Anfahrt:
Am Samstag, den 21. Februar von Luxemburg-Stadt über Pirmasens, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Füssen nach Scuol. Abfahrt um 6:45 mit einem Minibus und einem Reisebus mit 40 Kindern, Ankunft Minibus um 19:00, Reisebus 19:45. Bin die ganze Strecke mit unserem Minibus gefahren und stand anderthalb Stunden vor Ulm im Stau wegen kräftigen Nebels und brauchte dreieinhalb Stunden um die 50 km von der Grenze in Füssen zum Fernpass zu fahren...
Wetter:
Abgesehen vom Mittwoch, wo es blauen Himmel gab, war es an den meisten Tagen immer eher wolkig, teilweise mit anhaltenden Schneeschauern und kaltem Wind an den typischen Liften (Clünas, Mot da Ri, ...). Man konnte aber stets gut fahren.
Temperatur:
Oben definitiv immer unter 0° C, im Tal vielleicht tagsüber ein paar Plusgrade aber alles in allem recht kalt.
Schneehöhe:
Tal etwa 30-50 cm, oben meist weit über 1 Meter. Denke es gab in diesem Jahr vor allem oben bedeutend mehr Schnee als in den letzten Jahren wo ich zur gleichen Zeit in Scuol war.
Schneezustand:
Pulver, teilweise sehr weiche Pisten, sehr gut zu fahren.
Geöffnete Anlagen:
alle ausser teilweise Tallift Rachögna und Salaniva/Champatsch bei stärkerem Wind.
Geschlossene Anlagen:
keine.
Offene Pisten:
Alle!!!
Geschlossene Pisten:
keine
Meisten Gefahren mit:
Mot da Ri, Salaniva, Champatsch
Wenigsten Gefahren mit:
Tallift Rachögna, DSB Ftan-Prui, Schlepplifte Prui
Wartezeiten:
Maximal 5 Minuten, oft kaum Wartezeit. Nur am sonnigen Tag musste man unten bei den Gondelbahnen etwas länger (10 Min) anstehen.
Gefallen:
Guter Schnee, das Gebiet war nicht zu überlaufen für diese Zeit, kinderfreundliches Personal und kinderfreundliche Pisten, neue gelbe Abfahrt von Mot da Ri nach Jonvrai, Vorfreude auf die neue 8er Gondelbahn Motta Naluns...
Nicht gefallen:
Fazit: 6 von 6 Maximalen.
Zum 6. Mal bin ich in diesem Jahr als Betreuer mit dem gleichen Kinderferienlager nach Scuol gefahren und auch in diesem Jahr war es eine tolle Reise. Das Gebiet ist sehr gemütlich, nicht überlaufen von Massentourismus und hat noch etwas Ursprüngliches. Die Pisten im Gebiet sind sehr breit und im Grossen und Ganzen eher einfach und somit für jeden schnell zu erschliessen. Dies ist auch einer der Gründe warum wir mit den Kindern nach Scuol fahren (sie sind 8-12 Jahre alt). Darüber hinaus ist das Gebiet sehr übersichtlich und familienfreundlich.
Wenn so viel Schnee liegt wie in diesem Jahr, lassen sich darüber hinaus interessante Abfahrten neben und zwischen den offiziellen Pisten fahren. Gut gefallen hat mir daher auch, dass man in diesem Jahr eine gelbe Abfahrt von Mot da Ri nach Jonvrai markiert hat (sie startet etwas oberhalb der Kreuzung Richtung Champatsch in dieser langen eher flachen Traverse Richtung Champatsch, bevor man nach Jonvrai rechts abbiegt). Somit konnten wir auch mit den Könnern aus unserer Gruppe eine neue Piste fahren.
Etwas traurig stimmt es mich schon, dass die alten Gondeln aufs kommende Jahr ersetzt werden, aber die neue 8er Gondel wird sicherlich einiges an Komfort mit sich bringen. Ich hatte diese Woche übrigens auch die "Ehre" mit der Ambulanzgondel von Motta Naluns nach Scuol zu fahren, ich hätte allerdings gerne auf diese verzichtet. Ein Kind war nämlich ganz oben auf Champatsch gestürzt und musste daher von der Bergrettung heruntertransportiert werden, zunächst mit der Trage nach Jonvrai, dann mit der 4KSB Clünas in einem Spezielsessel wieder hoch, dann weiter mit der Trage zur Motta Naluns von wo aus wir dann mit einer weissen Ambulanzgondel hinunterfuhren. Wie gesagt, ich hätte gerne auf dieses Abenteuer verzichtet und das Kind auch (Gott sei Dank war's nichts schlimmes!), aber es ist schon beeindruckend zu sehen, wie gut die Bergrettung organisiert ist und wie aufwändig es ist jemanden von ganz oben wieder nach unten zu bringen. Mein Fazit: Ich hoffe, dass ich nie auf der Trage liegen muss...
Ansonsten war es eine super Woche ohne grössere Zwischenfälle und ich freue mich bereits in knapp einem Jahr wieder auf die fast ewige Reise nach Scuol aufzubrechen... Die Rückreise haben wir übrigens in Rekordzeit, in 8,5 Stunden mit dem Minibus und 10 Stunden mit dem Reisbus geschafft
Hier noch ein paar Fotos: