Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
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Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Obwohl wir Gipfel, die von Seilbahntouristen heimgesucht werden, im Sommer normalerweise meiden, gehört der Säntis zum festen Bestandteil unseres jährlichen Bergtourenprogramms. Auf den exponierten Gipfel am Nordrand des Alpsteins führen ein halbes Dutzend interessante Wege aus den verschiedenen Himmelsrichtungen. Ausgangspunkt der Tour war die Schwägalp (1352 m) am nördlichen Fuß des Berges, dort wo sich auch die Talstation der Säntisbahn befindet.
Über Almwiesen und einen steilen Grashang kommt man bald zu einer Rinne, von wo sich der Steig dann stetig in die Höhe windet. Sehr rasch gewinnt man an Höhe mit dem ständigen Tiefblick auf die Schwägalp.
Ungewöhnlich viel Schnee lag noch für die Jahreszeit. So mussten wir einige Schneefelder auf dem Steig zur Tierwies (2085 m) überqueren. Hier, wo man auf die südliche Seite des Sattels wechselt, öffnet sich dann der Blick nach Süden zu den Churfirsten und Glarner Alpen.
Ca. 100 Höhenmeter weiter erreichen wir ein längeres Schneefeld, das eine herrliche Firnabfahrt zugelassen hätte.
Eine kurze Felspassage folgt bis wir den Girensattel auf ca. 2397 m Höhe erreichen. Der Seealpsee ist nun weit unten zu sehen und der "Blauschnee", einen Minigletscher auf der der Ostseite des Säntis, der in seiner flächenmäßigen Ausdehnung zugenommen zu haben scheint. Die Randspalte am Übergang zum Grat war doch einige Meter hoch. Im Internet habe ich gestern einen Bericht gefunden, wonach der "Blauschnee" 1993 größer gewesen sein soll, als 1950.
Unsere Aufmerksamkeit widmete sich dann aber der "Himmelsleiter", die versehen mit Drahtseilen und Tritten die letzten 100 m steil zum Tunneleingang unter der Bergstation führt.
Ein eisiger Wind pfiff uns um die Ohren und die gefühlte Temperatur war weit tiefer, als die 6,8°, die von der Wetterstation oben angezeigt wurde.
Auf der Sonnenterrasse des Berggasthauses "Säntis" hinter dem Gipfel genossen wir beim
Frühstück die tolle Fernsicht bis zu den Bergen im Engadin und Berner Oberland.
Die für die Jahreszeit ungewöhnliche Schneelage nutzten 2 Snowboarder, um über den "Großschnee" ca. 800 Höhenmeter in Richtung "Meglisalp" abzufahren.
Mit der Seilbahn kehrten wir dann zum Parkplatz zurück.
Die Tour weist 1150 Höhenmeter auf und ist weiss-rot-weiss markiert. Steilere oder abschüssige
Passagen sind mit Drahtseilen und Tritten gesichert.
Über Almwiesen und einen steilen Grashang kommt man bald zu einer Rinne, von wo sich der Steig dann stetig in die Höhe windet. Sehr rasch gewinnt man an Höhe mit dem ständigen Tiefblick auf die Schwägalp.
Ungewöhnlich viel Schnee lag noch für die Jahreszeit. So mussten wir einige Schneefelder auf dem Steig zur Tierwies (2085 m) überqueren. Hier, wo man auf die südliche Seite des Sattels wechselt, öffnet sich dann der Blick nach Süden zu den Churfirsten und Glarner Alpen.
Ca. 100 Höhenmeter weiter erreichen wir ein längeres Schneefeld, das eine herrliche Firnabfahrt zugelassen hätte.
Eine kurze Felspassage folgt bis wir den Girensattel auf ca. 2397 m Höhe erreichen. Der Seealpsee ist nun weit unten zu sehen und der "Blauschnee", einen Minigletscher auf der der Ostseite des Säntis, der in seiner flächenmäßigen Ausdehnung zugenommen zu haben scheint. Die Randspalte am Übergang zum Grat war doch einige Meter hoch. Im Internet habe ich gestern einen Bericht gefunden, wonach der "Blauschnee" 1993 größer gewesen sein soll, als 1950.
Unsere Aufmerksamkeit widmete sich dann aber der "Himmelsleiter", die versehen mit Drahtseilen und Tritten die letzten 100 m steil zum Tunneleingang unter der Bergstation führt.
Ein eisiger Wind pfiff uns um die Ohren und die gefühlte Temperatur war weit tiefer, als die 6,8°, die von der Wetterstation oben angezeigt wurde.
Auf der Sonnenterrasse des Berggasthauses "Säntis" hinter dem Gipfel genossen wir beim
Frühstück die tolle Fernsicht bis zu den Bergen im Engadin und Berner Oberland.
Die für die Jahreszeit ungewöhnliche Schneelage nutzten 2 Snowboarder, um über den "Großschnee" ca. 800 Höhenmeter in Richtung "Meglisalp" abzufahren.
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Zuletzt geändert von schifahrer am 04.07.2008 - 06:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Bin ein teil dieser Wanderung in der 5. Klasse 1987 bis zum Masten wo man in die Luftseilbahn einsteigen kann. Allerdings erinnere ich mich mehr noch an den Aufstieg zum Masten und an das Hüttchen wo man die Talstation informieren musste dass die Bahn anhält als an die Wanderung.
- McMaf
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Super Bericht,
ich bin auch am überlegen ob ich diese Tour nicht in den nächsten Wochen auch mal in Angriff nehmen soll. Wie schlimm ist es denn so generell da oben mit den Touristen? Und, was gibt es für Geheimtipps in der Ecke wo man evtl. mit weniger Wanderern rechnen kann?
Gruß, Marius!
ich bin auch am überlegen ob ich diese Tour nicht in den nächsten Wochen auch mal in Angriff nehmen soll. Wie schlimm ist es denn so generell da oben mit den Touristen? Und, was gibt es für Geheimtipps in der Ecke wo man evtl. mit weniger Wanderern rechnen kann?
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Danke für das Feedback. Vom westl. Bodensee aus sind wir in ca. 1 Std. 20 Min im Alpsteingebiet, von Konstanz ist es noch etwas näher. Als wir vor 4 Wochen morgens an einem Samstag um ca. 7 Uhr an der Schwägalp gestartet sind, waren nicht viel Leute unterwegs. Nach 2 1/2 Stunden waren wir oben und da war es am Gipfel noch relativ ruhig. Wir halten uns dann aber nicht direkt beim Gipfelrestaurant, sondern auf der Terrasse des alten Berggasthauses hinter dem Gipfel auf. Die Tour hat wegen der Routenführung einen besonderen Reiz und deshalb machen wir sie auch jedes Jahr mindestens 1x.McMaf Super Bericht,
ich bin auch am überlegen ob ich diese Tour nicht in den nächsten Wochen auch mal in Angriff nehmen soll. Wie schlimm ist es denn so generell da oben mit den Touristen? Und, was gibt es für Geheimtipps in der Ecke wo man evtl. mit weniger Wanderern rechnen kann?
Von Wasserauen im Appenzeller Land aus gibt es auch noch Aufstiegsmöglichkeiten, die aber wegen der Höhendifferenz von ca. 1700 m hin-und zurück an einem Tag eine konditionelle Herausforderung bedeuten. Einen kürzeren Aufstieg zum Säntis gibt es von Unterwasser im Toggenburg aus, wo man bis zur "Laui" auf ca. 1100 m hochfahren kann und dann über den Rotsteinpass und Lisengrat zum Säntis kommt. Eine andere Möglichkeit wäre auch vom Rotsteinpass auf den Altmann (2403 m) zu steigen. Der Zustieg erfolgt dort auch über eine interessante gut gesicherte Steiganlage. Die letzten Meter zum Gipfel muss man in leichter Kletterei überwinden.
sh. meinen Wanderbericht: http://www.freizeitfreunde.ch/index.php ... poreid=125
Ein Geheimtipp ist der Hundstein im Alpstein, der sich in einer grandiosen Umgebung befindet und den man von Brülisau im Appenzeller Land in ca.3 Stunden erreicht. Hier habe ich mal einen Link zu einem Wanderbericht von mir:
http://www.freizeitfreunde.ch/index.php ... eporeid=22
Eine kurzes Stück muss man dort auch mit Klettern überwinden, was mit etwas Umsicht kein Problem darstellen sollte.
Ein paar weitere Wanderberichte von mir über Touren im Alpstein findest Du
http://www.freizeitfreunde.ch/index.php ... poreid=187
Der Kletterweg auf den Speer ist auch eine interessante und von Konstanz aus schnell erreichbare Tour.
Gruss
Peter
- McMaf
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Wow, das sind ja wirklich traumhafte Bilder von deinen Wanderungen. Auf jeden Fall eine super Seite. Danke für deine Tipps. Da fällt die Entscheidung wirklich schwer.
- schifahrer
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
McMaf
so sieht es im Alpstein aktuell aus (Webcam Hoher Kasten). In den nordseitigen Rinnen am Säntis liegt immer noch Schnee. Morgen wollen wir uns,wenn das Wetter hält, über die Bergkette links, hoch über dem St. Galler Rheintal nach Süden bewegen:

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Die Genehmigung zur Verwendung von Fotos der Hompage und Webcam liegt vor:
Ja, Sie können diese Aufnahmen verwenden.
Freundlich grüsst
Rolf Nef
Betriebsleiter
so sieht es im Alpstein aktuell aus (Webcam Hoher Kasten). In den nordseitigen Rinnen am Säntis liegt immer noch Schnee. Morgen wollen wir uns,wenn das Wetter hält, über die Bergkette links, hoch über dem St. Galler Rheintal nach Süden bewegen:
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Die Genehmigung zur Verwendung von Fotos der Hompage und Webcam liegt vor:
Ja, Sie können diese Aufnahmen verwenden.
Freundlich grüsst
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Re: Säntis 2502 m / Bergtour am 28.06.2008
Schade dass ich in dieser Woche noch im Heimaturlaub in Bonn bin und erst am Sonntag wieder nach KN komme. Ich hoffe, dass das Wetter nächste Woche noch ähnlich gut ist.