Bevor ich angegriffen werde: ich will ja auch nicht zu viel Politik in unser Forum mischen. Leider ist es aber so das die Politik auch viel Einfluss auf unser allerliebstes Hobby hat, vor allem auf die weiteren Ausbaupläne in den Skigebieten. Glaubt ihr das es nach der ÖVP - Absoluten in Tirol zu einem Erschliessungsboom kommen wird? Die Volkspartei war doch immer wieder für die diversen Erschliessungsprojekte, der bisherige Koalitionspartner SPÖ eher dagegen (Stichworte Piz Valgronda, Talabfahrt Pitztal). Oder ist auch die ÖVP nicht sooo erschliessungsfreudig und wird jetzt als alleinregierende Partei auch nicht zu allem Ja sagen? Vor allem aus Angst vor den besorgniserregendem Zuwachs der Grünen?!
Auf jeden Fall werden sie aber ihre treuen Wähler irgendwie belohnen müssen ... am besten mit einer Zusage für ein Liftprojekt ! Hier einige Wahlresultate der Volkspartei in einigen für uns interessanten Gemeinden:
- Bezirk Schwaz: ... Gerlos 67.4%, Tux 68.7%
- Bezirk Imst: ... Jerzens 80.9%, Sölden 81.5%; St. Leonhard/Pitztal 87.2%
- Bezirk Landeck: ... Serfaus 79.4%, Kaunertal 80.1%, Fiss 84.2%, Ischgl 89.7% and the winner is ... Galtür 93.0% (das erinnert fast schon an 'Wahlen' die wir vor der Wende im ehemaligen YU hatten ).
Erstaunen tun mich eigentlich nur immer der höhe Anteil an Grünen in den Großstädten .. Innsbruck: 26% ... warum ziehen die Grünen nicht aufs Land, wenn sie so grün sind?! :-)
das ist ja genau das problem: die leute am land sehen, wer ihnen bergbahnen etc. zugesteht und wählen entsprechend (also schwarz, sei's jetzt baden-württemberg, bayern oder tirol/steiermark/salzburg); die leute in den städten hingegen immer grüner (siehe den grünen bürgermeister salomon in freiburg oder den grünen bezirksvorsteher in wien-neubar/7. bezirk, wo ich wohn). "die grünen, die ökos, die wollen uns nur die selbstbestimmung wegnehmen", das hörst du überall, ob's jetzt um die 6ksb am feldberg/schw. gegangen ist oder um die pitztaler talabfahrt. der gag an der sache ist halt: die, die das alles verbieten/verzögern, sind meist gar keine grünen, sondern nur liebe büromenschen, wie sie miki auch so mag
@alle: um nochmals zum Kern meiner Frage zu kommen: glaubt ihr das es jetzt mit den Neuerschliessungen in Tirol schneller weitergeht? Oder wird die ÖVP, die doch nicht soo überzeugend wie es alle erwartet haben gewonnen hat, doch nicht zu allem 'ja' sagen um nicht noch mehr liebe Stadtmenschen ins grüne Lager zu verlieren? Was meinen unsere Tiroler (und klarerweise auch die anderen)?
Lt. Wählerstromanalysen war der Wählerzugewinn der Grünen in Tirol von der ÖVP eher schwach, weit mehr wechselten von der SPÖ, Liberalem Forum und Nichtwählern. Warum gerade die Grünen bei den Wahlen in den Großstädten (Innsbruck/Linz) erhebliche Stimmenzuwächse verbuchen konnten, sehe ich eher im sozialen Bereich, der schlechter werdenden Lebensqualität in Großstädten und mehr Zuspruch vor allem bei der jungen Wählerschaft. Daß Tirol nachwievor im Transitverkehr erstickt, und auch keine vernünftigen Lösungen in Sicht sind, dürfte sich auch nicht zum Nachteil der Grünen ausgewirkt haben. Um auf deine Frage zurückzukommen (Neuerschließungen), glaube ich, daß es für den Wähler nur mehr sehr sekundär war und ist (aus allen politischen Lagern), ob noch irgendwo Schigebiete erweitert werden. Wobei natürlich eine Absolute der Schwarzen günstiger ist als eine Rot-Grün Koalition. Entscheidend ist eine florierende Wirtschaft, denn ohne Geld auch keine neuen Schilifte. Oder unterschätze ich den Einfluß der Grünen als Schigebietsverhinderer?
