SALZBURG: Bielefelderin auf Skipiste tödlich verunglückt
18-Jährige erlag schwerer Kopfverletzung
VON THOMAS KOPSIEKER
Solche Nachrichten treffen mich heftig. Es wird wieder deutlich, wie dünn der Faden des Lebens doch ist. Und wie schnell dieser manchmal reißt.Bielefeld. Es sollte ein Traumurlaub werden, es wurde eine Reise in den Tod. Bei einem Skiunfall im österreichischen Saalbach-Hinterglemm hat die 18-jährige Bielefelderin Aline B. so schwere Kopfverletzungen erlitten, dass sie gestern im Krankenhaus in Salzburg starb.
Der Unfall ereignete sich am Vormittag des Heiligabends auf dem beliebten Skiberg Reitkogel. Die Schülerin der Marienschule kurvte auf ihren Carver-Skiern auf der Piste Nummer 12 talwärts.
Im Mittelteil, der nicht übermäßig steilen Abfahrt stieß Aline B. aus bislang ungeklärter Ursache mit einer 19-jährigen Skifahrerin aus Köln zusammen. Die beiden jungen Frauen prallten bei dem Zusammenstoß so unglücklich mit den Köpfen zusammen, dass sie schwere Verletzungen erlitten. Die sofort zum Unfallort geeilte Bergrettung forderte deshalb einen Rettungshubschrauber an.
Während die Kölnerin mit einer Gehirnerschütterung und einem Beckenbruch ins Krankenhaus Zell am See kam, wurde Aline B. in das auf komplizierte neurochirurgische Fälle spezialisierte Unfallkrankenhaus in Salzburg geflogen. Dort diagnostizierte man ein Schädelhirntrauma und ein Hirnödem.
Verzweifelt kämpften die Mediziner um das Leben der Schülerin. Nach einer Notoperation wurde sie in ein künstliches Koma versetzt. Es traten offenbar Komplikationen auf, gestern hörte Aline B’s junges Herz auf zu schlagen.
In der Marienschule der Ursulinen, an der die 18-Jährige, deren Lieblingsfach Sport war, im nächsten Jahr ihr Abitur machen wollte, löste die Nachricht vom Tod der Schülerin große Betroffenheit und Trauer aus. "Das ist furchtbar", mehr möchte und kann ich dazu nicht sagen", so Schulleiter Günter Kunert.