Antriebsposition bei PB
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Antriebsposition bei PB
Hi.
Welche Gründe gibt es denn, denn Antrieb bei einer PB in die Bergstation zu verlegen? Beispiel: Wendelsteinbahn. Auch der "Führerstand" scheint hier in der Bergstation zu liegen. Bei der Eibseeseilbahn ist der Antrieb in der TS, oben ist natürlich kein Platz. Auch die TZB hat ihn unten und nur die Zugseilspannung oben.
Ciao
Herbert
Welche Gründe gibt es denn, denn Antrieb bei einer PB in die Bergstation zu verlegen? Beispiel: Wendelsteinbahn. Auch der "Führerstand" scheint hier in der Bergstation zu liegen. Bei der Eibseeseilbahn ist der Antrieb in der TS, oben ist natürlich kein Platz. Auch die TZB hat ihn unten und nur die Zugseilspannung oben.
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Re: Antriebsposition bei PB
Der Antrieb braucht weniger Platz als die Abspannung. Bei diesen Pendelbahnen wird Gewichtsabspannung verwendet, diese braucht extrem viel Platz, den man bei diesen Bahnen nicht in der Bergstation hat.
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seilbahner
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Hat man bei Antrieb in der Bergstation nicht auch ein besserers Reibungsverhältnis zwischen der Seilscheibe und Seil ?
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Actros
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Der Antrieb in der Bergstation ist immer besser, egal bei welchem Seilbahntyp. Zum einen reicht eine geringere Zugseilabspannung (wir seilbahner schon geschrieben hat). Zum anderen ist der Energieverbrauch geringer, da die Bahn ja dann das meiste Gewicht direkt nach oben "ziehen" kann.
Wenn der Antrieb in der Talstation ist, hat das meist nur den Grund dass in der Bergstation kein Platz ist oder die Bergstation schwer zugänglich ist.
Es macht natürlich auch Sinn, dass der Führerstand beim Antrieb ist. Klar kann man heute mit den Bussystemen auch komplett von der Gegenstation steuern. Aber wenn der Maschinist gleich in der Antriebsstation sitzt ist er natürlich schneller beim Antrieb, wenn es Probleme gibt.
Wenn der Antrieb in der Talstation ist, hat das meist nur den Grund dass in der Bergstation kein Platz ist oder die Bergstation schwer zugänglich ist.
Es macht natürlich auch Sinn, dass der Führerstand beim Antrieb ist. Klar kann man heute mit den Bussystemen auch komplett von der Gegenstation steuern. Aber wenn der Maschinist gleich in der Antriebsstation sitzt ist er natürlich schneller beim Antrieb, wenn es Probleme gibt.
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Warum sollte das nicht möglich sein ?Allerdings weis ich nicht, ob das bei PBs auch geht.
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Die einfachste Konzeption einer Pendelbahn ist Antrieb bergseitig und Abspannung im Tal. Wie bereits gesagt wurde, ist so der "Schlupf" auf der Antriebsscheibe am geringsten. Das (untere) Gegenseil kann mit kleinerem Querschnitt ausgeführt werden, das Zugseilspanngewicht fällt geringer aus, da nicht das Eigengewicht der Zugseilschleife mitgezogen werden muss. In der Talstation lässt sich zudem ein gemeinsamer Spanngewichtsschacht für die Trag- und Zugseile einrichten.
Wenn doch eigentlich alles für diese Anordnung spricht, gibt es doch Gründe, davon abzuweichen. Die elektrische Speisung ist am Berg meist schwieriger. Oft wurden daher Dieselmotoren zur Stromerzeugung eingesetzt (z. B. alte Nebelhornbahn). Außerdem muss bei Antrieb am Berg oft ein Bahnmitarbeiter in der Bergstation übernachten, oder zumindest muss diese im Störungsfall bei der morgendlichen Inbetriebnahme erreichbar sein. Oft ist auch kein Platz für den Antrieb in der Bergstation.
Die ersten PB (Bleichert) hatten fast immer den Antrieb bergseitig, in der Regel die Antriebsscheibe liegend. Die Anordnung in der Talstation erfordert dagegen meist zwei senkrechte Antriebsscheiben mit je eigenem Antrieb (Doppelantrieb, z. B. Hölzl) oder senkrechte doppelrillige Antriebsscheiben und Gegenscheiben (Von Roll, Garaventa, Habegger). Hierbei ist der Zugseilverschleiss jedoch höher, als bei Bleichert-Bahnen. In der Schweiz ist der Antrieb im Gegensatz zu anderen Alpenländern bevorzugt im Tal, nur bei Anlagen mit zwei Sektionen wurden die Antriebe häufiger in der Mittelstation zusammen gezogen, um Hilfs-/Notantriebe gemeinsam zu nutzen, die elektrische Einspeisung zu vereinfachen und um (bei ferngesteuertem Betrieb) mit einem Maschinisten auszukommen.
