Amoklauf bei Stuttgart

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schmittenfahrer
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von schmittenfahrer »

Ich bin auch der Meinung, dass ein strengeres Waffengesetz nichts bringen würde. Wer eine waffe braucht wird sie sich besorgen (auch wenn er evtl. das hohe Risiko eingehen muss, die Waffe einem Polizisten zu entreißen). Es hat sich ja inzwischen auch schon rausgestellt, dass der Täter psychisch nicht so ganz auf dem Damm war (Depressionen).
Und was diese "blutrünstigen Computerspiele" angeht kann ich nur sagne, dass meine Eltern auch versucht haben, mich von so einem "Müll" fernzuhalten. Jetzt habe ich mir legal ein Counterstrike besorgt und das macht mich noch lange nicht zu einem potentiellen Amokläufer (an alle, die die Schuld noch in diesen Spielen suchen :wink: ). Jedoch finde ich es schon etwas übertireben, wenn schon 10 Jährige mit solchen Spielen anfangen...
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Foto-Irrer
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Foto-Irrer »

Ich glaube jemand, der im Schützenverein ist, kann eher gezielte Kopfschüsse hinbekommen als ein Counterstrike-Spieler. Zielen und Abdrücken mit einer realen Waffe ist etwas ganz anderes als ein Klick mit der Maus!!! Eine Zielscheibe im Schützenverein, wo man mit einem Auge zugedrückt über Kimme und Korn schießt, ist hingegen eher mit einem Kopf zu vergleichen.
Jeder Counterstrike-Anfänger wird nämlich als erstes mitbekommen, dass dieses Spiel nur beherrschbar ist mit einer guten Hand-Augen-Koordination und schnellen Reflexen. Im Schützenverein ist man ruhig und konzentriert und nimmt langsam das Ziel ins Visier. Der Junge hier ist nicht ballernd durch die Gegend gelaufen wie in einem Computerspiel sondern langsam und gezielt.

Ich kann dem Vater eines zu gute halten und eines muss ich ihm übel nehmen. Für mich ist es, entgegen gesetzlicher Rechtsprechung, ok bzw. verständlich, wenn der Vater eine Schusswaffe im Haus aufbewahrt, die für Familienmitglieder zugänglich ist. Sei es dass die Eltern weg sind oder irgendwelche andere Szenarien... es kann immer sein, dass man eine Waffe braucht (Einbruch, Überfall etc.).
Nur warum um Himmels willen lag UNABGESCHLOSSEN so viel Munition rum??? ok, mit einer Beretta mit 15 Schuss kann man einen Amoklauf begehen, aber hätte zum Selbstschutz nicht eine geladene Waffe im Schlafzimmer der Eltern mit vielleicht 4-5 Kugeln ausgereicht???

Die Frage, wie unsere Schulen sicherer zu machen sind, finde ich wieder typisch. Ein Amokläufer kann nunmal genauso gut in ein Kaufhaus oder sonstwohin laufen. Bevor man nicht ein utopisches allgegenwärtiges Sicherheitssystem a la Nacktscanner am Flughafen einrichtet, kann sowas immer wieder passieren.

/edit: Ach ja, es ist viel leichter heutzutage an Waffen zu kommen als früher, wenn ich überlege, an was man alles hier in Hamburg rankommen kann... übrigens sind solche Sachen nicht in den Händen von irgendwelchen Händlern, Drogendealern oder Zuhältern sondern bei privaten Sammlern
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Ram-Brand
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Ram-Brand »

Das Problem ist es wird alles auf das Computerspiel geschoben und auf die Psyche.
Das es mehrere Faktoren gibt zählt nicht mehr.

Und die Berichte die da zitiert werden über "Killerspiele" stimmen so auch nicht.
Das ist alles eine Hetzkampange wie im tiefsten Mittelalter. Was man nicht kennt muss halt mit dem Teufel im Bunde stehen.

Jetzt heißt es wieder er soll "Counter Strike" gespielt haben, das böse böse Spiel.
Aber keiner weiß worum es in dem Spiel überhaupt geht.

