unruhen in tibet, dalai lama droht mit rücktritt

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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hagelschlag
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unruhen in tibet, dalai lama droht mit rücktritt

Beitrag von hagelschlag »

http://orf.at/080316-22958/?href=http%3 ... story.html

alle schauen und zu und nix passiert! und die spiele werden ganz normal stattfinden.
Zuletzt geändert von hagelschlag am 18.03.2008 - 11:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Af
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Beitrag von Af »

Natürlich...Geld (und Öl) regiert die Welt. Wer das nicht erkennt ist ein Träumer. Und die Athlethen werden auf ihr Geld für die Teilnahme verzichten...
Olympisches Motto? Dabeisein (und absahnen) ist alles. :D

Ebenso wird eine Volkswirtschaft (naja das Volks- passt nichtmehr so ganz) auf die massiven Einnahmen in China verzichten....

Wer glaubt, dass die Welt was anderes als mit dem Zeigefinger zu wackeln, und "Das ist aber nicht gut...böse, böse..." zu sagen, ist ebenfalls ein Träumer.

Es sei denn die Bürger in den "Westlichen" Industrienationen ändern was...dafür sind wir aber leider zu faul geworden.
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Beitrag von RC-H. »

Was sollte auch passieren? Die meisten Menschen in den westeuropäischen Ländern interessieren sich nichtmal für die Probleme im eigenen Land die sie direkt betreffen, warum sollten sie sich dann um die Probleme ferner Länder kümmern?
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Bei allem Einsatz sollte man natürlich auch bedenken, dass ein Olympiaboykott in der Vergangenheit nie dazu geführt hat, dass sich gesellschaftliche Verhältnisse änderten.
Die einzigen wirklich Leittragenden waren die Athleten, die sich um die Früchte ihres Trainings gebracht sahen - auch wenn dies seitens der Politik anders interpretiert wurde.
Boykotts des Kalten Krieges

Die "modernen" Boykotts gegen Olympia mit einem handfesten politischen Hintergrund und zur Durchsetzung vordergründiger Interessen begannen in Helsinki 1952 und endeten erst nach Seoul 1988.

Traurige Höhepunkte waren sicher Moskau 1980, als die meisten westlichen Länder, darunter auch die Bundesrepublik, die Spiele mieden, und Los Angeles 1984, als die Retourkutsche kam.

Helsinki

Helsinki 1952: National-China (Taiwan) blieb den Spielen fern, weil die Volksrepublik China ("Rotchina") eine Einladung bekommen hatte.

Melbourne

In Melbourne 1956 begannen die wirklichen politischen Schwierigkeiten. Bedrohliche Weltkrisen beeinträchtigten die Spiele: im Oktober der israelisch-ägyptische Krieg mit britischer und französischer Einmischung, im November der Einmarsch der Sowjets in Budapest zur Niederschlagung des ungarischen Aufstandes. Ägypten, Libanon und Irak sagten die Teilnahme wegen Israel ab; die Niederlande, Spanien und überraschend die Schweiz aus Protest gegen die sowjetische Vorgangsweise. Die VR China fehlte, weil Taiwan nun zugelassen wurde. Es war ein erster echter olympischer Boykott.

Mexiko City

In Mexico City 1968 kam die Gefahr für die Spiele aus politischen und sozialen Gründen. Nach Aufnahme Südafrikas in das IOC drohten 40 afrikanische Staaten mit Boykott, Südafrika wurde wieder ausgesperrt. Zwei Monate vor Beginn der Spiele waren die Sowjets in die CSSR einmarschiert, und kurz vor der Eröffnung schlugen Polizei und Militär in Mexico City einen Bürgeraufstand mit 250 Toten blutig nieder. Die Black-Power-Bewegung in den USA drängte schwarze Athleten wegen der Rassendiskriminierung zum Boykott.

München

Auch die Spiele in München 1972 hatten mit großem sportpolitischem Ärger begonnen. Weil das IOC Rhodesien, das heutige Zimbabwe, teilnehmen ließ, drohten 40 schwarzafrikanische Staaten wegen der Rassenpolitik in Rhodesien mit der Abreise. Das IOC schloss, zum Ärger seines Präsidenten Avery Brundage, Rhodesien (36:31 Stimmen) wieder aus.

Montreal

Auch in Montreal 1976 fehlten die sportpolitischen Querelen nicht. Weil die Kanadier die VR China diplomatisch anerkannt hatten, sollte die "Republik China" (sogenanntes Nationalchina) als "Taiwan" starten und reiste ab. 22 afrikanische Staaten verlangten den Ausschluss Neuseelands, weil deren Rugbymannschaft kürzlich in Südafrika gespielt hatte. Das IOC blieb hart, worauf sich die 22 afrikanischen Staaten zum Boykott entschlossen, was den Wert der Leichtathletik wegen des Fehlens überragender afrikanischer Läufer erheblich minderte.

Moskau und Los Angeles

In Moskau hoffte das IOC auf glanzvolle Spiele zum ersten Mal in einem Ostblock-Land. Doch am sportpolitischen Himmel zog zur Jahreswende 1979/80 ein gewaltiges Gewitter auf. Truppen der Sowjetunion waren in das benachbarte Afghanistan einmarschiert, um das dortige Regime im Bürgerkrieg zu stützen.