Die schlechteste Lösung bei einer Pendelbahn ist die kombinierte Antriebs-/ Spannstation. Diese ist zwar schlupfunempfindlich, es gibt aber Einzugsprobleme. Seit nämlich keine Treppenbahnsteige mehr verwendet werden, sondern an Stationspoller gefahren wird, fährt zunächst die Kabine in der Gegenstation an den Poller, anschließend wird die zweite Kabine in die Antriebsstation gezogen (Das Spanngewicht hebt sich dabei). Die Differenz beträgt etwa 2 Meter. Daher dauert es etwas, bis die Türen in der Gegenstation geöffnnet werden dürfen, obwohl die Kabine schon steht.
Nun zur Eibseeseilbahn: Diese hat Antrieb und Zugseilspanngericht u. a. aus Platzgründen im Tal. Da man in der Talstation ebene Bahnsteige haben wollte, mussten die beiden Kabinen über Klemmen an der durchgehend gespleissten Zugseilschleife befestigt werden. So können diese problemlos bei Längenänderungen der Zugseile versetzt werden. Darüber hinaus hat die Bahn im Tal mehrere Endschalter, die scharf geschaltet werden können. Grundsätzlich sollte aber Antrieb und Spanngewicht aus den genannten Gründen möglichst nicht in der gleichen Station liegen.
Die Fa. Heckel hat dies neben der Eibseeseilbahn häufiger gebaut, man nennt diese Anordnung "gespannter Antrieb". Die Jakobshornbahn in Davos wurde u. a. umgebaut, weil sich diese Lösung nicht bewährte.
Warum dann am Corvatsch (Sektion II) wieder mal sowas gebaut wird, ist mir ein Rätsel. Bin gespannt, wie das dort funktioniert.
Wenn doch eigentlich alles für diese Anordnung spricht, gibt es doch Gründe, davon abzuweichen. Die elektrische Speisung ist am Berg meist schwieriger. Oft wurden daher Dieselmotoren zur Stromerzeugung eingesetzt (z. B. alte Nebelhornbahn). Außerdem muss bei Antrieb am Berg oft ein Bahnmitarbeiter in der Bergstation übernachten, oder zumindest muss diese im Störungsfall bei der morgendlichen Inbetriebnahme erreichbar sein. Oft ist auch kein Platz für den Antrieb in der Bergstation.
Die ersten PB (Bleichert) hatten fast immer den Antrieb bergseitig, in der Regel die Antriebsscheibe liegend. Die Anordnung in der Talstation erfordert dagegen meist zwei senkrechte Antriebsscheiben mit je eigenem Antrieb (Doppelantrieb, z. B. Hölzl) oder senkrechte doppelrillige Antriebsscheiben und Gegenscheiben (Von Roll, Garaventa, Habegger). Hierbei ist der Zugseilverschleiss jedoch höher, als bei Bleichert-Bahnen. In der Schweiz ist der Antrieb im Gegensatz zu anderen Alpenländern bevorzugt im Tal, nur bei Anlagen mit zwei Sektionen wurden die Antriebe häufiger in der Mittelstation zusammen gezogen, um Hilfs-/Notantriebe gemeinsam zu nutzen, die elektrische Einspeisung zu vereinfachen und um (bei ferngesteuertem Betrieb) mit einem Maschinisten auszukommen.
Die schlechteste Lösung bei einer Pendelbahn ist die kombinierte Antriebs-/ Spannstation. Diese ist zwar schlupfunempfindlich, es gibt aber Einzugsprobleme. Seit nämlich keine Treppenbahnsteige mehr verwendet werden, sondern an Stationspoller gefahren wird, fährt zunächst die Kabine in der Gegenstation an den Poller, anschließend wird die zweite Kabine in die Antriebsstation gezogen (Das Spanngewicht hebt sich dabei). Die Differenz beträgt etwa 2 Meter. Daher dauert es etwas, bis die Türen in der Gegenstation geöffnnet werden dürfen, obwohl die Kabine schon steht.
Nun zur Eibseeseilbahn: Diese hat Antrieb und Zugseilspanngericht u. a. aus Platzgründen im Tal. Da man in der Talstation ebene Bahnsteige haben wollte, mussten die beiden Kabinen über Klemmen an der durchgehend gespleissten Zugseilschleife befestigt werden. So können diese problemlos bei Längenänderungen der Zugseile versetzt werden. Darüber hinaus hat die Bahn im Tal mehrere Endschalter, die scharf geschaltet werden können. Grundsätzlich sollte aber Antrieb und Spanngewicht aus den genannten Gründen möglichst nicht in der gleichen Station liegen.
