Dreiländereck: Urlauberin von Lift fast stranguliert

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snowflat
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Dreiländereck: Urlauberin von Lift fast stranguliert

Beitrag von snowflat »

Dreiländereck: Urlauberin von Lift fast stranguliert

Eine Skiläuferin ist Dienstagmittag am Dreiländereck von einem Tellerlift nach oben gezogen und am Lift fast stranguliert worden. Eine sofort gebildete "Menschenpyramide" und eine zufällig anwesende Ärztin retteten der Frau das Leben.

Lift-Teller verhakte sich in Sturzhelm
Die 40 Jahre alte Urlauberin aus Slowenien wollte mit dem Taubenkogellift am Dreiländereck bergwärts fahren. Beim Einstieg blieb der Liftteller am Kinnriemen ihres Sturzhelmes hängen. Die Frau wurde zum Führungsseil in drei Meter Höhe hochgezogen. Das Liftseil dürfte sich dabei so unglücklich verhakt haben, dass der Kinnriemen des Sturzhelmes der Frau die Luft abschnitt.

Helfer bildeten Menschenpyramide
Aber die Rettungskette für die Skifahrerin funktionierte perfekt. Um die Frau aus ihrer lebensgefährlichen Situation – hängend in drei Metern Höhe - zu befreien, bildete eine Gruppe Augenzeugen eine Menschenpyramide.

Helfer: "Plötzlich hat sie wieder geatmet"
Christian Moser war einer der Helfer vor Ort: "Wir haben eine Pyramide gebildet, ein junger Bursche ist dann hinaufgeklettert und hat die Frau oben befreit. Sie ist dann herabgefallen und hatte einen Kreislaufstillstand. Sie wurde beatmet und bekam eine Herzmassage. Ich habe immer wieder ihren Puls kontrolliert und konnte es zuerst nicht glauben, weil sie so geschwollen um den Hals war, aber plötzlich hat sie wieder geatmet".

Ärztin rettete Frau das Leben
Eine anwesende Medizinerin (sie kommt wie die Verunglückte ebenfalls aus Slowenien) nahm sofort die notwendigen Reanimationsmaßnahmen vor. Unterstützung erhielt sie von einer Krankenschwester, die an diesem Tag ebenfalls als Skifahrerin unterwegs war.

Als der Rettungshubschrauber des Roten Kreuzes am Unglücksort eintraf, war die Verletzte bereits wieder bei Bewusstsein und ansprechbar. Sie wurde ins Landeskrankenhaus nach Villach geflogen.

Bergbahnen: Kein technisches Gebrechen
Betriebsleiter Michael Trattler von den Bergbahnen Dreiländereck schloss am Dienstag ein technisches Gebrechen als Unfallursache aus.
Qelle: ORF

Hmm, wenn sich der Liftteller am Helm verfängt, wie kann sie dann drei Meter bis zum Führungsseil hochgezogen werden? Demnach müsste sich das Seil des Gehänges gar nicht ausgerollt haben?

Auf jedenfall viel Glück gehabt.
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

Coole Rettung! :D

Pyramidenbauen sollte auf jeden Fall zur Pflichtübung im Sportunterricht in allgemeinbildenden Schulen werden!
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Experten: Keine "technischen Mängel"

Technische Mängel können laut Experten für den Liftunfall am Dreiländereck ausgeschlossen werden. Eine Skifahrerin war am Dienstag beim Tellerlift "Taubenkogel" mit dem Helm hängen geblieben und wäre beinahe stranguliert worden.

Verbesserungen an Liftanlage angekündigt
Eine Untersuchungskommission der Kärntner Landesregierung versuchte Mittwochnachmittag auf dem Dreiländereck zu klären, wie es zu dem Unfall am Tellerlift kommen konnte. Demnach kommt ein technisches Gebrechen als Unfallursache nicht in Betracht, so der Sprecher der Kärntner Liftbetreiber, Wolfgang Löscher. Dennoch soll es Verbesserungen an der Anlage geben, um Unfälle dieser Art in Zukunft auszuschließen: "In Zukunft wird es keine Kontaktmöglichkeit eines Fahrgastes mit der Bügelanlage selbst mehr geben."

Tellerlifte gelten als sicher
Prinzipiell seien Unfälle mit Tellerliften sehr selten, sagte Löscher. Etwa 50 dieser Liftanlagen gibt es in den heimischen Skigebieten. Sie werden nach wie vor erzeugt, weil bisher noch kein besseres System erfunden wurde, um schwächere und junge Skifahrer auf den Berg zu befördern. Als viel gefährlicher hätten sich in der Vergangenheit die sogenannten "Zauberlifte" erwiesen, quasi fahrbare Teppiche, auf denen einige Kinder verletzt wurden, weil sich Schals oder Teile des Anoraks verkeilten, sagte Löscher.

Aus Unfällen werde aber auch gelernt, manchmal müssen die Lifthersteller ganze Systeme umbauen, weil erst ein Unfall auf einen Sicherheitsmangel aufmerksam gemacht hat. Löscher: "Sollte sich herausstellen, dass die Liftanlage an dem Unfall der Skifahrerin schuld ist, werden wir dafür haften."

Liftwart und Videokamera waren im Einsatz
Gibt es keinen Liftwart, dann soll eine Videoüberwachung bei den heimischen Skiliften für mehr Sicherheit sorgen. Diese ist allerdings nicht zwingend vorgeschrieben, so Löscher. "Es wird je nach Anlage im Bewilligungsverfahren eine solche vorgeschrieben oder nicht. Es gibt aber keine Regelung, die das zwingend für alle Lifte vorschreibt. Bei Liften, wo die Einstiegsstellen nicht direkt vor Ort durch einen Liftwart überwacht wird, wird in der Regel eine Videoüberwachung vorgeschrieben.

Der Tellerlift am Dreiländereck wird zum einen vom Liftwart eingesehen, zum anderen von der Bergstation aus videoüberwacht. Doch in dem Fall der verunglückten Skifahrerin reichte das nicht aus.
Quelle: ORF
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Beitrag von Flachlandtiroler »

Das klingt mir danach, dass das Seil nicht besonders hoch ist am Einstieg und sie sich direkt am Gehängearm aufgehängt hat. Wer hat denn das gebaut?!
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chr
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Beitrag von chr »

Der selbe Lift war heute wieder in den Medien.
Der ORF Teletext schreibt heute am 24.2.:
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Gruß chr
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