Habe noch nie gesehen das jemand in dem Spiel ein Auto mit Personen entführt geschweige den ALLEINE alles umbringt was sich einem in den Weg stellt.
Das mit der Autoentführung, Und Mafiamethoden wäre eher aus GTA.

Counter Strike ist ein Teamspiel. (So wie Räuber und Gendarm :-) )
Die einen sind die Terroristen und die anderen die Polizei.
Entweder muss man die Geiseln retten, Bomben entschärfen, Terroristen ausschalten.
Terror machts anderst rum :-)

Warum redet keiner von richtigen Spielen wo es in Einzelkämpfermanie zur Sache geht:
Doom, Heretic, Quake, Unreal Tournament, Blood, Duke Nukem 3D, etc.

^^ Solche Spiele sind natürlich NOCH nicht für klein Mic geeignet und für andere Kinder auch nicht. Man kann auch nicht grundsätzlich sagen das Spiel/der Film ist ab 12, 16, 18.
Es kommt halt auch auf die geistige Reife an.
Aber das so etwas nicht gespielt wird liegt im Verantwortungsbereich der Eltern.

Man könnte es auch anderstrum sehen: Durch Egoshooter kann man Aggresionen auch abbauen. Anstatt jemanden die Fresse auf der Straße einzuschlagen lasse ich es lieber an "Pixeln" im PC aus.

Auch ist der Verkauf solcher Spiele ziemlich lasch, genauso wie Alkohol. Da müsste man ansetzen.


Und bei den Schützenvereinen auch. Den da wird das Schießen gelernt nicht am PC.
Auch wenn ich da nur auf ne Papierscheibe schieße lerne ich dort den Umgang mit der Waffe.

Und wenn alle Waffen und Munition bei den Eltern verschlossen gewesen wären, hätte man das Unglück vielleicht verhindern/verzögern können.

Und wie sieht das überhaupt mit den Spielzeugwaffen aus? Jeder von uns hat doch bestimmt damals eine Wasserpistole gehabt oder solche die Knallen. Wird man dadurch nicht auch schon "gewalttätig" erzogen?

Oder durch Tom und Jerry die sich auf brutalste Weise Jagen.



Ich habe fertig
und Spiele jetzt Tactical Ops. :biggrin:
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RegioCardIrrer
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von RegioCardIrrer »

Arlberg-Irrer hat geschrieben:Der Junge hier ist nicht ballernd durch die Gegend gelaufen wie in einem Computerspiel sondern langsam und gezielt.
Also der hat mehr als 100 Kugeln verschossen, und das ist eindeutig kein langsames Schießen.
In einem Restaurant auf einer Speisekarte:
Bitte bezahlen sie bei dem Kellner, bei dem sie die Bestellung aufgenommen haben.
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Af
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Af »

Guter Einwand...vorallem dürfte den meisten der Computer-Schiessern beim ersten Schuss die Waffe durch den Rückstoss aus der Hand gerissen werden, oder er verletzt sich selber am Schlitten.
Wenn man das erste Mal mit ner Pistole geschossen hat, merkt man ziemlich schnell, dass die Coolen Posen in den Filmen gar nicht funktionieren, und z.T. zur Selbstverletzung führen...
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Und genau das ist der Punkt. Hätte er das nicht schon x mal geübt hätte er sich das Ding beim ersten Schuss in die Fresse gehauen und gut wär's gewesen. Nur mit Übung kann man sowas machen.
Und Arlberg-Irrer, du hast nicht zufällig mal längere Zeit in den USA gelebt? Das ist genau die EInstellung vieler Amerikaner, jeder braucht eine Waffe um sich verteidigen zu können. Und da die das auch alle praktizieren leben sie im sichersten Land der Welt in dem nur böse Einbrecher erschossen werden.
Und das Argument, jeder kommt an eine Waffe wenn er will lasse ich auch nicht gelten. Keiner der Amokläufer in Deutschland ist mit ener Kartoffelkanone auf seine Opfer losgegangen, die hatten entweder selbst legal Waffen oder haben die von ihren Eltern genommen.
Ich bleibe dabei, Schützenvereine gehören verboten, weil sie keinen Nutzen haben (wie z.B. die Jagdt, obwohl ich davon auch nicht viel halte), aber von ihnen eine reale physische Gefahr ausgeht.
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Whistlercarver »