(ca) – Eine Bergbahn wird zum Politikum! Gemeinderat Helmut Glatschnig, Fraktionsführer der SPÖ Nussdorf-Debant, warf den Lienzer Bergbahnen vor, Wahlwerbung für die ÖVP zu betreiben.
Der Stein des Anstoßes war die Unterstützung der ÖVP-Kandidatin Elisabeth Greiderer durch ein Inserat in deren Wahlprospekt. „Das ist ein starkes Stück“, so Glantschnig in einer Aussendung. Größere Investitionen der Bergbahnen seien nur mit Hilfe von öffentlichen Geldern, ob von Land, Gemeinden oder Tourismusverband, möglich. „Hier wird mit öffentlichen Geldern Wahlwerbung betrieben“, wetterte der SPÖ-Gemeinderat.
Die SPÖ in Nussdorf-Debant stehe voll hinter den Bergbahnen, aber die Verwendung von Geldern für die ÖVP-Werbung sei nicht zu akzeptieren, auch wenn der Herausgeber der Wirtschaftsbund sei. Werner Stiebellehner, Vorstand der Bergbahnen, wurde aufgefordert, das Inserat aus eigener Tasche zu bezahlen oder das Geld zurückzuverlangen.
Weniger Investitionen bei Seilbahnen
Nach Schätzungen der Tiroler Wirtschaftskammer sinken die Seilbahninvestitionen in diesem Jahr um rund 37 Millionen Euro.
Laut Wirtschaftspressedienst werden rund 116 Mio.Euro für den Bau und die Modernisierung von Lift- und Beschneiungsanlagen veranschlagt. Auch zahlreiche neue Pistengeräte werden angeschafft.
Interessant wird es wie meistens bei den Kommentaren (bisher nur einer, aber dieser gut):
zuerst die unternehmer nicht unternehmer
giggeler, vor 5h 20min
sein lassen, sondern zum unterlassen zwingen, dann erstaunt sein warum - noch in ats eine halbe milliarde heuer weniger investiert wird, dann lange überlegen... wem das auf den kopf fällt (zu 90% investitionen im Inland) und dann noch viel mehr erstaunt sein, warum es mehr arbeitslose, kein wirtschaftswachstum usw. gibt..... schuld? sind nicht die beamten, nein die GESETZE sind es. Und die macht nicht der liebe GOTT, sondern unsere Politiker.... folglich: lieber neuer Landtag: schauts Euch bitte vor Verabschiedung die Gesetze wirklich genau an. Und wenn Ihr sie nicht selbst kapiert (ohne Berater!) dann beschließt Sie um himmels willen einfach nicht!!!!!
Mit manchen Detail bin ich zwar nicht einverstanden, vor allem glaube ich nicht an die Unschuld der Beamten (wenn die besser arbeiten würden könnten manches schneller weiter gehen, trotz der sinnlosen Gesetze). Eigentlich bin ich aber der selben Meinung: zu viel Staat, zu viele Gesetze/Vorschriften, zu viel Papier und Zeit bevor sich was bewegt - das hemmt die Wirtschaft und verhindert das es in Europa schneller vorangeht . Und keinesfalls nur bei den Investitionen in Seilbahnen !
Uihhh netter Kommentar dazu! Besonders gut gefällt mir
folglich: lieber neuer Landtag: schauts Euch bitte vor Verabschiedung die Gesetze wirklich genau an. Und wenn Ihr sie nicht selbst kapiert (ohne Berater!) dann beschließt Sie um himmels willen einfach nicht!!!!!
