Die Region Grand Massif bietet (nach eigenem Dafürhalten) 265 durchaus abwechslungsreiche Pistenkilometer, eine ordentliche Höhenlage und Ausblick auf den höchsten Berg der Alpen. Da fragt sich, warum diese Ecke der Hochsavoyen hier so unterrepräsentiert ist. Vielleicht liegt es an der starken Konkurrenz in der Umgebung (man denke etwa an Chamonix, La Clusaz, PdS etc.). Jedenfalls war ich diese Saioson schon das ein- oder andere Mal im Sektor Flaine unterwegs. Wer die Gegend hier bereist, sollte auch einen Abstecher ins Grand Massif in Erwägung ziehen. Eigentlich ist für jeden Geschmack was dabei, wie (hoffentlich) die folgenden Bilder zeigen:
Ein hochauflösender Pistenplan findet sich hier: http://www.grand-massif.com/downloads/planpistes.pdf
^^ Zu Beginn ein Überblick über die malerische Bergsiedlung Flaine. Hier wurden touristische Strukturen sanft in das urtümliche, landwirtschaftlich geprägte Ortsbild integriert. Chapeau!
^^ Genau genommen wurde die Skistation 1968 aus dem Nichts hierhin gepflanzt. Die Betonblöcke mitten in einem Gebirgstal ergeben einen enormen Kontrast. Irgendwie rangiert der Eindruck außerhalb der Kategorien von schön oder hässlich. Aber hier wirklich urlauben, das braucht es dann doch nicht...
^^ Von Flaine aus startet die 6er KSB "Tete des Verds", die als Beschäftigungsanlage zwei Rote Pisten und ein paar brauchbare Varianten ermöglicht und außerdem ein guter "Weiterverteiler" in alle Richtungen ist. Im Hintergrund die Doppel-Einseilbahn Grands Platieres.
Auffahrt mit d. 6er KSB "Tete des Verds"...
..querfeldein drunter her fahren ist sehr beliebt
^^ Blick nach rechts, auf den oberen Streckenteil Grands Platieres Bahn
^^ kurz vor der Bergstation
Ebenfalls direkt von Flaine aus startet dieses kuriose Ding, der Korblift "Telebenne" von Creissels, 1973, der die Verbindung vom eigentlichen Ort Flaine zu einem darüberliegenden Plateau ermöglicht, von dem aus dann weitere Lifte erreichbar sind.
^^ Die Korbe öffnen und schließen in den Stationen automatisch, man steigt von bzw. nach hinten ein und aus
^^ Auffahrt. Im Hintergrund ein typisches Chalet
^^ Bergstation
^^ Zu den beiden Gondelbahnen, die aus dem Ort starten. Hier zunächst Bilder der Grands Platieres Bahn von Poma, 1985
^^ Ausfahrt
^^ Die zweite Stütze
Ist das jetzt schon eine Art Funitel?
^^ Im oberen Teil der Strecke, man beachte die Möglichkeiten im Gelände
^^Bergstation
^^ Ebenfalls von Flaine aus startet die etwas kürzere 4er EUB Aulp de Véran, Poma 1972
^^ In der Talstation noch ein Vertreter der vorangegangenen Gondelgeneration
^^ Wie die alten Eiergondeln sind auch die neuen Modelle für 4 Personen sehr knapp bemessen, war zum Glück nie voll besetzt
^^ Bergstation
^^ Neben der Bergstation der EUB liegt die 2er SB Lindars Nord. Diese erschließt u.a. die schwarze Buckelpiste Agate.
^^ Talstation
^^ hinauf
^^ und weiter hoch. Unter uns Agate.
^^ Bergstation
^^ Aussicht von dort aus
^^ Blick zurück
Gute Piste, wenn auch erschöpfend. Foto machen müssen ist da eine brauchbare Ausrede.
^^ Anschließend kann man über einen blauen Ziehweg zur 2er SB Diamant Noir gelangen, wie zu sehen mit anspruchsvoller Piste
^^ Bergstation der Diamont Noir 2er SB, überragt vom Mt Blanc...
... der hier noch seine eigene Panorama Aufnahme bekommt
^^ Im obeneren Teil der Diamont Noir Abfahrt kommt man nochmals hier dran vorbei. Sind das dieselben Stützen wie von einer Pendelbahn, sind da Tragseilsättel zu sehen?
Die Diamont Noir Piste.
^^ Nach einer weiteren Auffahrt kann man über eine rote Piste die TS des Perdrix erreichen.
^^ Neben den offiziellen Pisten sind hier schöne Varianten durch das offene, weitläufige Gelände möglich.
^^ dito
^^ Bergstation
Kommt man von der Autobahn A40, macht es Sinn nicht in Flaine selbst, sondern im Nachbartal bei der Sesselbahn "Le Lac" zu parken. Will man dort abends wieder hin zurück, macht man hiervon Gebrauch, 8er KSB Grands Vans
Oben angelangt sollte man, wenn die Zeit es noch zulässt, die Piste der äußersten Sesselbahn im linken Teil des Sektors Flaine mitnehmen...
..Talstation eben dieser Bahn, 4er SB Corbalanche
Flaine kann sollte man trotz der harten Konkurrenz in der Umgebung nicht links liegen lassen, wenn auch das Ortsbild vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das Gelände ist nicht übermäßig steil, aber sehr weitläufig und vielseitig. Mehr als 5 Minuten anstehen war bisher nicht nötig. Durch den Einstieg am großzügigen Parkplatz der Sesselbahn Le Lac ist auch die Anreise unproblematisch, allerdings kann es am Wochenende Abends zu Staus Richtung Autobahn kommen. Dies ist aber auch z.B. in Chamonix und La Clusaz regelmäßig ein Problem.