Hallo Seilbahnjunkie
Wenn ich deine Argumentation so lese müsste auch das Skifahren verboten werden da es keinen Nutzen hat.
Bei der örtlichen Schützenwoche kommt man ganz einfach an mehrere 100 Schuss Munition ohne irgendwelche nachfragen.
Auch lenrt man nicht am PC den Umgang mit einer Richtigen Waffe.
Meiner Meinung nach muss jemand der soetwas macht irgendeinen Knacks haben. So einer würde das auch machen wenn er sowas wie "Killerspiele" und Actionfilme gar nicht kennen würde.

Gruß Andreas
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von schmittenfahrer »

@Ram: das hast du schön formuliert :) .
@Seilbahnjunkie: Schützenvereine gehören halt zu den Freizeitaktivitäten. Du kannst jemandem nicht seine Freude an seinem Hobby verbieten. Manche Leute gehen eben in der Freizeit reiten, andere spielen Golf und wieder andere gehen halt in den Schützenverein. Und was das Beschaffen der Waffen angeht, glaube ich wie geschrieben schon, dass es auch mit totalem Waffenverbot in Deutschland immer noch Leute geben wird, die an Waffen rankommen. Dazu kann ich mal das Beispiel Rauchen einbringen: Rauchen ist erst ab 16 oder 18 erlaubt, es gibt trotzdem 12- Jährige, die mit Glimmstängeln in der Hand rumlaufen. Für die wäre das Rauchen auch verboten...
So ein Verbot würde nur den Schwarzmarkt ankurbeln und die Leute würden trotzdem noch an ihre Waffen kommen, wenn sie die richtige Personen kennen. Wenn man sich etwass in den Kopf setzt, dann will man es doch auch auf alle Fälle durchziehen (vorallem wenn man etwas krank ist).
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von GMD »

Ich finde Ego-Shooter auch ziemlich geschmacklos und spiele sie nicht. Trotzdem, diese Spiele sind für mich nicht der Auslöser für einen Amoklauf, eher ein Symptom. Denn die Anlagen sind schon früher vorhanden. Mit dieser Argumentation könnte man auch Rennspiele verbieten, damit dadurch niemand zum Raser wird!

Viel besser finde ich da den Ansatz, bei der Bedeutung des Wortes Amok den Hebel anzulegen. Das Wort kommt aus dem Malaiischen und bedeutet in blinder Wut angreifen (Quelle wikipedia). In den Tätern kocht eine unbändige Wut. Sie können nicht damit umgehen und irgendwann entlädt sie sich auf tragische Art. Die Gesellschaft, wir alle sind also gefordert! Erkennen wir die Zeichen und handeln! Zeigen wir den jungen Leuten, dass sie in unserer Mitte willkommen sind und das sie wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind!
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Fab
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Fab »

Habe zwei Gedanken dazu, der zweite eher eine Frage.

Ich halte die Erreichbarkeit von Schußwaffen bzw. die Nichterreichbarkeit für extrem bedeutend.
Das zeigen Vergleichszahlen von Schußwaffenopfern div. Länder.

Ich kann mir auf Anhieb nicht erklären warum diese Amokläufe erst in jüngster Vergangenheit begangen wurden. Das Phänomen der Brutalisierung ist mir überhaupt unbegreiflich.
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Emilius3557 »

