So sind wir erst knapp nach halb acht aus MB losgefahren und nach etwas mehr als 3 Stunden parkten wir an der Talstation der Ankogel - Pendelbahn, dort hatte ich genug Zeit um ein paar Aufnahmen der interessanten Zubringerbahn zu machen:
Die Anlage - es handelt sich um eine interessante PB mit Tandem - Kabinen (2 x 27 Personen) von Waagner - Biro, eretzte Mitte der 90er die alte PB:
Pistenplan und Betriebsbericht:
Nachdem wir den 'ab -11 - Uhr' Skipass für meine Vater kauften, fuhren wir mit den beiden Sektionen der PB auf den Berg. Oben begrüsste uns denn kräftiger bis stürmischer Nordwind und Temperaturen unter -10 Grad, aber auch strahlender Sonnenschein. Der Wind war übrigens vorhergesagt und war der Hauptgrund, warum wir ein Skigebiet mit Pendelbahnen und Schleppern aufsuchten - eine Sesselbahn wäre an diesem Tag höchstwahrscheinlich nicht in Betrieb. Hier der Blick von der 2630 m hohen Bergstation auf die noch 600 m höhere Spitze des Ankogels:
Toll gelegene Station:
Nachdem sich die ersten etwa 300 Meter der Piste eher ziehwegähnlich zeigen (flach und relativ schmal, max. 2 Raupenspuren breit), wird der Hang danach wirklich extrem breit, neben etlichen gewalzten Varianten gibt es noch viel Platz für off - piste:
Erschlossen wird dieser Idealhnag dirch die 2. Sektion der PB, diese hat 3 Kabinen zu je 29 Personen:
Kurz oberhalb der Mittelstation vereinigen sich alle Pisten wieder:
Ein besonderes Schmankerl ist die Talabfahrt, eine interessante 'dunkelrote' Waldpiste, wie das ganze Skigebiet auch diese mit Südlage, perfekt beschneit und unten leicht aufgefirnt - der Unterschied zu den kalten -10 am Berg war schon extrem (aber auch verständlich, immerhin hat die Piste fast 1400 m HU):
Aus Spass bin ich einmal auch die blaue Piste an den beiden Talschleppern gefahren, bei der Gelegenheit entstand dieses Foto der Talabfahrt:
Links der 2. Sektion der PB gibt es noch einen Doppelschlepper (1 x DP, 1 x Vito), der weitere interessante Naturschneepisten erschliesst - die Beschneiung beginnt momentan erst knapp unter der Talstation der Schlepper:
Zur Schneelage: die war fast perfekt, auch die Naturschneepisten hatten genug Schnee und einige Steine gab es nur an einer einzigen windverblasenen Stelle. Sonst gab es oben alles von harten, verblasenen Abschnitten bis zu Stellen wo der Wind immer wieder frischen 'Neuschee' in die Piste verfrachtete. Auf diesen beiden Fotos sollte die Windsituation zu erkennen sein:
Das Abschlussfoto stammt vom darauffolgenden Tag und enstsand am Balkon der Privatpension, wo wir die Nacht verbracht haben. Die ganze obere Hälfte des Skigebietes ist gut zu sehen:
Fazit: interessantes kleines hochalpines Skigebiet, durch die vielen Pistenvarianten im obetren Teil kann man es am Ankogel ohne weiteres einen Tag aushalten, ohne dass es langweilig wird. Aaber: auch ein extrem unbequemes Skigebiet (PB + SCHL), wenn da wenigstens ein Sessellift wäre