Ich denke nicht, dass die Skigebietsfrage die Tiroler Wahl so wahnsinnig beeinflusst hat. Dass in den abgelegenen Berggemeinden und Tourismushochburgen die Grünen nicht gut abschneiden ist ja relativ nachvollziehbar. Heftig finde ich diese 90 %-Mehrheiten allerdings schon, das gibts in Bayern nicht (und 26 % für die Grünen gibts in ganze Deutschland nicht, oder?), mit Demokratie hat das nicht viel zu tun, denn es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass in Sachfragen 90 % der Leute übereinstimmen, oder?
Ich denke, dass der Transitverkehr (Umsetzung der Alpenkonvention!) da die sehr viel wichtigere Sachfrage war.
Wie sich die ÖVP-Absolute nun auf die Skigebietsfragen auswirkt, vermag ich nicht zu beurteilen.
Habe in Bern mit einer Tiroler Kollegin gesprochen, die ÖVP gewählt hat, aber trotzdem strikt gegen z.B. das Pitztal-Projekt ist. Also solche Leute gibt es sicherlich auch einige!
In Tirol wirds - trotz "Absoluter" der Schwarzen (ÖVP) weiterhin eine schwarz-rote Koalition geben.
Anscheinend meint der Chef der Tiroler ÖVP, Landeshauptmann und Innsbrucker Ex-Bürgermeister Herwig van Staa, daß er die Roten in einer Regierung (mit absoluter Mehrheit im Landtag) besser unter Kontrolle hat als in einer (starken) Opposition...
.. was sich das für zukünftige Skiprojekte auswirken wird, wag ich momentan keine Prognosen zu machen ...
Also ich habe gelesen, dass ÖVP u. SPÖ eine 100 Punkte-Liste aufgestellt haben, in Fragen, in denen sie gemeinsam entscheiden möchten. Den Rest kann die ÖVP ja immer noch mit eigener Absoluter entscheiden. Verstehe die Roten nicht ganz, warum sie sich darauf einlassen. Wahrscheinlich findet Herr Gschwendtner den Job als Vize-Landeshauptmann nicht schlecht. Aber van Staa hat die SPÖ dadurch in der Tat sehr viel besser unter Kontrolle, (aus seiner Sicht) kluger Schachzug.
Wir müssen mal bei Hrn Krüger anfragen, wann denn mit einer Entscheidung in Punkto Pitztal zu rechnen ist!
Ja, ich hab's mitgekriegt ... und bin nicht gerade froh darüber ... aber vielleicht sind die Skiprojekte nicht in diesen heiligen 100 Punkten inbegriffen? Oder es wird der Gschwendtner in Zukunft öfter als bisher Ja sagen, weil er genau weiss der Van Staa braucht ihn und seine Partei eigentlich nicht in der Regierung? Werden wir ja sehen, bis zum kommenden Frühjahr werden bestimmt wieder einige brisante Projekte eingereicht, z. B. Pitztal Talabfahrt (+Projekt Brunnenkogel?), Vesilbahn und vielleicht noch was - dann werden wir ja sehen wie die 'neue' Landesregierung funktioniert
Auf jeden Fall wird sich was am Pitztaler Gletscher tun und im Kühtai. In Ischgl sowieso. Für Osttirol soll auch einiges geplant sein, jedenfalls macht der Schultz mächtig Druck.
Ans Karwendel wird sich wohl auch der van Staa nicht rantrauen.
Nur frage ich mich, ob Neuerschließungen in Tirol überhaupt noch etwas bringen. Weil ob ein Skigebiet nun 160 km Piste oder 180 km hat, wird den typischen Touristen wohl wenig bis gar nicht interessieren...
Auf jeden Fall wird sich was am Pitztaler Gletscher tun und im Kühtai. In Ischgl sowieso.
Hast du Insider - Infos zum Thema oder sagst du das rein gefühlsmässig?
ob ein Skigebiet nun 160 km Piste oder 180 km hat, wird den typischen Touristen wohl wenig bis gar nicht interessieren...
