Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

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Rotti
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von Rotti »

Wieviel technischen Schnickschnack wollen die denn noch installieren. Als ob der Energieverbrauch der Lifte noch nicht reichen würde :nein:
Meiner Meinung nach sollten die Leute, die die Hinweisschilder nicht lesen können, nicht mit dem Sessel fahren.
Wenn sie nix sehen, ja dann sehen sie ja beim Skifahren auch nix und fahrn dann irdendeinen Unschuldigen übern Haufen, oder wie stellt man sich das vor.
Und wenn sie nix hören, haben sie auf der Skipiste ja auch nix verloren. Wer z.B. das Warnsignal einer bergwärts fahrenden Pistenruape nicht hört, der... (naja, ihr könnt euch sicher denken was ich meine).
Dann macht man doch lieber an der vorletzten stütze ein Schild "Bügel noch nicht öffnen, erst bei der nächsten Stütze" oder sowas in der Art dahin. Dann wissen alle, wie sie sich zu verhalten haben!
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seilbahner
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von seilbahner »

Das ist mal wieder eine idiotische Idee.
Das hört sich bestimmt gut an, wenn es in den Skigebieten an allen Bergstationen Piebt und Pfeift.

Da würde ich eher empfehlen, dass an KSBs solche Kindersicherungen wie ich bekomme nachgerüstet werden müssen.
Im moment habe ich den TÜV an meiner Bahn und der meint auch, dass diese LEDs ein totaler blödsinn sind.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von schmittenfahrer »

...und als nächstes kommen dann noch Signaltöne an den Sesseln, wenn man den Bügel in der Talstation nicht rechtzeitig schließt? Nene, so läuft das nicht :abgelehnt: . Was ist nur aus den guten alten gemütlichen Sesselliften geworden bzw. was wird aus ihnen :cry: .
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von starli »

lanschi hat geschrieben: Aber vielleicht verstehen´s die ganzen Touris bekannter Herkunft dann ja besser - bzw. akzeptieren es, ohne nervös zu werden, wenn man die Skier bis zur Station am Fußraster lässt. :versteck: :wink:
.. und genau deshalb mag ich diese Schilder ;-)
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von Balou »

Piepende und blinkende Bergstationen dürften bei den meisten Beteiligten zu Kopfschmerzen führen, nicht nur bei den Mitarbeitern. Oder denkt man sich gerade eine neue Berufskrankheit aus - Hörschäden bei Seilbahnmitarbeitern, hervorgerufen durch ständiges Pfeifen...
Solange der Betreiber einer Anlage aber für die Blödheit/Unfähigkeit seiner Kunden haften muss wird es wahrscheinlich zu immer merkwürdigeren Auswüchsen bei den "Sicherheitseinrichtungen" kommen.
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trincerone
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von trincerone »

Ich denke, dass die Maßnahmen ein längst überfälliger und wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Skisport sind. Meines Erachtens dürfte der Einsatz von akustischen Warnsignalen hinsichtlich der hierdurch möglicherweise verursachten Belästigung einzelner Person durch den erheblichen Sicherheitsgewinn, der damit einher geht, in jedem Falle gerechtfertigt sein. Nur weil möglicherweise der ein oder andere einen akustischen Warnhinweis als überflüssig empfindet, darf man noch lange nicht in Kauf nehmen, dass durch den Verzicht hierauf andere - etwa sehbehinderte Menschen - gefährdet oder gar verletzt werden - das wäre unverantwortlich.

Ich denke aber auch, dass es nicht ausreichend ist, die beförderten Personen lediglich auf das korrekte Verhalten hinzuweisen. Die Erfahrung mit dem Straßenverkehr hat schon lange gezeigt, dass eine eigenverantwortlich herbeigeführte vernünftige Verhaltensweise der Verkehrsteilnehmer nicht zu erwarten ist. Aus diesem Grunde hat man explizite Regeln etabliert, deren Einhaltung durch einen Sanktionskatalog abgesichert ist. Wenn wir wirklich die Sicherheit aller Gäste gleichermaßen garantieren wollen - und das ist bereits eine Frage des Anstands! - dann ist es unumgänglich, das Fehlverhalten einzelner, das zu eklatanten Sicherheitsrisiken dies bezüglich führt - auch nicht einfach zu dulden.