Ich halte die Erreichbarkeit von Schußwaffen bzw. die Nichterreichbarkeit für extrem bedeutend.
Das zeigen Vergleichszahlen von Schußwaffenopfern div. Länder.
Ja, vor allem der direkte Vergleich USA vs. Kanada ist beeindruckend, da beide Länder doch ansonsten sich kulturell relativ ähnlich sind. Andererseits zeigt die ununterbrochene Reihe von "shot-outs" hier im Lower Mainland seit Jahresbeginn, dass auch Waffen verfügbar sind, wenn sie denn jemand unbedingt haben und benutzen möchte.
Ich kann mir auf Anhieb nicht erklären warum diese Amokläufe erst in jüngster Vergangenheit begangen wurden
Ich habe natürlich auch keine Antwort, aber vielleicht gibt es einen gewissen Nachahmereffekt, das Massaker von Littleton 1998 in Colorado scheint da eine Art Ur-Erlebnis für diese "Klientel" gewesen zu sein. Die Mörder von damals werden laut Medienberichten in einschlägigen Internetcommunities verherrlicht und als Helden dargestellt, ebenso wie der Mörder von Erfurt und jetzt der Täter in Schwaben. Anscheinend zeigen diese "Vorbilder", dass solche Untaten logistisch möglich sind und durchgeführt werden können, was womöglich die Schwelle so etwas zu "unternehmen" senken könnte.
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schifreak
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von schifreak »

Jetz muß ich da auch nochmal was sagen, die Dikussion geht jetz hauptsächlich nur noch um Computerspiele und Waffen, aber die Ursache meiner Meinung nach liegt an dem, daß dieser Typ irgendwie von der Gesellschaft ausgegerenzt wurde, man hatte ihn gemobbt und ignoriert. Sogar von seitens der Lehrer. Das iss jetz die Frage, wie sollte man solche Menchen behandeln, die irgendwie anders sind als die anderen.
Mich erinnert das an meinen damals Besten Freund, der kam vom Gymnasium in die Hauptschule zurück weil er durch Krankheit irgendwie das ganze nicht geschafft hat. Er sprach nicht bayrisch weil seine Eltern aus Hamburg kamen, war ziemlich groß -- und hieß mit dem Nachnamen Mücke. Der wurde von den anderen fertig gemacht -- und ich war auch kein Freund von den anderen, die warn irgendwie recht blöd und primitiv. Schigfahrn iss auch keiner von denen.
Jedenfalls hab ich mich mit dem ``Neuen`` angefreundet, wir haben festgestellt daß wir beide total auf Musik abfahrn, und er wohnte gegenüber der US Kaserne, war ziemlich amerikanisch eingestellt, fuhr total chaotisch mit Jeans und US Gamaschen Schi ... i sag euch was , das war die vollste Gaudi.

Warum sag i euch das ? -- es iss ein Gesellschaftsproblem, manche finden es geil wenn ma Menschen fertig macht, und wundern sich, wenn so ein Typ mal ausflippt, und sowas tragisches wie in Winnenden dann das Ende iss.

ich war in einem großen Kaufhaus beschäftigt, in der -- damals hieß es Bürotechnikabteilung, dann gabs die ersten Computer.
da warn ein paar teils auch komische Typen, teils mit Behinderung, die intressierten sich für Computer, aber meine Kollegen nahmen die einfach nicht für ernst. Nee die lachten drüber -- solche Leut kamen immer gleich zu mir, da wurden sie wie ganz normale Menschen behandelt.
Es gibt Leut die sind anders, brauchen vielleicht nen Freund oder Kumpel der sich ihnen animmt, oder einfach nur jemand zum reden. Und vielleicht blühn sie dann auf, und ändern sich zum positiven.

Ich zu meinen Teil kann nur sagen, bin froh daß zu meiner Jugendzeit keine solche PC Spiele gab, ich war viel in den Bergen, war im Sportverein - sowas wie Fitnessstudio nur daß ma da gemeinsam Sport trieb, danach oft auf ein Bier in den Biergarten -- da kommt ma irgendwie gar net auf solche negative Gedanken. Internet gabs natürlich auch noch lange nicht, auch keine Mountainbikes... dafür Rennräder. hab mir eins gekauft und war nur am fahrn.

Noch eins zwegs Schule, ich hatte das Glück und bin in eine andere Klasse gekommen, da warn plötzlich ganz andere Mitschüler, solche die auch nachmittags gemeinsam was unternahmen. Und welche die charakterlich irgendwie ganz anders entwickelt warn, und nicht andere fertig machten.