In diesem Punkt muss ich dir (leider) recht geben, ausser uns Skifanatikern merken die Leute kaum dass da und dort eine neue Piste gebaut wurde ... oder das es ein Paar km neue Schneileitung gibt ... oder das eine 4KSB durch 8KSB ersetzt wird. Eine neue Schirmbar an der Talstation bemerken merkwürdigerweise aber alle !
Deshalb sollte man Neuerschliessungen so planen, das sie wirklich was bringen: wenn es vom Pitztaler Gletscher eine Talabfahrt gibt und man nach einem Skitag nicht mehr mit der STSB runter fahren muss, bemerkt es garantiert jeder noch so dumme Tourist. Oder wenn man vom Inntal mit einer Gondelbahn nach Kühtai kommt und nicht mit dem Auto auf 2000 m fahren muss. Auch eine Skigebietsanbindung Weer - Hochfügen - Rastkogel bliebe bei den Gästen nicht unbemerkt!
Auch die SP-Mitglieder bleiben mit LHStv. Hannes Gschwentner und LR Christa Gangl gleich. Van Staa wird unter anderem für Landwirtschaft und Tourismus, Eberle für Finanzen und Wirtschaft, Hosp für Gemeinden, Raumordnung und Naturschutz, Streiter für Infrastruktur, Zanon für Gesundheit und Kultur, Gschwentner für Verkehr, Abfallwirtschaft und Sport und Gangl für Soziales zuständig sein.
Tourismus, Raumordnung und Naturschutz in schwarzer Hand - das klingt doch nicht schlecht ! Und dem Gschwentner hat man mit dem Verkehrsresort den Schwarzen Peter zugeschoben , dazu noch Sport - damit kann er eigentlich nicht gegen Liftprojekte sein. In der bisherigen Regierung war er doch für Raumordnung + Naturschutz zuständig, wenn ich es richtig in Erinnerung habe?
Ich kenne schon ein paar Leute, die eigentlich Besheid wissen müßte. Aber jetzt ist es noch zu früh, um über ganz konkrete Projekte sprechen zu können. Zur Zeit ist es so, dass div. Touristiker ihre Wünsche bei der LReg deponieren, bzw. mal sondieren, was so alles möglich wäre.
Wunsch Nummer eins ist natürlich der Bau von Skischaukeln. Dementsprechend wird in den nächsten Jahren wohl auch einiges verwirklicht werden.
Und dann gibt´s noch ganz extreme Projekte, die wohl auch unter van Staa nicht realisiert werden. Z.B ein Erlebnispark Karwendel...
Danke für die guten (?) News, wenn in den kommenden 4 Jahren wenigstens einige der geplanten Skischaukeln kommen ist es schon toll ! Und den Karwendel sollen sie doch in Ruhe lassen, nicht einmal ich bin für jedes Liftprojekt. Eigentlich gut, das es solche 'extreme' Projekte gibt, da kann die Regierung sie mit ruhigem Gewissen ablehnen und dafür andere, sinnvollere genehmigen.
Heute im TV hab ich das so rausgehört, daß kleine und mittleren Skigebieten die Möglichkeit gegeben werden soll, zu expandieren, um die Arbeitsplätze in diesen Tourismus-schwachen Gebieten zu erhalten.
Das gleiche steht aber schon in den bisher gültigen Seilbahngrundsätzen.
Der Gletscherschutz soll im Prinzip so bleiben wie er ist, Zusammenschlüsse von Gletscherskigebieten, die nicht in Schutzzonen sind, soll eindeutig bewilligt werden.
Sprich, für Ischgl schaut's eher schlecht aus, für's Pitztal eher gut.
Pitztal-Ötztal haben doch sogar die roten letztes Jahr schon zugesagt.. aber die Pitztaler wollen lieber die Talabfahrt, dann die Fernerkogelbahn und erst dann Zusammenschluß mit Ötztal...