lockvögel" lozuschicken, die versuchen, Karten anzubieten oder Karten zu kaufen - wenn man dann an so einen gerät.

Aber wie gesagt:
Bitte hier Trennen zwischen Theorie (Rechtslage) und Praxis.

In der Praxis ist die weitergabe eine Tageskarte natürlich schwer zu beweisen und die Ski-Gebiete werden sich wohl nicht allzusehr bemühen - denen geht es eher um die Weitergabe von Saison-Karten oder mehrtageskarten.

Bestimmt hat jeder schon mal eine Tageskarte weitergegeben - aber legal ist das (leider) nicht.

Wenn es mal - wie auch immer - auffliegen sollte, ist man die Liftkarte los und hat evtl. sogar eine Betrugsanzeige am hals.
Das ist zwar nicht sehr wahrscheinlich - aber daß muß dann jeder selbst abwägen.

Aber in diesem Thread ging es ja auch genau darum, daß die Liftgesellschaften sich über den "schwarzfahrer-Anteil" beklagen und eben maßnahmen ergreifen wollen, dies einzudämmen - wie genau daß nun gehen soll, liegt natürlich in der Fantasie der Liftgesellschaften.
Und bei den Geldbeträgen, um die es hier geht, könnte ich mir durchaus vorstellen, daß hier z.B. Privatdetektive angeheuert werden könnten (die dann z.B. Lockvogel spielen).

Gruß, Jens
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GMD
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Beitrag von GMD »

Lockvögel halte ich für problematisch, weil man so sich dem Vorwurf aussetzt einen Tatbestand zu provozieren. Denn es kann dann ja passieren, dass einer, der seine Karte eigentlich gar nicht verkaufen wollte es nun doch macht weil er darauf angesprochen wurde. Das wiederum erfüllt für mich den Tatbestand der Anstiftung.

Man müsste also den Einsatz von solchen Lockvögeln klar und deutlich anzeigen. Dies könnte auch den erwünschten abschreckenden Effekt haben. Alles andere halte ich für einen eklatanten Vertrauensbruch dem Kunden gegenüber und wäre für mich ein Grund ein solches Skigebiet zu meiden!
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starli
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Beitrag von starli »

Zum Thema "wie man ertappt werden kann:" Bei manchen Skipässen wird auf der Karte das Geschlecht des Käufers vermerkt - und es könnte problemlos auch das ungefähre Alter vermerkt werden.

Zum Thema "Tourenski": Bei Liften ohne Zutrittssystem wird man mit Tourenski durchaus mal angehalten, die Karte vorzuzeigen!


Ich find das Verhalten der Bergbahnen in der Hinsicht durchaus OK.

Allerdings eingeschränkt: Schließlich machen die ja da hauptsächlich deshalb, weil man eben mit einer Vor- und Nachmittagskarte zusammen mehr verdient als mit einer Tageskarte. Und das find ich wiederum unverschämt: Dass der Preisunterschied zwischen Halb- und Tageskarten meist nur um die 20% ist, anstatt 40-50%, wie es richtig wäre.
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Beitrag von TPD »

Bei manchen Skipässen wird auf der Karte das Geschlecht des Käufers vermerkt - und es könnte problemlos auch das ungefähre Alter vermerkt werden.
Und wie soll das funktionieren, wenn jemand mehrere Tageskarten kauft ? Im Normalfall steht ja nicht die ganze Gruppe / Familie an der Kasse an...
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Beitrag von starli »

Da steht dann vielleicht unbekannt dabei. Oder man fragt, für wen die Karten sind ... jedenfalls wurde ich vor einigen Jahren am Kronplatz an der Bruneck-EUB mal angehalten, weil mich (damals noch mit langen Haaren) die blöde Kassierin als "weiblich" eingestuft hatte und dann folgte eine ziemliche Diskussion mit dem Liftler bis er mich durchließ ...
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Beitrag von baeckerbursch »

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte folgendes:

Das System der berührungslosen Karten mit dem zwangs- Pfand hat sich nur deshalb durchgesetzt da dieses Kartenweiterverkaufen dadurch wirksam unterbunden wird.

1, Man gibt die Karte schon VOR dem Parkplatz zurück

2, Man geht das Risiko die 2,- zu verlieren nicht gerne ein und gibt die Karte sowieso zurück

Im übrigen denke ich daß die Kosten einer solchen Karte nicht bei 2,- liegen, die BB Unternehmen sind bestimmt froh wenn diese Karten nicht mehr zurück gegeben werden.

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Beitrag von TPD »

Wieso sollte das Pfand einen Einfluss auf den Weiterverkauf haben ?
Man kann ja das Pfand bei der Weitergabe verrechnen.
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Schwarzfahren

Beitrag von schifreak »

Irgendwie iss das doch dasselbe wie mit diesen ``Bahnfahrkarten`` wie schönes Wochenendticket oder Bayernticket`` die wurden auch gern nach Ende der Fahrt weiterverkauft-- was zur Folge hat, daß sie nur noch mit Vor und Zuname gültig sind. Das wär hier evtl auch machbar, wenn das KEINE Pfandkarten wärn.

Andrerseit ich find das ganze einen Schmarrn, wenn eine Karte für einen Tag gültig iss, dann sollte es egal sein, von wem sie verwendet wird. Ausnahme, sogenannte Ladys Day. Da bekommen die Ladys günstigere Karten als Männer, was ich sowiso sehr gerecht finde, die Frau von heute hat ihren Job, oft sogar bessere als Männer, und dürfen überall mit Vergünstigungen rechnen, während der Mann überall voll zahlen darf. Es iss nur eins guat, daß sowas nicht an Wochenenden geht. Da zahlen alle gleich.

Rentner bekommen auch oft günstigere Karten, der Opa kauft ne Karte, und gibts sie dann seinem Enkel weiter...keine Ahnung, ob das dann andere Karten sind, oder ob sie nur günstiger verkauft werden...

Mal ein Fall am Brauneck, ich fahr mit ein paar Leuten aufs Brauneck, oben wars dermassen eisig -- so daß ein Mädl in einen Abgrund stürzte, und sie anschliessend ins KKH Bad Tölz musste. Das war ca. 11.00 vormittags, das Kassenmädl hat die Karte nicht mehr zurückgenommen, aber sie hat gesagt, ich soll sie selber an jemanden verkaufen, was ich dann sofort an Ort und Stelle machte. Direkt an der Kasse... Kein Problem. Die Karte iss für einen Tag gültig, und wurde genau für eine Auffahrt mit 3 Liften verwendet...

Im übrigen, mir isses genau 1 X passiert, daß mir ein Liftler ( Reiteralm Talstation in Pichl ) die Karte genauer angeschaut hat. Grund, es sind mehrere Einstiege, und wenn mehrere Kinder einsteigen, dann piepst es...
dann hat er das Foto angeschaut, und gut wars. Vielleicht hat er gemeint, daß es bei mir gepiepst hat...


Nochwas zum berührungslosen Zugang, da weiß ich wenigstens immer, daß mein Geldbeutel noch da iss... es kann ja sein, daß ma mal net aufpasst, und was verliert. ich find das System nicht schlecht, hatte auch noch nie n Problem damit. bis auf das, daß ich gern das Pfand vergiss zu holen, was aber in naheliegenden Gebieten kein Problem iss.
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Beitrag von RC-H. »

