Abbruch der Skilifte steht zur Diskussion

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Wombat
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Abbruch der Skilifte steht zur Diskussion

Beitrag von Wombat »

in der BAZ vom 9.2.08
Abbruch der Skilifte steht zur Diskussion

Der warme Winter treibt Baselbieter Wintersportanbieter zur Verzweiflung
Stefanie Ehrler

Die Schneekrise im Baselbiet hat finanzielle Folgen. Insbesondere Skilifte schreiben rote Zahlen.

Skilifte Langenbruck: geschlossen. Schlittelbahn Wasserfallen-Reigoldswil: geschlossen. Langlaufloipen Waldweid-Wasserfallen: geschlossen. Den Baselbieter Wintersportanbietern fehlts an Schnee – und das überall und nicht erst seit gestern: Die Skilifte Wanne in Langenbruck waren 2007 nur zwei Mal in Betrieb, 2008 noch gar nie. Die Schlittelbahn Wasserfallen-Reigoldswil konnte diesen Winter bisher nie bis zur Talstation geöffnet werden.

«Hoffentlich kommt der Schnee noch.» Mit dieser Aussage sprechen die Betreiber der Skilifte Wanne wohl allen Baselbieter Schneesportanbietern aus dem Herzen. Wie lange kann die Wintersportbranche noch auf die weisse Pracht und die damit einhergehenden Einnahmen warten?

«Es rentiert zu wenig», sagt Peter Hammer, Mitinhaber und Mitbetreiber der Skilifte Wanne in Langenbruck. 25 Tage pro Jahr müssten die Skilifte laufen, damit die Finanzen stimmen. Zwei seien deutlich zu wenig. Auch der diesjährige frühe Ferientermin ist ungünstig für die Liftbetreiber: «Nach den Ferien stellen viele Leute ihre Ski in die Ecke», sagt Hammer. Spätes Schneeglück könnte dann nicht mehr so viele Leute auf die Piste locken.

Umnutzung oder Abbruch. Bis 2010 wird der defizitäre Betrieb weitergeführt, für die Zeit danach sucht die Skilift AG Langenbruck nach Lösungen. Umnutzung und Abbruch stehen zur Diskussion, aber ein genaues Szenario ist noch nicht ausgearbeitet. Nur etwas ist klar: «Wir müssen von der Schneeabhängigkeit wegkommen», meint Hammer. Ein Schritt zur Anpassung an schneearme Winter ist in Langenbruck bereits getan: Seit 2001 ist eine Bobanlage in Betrieb, die ohne Schnee funktioniert. Im Gegenteil, der Lift wird mit Sonnenenergie angetrieben.

Besucherrückgang. Auch die Betreiber der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen spüren die Auswirkungen des Schneemangels: Im Januar 2008 haben nur 3757 Passagiere die Bahn benutzt. 2007 waren es im selben Monat mehr als doppelt so viele (7787) gewesen: Ein schneereiches Wochenende erlaubte die Öffnung der Schlittelbahn, was damals zahlreiche Besucher anlockte. «Der Schnee fehlt. Wir schicken weiterhin Stossgebete an Frau Holle», sagt Rolf Wittich, Leiter Verkauf und Administration Stiftung Luftseilbahn Reigoldswil.

Existenzbedrohend sei die Schneekrise aber nicht, da die Seilbahn das ganze Jahr betrieben wird. Die höheren Besucherzahlen während der warmen Monate und Angebote wie Fondue-Essen machten den Schneemangel zumindest teilweise wett.
Leider ist an dem Tag wo ich Zeit hätte für Fondue Essen schon alles ausgebucht. :( Kommt also an die Idee. :lol:

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