Eigentlich will ich heute richtig bald weg, doch meine innere Uhr ist noch immer nicht ganz in der Sommerzeit angekommen und so wird es 9.15 Uhr, bis ich am Parkplatz ankomme – immerhin deutlich früher als am Dienstag, trotzdem sind die Parkplätze heute schon viel besser gefüllt, vor allem mit Autos mit osteuropäischen Kennzeichen. Warten muss ich aber trotzdem nicht um in die Panoramabahn zu kommen. Ein bisschen weniger euphorisch als vor drei Tagen steige ich aus der Gondel aus, denn es erwartet mich vorerst kein strahlender Sonnenschein, sondern diese diffuse Sicht:
Um mir die Kristallbahn nicht wieder entgehen zu lassen, knöpfe ich mir diese gleich nach der Auffahrt mit der Gratbahn vor. Der Schnee ist in dieser Höhenlage ordentlich durchgefroren und es raschelt nur so, wenn man über die Rillen der Präparierung fährt – nicht unbedingt ideal für meine zur Zeit nicht sehr scharfen Kanten.
Von der Bergstation der Kristallbahn begebe ich mich zum Maurerlift, wo im Gegensatz zu den Kitz- und Keesliften keine Warteschlange auf mich wartet. Oben angekommen, steigt die Hoffnung auf baldigen Sonnenschein:
Und tatsächlich, wenig später schaut die Welt gleich ganz anders aus:
Nicht, dass mir das Skifahren nur bei Sonnenschein Spaß machen würde, aber wenn man in der Früh zu Hause bei strahlender Sonne wegfährt, ist es doch nicht so nett, wenn man anschließend bei völlig diffusem Licht herumfahren muss
Ein paar Mal stelle ich mich nun kurz beim Keeslift an um die traumhafte Piste dort zu genießen. Bei den Maurer Gletscherliften wird inzwischen fleißig Schnee verschoben:
Im Keeslift, Blick zu den Kitzliften und auf eine wunderbar präparierte Piste:
Und ein Blick zum Gipfel:
Weiter geht’s zu den Schmiedingerliften, wo heute auch deutlich mehr los ist als noch am Dienstag. Warten muss ich allerdings fast nie und auf der breiten, linken Abfahrt habe ich auch immer genug Platz um so zu fahren, wie ich gerade will.
Auch die „Skiroute“ am Schmiedinger, von oben gesehen rechts am Rand, ist heute präpariert. Oben eine wunderschöne Piste – mit Route hat das halt nichts mehr zu tun – unten aber ziemlich ruppig.
Zurück hinauf mit der 6er Sonnenkarbahn, ich beobachte, wie die Gondeln der Gipfelbahn über die imposante Stütze fahren:
Nach etlichen Fahrten am Schmiedinger wechsle ich zurück zu den Kitz- und Keesliften, dort macht sich nun angenehm bemerkbar, dass einige Leute angesichts der wohligen Wärme ihre Mittagspause etwas verlängert haben dürften:
Nach 14 Uhr ist mir dann selber auch nach einer Pause – vorm „Big Apple“ hat es eine ordentliche Wärme und ich bin direkt froh, mich danach weiter oben abkühlen zu können.
Im Keeslift um 15.10 Uhr. Man sieht, heute bekommen viele nicht so schnell genug – kein Wunder, es geht auch noch super zu fahren!
Um 15.43 Uhr trete ich meine letzte Bergfahrt an, dann heißt es leider „aufhören, wenn es am schönsten ist“:
Was dann kommt, ist wohl schon einmal ein Vorgeschmack auf die anstehenden Osterferien – die Massen auf der Langwiedabfahrt:
Diese Abfahrt ist natürlich kein Vergnügen mehr, auch wenn der Schnee noch gut passen würde (aufgefirnt, durch die zahlreichen Menschen natürlich auch stellenweise verbuckelt, aber nicht tief sulzig). Bleibt nur zu hoffen, dass es in den Ferien nicht viel mehr zugeht – dagegen spricht natürlich, dass mir beim Heimfahren schon zahlreiche Urlauber entgegen gekommen sind. Bin jedenfalls noch nicht ganz sicher, ob ich mich nächste Woche wieder aufs Kitz wagen soll oder lieber irgendwo weiter unten die Morgenstunden nutzen werde.
Für heute vergebe ich 5,5 von 6 Punkten, den Abzug gibt’s für das Wetter in der Früh (direkt gut, dass ich nicht früher aufgestanden bin