Beim Bund wars auch so, ich kam immer zu den falschen Leuten, aber ich hab mich nie unterkrigen lassen, immer Menschen gesucht die meist auch a weng älter und vernünftiger warn, mit denen klappte es Super. Manchmal blüht man da richtig auf und kommt auf andere,Neue Gedanken.
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TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von stavro_ »

Fab hat geschrieben:Ich kann mir auf Anhieb nicht erklären warum diese Amokläufe erst in jüngster Vergangenheit begangen wurden. Das Phänomen der Brutalisierung ist mir überhaupt unbegreiflich.
mir fallen da zwei dinge ein, die vielleicht damit zu tun haben könnten.
zum einen, bilden die medien mit ihrer rundum berichterstattung solcher tragödien, eine ideale plattform
für diese leute, die endlich einmal richtig wahrgenommen werden wollen.

zum zweiten, muß der täter der sich dadurch zur schau stellen will, eine vorangegangene tragödie
in den schatten stellen, um für eben diese medien interessant zu sein und das geht zb. sehr gut über gesteigerte brutalität.

aber jetzt die schuld nur auf die medien zu schieben wäre genau so falsch wie es bis jetzt immer mit den
"killerspielen" getan wurde, denn unsere gesellschaft hat anscheinend genau die medien, die sie verdient.
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Af »

Wie ich oben schon geschrieben habe, halte ich die Gesellschaft mit dem extrem gestiegenen Leistungsdruck als Auslöser für die allgemeine Gewalt. Gleichzeitig kommen nur noch Sieger weiter, normale Leute werden abgeschoben, oder fallen gelassen. Und sobald ein Sieger kaputt ist (Burn-Out, Depressionen) wird er fallen gelassen und ersetzt...

Gleichzeitig wird durch die Medien Gewalt vorgelebt, die Lösung aller Probleme ist Gewalt, Jugendliche sind alles Versager und können nix, Staatsschulden kriegens auch noch ordentlich aufgehalst, die neueste Mode müssens tragen, damits ned Out sind etc.....und jetzt überlegt euch mal, wie die Jugend das auf Dauer aushalten soll, ohne nen Knacks zu kriegen.

Wenn ich sehe, was meine Nichte in der Volksschule bereits für einen Druck hat, incl. Hausaufgaben bis Nachts, Englisch Lernen, Nachhilfe, obwohl sie sehr intelligent ist. Dazu Familiäre Probleme. Familie wohnt in Nürnberg, Vater muss in München Arbeiten(!!!!!), dazu ist die Firma quasi Pleite (HRE), nen gescheiten Job in der Region findet er aber nicht für 3 Kinder und Frau. -> der Vater ist fast nur am WE bei der Familie....

Ja ists da denn ein Wunder, dass unsere Jugend entweder Versager, Harz 4 Empfänger oder Leistungsträger werden, bis se mit 30 ihren ersten Zusammenbruch haben?

Mich nicht, und deswegen kann ich die Kerle in gewissem Masse verstehen...

Aber die Politik und die Wirtschaft wollten das so, und da wir als deutsches Volk zu Faul und zu Fett geworden sind, um uns mal gegen Dinge zu wehren, (FRIEDLICH!! Demonstrationen oder dgl!!!) gehts wohl auch so weiter. (Vergleicht nur mal Frankreich oder Italien, wo ständig Generalstreiks gegen unpopuläre Entscheidungen sind)
Nur verlassen mittlerweile die guten Leute, die dieses Missverhältnis nichtmehr ertragen scharenweise das Land. So eben auch ich und ich muss sagen, verglichen mit meinen Bekannten lebt und arbeitet es sich hier wesentlich angenehmer als in Deutschland...

Dass der Vater wie gesagt zu seinen mittlerweile nur noch 15 Waffen 4600 Schuss Munition hatte, zeigt mir aber auch, dass dieser Mann ein grösseres Problem haben muss, und wohl eine Mitschuld an der Tat hat.
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Foto-Irrer »

4600 Schuss? Was will man damit???

Meine Meinung oben wurde vielleicht falsch verstanden. Ich kann jemanden verstehen, der selber Waffen hat, dass er zum Eigenschutz eine geladen zuhause unter der Decke hat, man kann ja nie wissen. Was in den USA abgeht, heisse ich nicht gut, ich bin auch für ein hartes Waffengesetz. Sieht man ja auch, wieviele Leute da sich gegenseitig erschiessen und wieviel hier.

