Wetter: Durchzogen, föhnig, bewölkt
Temperatur: Aufgrund des Föhns ziemlich warm. Ca. 5°
Schneehöhe: Tal ca. 20cm, Berg ca. 80cm.
Anlagenstatus:
141SSB Linthal - Braunwald
15GUB Niederschlacht - Hüttenberg
15GUB Hüttenberg - Grotzenbühl
2SB Seblengrat
2SB Bächital
2KSB/4EUB Gumen
2SL Gumen
2SL Mattwald
Pistenstatus:
Alles offen
Wartezeiten:
Jeweils ca. 15 Minuten bis zur Abfahrt der SSB
Am meisten gefahren mit:
Neue Gumenbahn (5 Mal)
2SB Seblengrat (8 Mal)
Am wenigsten gefahren mit:
SSB Braunwaldbahn
SL Gumen (je 2 Mal)
Gefallen:
- Für mich unbekanntes Gebiet
- Gumenbahn
- Pistenpräparation
- Skiliftbügelnehmer
Nicht gefallen:
- Wartezeit an der Braunwaldbahn
- Kleines Gebiet, welches man in 2 Stunden erkunden kann
- Föhn und damit zusammenhängede Temperaturen
Braunwald gehört zu jenen Skigebieten, welche ihren Zenit bereits erreicht, wenn nicht gar überschritten haben. Hoch über Linthal am Klausenpass gelegen begann der Wintertourismus in Braunwald bereits vor dem 2. Weltkrieg mit dem Bau einer Holzschlittenbahn. Der autofreie Ort ist von Linthal aus über die Braunwaldbahn erreichbar. Viele Häuser und Anlagen haben bereits einige Jahre auf dem Buckel oder stammen gar noch aus der Blütezeit des kleinen Dörfchens. Warum also, sollte man den weiten Weg nach Linthal auf sich nehmen, wenn in kürzerer Entfernung grössere und modernere Skigebiete warten?
Nun, Gründe gibt es genügend. Einerseits wäre da die neue Gumenbahn, welche aufgrund ihres aussergewöhnlichen Systems einen Besuch lohnenswert macht. Andererseits ist bei einem derart abgelegenen Skigebiet zu erwarten, dass nicht allzu viele Leute die Pisten bevölkern werden. Und dann ist da noch der Reiz des Unbekannten...
Schlussendlich hat sich der Tag trotz Wetterkapriolen und teilweise beängstigend warmen Temperaturen gelohnt. Die neue Gumenbahn allein macht einen Besuch lohnenswert. Trotz modernster Technologie versprüht die Anlage einen Hauch von Nostalgie - die Sessel zum quersitzen sind schlichtweg genial. Die Aussicht ist während der gesamten Fahrt super und es tut wahrlich gut, auch mal ohne Ski Sesselbahn fahren zu können. Tal- und Bergstation wurden IMHO gut in die Umgebung integriert.
Der Rest des Gebiets ist für seine Grösse ungewohnt anspruchsvoll. Zwar sind die Pisten am Grotzenbühl ziemlich flach, doch machen das die kupierten Hänge am Seblengrat wieder wett.
Irgendwie ist in Braunwald die Zeit etwas stehen geblieben und man geht alles etwas ruhiger an. Ein wunderbarer Kontrast zur heutigen, hektischen Welt.
Fazit:
Abzüge für das Wetter, die Wartezeiten an der SSB und die Tatsache, dass man das Gebiet dann halt doch in 3 Stunden kennt.
In der 2SB Seblengrat. Ca. 40 jährige Anlage gebaut von Streiff... ziemlich lahm aber mit genialen Breitformat-Sesseln.
Bergstation der 2SB Bächital. Gleiche Bauart wie die Seblengrat-Bahn, gleicher Hersteller, gleiche Sessel und gleich langsam...
Talstation ebendieser Anlage. Hier runter führen zwei interessante Pisten - einmal rot und einmal schwarz.
Blick in Richtung Bündnerland. Dürfte IMHO die Elmer "Rückseite" sein. Ab und zu zeigt sich die Sonne und sorgt für etwas bessere Sichtverhältnisse.
Gleicher Standpunkt, Blick in Richtung Tödi und Klausenpass. Irgendwo da hinten verschwindet die Passstrasse... Im Sommer ein Paradies für Biker und eine Qual für alle nichtmotorisierten Sportler.
Ein Airbrush-Pistenbully sorgt für den Gepäcktransport. Da Braunwald autofrei ist und die Ferienhäuser auf dem ganzen Plateau verstreut sind ist eine entsprechende Transportmöglichkeit Pflicht. Muss ziemlich geil sein, da oben Skiweekends in grösseren Gruppen durchzuführen!
15GUB Hüttenberg Grotzenbühl, auch von Streiff gebaut. Mit 1'300 P/h völlig ausreichende Kapazität.
Blick zum Tödi, im Vordergrund der Skilift Mattwald. Ebenfalls von Streiff, ebenfalls alt, untergebracht in einem "nur Dach" Gebäude.
Der Skiliftbügelnehmer. Nichtsahnend fährt man den Skilift Gumen hoch und findet sich einem "Bügel wird abgenommen"-Schild gegenüber. Ziemlich coole Sache, aber aufgrund des extremen Totpunktausstiegs notwendig.
Nochmal der Blick zum Klausenpass - so langsam kommt die Sonne raus.
Talstation des Gumenlifts. Den Motor hat man schätzungsweise in Glarus noch gehört...
Bergrestaurant Grotzenbühl mit der Bergstation der 15GUB. Links die Talstation des 2SB Seblengrat.
Bergstation der neuen Gumenbahn auf 1904m. Wurde sehr gut in das alte Gebäude integriert.
Der Blick nach unten mit dem oberen Teil der Gumenbahn.
Die letzten Stützen vor der Bergstation, dahinter der Skilift Gumen.
Ohne Wolken dann wohl ein Postkartenbild. Die Gumenbahn mit der Glarner Bergweld im Hintergrund. Hochmoderne Anlage mit einem Hauch von Nostalgie.
Blick aus dem Gumenlift auf die neue Bahn. Der Föhn hat schon ordentlich Schnee weggefressen
Talstation der neuen Bahn. Links gehts zur Garagierung. Aufgrund des geringen Aufkommens wurde nur mit 2/3 der Sessel gefahren (also 2 Sessel, 1 Gondel, 2 Sessel ...).
Die Talstation von der Piste aus gesehen.
Nochmal Talstation, diesmal von der Bahn aus gesehen und mit Sonne. Das flache Gebäude fällt kaum auf.
Blick vom Steilstück zurück. Ziemlich schmale Schneise durch den Wald - an einigen Stellen haben die Skispitzen die Äste berührt.
Aha! Nostalgie und Moderne treffen aufeinander!
Probably the best Ski in the world. In Braunwald müsste man ja eigentlich Kessler fahren...