Seilbahnjunkie hat geschrieben:Wieso fahren denn die Betriebsleiter nicht einfach morgens zur Bergstation rauf, z.B. mit nem Bully oder so?
...z.B. auf den Dachsteingletscher oder den Predigtstuhl? Wie soll das gehen? Wir diskutieren über Pendelbahnen, nicht Liftanlagen!
Guter Konter, hab ich schon mit gerechnet.
Ich dachte da jetzt eher an die erwähnte Schattberg z.B. und an der Zugspitze ist die Frage ob man die Gletscherbahn vom Platt aus in Betrieb nehmen kann.
^ Die Gletscherbahn auf der Zugspitze hat den Antrieb in der Talstation. Bei nur 300 m Höhendifferenz war das selbst für Hölzl kein großes Problem.
@Seilbahner:
Viele PB, besonders in den Ostalpen, hatten noch sehr lange Handsteuerung durch den Maschinisten, zum Teil heute noch. Zu erkennen ist das meist am Aufbau des Führerstandes. Der Maschinist sitzt zwischen den Fahrpulten. Schaffnerlose PB, z. B. die Hochalmbahn in Garmisch, werden grundsätzlich von Hand gefahren oder zumindest wird die Abfahrt vom Führerpult aus gestartet (z. B. Pfänderbahn). Hier ist es vorteilhaft, wenn die Streckenstützen direkt vom Führerstand eingesehen werden können. Bei Hochalmbahn und Pfänderbahn ist das der Fall. Die Talstation der Hochalmbahn hat darüber hinaus eine TV-Überwachung.
In der Schweiz ist die Fernsteuerung schon länger die Regel. Diese Bahnen werden im Normalfall vom Tal aus in Betrieb genommen, auch wenn der Antrieb in der Bergstation ist. Es gibt aber, wie schon gesagt, Bedienungshandlungen, die nur vom Führerstand durchgeführt werden können. Wenn z. B. der Festpunkt nicht ordnungsgemäß erkannt wird usw. Deshalb muß bei Betrieb mit Fahrgästen immer ein Maschinist in der Nähe sein der Antriebsstation erreichbar sein.
Damals war das mit dem Übernachten sicher gang und gebe.
Wie oft treten den Probleme auf das jemand an der Antriebsstation sein muss, wo man nicht mehr von der Talstation aus fahren kann. Sicher nicht so oft. (Gilt jetzt für Bahnen mit Antriebsstation Unbesetzt Schaltung.)
Heutzutage kann man ja auch einen Heli anfordern der fliegt die dort hoch.
Wie gesagt im Notfall. Nicht jeden Tag, das wäre zu teuer.
Damals war das mit dem Übernachten sicher gang und gebe.
Wie oft treten den Probleme auf das jemand an der Antriebsstation sein muss, wo man nicht mehr von der Talstation aus fahren kann. Sicher nicht so oft. (Gilt jetzt für Bahnen mit Antriebsstation Unbesetzt Schaltung.)
Es kommt darauf an, wie man den Begriff "Antriebsstation Unbesetzt Schaltung" definiert.
Bedeutet dieser, dass die Anlage so konstruktiv ausgerüstet ist, dass eine Inbetriebnahme von der Gegenstation (ohne besetzte Antriebsstantion) aus möglich und zulässig ist, ist die ganze Sache kein Problem.
Bedeutet dieses jedoch lediglich, dass die Bahn im Regelbetrieb von der Gegenstation aus gefahren wird, ist, wie C. Lütz weiter oben schrieb, die Erreichbarkeit eines Maschinisten in der Antriebsstation zwingend notwendig, da bestimmte Handlungen, z.B. Bergungen, Zuschaltung von Hilfs- und Notantrieben nur von dort aus möglich sind. Dabei kommt es auch nicht darauf an, wie oft solch ein Ereignis eintritt - entscheidend ist, in der entsprechenden Situation auch handlungsfähig zu sein. Im "Fall der Fälle" einen Heli benutzen zu können ist auch keine Alternative, da dieser bei bestimmten Wetterbedingungen nicht einsatzfähig ist.
Dresdner