Man sollte von Counterstrike wirklich weg kommen, es wurde ja auch nochmal dargestellt, man lernt nunmal im Schützenverein "indirekt" gezielte Kopfschüsse, während die Kopfschüsse bei Counterstrike etwas vollkommen anderes sind!
Die ganze Vorgehensweise eines Amoklaufes kann man dann eher bei Spielen wie GTA trainieren. Ich selber kenne und mag GTA-Spiele, auch wenn man zumeist die normalen Gangster-Aufträge verrichtet, ist es quasi ein Amoklauf, wenn man zwischendurch vor der Polizei wegrennt, Wagen kidnappt und wahllos um sich schiesst. Sollte es jetzt in den nächsten Tagen rauskommen und auch an die Presse dringen und diese das entsprechend als Aufreisser benutzen, dass er GTA gespielt hat, kann ich mir vorstellen, wie auf dieses Spiel eine Hetzjagd losgeht. Denn GTA ist eine viel bessere Anleitung für genau das, was dieser Junge getan hat. Bei Counterstrike gibts keine Autos, mit denen man flüchten kann und keine Menschen, die schreiend weglaufen, bei GTA hingegen schon. Bei GTA kommt es nicht auf das Zielen (das hat er im Schützenverein gelernt) an sondern eher das strategische Vorgehen und schnelle Reagieren, wenn auf einmal Gegner (sei es jetzt Kriminelle oder Polizisten) auftauchen. Das ist im realen Leben natürlich wieder was ganz anderes, nur irgendwie ist es ja auch schon ne heftige Sache zu hören, dass er zwei Polizisten schwer verletzt hat auf dem Gelände des Autohauses (ich nehme mir jetzt mal folgende Aussage raus: Polizei und Tim K. waren gleichermaßen im Schießen geübt, aber Tim K. konnte mit dieser Konfrontation aufgrund des Spielens von GTA o.ä. Gangsterspielen besser mit dieser Konfrontation umgehen).

Ach ja übrigens nochmal wegen oben zu meiner Aussage, dass der Junge nicht wahllos rumballerte sondern gezielt vorging. 100 Schuss sind m.E. wenig für einen Amoklauf von mehreren Stunden! Das Magazin hat 15 Schuss, er ist mehrmals von der Polizei gestellt worden, d.h. in wenigen Minuten hatte er bestimmt fast die Hälfte der Munition verschossen. 6-7 Magazine hat er also verschossen. Ich will mir jetzt gar nicht genau ausmalen, wo er die wie verschossen hat, aber 6-7 Magazine sind für so viele Orte und so eine lange Zeit wenig!
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Jay »

- Natürlich kann man nicht alles auf ein PC Spiel schieben. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass bei den Tätern eine deutliche Verrohung stattgefunden haben muss. Und da kann es noch so ein Teamspiel sein, ich halte da ebensolche Spiele für genauso mitverantwortlich wie eine ganze Reihe anderer Produkte der heutigen (Medien-)Welt.

- Das Fordern strengerer Gesetzte ist sinnloser Populismus. Totale Sicherheit wird es NIE geben.

- Es ist ein Wahnsinn, wie schnell Menschen hier zu Opfern werden und völliger Willkür ausgeliefert sind. Man muss nur am falschen Zeitpunkt am falschen Ort sein.

- Schlimm finde ich das Auftreten der Fernsehsender und das Anbiedern der Betroffenen. Muss denn jetzt jeder Einwohner in die nächste Kamera sagen, dass man mal im gleichen Bus gesessen hat oder den Täter mal getauft hat?

- Ganz ehrlich, auch wenn ich den Besitz von solch vielen Waffen für unverantwortlich halte: Mein tiefstes Mitgefühlt gilt auch den Eltern des Täters...