US-Präsident Carter forderte einen Boykott der Moskauer Spiele, falls sich die Sowjets nicht bis zum 20. Februar zurückzögen. Als die UdSSR "stur" blieb, baute sich im Westen unter Führung der USA-Regierung eine Boykott-Front auf, die aber von Anfang an nicht fest gefügt war. Selbst US-Sportler sprachen sich heftig gegen Boykott aus, aber die Carter-Administration blieb hart, drohte mit Pass-Entzug und dem Ausland mit wirtschaftlichen Sanktionen. Sie verhinderte erstmals die Olympia-Teilnahme ihrer Mannschaft.

Auch in anderen Ländern wurde kontrovers diskutiert. Das bundesdeutsche NOK, nach außen hin frei in seiner Entscheidung, sprach sich mehrheitlich für einen Boykott aus, wohl auch unter dem Eindruck einer entsprechenden "Empfehlung" des Deutschen Bundestages. In Großbritannien war die Regierung für den Boykott, die Teilnahme wurde aber letztlich den Sportlern freigestellt. Die meisten Athleten fuhren nach Moskau, wo auch die US-Verbündeten Frankreich, Finnland, Irland, Italien, Neuseeland, Spanien und Schweden starteten.

65 NOKs von damals 148 vom IOC anerkannten boykottierten schließlich die Spiele in Moskau, darunter die leistungsstarken Mannschaften USA, Bundesrepublik, Kanada, Japan, China, Kenia und Norwegen. 80 Mannschaften starteten, das waren nur zwölf weniger als in Montreal 1976 beim Boykott der Afrikaner.

Auch der Boykott in Los Angeles 1984 blieb nicht aus. Im Mai 1984 kündigte die UdSSR an, sie würde die Einladung nach Los Angeles ablehnen, "aus Furcht um die Sicherheit ihrer Athleten angesichts der antisowjetischen und antikommunistischen Aktivitäten in den USA".

Den Fachleuten aber war klar, dass dies eine Revanche für den Moskauer Boykott der USA und einiger ihrer westlichen Verbündeten war. Die Sowjets machten die Drohung wahr, Kuba, Afghanistan, Bulgarien, die CSSR, Äthiopien, die DDR, Ungarn, Laos, Mongolei, Nordkorea, Polen, der Südjemen und Vietnam schlossen sich an. Als einziges Ostblockland startete Rumänien in Los Angeles.

Seoul

Im September 1981 hatte das IOC überraschend eindeutig im ersten Wahlgang die Spiele 1988 an die südkoreanische Hauptstadt Seoul (vor dem einzigen Mitbewerber Nagoya/Japan) vergeben, was wegen der politischen Lage in dem geteilten Land sofort weltweite Kontroversen auslöste. Die Ostblockländer unterhielten keine diplomatischen Beziehungen zu Seoul, und man befürchtete erneut starke Boykottbestrebungen. Nordkorea forderte eine gleichwertige Einbeziehung in die Ausrichtung, das IOC gestattete nur einige Wettbewerbe, worauf Nordkorea den Boykott beschloss, dem sich allerdings nur Kuba, Äthiopien, Nicaragua, Albanien und die Seychellen anschlossen.
Quelle: Olympia-lexikon

Dresdner
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hagelschlag
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Beitrag von hagelschlag »

der dalai lama droht mit rücktritt. dann würden die chinesen jubeln!
http://www.n-tv.de/935303.html?180320080708
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Er will damit ja auch nicht die Chinesen sondern die Tibeter unter Druck setzen.
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Beitrag von TPD »

Er will damit ja auch nicht die Chinesen sondern die Tibeter unter Druck setzen.
Jein.
Er will ja zurücktreten falls die Tibeter gewalttätig werden.
Und dies finde ich ein raffinierter Schachzug.
Einerseits hat er so seine Landsleute im Griff. Andererseit wäre bei einem Rücktritt das Chaos in Tibet perfekt. Denn da werden die Leute erst recht gewalttätig. Und dies können die Chinesen zur Zeit überhaupt nicht gebrauchen.
Zuletzt geändert von TPD am 20.03.2008 - 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von F. Feser »

denkt bitte dran dass er nur als staatsoberhaupt i.ex. zurücktreten kann.
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Beitrag von GMD »

Das mit der Rücktrittsdrohung ist wirklich ein raffinierter taktischer Zug! Vergesst nicht, der Dalai Lama ist nicht nur das weltliche, sondern auch das geistige Oberhaupt der Tibeter. Er hat durchaus den Status eines Gott auf Erden für die Tibeter, entsprechend Gewicht hat sein Wort. Es ist anzunehmen, dass die Tibeter seinen Rücktritt nicht riskieren wollen und darum seinem Aufruf folgen. Damit spielt er den Ball der chinesischen Regierung zu, denn es ist nun klar, dass eine allfällige Gewaltverschärfung von ihr ausgegangen ist.
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