Zum Glück haben sie nicht begonnen, eine PB zu bauen. Das wäre bestimmt noch teurer geworden...Carì: „Schwarzbau“ in der Leventina?
(ca) – Aufregung in der Leventina. Ohne amtlicher Bewilligung baut die Bergbahn Carì 2000 in der Leventina ihre Anlagen aus.
Das Ziel der kleinen, oberhalb von Faido gelegenen Gemeinde Carì ist ein richtiges Skigebiet mit Bergrestaurant und Sesselbahn. Die Ausbaupläne stehen seit 2001 und der Kanton Tessin hat das 12,8 Millionen schwere Vorhaben mit 6,4 Millionen Franken (~4,1 Millionen Euro) unterstützt. Auch vom Bund sollen 3,1 Mio. Franken in Form eines zinsfreien Pauschaldarlehens in die Kassa der Bergbahn fließen. Der Geldhahn wird aber erst nach der Erteilung der Bewilligung für Ausbau und Konzession aufgedreht.
Doch das Bewilligungs- und Konzessionsverfahren dauert offenbar länger als erwartet. Ein Reibungspunkt war die Länge des Sessellifts, der den vorhandenen oberen Skilift ersetzen soll. Die Bahn wollte ihn bis zum Bergsee Lago di Carì, also auf eine Höhe von 2280 Metern, führen, was dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft aus Gründen des Landschaftsschutzes gar nicht gefiel. Dessen ungeachtet begann das Unternehmen ohne Bewilligung und Konzession mit dem Neubau der Sesselbahn.
Dies blieb dem Bundesamt für Verkehr nicht lange verborgen. So wurden die Arbeiten blockiert und ein Verfahren eröffnet, das der Bergbahn eine Buße von 50 bis 10.000 Franken einbringen kann. Der Bergbahnbetreiber Giovanni Frapolli, der den Kanton hinter sich weiß, droht nun seinerseits mit einer Schadenersatzklage
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