Wenn die Bergbahnen vernünftige Geschäftsbedingungen hätten und nicht die Kunden übermässig benachteiligen würden, gäbe es das Problem mit der Weitergabe sicherlich kaum. Ich halte es zumindest für sittenwidrig wenn z.B. bei geschlossenen Anlagen wegen Schlechtwetter oder auch wenn man seinen Skitag nach wenigen Fahrten vorzeittig abbricht die Karten nicht rückvergütet werden.
Immerhin handelt es sich ja wie hier schon angemerkt wurde um eine Dienstleistung. Aber eine Dienstleistung muss üblicher Weise auch erbracht werden wenn sie bezahlt wird. Wenn aber ein 6 Tage Skipass nur 3 Tage genutzt werden kann weil an den restlichen Tagen z.B. wegen Sturm das Skigebiet geschlossen ist dann sollte es selbstverständlich sein dass der Kunde eine Rückvergütung erhält. Wenn das - wie in den Vertragsbedingungen wohl aller Bergbahngesellschaften - prinzipiell ausgeschlossen wird, dann braucht man sich auch nicht darüber wundern wenn die verärgerten Kunden dann ihrerseits ungenutzte Skipässe von anderen Skifahrern weiterverwenden.
Mich wundert allerdings, dass es zu der Problematk scheinbar noch keine Urteile gibt. Es dürfte doch nicht wenige Juristen unter den Skifahrern geben, und der eine oder andere von ihnen wird sicherlich schonmal mit diesen kundenunfreundlichen Vertragsbedingungen konfrontiert gewesen sein und entsprechende Rechtsmittel eingelegt haben.
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Beitrag von mic »

^^100% Zustimmung!!!
Eigentlich nur noch eine Frage der Zeit wann "die EU" sich der Sache annimmt!
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Beitrag von oli »

RC-H. hat geschrieben:...z.B. wegen Sturm das Skigebiet geschlossen ist dann sollte es selbstverständlich sein dass der Kunde eine Rückvergütung erhält.
Im Stubai und in Hintertux wird das so auch gemacht. Man erhält für den Ausfalltag einen Skipassgutschein.
Allerdings bekommt man diesen nur dann, wenn wirklich am ganzen Tag keine Bahn läuft. Laufen nur die Zubringer und die Schlepplifte (was dann ja meist zu erheblichen Wartezeiten führt) könnte man ja theoretisch fahren und man erhält keinen Gutschein.
Hab sowohl in HiTux, als auch Stubai beiders schon erlebt. Zumindest sind beide auf dem richtigen Weg zu Kundenorientierung.
Planungen 2023/2024
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Beitrag von Oscar »

GMD hat geschrieben:
Sowieso muss es mal gesagt werden: Die AGB der Bergbahnen sind im Grunde genommen sehr kundenunfreundlich! Sogar wenn sie ihren Teil des Vertrages nicht erfüllen, sprich den Betrieb einstellen, sind sie nicht zur Rückerstattung verpflichtet….

Die Aussage ist so falsch! Wenn DU mal die AGBs der Bergbahnen durchliest erfüllen sie auch Ihren Vertrag, wenn nicht alle Anlagen laufen!
Hab bisher auf Allen Skipässen, die ich in den Fingern gehabt habe, den Satz:
„Keine Rückerstattung, Ermässigung oder Ersatz bei Ausfall von Anlagen, Schlechtwetter oder Einstellung der Anlagen“ gehabt!

Wenn du mit dem Passus, der jetzt nicht wörtlich, aber Sinngemäss zitiert ist, nicht einverstanden bist, dann musst du eben den Skipass nicht kaufen.


Zum Thema zurück, die Kontrollen sind schön und gut aber was übereifrig, vergangenen Sonntag war ich in Damüls, wir haben Karten gekauft, haben uns in die Gasstätte gehockt bis es weniger schneite und dann erst später auf die Skier gegangen. Auf dem Parkplatz haben wir noch mit ein paar Jungs geredet, die runter kamen und keinen Bock mehr hatten.
Danach sind wir dann zum Drehkreuz und es stürmte eine wild gewordenen Kassentussi auf uns zu und behauptete wir würden Ärger bekommen, weil wir den Jungs die Karten abgekauft hätten!
Nach einiger Diskussion sind wir dann einfach an ihr vorbei zum Drehkreuz und sie hatt dann unssere Karten gesperrt!

