Drei Bahnen mit drei verschiedenen Spurweiten treffen in Jenbach am Bahnhof aufeinander. Die im Inntal verlaufende Strecke der Österreichischen Bundesbahn mit Normalspur von 1435 mm, die Zillertalbahn mit 760 mm und die Achenseebahn mit 1000 mm Schmalspur. Die Achenseebahn - eine der drei Zahnradbahnen in Österreich - führt von Jenbach über Eben und Maurach zum Achensee.
Mit einem 3,4 km langen Tahnstangenabschnitt ( Riggenbach ) und Steigungen bis 160 Promille überwindet die Bahn zwischen Jenbach ( 530 m ) und Eben ( 970 m ) einen Höhenuntschied von 440 m. Im Adhäsionsbetrieb wird von Eben bis zur Enstation Seespitz am Achensee gefahren. Immer noch sind auf der Achenseebahn ausschließlich die 1889 in Betrieb genommene Dampflokomotiven im Einsatz. Die über 100 Jahre alten Maschinen, sind die ältesten Zahnradlokomotiven Europas, die im regelmaßigen Einsatz stehen.
Seine Majestät Kaiser Franz Joseph von Österreich vergab am 01.September 1888 höchstpersönlcih die Konzession an den k. und k. Konsul Theodor Freiherr von Dreifuß. Mit der für einen Zeitraum von 90 Jahren erteilten Konzession waren Auflagen verbunden. Der Betrieb war bis zum 01.August 1890 aufzunehmen, und die Bahn mußte während der Konzessionsdauer jedes Jahr vom 15.Mai bis 30.September verkehren. Wenige Wochen später begannen unter der Oberleitung des Ingenieurs Horst Schröder am 15.Oktober 1888 die Bauarbeiten. Begünstigt durch einen milden Winter, war die Bahn bereits nach acht Monaten fertiggestellt, so daß am 08.Juni 1889 die Strecke als erste Bergbahn Tirols eingeweiht werden konnte.
Die geplnte Verlängerung bis zum Tegernsee kam nicht zustande, da das Königreich Bayern kein Interesse an dieser Verbindung hatte. Die Strecke endete damals, etwa 400 m von der Schiffsanlegestelle entfernt, kurz vor dem See. Die Verbindung dazwischen stellte eine Rollbahn in 600 mm Spurweite her, auf der mit geschobenen Wagen Gepäck und Waren befördet wurden. Im Ersten Weltkrieg ließ 1916 die östereichische Militärverwaltung das Verbindungsgleich abreißen und verlängerte die Meterspurstrecke bis zur Schiffsanlegestelle.
Zur Betriebseröffnung lieferte, nach Plänen der Maschinenfabrik Esslingen, die Wiener Lokomotivfabrik AG vier Bz-n2t-Dampflokomotiven mit verkuppelten Triebwerk für Adhäsions- und Zahnradantrieb. Die Zylinder dieser Maschinen wirken über Kreuzkopf und Treibstange auf eine hochliegende Vorgelegewelle, die mit einer Übersetzung das Triebzahnrad antreibt, dessen Achse zugleich als Blindwelle mit Aufsteckkurbeln über Kuppelstangen wie Adhäsionsräder antreibt. Lok Nr.14 diente während des Zweiten Weltkrieges als Ersatzteilspender, deren Reste leider 1955 verschrottet wurden, die anderen drei Lokomotiven fahren noch heute im Sommer tagtäglich zur Freude von Touristen und Liebhabern alter Technik. Die Fahrzeit von Jenbach bis Seespitz am Achensee beträgt 40 Minuten.
Zahnradbahnen in den Alpen - Teil 13 -> Achenseebahn
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Re: Zahnradbahnen in den Alpen - Teil 13 -> Achenseebahn
Ich korrigiere: nachdem eine vierte Lok wieder gebraucht wurde, begann die Achenseebahn, die Lok 4 wieder neu aufzubauen. Nachdem die Lok 1 beim Lokschuppenbrand schwerst in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat die Achenseebahn die neu aufgeaute Lok 4 in Rekordzeit komplettiert und sie der behördlichen Zulassung zugeführt. Die Zulassung erfolgte letzte Woche. Somit hat die Achenseebahn wieder 3 Loks; die Lok 1 soll inds wieder aufgebaut werden.Space1978 hat geschrieben: Lok Nr.4 diente während des Zweiten Weltkrieges als Ersatzteilspender, deren Reste leider 1955 verschrottet wurden, die anderen drei Lokomotiven fahren noch heute im Sommer tagtäglich zur Freude von Touristen und Liebhabern alter Technik. Die Fahrzeit von Jenbach bis Seespitz am Achensee beträgt 40 Minuten.
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Re: Zahnradbahnen in den Alpen - Teil 13 -> Achenseebahn
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