Christian Klien: "Formel 1 ist sicherer als Skirennspor

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snowflat
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Christian Klien: "Formel 1 ist sicherer als Skirennspor

Beitrag von snowflat »

Christian Klien: "Formel 1 ist sicherer als Skirennsport"

"Die Formel 1 ist hundertprozentig sicherer als der Skirennsport", sagt der Vorarlberger Formel-1-Pilot Christian Klien im APA-Interview. Er wünsche sich, dass der Skirennsport sicherer werde, so der 25-Jährige.

"Autos sind sicherer geworden"
"In der Formel 1 passiert ja zum Glück fast nichts mehr. Der Unfall von Robert Kubica in Kanada war extrem, aber die Autos und Rennstrecken sind eben sehr sicher geworden", sagt Klien. Hier hätten FIA, Autokonstrukteure und die Streckenbauer sehr gute Arbeit geleistet.

"Aggressives Material im Skisport"
Zum Unfall des österreichischen Skifahrers Matthias Lanzinger, sein Bein musste amputiert werden, sagt Klien, er hoffe, dass Lanzinger es vom Kopf her gut überstehe.

Sein 16-jähriges Patenkind sei dreifacher österreichischer Schülermeister, so Klien. Der 16-Jährige sei schon die zweite Saison wegen Verletzung ausgefallen, weil wegen des aggressiven Materials so viel passiere.

"Riesenrespekt vor Skirennfahrern"
Er habe Riesenrespekt vor den Skirennfahrern, ihr Mut und Können seien außergewöhnlich, sagt Klien, der selbst Ski fährt. Er wünsche sich, dass der Skisport sicherer werde.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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toxy123
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Beitrag von toxy123 »

Naja, schon was wahres dran, auch wenns ein klein wenig übertrieben ist.
siri
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Beitrag von siri »

naja, ich schätze den Skirennsport auch als gefährlich ein, aber nicht gefährlicher als F1. Dort ist nur lange nichts schweres passiert, könnte aber auch ganz schnell anders aussehen. Im Übrigen lässt sich das ja prozential nicht vergleichen, F1 fahren 22 Fahrer 16X im Jahr, Weltcup 60-80?? Starter an 80 Weltcupveranstaltungen :!:
deere7710
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Beitrag von deere7710 »

stimmt, und getestet wird während der f1-saison und zwischendurch nicht, da ist nur urlaubsfreude.

wieviele formel1-fahrer haben bislang schwere verletzungen davongetragen, die zur invalidität geführt haben ?
siri
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Beitrag von siri »

deere7710 hat geschrieben:stimmt, und getestet wird während der f1-saison und zwischendurch nicht, da ist nur urlaubsfreude.

wieviele formel1-fahrer haben bislang schwere verletzungen davongetragen, die zur invalidität geführt haben ?
Beinamputiert ist z.B. Alex Zanardi (2X), aber nicht bei F1 passiert, fährt aber dennoch Rennen :top: was bei einem Skirennläufer wohl nicht so vorkommt (ausgen. Behindertensport)
Wenn ich Nicki Lauda so ansehe ist er eigentlich auch ein Invalide :roll: aber ich glaube um nicht mehr Auto fahren zu können müssen die Verletzungen schon tödlich sein :(
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Beitrag von Af »

Ich finde, man kann das gut vergleichen, wenn auch bei der Formel 1 die Körper nicht so versagen können, wie beim Skisport.


Was in der Formel 1 passiert ist?

- Niki Lauda ist das bekannteste
- Ayrton Senna tot
- Ronald Ratzenberger tot

Diverse Fahrer mit allen möglichen Brüchen, und Schnittwunden: Michael + Ralf Schumacher, Karl Wendlinger fallen mir spontan ein.

Wobei seit den Monocoks relativ wenig passiert, siehe Robert Kubica letztes Jahr.
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
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Beitrag von lanschi »

Also die F1 ist (vor allem in den letzten 5 Jahren) extrem sicher geworden.

Man denke nur an den Horrorunfall von Robert Kubica letzte Saison, oder auch an die Highspeed-Crashes mit 300 km/h von Hamilton (Rad verloren), usw... Vor allem Innovationen wie das HANS oder die Monocoques haben wirklich massivst zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit geführt.

Die letzte richtig schwere Verletzung in der F1 war eh der Schumacher-Beinbruch, wenn ich mich richtig erinnere? Und wie lange ist das jetzt schon her - sicher schon 10 Jahre...

Wenn man weiter zurückschaut, so sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Da gab´s beinahe jede Saison einen Toten (manchmal tragischerweise sogar mehrere).

Insofern kann man dem Christian Klien da natürlich Recht geben, auch wenn ich eher der Meinung bin, dass sich da einer äußert, der vom alpinen Rennsport nicht die Ahnung hat, als dass er solche Kommentare abgeben kann. Das kann von mir aus ein Unfallchirurg oder Statistiker tun, aber nicht ein F1-Fahrer, der lediglich 3 Jahre im hinteren Mittelfeld herumgekrebst ist und lediglich ein wenig Touristenskilauf in seiner Freizeit betreibt.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

In der F1 hast halt mittlerweile eine "gesunde" Knautschzone, da sind jetzt die enormen Verzögerungskräfte schon die größten Gefahren die auf einen Körper wirken, wenn man in der Begrenzung strandet.

Eine Knautschzone hat es im Skirennsport nicht, da geht jeder Fehler voll auf den Körper. Gut, Kopf und Wirbelsäule sind geschützt, Knochen und Gelenke nicht. Und wenns mit 140 kmh ins Fangnetz geht, da haste kein Monocoque.

Und Tote gab es im Skirennsport leider auch zu beklagen:

18.01.1991: Gernot Reinstadler aus Österreich stürzt im Abfahrts-Training in Wengen, zieht sich Beckenspaltung und schwere Verletzungen der Blutgefäße im Unterleib zu, einen Tag später stirbt er.

29.01.1994: Ulrike Maier aus Österreich prallt mit 120 kmh bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen mit dem Kopf gegen eine Zeitmess-Vorrichtung , erleidet einen Genickbruch, die Halswirbelsäule und die Arterien, die das Gehirn versorgen, werden bei dem Unfall durchtrennt. Sie stirbt kurz darauf im Krankenhaus.

16.01.1996: Die Britin Kirsten McGibbon stürzt bei einer Nachwuchs-Abfahrt im österreichischen Altenmarkt-Zauchensee, erleidet dabei schwere Kopfverletzungen und innere Blutungen. Die Ärzte konnte ihr Leben nicht mehr retten.

29.10.2001: Die Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud prallt beim Training auf dem Pitztaler Gletscher mit dem deutschen Nachwuchstrainer Markus Anwander zusammen. Die Französin erliegt zwei Tage später ihren schweren Kopfverletzungen. Anwander überlebt schwer verletzt.

08.12.2001: Bei der Weltcup-Abfahrt im französischen Val d´Isère erleidet der Schweizer Silvano Beltrametti durch den Bruch zweier einer Querschnittslähmung.

Und dann die aktuellen Vorfälle aus diese Saison.

Ist nun bestimmt nicht vollständig, soll leider nur die Tragik darstellen, die es in den letzten Jahrzehnten im Skirennsport gegeben hat. Ich erinnere mich noch zu gut, an den schlimmen Unfall von Ulrike Maier in GAP, als ich vorm TV saß und das Schicksal zuschlug. Das sind leider immer wieder die bitteren Momente im Leistungssport, die aber in den letzten Jahren in der F1 zum Glück enorm abgenommen haben. Ich würde mir wünschen, dies würde im Skirennsport auch passieren ...
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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