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mic
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von mic »

^^ da kann ich nur zustimmen!
Allerdings hält sich mein Mitgefühl für den Vater, der meiner Meinung nach eine " große Mitschuld" trägt, in Grenzen.
Legt euch doch einfach nicht auf ein bestimmtes Baller/-killerspiel fest. Gibt es den nicht genug tolle Spiele für alle Altersklassen?
Was der Täter alles gespielt wird man ev. nie erfahren. Ist doch auch egal.
Das alle die diese Spiele spielen nicht zu Amokläufern werden ist doch auch keine Frage!
Aber gerade solche Typen wie diesem Massenmörder hat das sicher nicht gut getan.
Die Welt in der er sich bei der Tat befand hat er doch schon x-mal zu Hause erlebt.
Das war ne ganz "arme Sau" der leider zu wenig Beachtung fand.
Eine Kette von Ursachen die zur Tat führten:
Nichtbeachtung, Waffen, Waffenerfahrung, Krankheit und eine unglaubliche Portion von Kaltblütigkeit (wo die auch immer herkam)
Diese Kette gilt es zu unterbrechen und da wird sich "der Gesetzgeber" was einfallen lassen/ müssen.

Interessant finde ich auch Artikel wie diesen:
http://www.welt.de/vermischtes/article3 ... nnlos.html
...verbieten bringt zwar nichts. Aber Soldaten damit "abhärten" geht schon.
Einfach nur lächerlich.
Steckt gar eine ganze Industrie dahinter die vor Verlusten Angst hat?
Ich wünsche jedem der solche Sachen runterspielt das er nicht irgendwann mal an falschen Platz ist wenn sowas nochmal passiert....!

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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von molotov »

Es gibt ne Menge Möglichkeit Amokläufe seltener werden zu lassen:

- NOch strengere Waffengesetzt
- Starke Sicherheitskontrollen an Schulen und an Orten mit MEnschenansammlungen
- Verbot von jeglichen Computerspielen in denen Gewalt ein Mittel zum Zweck ist

Ich bin aber dagegen: Dadurch verlieren wir zuviel persönliche Freiheit, auch im Schützenverein zu sein und dort seinem Hobby mit Schusswaffen nachzugehen ist berechtigt. Auswüchse wirds immer geben, das ist das allgemeine Lebensrisiko.

Aber: Wenn jeder mit offenen Augen durch die Welt geht und sich vielleicht ein klein bisschen mehr um seine Mitmenschen kümmert bringt das viel mehr, kann aber nicht vom Gesetzgeber verordnet werden und auch nicht mit Geld bezahlt werden, also kein Mittel für Politiker sich schnell Wählerstimmen zu erhaschen.
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Ram-Brand
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Ram-Brand »

mic hat geschrieben:Diese Kette gilt es zu unterbrechen und da wird sich "der Gesetzgeber" was einfallen lassen/ müssen.
Oh oh oh. Da sind wir wieder bei dem Punkt der mir überhaupt nicht gefällt.

Warum muss sich der Staat den um alles kümmern? Ist ja klar das unsere Gesellschaft immer mehr verblödet wenn alles geregelt wird und einem alles schon vorgekaut vorgesetzt wird.


- Kein Wunder das von staatlichen Behörden, dann so blinkende Schilder an Sesselliftaustiegen vorgeschrieben werden.
- Kein Wunder das überall Schilder aufgestellt werden um z.B. vor Gefahren zu warnen.
etc. etc.



Das Hauptproblem liegt bei der Gesellschaft und der Erziehung der Kinder.
Wenn die Eltern sich nicht um die Kinder kümmern. Diese nur vor der Glotze oder TV "geparkt" werden und sich Unterschichten-TV angucken ist das kein Wunder.
Wenn ihr mal überlegt wie Ihr damals von Euren Eltern erzogen wurdet.
Da hatte man noch "Respekt vorm Alter". Da wurde auch noch gelehrt "Was du nicht willst das man dir tut, das füge auch keinen anderem zu".


