Der am östlichen Ende der Alpen sich erhebene 2075 m hohe Schneeberg ist ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener. Seit 1897 dampfen von Puchberg aus Zahnradlokomotiven auf den Aussichtsberg, von dem an klaren Tagen die Sicht bis weit in die ungarsiche Tiefebene reicht. Die fast 10 km lange Schneebergbahn mit Steigungen bis 200 Promille ist in einer Spurweite von 1000 mm angelegt. Noch heute verkehren auf der Bahn unter den ÖBB-Nrn.999.01-05 die 1896-1900 von Krauss/Linz gelieferten Dampflokomotiven. Älteste den Schneeberg mit Hilfe des Zahnradsystems Abt erklimmende Lokomotive ist jedoch die 1970 von der Schafbergbahn übernommene 999.101. Sie wurde bereits 1893 von Krauss an die damals durch die Salzkammergut-Lokalbahn betriebene Schafbergbahn geliefert.
Schon in der Mitte des 19.Jahrhundert war der Schneeberg ein beliebtes Ziel von Ausflüglern und Bergwanderern. Kein Wunder, daß bereits ein Jahr nachdem die Rigibahn eröffnet worden war, ein Bankenkonsortium eine Vorkonzession zum Bau einer schmalspurigen Zahnradbahn auf den Schneeberg beantragt und erhalten hatte. Eine große Wirtschaftskrise 1873 verhinderte den Bau der Bahn, die nach den damaligen Plänen in Payerbach hätte beginnen sollen. Es dauerte zwölf Jahre, bis das Projekt Schneebergbahn wieder diskutiert wurde. Dieses Mal sah der Plan als Ausgangspunkt Puchberg vor, das durch den Bau einer normalspurigen Lokalbahn mit Wiener Neustadt verbunden werden sollte. Die Konzession für beide Bahnlinien erhielten im September 1895 der Bürgermeister von Wiener Neustadt Dr. Heber und der in Wien wohnende Ingenieur Tauber. Offizieller Baubeginn für beide Strecken war der 04.Dezember 1895. Bereits am 15.April 1897 konnte der Verkehr auf der Normalspurstrecke von Wiener Neustadt nach Puchberg aufgenommen werden. Wenig später erfolgte in zwei Abschnitten die Eröffnung der Schneebergbahn. Am 1.Juni 1897 von Puchberg bis Baumgartner und am 25.September 1987 die Gesamtstrecke bis zur 1795 m hoch gelegenen Bergstation Hochschneeberg. Die Betriebsführung in den ersten Jahren wurde durch die Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Arnold wahrgenommen, die auch den Bau der Strecke durchgeführt hatte. Bald geriet die Bahngesellschaft in finazielle Schwierigkeiten. Der Vertrag mit der Firma Arnold wurde deshalb Ende des Jahres 1898 gekündigt und die Betriebsführung von der privaten k. und k. privilegierten Eisenbahn Wien-Aspang ( EWA ) übernommen. In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg geriet auch die EWA in wirtschaftliche Schwierigkeiten, und der Betreib auf sämtlichen Strecken ging deshalb am 01.Juli 1937 auf die damaligen Österreichischen Bundesbahnen ( BBÖ ) über.
Von 1925-1979 verkehrte die Schneebergbahn auch im Winter. Da die Schneeräumung erhebliche Kosten verursachte, wurde der Winterbetrieb eingestellt, und die Bahn verkehrt deshalb zur Zeit nur von Ende April bis Anfang November.
Zahnradbahnen in den Alpen - Teil 15 -> Schneebergbahn
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Re: Zahnradbahnen in den Alpen - Teil 15 -> Schneebergbahn
Die Lok kam letztes Jahr nach ihrer Abstellung bei der Schneebergbahn nach St. Wolfgang zurück. Somit befinden sich alle Schafbergloks 999.1 (welche sich nur durch die Kesselneigung von den Schneebergloks 999.0 unterscheiden) wieder auf ihrer angestammten Strecke. Die Lok wurde betriebsfähig aufgearbeitet.Älteste den Schneeberg mit Hilfe des Zahnradsystems Abt erklimmende Lokomotive ist jedoch die 1970 von der Schafbergbahn übernommene 999.101. Sie wurde bereits 1893 von Krauss an die damals durch die Salzkammergut-Lokalbahn betriebene Schafbergbahn geliefert.
MFG Dachstein
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