Was lerne ich draus?
- Reden mit Leuten auf dem Parkplatz ist strafbar! :(
- immer den Kassenbon einstecken und nie wegschmeissen, wie ich es bei Tageskarten bisher immer gemacht habe!
- Damüls ist wohl doch ned so schön wie ich dachte, zumindest was den Service und die freundlichkeit angeht

Nachdenm wir dann naoch ne Weile am Lift standen habe ich das Spielchen noch mehrmals gesehen, sicherlich sind bestimmt auch dort Karten verkauft worden, aber es haben eben nicht alle welche schwarz gekauft und die haben auch zum Teil Ärger bekommen.

Da frage ich mich doch ernsthaft was mehr schadet:
Auf dauer vergraulte Gäste (Skipass gekauft den man nicht nutzen darf, und einer Straftat bezichtigt werden)
Oder
Ein paar schwarz verkaufte Karten, die dann in der Endabrechnung fehlen

Denkt mal drüber nach in Damüls! Vielleicht komm ich dann doch noch Mal :(
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Beitrag von TPD »

@Oscar
Klar gibt es in den meisten AGB den Passus, dass man kein Anrecht auf eine Rückerstattung hat.
Und genau das wird ja von GMD kritisiert. ;)
Die Bergbahnen können jederzeit und grundlos den Betrieb einschränken bzw. einstellen und sind nicht verpflichtet das Geld zurückzugeben.
Also, die vom Kunde erwartete Leistung wird nicht erfüllt, aber trotzdem wird das ganze Geld einkassiert...
Und sowas ist wirklich nicht sehr kundenfreundlich. Und es wäre mal interessant zu sehen, ob man mit solchen AGB auch vor Gericht Erfolg hat.

Kürzlich gab es mal eine Studie, wo die AGB von verschiedenen Firmen unter die Lupen genommen wurden. Und es wurde mehr oder weniger in allen AGB Paragraphen gefunden, die dem Gesetz widersprechen. Also da hätte der Kunde bei einem Gerichtsfall ziemlich gute Chance den Prozess zu gewinnen. Nur leider lässt sich der Normalbürger einschüchtern und somit kommt es eben nicht zu einem Prozess und die Firmen können weiter mit den illegalen AGB operieren...
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Beitrag von mic »

Oscar hat geschrieben: Danach sind wir dann zum Drehkreuz und es stürmte eine wild gewordenen Kassentussi auf uns zu und behauptete wir würden Ärger bekommen, weil wir den Jungs die Karten abgekauft hätten!
Nach einiger Diskussion sind wir dann einfach an ihr vorbei zum Drehkreuz und sie hatt dann unssere Karten gesperrt!
wie, was, die hat eure Karten gesperrt??? 8O
Ihr konntet nicht fahren?
(Und das ist noch nicht bei Bergfex zu lesen?)

Andere Sache: Ich keine einige Paare mit kleinen Kindern bzw. Babys (non SKi).
Die fahren z.B. in ein Skigebiet und kaufen ZWEI Skipässe.
Dann wird abwechselnd gefahren. Ein Tag die Papas, ein Tag die Mamas usw..
Logischerweise ist das eine Übertragung und nicht erlaubt!
Irgendwie schon blöd.
Betrifft mich zwar nicht, ich finde es aber trotzdem mehr als bescheiden!!
Und dann steht es eben Frechheit (AGBs) gegen Frechheit (Kartenmissbrauch) 1:1!!

Übrigens wird "das mit den Foto schießen" beim ersten Eintritt in der Skihalle Neuss gemacht. Ich beobachtetet das bei einer Person ein anderes Gesicht auf dem Monitor erscheinte!! Gesagt hat bei dem Personal aber keiner was! (Hat mich schon gewundert)
Zuletzt geändert von mic am 09.01.2008 - 11:43, insgesamt 1-mal geändert.

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