Ach ja. :|
Ich glaub ich will wieder in die 80er/90er und meinen C64 einschalten.
Da(nn) ist die Welt noch in Ordnung. :mrgreen:
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Seilbahnjunkie
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Da kannst dich mit den Politikern zusammentun, die schreien auch immer nach der Verantwortung der Eltern. Die Eltern haben es aber auch immer schwerer bei der Erziehung. Zum einen gab es früher so Dinge wie PC spiele und Internet nicht, zum anderen musste man auch noch nicht drei Jobs haben um sein Leben zu finanzieren. Das ist vielleicht übertrieben, aber es wurde ja schon mehrmals geschrieben, der Leistungsdruck macht einfach kaputt, sowohl Eltern als auch Kinder. Die Politik kann sich nicht immer aus allem raushalten nur weil das einfach ist.

Ich hab das Beispiel bestimmt schon in einem anderen Topic gebracht, aber hier passt es auch. Früher gab es bei der Berliner U-Bahn sehr viele Suizidversuche. Die U-Bahn ist eigentlich ein denkbar ungeeigneter Ort für sowas, weil die meiste nur sehr schwere Verletzungen davon trugen, aber überlebten. Trotzdem war die Methode beliebt, weil eine hohe Aufmerksamkeit garantiert war. Die BVG als Betreiber haben daraufhin eine Vereinbarung mit der Presse getroffen, dass diese nicht mehr über solche Vorfälle berichtet. Das hat dazu geführt, dass es nur noch weniger als die Hälfte an Selbstmordversuchen bei der U-Bahn Berlin gibt. Hier ist schon eine gewisse Paralellität gegeben. Auch Amokläufer wollen Aufmerksamkeit und bekommen diese bereitwillig von den Medien.
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von schifreak »

Der Vater wurde jetz zur Verantwortung gezogen, weil er die Waffen nicht alle ordnungsgemäß verstaut hat, was ich ja vollkommen richtig finde.

Und zwegs Eltern und Erziehungsstress, das iss einfach das Problem, Eltern können alle werden, ob sie dazu reif sind oder nicht. iss egal, manche Eltern sind selber net ganz sauber ( und reif) und solln dann saubere Kinder groß ziehn ? iss jetz a bisserl hart, aber manche Kinder sind für die Menschheit ne große Gefahr ( lebende Zeitbomben ) . Hamm ma ja jetz gesehn. Für alles braucht ma Bescheinigungen, Prüfungen -- aber Kinder kann der größte Trottl aufziehen, man darf sich net mal einmischen. Die Eltern haben das Recht über ihre Kinder, auch wenns noch so im unrecht sind, da muß erst was passiern bis jemand eingreift. Iss doch so .

Und zwegs Munition und Waffen verstaun, genauso ghörn Autoschlüssel von Kindern verriegelt, wieviel Kinder sind schon mit Papas Auto rumgefahn und haben riesige Schäden verursacht ? das sind alles so Sachen, wenn ma n Kind hat, sollt ma auch a bisserl verantwortlich sein .
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von mic »

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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Foto-Irrer »

Tja was meint Ihr zur Schuld des Vaters?
Wenn er die Waffe nur fahrlässig liegen gelassen hat, ist es eine Ordnungswidrigkeit, wenn er wusste, dass sein Sohn psychisch krank war, ist er wegen fahrlässiger Tötung dran und kann sich schonmal ausmalen, wieviele Schadensersatzprozesse zusätzlich noch auf ihn zu kommen...
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von Af »

Also wenn der Vater nicht gewusst hat, dass sein Sohn in psychischer Behandlung war, dann wundert mich gar nix mehr....
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Re: Amoklauf bei Stuttgart

Beitrag von RegioCardIrrer »

Af hat geschrieben:Also wenn der Vater nicht gewusst hat, dass sein Sohn in psychischer Behandlung war, dann wundert mich gar nix mehr....
Das sagen die Eltern nur, damit sie keine Konsequenzen zu befürchten haben. Weil wenn sie nämlich von der Psychiatrischen Behandlung des Sohnes schon gewusst haben, tragen sie eine große Mitschuld.
In einem Restaurant auf einer Speisekarte:
Bitte bezahlen sie bei dem Kellner, bei dem sie die Bestellung aufgenommen haben.

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