Hydrauliköl bei Kälte

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Whistlercarver
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Hydrauliköl bei Kälte

Beitrag von Whistlercarver »

Hallo
Ich kenne es von meiner Arbeit das im Winter sämtliche Öle die wir verwenden dickflüssiger sind als im Sommer. Da ist mir die Frage gekommen wie ist das bei den Pistenraupen. Die werden ja hydraulisch angetrieben. Gibt es da eine Vorrichtung die den Ölbehälter warmhält damit das Öl nicht zu dick wird, wenn die Maschine die ganze Nacht über darußen steht und es ziemlich kalt ist oder wird ein spezielles Öl verwendet das nicht so schnell dickflüssig wird bei tiefen Temperaturen?
Danke schonmal im voraus für eure Antworten.

Gruß Andreas
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aradesh
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Re: Hydrauliköl bei Kälte

Beitrag von aradesh »

Hallo,
erstens wird ein "Automatenöl" verwendet, dass ein wenig flüssiger als normales Hydrauliköl zum Beispiel für Baumaschinen ist, dazu kommt noch, dass dieses Oel nicht so extrem auf Tempertaturschwankungen reagiert.
Zweitens wird das Oel vor allem durch die Fahrpumpen sehr schnell warm und muss auch im Winter gekühlt werden. Bei einem Bagger dauerts ein wenig länger, da man meistens ja nicht so in der Gegend rumgurkt wie mit einem Pistenbully sondern nur die Zylinder bewegt.
Baumaschinen können übrigens zur Not auch mit einem Motoröl in der Hydraulikanlage betrieben werden(10W40). In der CH-Armee sogar üblich. Aber natürlich nur, wenn es die Hydraulikanlage verträgt....

Gruss
seilbahner
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Re: Hydrauliköl bei Kälte

Beitrag von seilbahner »

Wir müssen unsere Bullys, die in einer unbeheizten Garage parken, mindestens 7 Minuten bei erhöhter Drehzahl Warmlaufen lassen.
Damit wird das Hydrauliköl des Antriebes warm.
Wenn wir das nicht machen entsteht ein Riesendruck im Hydrauliksystem, der uns schon mal die Dichtungen zerlegt hat.
Es gibt aber für den fall einen Sollbruchstöpsel, den es auch heraushauen kann.
Also ist das Hydrauliköl bei Tieftemperaturen schon wesentlich Dicker als wenn es im Arbeitstemperaturbereich ist.
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chnuby
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Re: Hydrauliköl bei Kälte

Beitrag von chnuby »

Es stimmt zwar dass es ein erhöhter Druck aufbauen kann aber die DBVs sprechen dann trotz dickflüssigem öl ein wenig höher an. aber eben manchmal ist das System so hochgefahren das etwas höhere Drücke alten Dichtungen den gar ausmachen können.
Am besten merkst dus mit einem 300 Polar, dass die Hydraulik träge ist. zb du nimmst dass Schild hoch und und in der Mitte lässt du den Joystick los. Das Schild bewegt sich so einiges höher. Bei den 300er,200er,... Serien ist dieses Phänomehn nicht so extrem wie beim Polar.

Mit dem Hydrauliköl zurNot Motorenöl ist manchmal nicht korrekt. Geht das Hydrauliköl z.B auf eine Bremse (nasse Bremse) dann muss das Hydrauliköl mit LS Zusatz sein. Auch wenn das él sehr viel umgewälzt wird. Das LS Zusatz verhindert das aufschäumen des Hydrauliköls. Wenn es anfängt zu Schäumen kann es durch dies zu Bremsversagen führen, sowie das aufgeschäumte hydrauliköl kann zu einer Hochdruckpumpe gelangen und durch die mitgebrachte Luft kann die Pumpe beschädigt werden.

Es ist einfach immer zu achten was der Hersteller angibt. Aber grundsätzlich stimmt es schon das eine Baumaschine (Bagger, Pneulader, Radlader,...) notdürftig mit Motorenöl betrieben werden können. Auch muss immer Abgeklärt werden z.B Bioél je nach Sorte kann es die Dichtungen angreifen, sowie der Biokraftstoff kann ebenfalls Dichtungen bei der Einspritzanlage schädigen.

Wie unser Lehrer (Williner Guido) immer gesagt hat. Wisst ihr nicht was sagen sagt einfach laut Werkstatthandbuch vorgehen. ;-)
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