Unterwegs richtung Graubünden. Schon zum x-ten Mal der selbe Weg. Vor allem das Rheintal bis Sargans will einfach kein Ende nehmen. Endlich, das Tal verzweigt sich, man biegt nach links ab und erblickt auch schon die Bündner Berge.
Kurz vor der Autobahnausfahrt Landquart hat man die Qual der Wahl. Mehrere bekannte Skigebiete sind ab hier innert ähnlich weiter Distanz zu erreichen. Man verlässt die Autobahn und kommt nach 29 km im Wintersportort Klosters an, nach 42 km in Davos. Andere Möglichkeit man fährt auf der A13 noch etwas weiter und erreicht nach 32 km Flims und ebenfalls nach ca. 32 km das Dorf Lenzerheide. Etwas weiter entfernt Arosa mit 45 km.
Heute ging es nicht wie sonst nach Klosters sondern weiter nach Chur!! Dort verlässt man die Autobahn und kommt nach doch etwas mühsamer Kurvenstrecke auf der Lenzerheide an.
Wow!! Wer hätte das gedacht? Nach 14 Jahren Absenz fahre ich wieder einmal in der Lenzerheide ein. Der Ort ist mir auch nach langen Jahren immer noch sympathisch geblieben. Hier lernte ich nämlich am Doppelskilift Fadail die Künste des Skifahrens. Siehe da, das Auto stoppte tatsächlich an alter Stätte. Auf dem Parkplatz der Fadaillifte.
Aber warum bringe ich mein Geld an Scalottas, Danis und Stätz und kehre zumindest für heute dem schmucken Dorf zwischen Madrisa und Gotschna den Rücken zu??
Heute war der Tag der halben Sachen, beziehungsweise der halben Preise. In unserer Regionalzeitung gab es Gutscheine für Tageskarten der Lenzerheide zum halben Preis. Gültig sind sie vom 7. bis 31.Januar. So etwas darf man nicht verstreichen lassen. Zudem kann man in gewissen SB-Restaurants mit einem Halbtax zum halben Preis essen. Das Wetter spielte mit und nun stehen wir an der Kasse des Fadail-Liftes. Günstige 29.- pro Person bezahlt und auf gehts.
Doch leider hat das Skigebiet Lenzerheide das Zutrittssystem der Key-Cards. Wenn man noch keine hat, zahlt man CHF 5.- für dieses Teil und kann es aber (nicht wie früher) nicht mehr zurückgeben. Das Geld sieht man also nicht wieder. Nun wir fahren ja heute sowieso nur zur Hälfte, aber wenn man den vollen Preis bezahlt plus die Karte = 64.-, ist dies schon etwas ärgerlich. Vor allem wenn man als Tourist einmal Skifahren geht pro Jahr und die Karte dann irgendwo verlegt. Oder wie ich, sie in meinem Stammgebiet nicht gebrauchen kann.
Wie auch immer ging es mit dem kurzen Übungskilift auf vereistem Trasse in die Höhe. Über einen Ziehweg gelangt man zur 4KSB Pedra Grossa. Diese bringt einem auf die Alp Nova auf 1980 m. Dort ging es weiter mit dem einzig verbliebenen Skilift oberhalb der Waldgrenze, dem Gertrud. Nach der Abfahrt ging es eine "Bahnreihe" weiter zur 6KSB Lavoz. Diese erreicht man leider nur über einen für Snowboarder ungeeigneten Ziehweg. Dort verbrachte ich dann auch die meiste Zeit.
Anfahrt: 1h40min, eigentlich nicht weit ab Chur. Doch die Hauptstrasse rauf hat es in sich. Viele Kurven und nicht wenige Autos ergibt schnell mal schleichender Verkehr. Da gehts nach Flims-Laax und Klosters-Davos doch einfacher.
Um 8.40 Ankunft.
Rückfahrt: totaler Stau zw. Lenzerheide und Churwalden, alle zwei Meter konnte man den Motor für einige Minuten abstellen. A13: stockend zw. Zizers und Maienfeld. 2h15min
Wetter:
zuerst 1 Stunde Wolkenfelder vor Sonne, nachher schön
Temperatur:
Tal: -5° am Morgen, +5° bei Rückfahrt
Berg: keine Ahnung. nicht zu warm wie befürchtet.
Schneehöhe:
Tal: 50 cm
Berg: 145cm, teilweise stark verblasen
Schneezustand:
pulver-hart
Talabfahrt:
hart
Geöffnete Anlagen:
alle 30/30
Pisten: alle ausser 6 Beltrametti, 14 Abfahrtstroute Schluocht, 20 Fops, Abfahrtsroute 29 Alp Nova.
Am meisten gefahren mit:
6KSB Lavoz ca. 8x
Am wenigsten gefahren mit:
SL Fadail
4KSB Pedra Grossa
SL Gertrud
4KSB Cumascheals
6KSB Stätzerhornexpress, alle je 1x
Wartezeiten:
Lavoz bis 8 Min., Cumascheals 5min, bei den andern nichts
Gefallen:
-Schnee, sonne, pisten
-Neues Gebiet befahren
-Viele Sessellifte
-zum halben Preis fahren
-zum halben Preis essen
Nicht gefallen:
-Sauteure Preise auf Alp Lavoz (zum Glück hatte ich Halbtax)
-doofe Verbindungswege für Snowboarder
-Fast keine "Boarderbänkli" bei den Bergstationen, man muss immer in Schnee hocken um in die Bindung zu steigen.
-Key Card-Abzocke
Aufgefallen:
-mehr oder weniger immer das gleiche Bergbahnpanorama vor sich, einziger Lichtpunkt der Ausblick auf Lavoz und der obere Teil beim Stätzerhorn
-auffallend viele Italiener im Gebiet (hat mich aber nicht gestört)
-zuviele Raser
Fazit:
5 von 6
Abzüge:
-Preise im Restaurant Alp Lavoz
-Verbindungswege
Nun zu den Bildern (hatte heute aber weniger Zeit für Schnappschüsse als auch schon
^^ Sonnenaufgang über dem Prättigau
^^ Piste 32 am Skilift Gertrud
^^ Wolkenfelder verdeckten die Sonne bis ca. 09.45h
^^ Rothorngebiet, die andere Talseite. So oder so noch im Schatten am Morgen
^^ Piz Danis
^^ von vorne nach hinten: SL Gertrud, 6KSB Lavoz und knapp zu erkennen 4KSB Cumascheals
^^ Lavoz
^^ bei der Bergstation hat man einen seltenen Blick auf andere Berge und Täler
^^ rechts ist Flims-Laax-Falera
^^ Lavozlift, nun auch bei Sonnenschein
^^ ordentlich Schnee
^^ Schlange schien mir zu lang, darum ging es eine Reihe weiter...
^^...(über einen Ziehweg) zum KSB Cumascheals, war aber nicht sehr interessant
^^ Abfahrt zurück zum Lavoz
^^ 11.45 h: Rothornseite ist unterdessen auch in der Sonne
^^ Abfahrt vom Lavoz
der zweite Teil u.a. mit Stätz folgt...