Sommerurlaub: 1 Woche Hintertux (Skiurlaub) und dann 1 Woche Ostsee (Strandurlaub), schließlich gibt es noch eine kleine Tochter von 3,5 Jahren, die auch Beschäftigung braucht.
Dazu muss gesagt werden, dass meine Freundin viel länger Ski fährt als ich (und auch besser) und auch reichlich Erfahrungen mit Sommerski gemacht hat und nicht so begeistert gewesen ist, dass ich unbedingt im Sommer Ski fahren wollte. Sie meinte, dass der Schnee weich, matschig und schwer zu fahren sei und wenig Spaß macht. Mir aber meinen Wunsch madig zu machen, schaffte Sie nicht.
So stand nun die Reise nach Hintertux am 12. Juli an, Gefahren sind wir von Marburg (Hessen) über die A7, nicht über München, sondern übern Fernpass (leider dort nur Stopp and go aufgrund der vielen Holländer mit ihren Wohnwagen und untermotorisierten PKWs). Aber immer noch besser als einen 30km- Stau auf der A8.
Da ich bislang nur auf Pisten im Winter gefahren bin, wusste ich nicht, was für ein Schnee mich erwartete: von weich griffig bis matschig bis eisig sollte alles drin gewesen sein. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nur meinen Allmountain-Ski mitgenommen habe. Gerne hätte ich einen Vergleich zu meinem Supercross-Ski spüren wollen.
Ankunft am 12.7. in Hintertux um 15:00 Uhr, zu spät zum Ski fahren, daher einschecken im Hotel Alpenhof (einfach ein Traum dieses Hotel, mehr auf alpenhof.at). Abends zogen Wolken auf und ich hatte folgenden Blick auf die Sommerbergalm:
Am Sonntag, 13.7. war das ganze Tal von Nebel durchzogen, aber kein Regen. Ab zum Frühstück, rutergeschlungen und die ersten dummen Sprüche meiner Begleitung widerfahren: Mach bloß kein Stress! Blicke können echt töten.
Um 9:45 Uhr Skipass für die Woche gekauft, juhu, ab zur Gondel. Aber dann kam das Grauen: Über Lautsprecher kam die Meldung: „Sie da, mit der hellen Jacke, kommen Sie bitte zurück“. Ich dachte, wie jetzt, meint die mich? Darf ich etwa nicht Ski fahren, bin ich für Hintertux gesperrt? Sucht mich Interpol? Meine Freundin schaute auch ein wenig irritiert und musste lachen? Ich ab zum Schalter und dann die Aufklärung: Heute kein Skibetrieb mehr möglich wegen Sturm. Sie wollte, dass ich meinen Pass nicht benutze, damit ich für diesen Skitag das Geld zurückbekomme- war doch recht nett. Aber: ich wollte Ski fahren und kein Geld bekommen, so ein Mist.
Ok, Fahrt mit der Z-Karte zur Sommerbergalm und einen Kaffee getrunken, toller Tag, ab ins Hotel und sich dem Anhang widmen.
Am Montag, 14.07. das selbe Bild, Nebel im Tal:
und keine Sicht auf dem Gletscher laut Webcam über TV. Egal, Frühstück wieder reingeschlungen und gedrängt, ab zur Talstation und was kam nun? Regen… Meine Freundin nahm die Skier gar nicht mit, weil Sie eine Schön-Wetterfahrerin ist. Eher missmutig und schlecht gelaunt stieg sie mit mir und unserer Tochter in die 8er Sommerberg und ab ging es. (Hier war mir schon klar: das nächste Mal fahre ich im Sommer nur Ski mit Gleichgesinnten). Mir war das völlig egal, keiner konnte mir meine Freude aus Skifahren madig machen, keiner. Auf der Sommerbergalm heftigster Regen, aber zum GB1 waren es nur wenige Meter, rein und Auffahrt zum TFH. Dort immer noch Regen, kein Schneefall. Gang zum GB3 und dort war erst einmal Stau durch die ganzen Skiclubs, die sich recht schlau am TFH treffen und dann gemeinsam zum GB3 gehen, um einen Stau künstlich zu verursachen. Im Übrigen war das der einzige Mankel: Die Skiclubs aus der Ukraine und wer weiß noch wo her. Absolutes Chaos beim Belegen von Gondeln. Die haben es doch glatt geschafft, die 8er Sommerberg mit 2 Mann zu belegen. Ganz abgesehen vom Vordrängeln in die GBs und vor allem beim den Schleppliften (dazu später mehr).
Nach ca. 15 Minuten Wartezeit saßen wir nun im GB3 und endlich, endlich ging es auf zur Bergstation. Damit war ich schon viel weiter als einen Tag zuvor. Oben abgekommen: keine Sicht, überhaupt nichts zu sehen, wo sind die Pisten? Die Sicht lag bei gefühlten 5 Meter, nein hier fahre ich kein Ski, ich wäre ich ein Nichts hinein gefahren, ohne zu wissen, wohin es geht und wie der Schnell beschaffen ist.
Ok, dann halt nur mit der Kleinen am Babylift gefahren und ein wenig geübt, schließlich soll und will sie im Herbst in die Skischule, im Frühjahr hatte sie es nur einen Tag ausgehalten.
Am Di.,15..07 war es dann soweit, die Sicht war wie am Vortag, nämlich keine, egal. Zunächst die DSB-Abfahrt genommen, ohne etwas zu sehen. Meine Freundin fuhr vorweg und ich hatte Mühe, ihr zu folgen. Ich kämpfte mit dem Schnee bzw. Schneehügeln. Das war neu für mich: Fahren im „schweren“ Schnee, das hat Kraft gekostet. Der oberer Teil der Piste machte kein Spass, der untere hingegen war für mein Empfinde der best präperierte Piste des ganzen Gebietes, auch besser zu fahren als die Olperer-Pisten. Langsam wurde die Sicht besser und es klarte gegen Mittag auf.
Ich lasse mal Bilder sprechen (nachdem man etwas sehen konnte):
Am Mittwoch, 16.07. kam dann das, was ich wollte: Kaiserwetter, keine einzige Wolke am Himmel, damit sollte mein Begehren ein Ende finden, ebenfalls lasse ich mal Bilder sprechen:
Puh, mein erster Bericht und dann auch noch Bilder einfügen, sorry, falls das ein wenig stümperhaft rüberkommt. Ich weisse, die sind zu groß...
Am Do. und Fr. war kein Wetter zum Fahren, meine Tochter ging vor und wir übten am Babylift 1-2 Stunden. Das macht die echt gut und sie betont nun, dass Sie in eine Skischule im Herbst möchte (Jubel kam bei mir auf)
Kurzes Fazit: Ich komme wieder !!!.