Die Fa. Heckel hat dies neben der Eibseeseilbahn häufiger gebaut, man nennt diese Anordnung "gespannter Antrieb". Die Jakobshornbahn in Davos wurde u. a. umgebaut, weil sich diese Lösung nicht bewährte.
Warum dann am Corvatsch (Sektion II) wieder mal sowas gebaut wird, ist mir ein Rätsel. Bin gespannt, wie das dort funktioniert.
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Danke für die ausführliche Erklärung.
Bei einem in der BS gelegenen Antrieb wird es für die Betreibergesellschaft besonders teuer, wenn man keine Mitarbeiter hat, die auf dem Berg wohnen.
Bei der ehemaligen Schattberg-PB war es so, dass täglich zwei Maschinisten in den Nachmittagsstunden vom Tal auf den Berg fuhren, dort übernachteten und die Bahn am nächsten Morgen wieder in Betrieb setzten.
Dresdner
Bei einem in der BS gelegenen Antrieb wird es für die Betreibergesellschaft besonders teuer, wenn man keine Mitarbeiter hat, die auf dem Berg wohnen.
Bei der ehemaligen Schattberg-PB war es so, dass täglich zwei Maschinisten in den Nachmittagsstunden vom Tal auf den Berg fuhren, dort übernachteten und die Bahn am nächsten Morgen wieder in Betrieb setzten.
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Gibt es da nicht noch so was wie FernstartDresdner hat geschrieben:Danke für die ausführliche Erklärung.
Bei einem in der BS gelegenen Antrieb wird es für die Betreibergesellschaft besonders teuer, wenn man keine Mitarbeiter hat, die auf dem Berg wohnen!
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Ist bei der Vallugabahn in St. Anton auch so, da haben se an jedem Tag an dem die Bahn für die Öffentlichkeit geschlossen war mindestens eine Fahrt am Tag gemacht um Schichtwechsel zu machen.
aktuelle Saison:
Saison 22/23: Arlberg (6) +++ Saison 21/22: Arlberg (10) +++ Saison 19/20: Pitztal (1) / Sonnenkopf (1) / Arlberg (6) / Serfaus-Fiss-Ladis (1) +++ Saison 18/19: Davos-Klosters (1) / Lermoos (1) / Arlberg (6) / Serfaus-Fiss-Ladis (1) +++ Saison 17/18: Pitztal (1) / Sonnenkopf (1) / Arlberg (6) +++ Saison 16/17: Zillertal 3000 (6) / Arlberg (6) +++ Saison 15/16: Davos-Klosters (1) / Arlberg (6) / Flims-Laax (1) +++ Saison 14/15: Silvretta Montafon (1) / Arlberg (6) / Fellhorn-Kanzelwand (1) +++ Saison 13/14: Arlberg (6) +++ Saison 12/13: Neunerköpfle (1) / Arlberg (6) +++ Saison 11/12: Damüls-Mellau (3) / Zillertal 3000 (5) / Zillertalarena (1) / Arlberg (6) +++ Saison 10/11: Arlberg (6) / Damüls-Mellau (3) / Silvretta Montafon (2) +++ Sommer 2010: Arlberg (3,5) +++ Saison 09/10: Arlberg (6) / Damüls-Mellau (2,5)
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PB mit Fernsteuerung können auch von der Gegenstation aus in Betrieb genommen werden. Manchmal gibt es aber Probleme, die Bedienungshandlungen im Führerstand oder Maschinenraum erfordern. Es braucht z.B. nachts nur ein Gewitter gewesen sein.
Mich würde aber nicht wundern, wenn so manche PB in Österreich immer noch von Hand gefahren wird, wenn ich so lese, wo noch überall übernachtet wird. Dort wird auch so manche PB noch mit Dieselelektrischem Antrieb gefahren. Einige Seilbahnhersteller konnten den Antrieb nur am Berg anordnen, ausgenommen bei einfachen Verhältnissen (geringer Höhenunterschied, geringe Betriebslänge). Die Schweiz hat eindeutig die meisten PB mit Antrieb im Tal.
Bei der Bayerischen Zugspitzbahn AG waren Osterfelderkopf und Zugspitze auch immer rund um die Uhr mit eigenem Personal besetzt. Ob das heute noch so ist, weiss ich nicht.
Mich würde aber nicht wundern, wenn so manche PB in Österreich immer noch von Hand gefahren wird, wenn ich so lese, wo noch überall übernachtet wird. Dort wird auch so manche PB noch mit Dieselelektrischem Antrieb gefahren. Einige Seilbahnhersteller konnten den Antrieb nur am Berg anordnen, ausgenommen bei einfachen Verhältnissen (geringer Höhenunterschied, geringe Betriebslänge). Die Schweiz hat eindeutig die meisten PB mit Antrieb im Tal.
Bei der Bayerischen Zugspitzbahn AG waren Osterfelderkopf und Zugspitze auch immer rund um die Uhr mit eigenem Personal besetzt. Ob das heute noch so ist, weiss ich nicht.
Zuletzt geändert von Christoph Lütz am 05.04.2008 - 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Die Schattberg-PB wurde definitiv nicht von der TS aus in Betrieb genommen, generell hat Betriebspersonal in der BS genächtigt.
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Apropos Eibseeseilbahn: ist es nicht recht komplex, eine doppelte Zugseilschleife zu führen in Bezug auf Abspannung und Synchronisierung?Christoph Lütz hat geschrieben:
Nun zur Eibseeseilbahn: Diese hat Antrieb und Zugseilspanngericht u. a. aus Platzgründen im Tal. Da man in der Talstation ebene Bahnsteige haben wollte, mussten die beiden Kabinen über Klemmen an der durchgehend gespleissten Zugseilschleife befestigt werden. So können diese problemlos bei Längenänderungen der Zugseile versetzt werden.
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Ja, zumindest die erste 100-er PB Österreichs.War allerdings mit 100er-Kabinen die größte "klassische" PB, die je gebaut wurde.
Die BSB Dresden muss übrigens auch von der BS aus in Betrieb genommen werden, trotz Fernsteuerung (Regelfahrbetrieb von der TS aus). Die Gründe dafür:
* das Hauptfahrpult befindet sich in der BS - nur von dort aus kann die Bahn eingeschalten und auch von Hand gefahren werden
* die Antriebsmaschine muss vor Betriebsbeginn kontrolliert werden
* eine Zuschaltung des Notantriebs ist nur von der BS aus möglich.
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Ja, zumindest die Zugspitze hat immer noch einen "Technischer Leiter Gipfel" mit Drei-Zimmer-Dienstwohnung neben der Umlenkrolle oben. Der letzte Wechsel in der Besetzung war Januar 2007, wo der vorige nach 15 Jahren in Ruhestand ging. Immer wieder geistert ein Gerücht, es sei einer schon wegen Einsamkeit und Verzweiflung übers Geländer gesprungen - das war aber ein Kellner des österr. Gipfel-Hotels in den sechziger Jahren.Christoph Lütz hat geschrieben:
Bei der Bayerischen Zugspitzbahn AG waren Osterfelderkopf und Zugspitze auch immer rund um die Uhr mit eigenem Personal besetzt. Ob das heute noch so ist, weiss ich nicht.
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Stimmt, erfordert ein Differenzialgetriebe zwischen den beiden Antriebsscheiben. Bei der Eibseeseilbahn sind aber zumindest die Kabinen nicht starr an den Zugseilen befestigt, daher sind zwei Zugseile beherrschbar. In der Schweiz wurden früher Von Roll-PB zum Teil auch mit zwei Zugseilen ausgestattet. Die Schilthornbahn (1,2 und 3. Sektion) wurden 1982 auf je ein Zug- und Gegenseil umgebaut. Die Pilatusbahn auch. Das zweite Zugseil bringt keinen Sicherheitsgewinn, zumindest nicht bei PB mit Fangbremse, erfordert aber einen höheren Aufwand. An die Eibseeseilbahn hat sich bislang noch kein Seilbahnhersteller herangetraut, aber auch der Betreiber und die Aufsichtsbehörde ist sehr vorsichtig nach den Problemen, die die Bahn in der Anfangsphase in den 60er Jahre gemacht hat.OWstSp hat geschrieben: Apropos Eibseeseilbahn: ist es nicht recht komplex, eine doppelte Zugseilschleife zu führen in Bezug auf Abspannung und Synchronisierung?
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Ist denn das Tragseil seither nochmal runtergefallen?Christoph Lütz hat geschrieben: An die Eibseeseilbahn hat sich bislang noch kein Seilbahnhersteller herangetraut, aber auch der Betreiber und die Aufsichtsbehörde ist sehr vorsichtig nach den Problemen, die die Bahn in der Anfangsphase in den 60er Jahre gemacht hat.
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@Christoph;Ich bin ja bei PBs nicht so Firm, da das nicht mein Fachgebiet ist, aber kann es sein, dass es PBs gibt, die bei der Einstellung Station Unbesetzt auch vom Wagenbegleiter aus der Kabine wieder abgefahren werden können?
Z.b. bei Blitzschlag?
Ich glaub die 2. Sektion in Engelberg kann das, da ich dort auf Montage vor vielen Jahren war und das hin und wieder vorkam.
Aber 100% sicher weiß ich das nicht mehr.[/list]
Z.b. bei Blitzschlag?
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Aber 100% sicher weiß ich das nicht mehr.[/list]