Es wäre also zu überlegen, ob es nicht längst überfällig ist, Ein- und Austiegszeitpunkte in Seilförderanlagen insgesamt, und Öffnungs- und Schließzeitpunkte für Sicherheitsbügel im besonderen, zu normieren, um hier einen einheitlichen Sicherheitsstandard für alle Wintersportgäste gewährleisten zu können. Die Einhaltung dieser Sicherheitsregeln könnte durch eine elektronische Schließbügelkontrolle einfach überwacht und Verstöße durch Bußgelder seitens der örtlichen Pistenwacht sanktioniert werden.

Das Ergebnis wäre ein hohes Maß an Sicherheit für alle Beteiligten, so dass wir den Gästen noch mehr Skivergnügen bei noch weniger Risiken werden bieten können. Ein Schritt nach vorn für die Sicherheit im Skisport!

:lol: :lol: :lol: :lol:
Zuletzt geändert von trincerone am 14.10.2008 - 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Kris
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von Kris »

Ich sehe das ganz ähnlich wie Trincerone. Man muss sich ja nur mal in der nähe einer vorschriftsmässigen Ausstiegsstelle hinstellen, um zu erkennen wie leichtfertig viele Fahrgäste manchmal bereits dutzende Meter vor dem sicheren Bereich den Schliessbügel öffnen. Immer wieder passieren schlimme Unfälle. Warum die Leute den Bügel zu früh öffnen kapier ich auch nicht, vielleicht ist ein wenig machogehabe im spiel, oder ist es die ausstiegspanik, den Bügel nicht rechtzeitig öffnen zu können?
Jedenfalls sollte hier unbedingt härter durchgegriffen werden, einerseits durch die in der Schliessbügelverordnung vorgesehenen visuellen und audiblen signale, anderseits aber auch -falls ersteres nicht zu hinreichender besserung der unfallsituation führen sollte- durch angemessene sanktionierung (leider).

Falls der "pistenführerschein" wirklich kommen sollte, wird das sichere und souveräne benutzen von aufstiegshilfen auch teil der basisausbildung werden. Im grunde genommen ist ja alles schnell erklärt da doch sehr einfach.

Vorbildhaft vom deutschen automobilclub ist es allemal, bei der Gütesiegelvergabe an skigebiete zumindestens in den königsklassen gold und silber auch auf eine grundgerechte sicherheitsaustattung im ausstiegsbereich von beförderungsanlagen mit am schwebeseil befestigten offenen fahrbetriebsmitteln zu achten.

Dies mag zwar als eine nebensache verkannt werden, oder gar als übertriebener sicherheitsfanatismus wie hier einzelne fortgeschrittenere skisportler bemerken mögen,
aber letztendlich kommt eins zum anderen...
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k2k
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von k2k »

Ich bin auch für klarer definierte Regelungen auf Autobahnen... äh, Autobahnpisten. Es kann nicht angehen, dass mir beim Carven dauernd von rechts die Vorfahrt genommen wird. Wann kommt endlich die Pistenpolizei?

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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von schmittenfahrer »

Da würde mir dann doch lieber ein Bügel gefallen, der, wie Ram- Brand schon geschrieben hat, erst kurz vor der Station wieder geöffnet werden kann (Schließmechanismus). Aber wenn man mal ehrlich ist, sollte man sich mal überlegen, was Seh- und Hörgeschädigte überhaupt in einem Skigebiet zu suchen haben. Ich möchte jetzt hier niemanden diskriminieren, aber wenn man sich das mal genauer überlegt, sind die doch das Sicherheitsrisiko (wenn man schlecht sieht, übersieht man leicht mal einen anderen Skifahrer und fährt diesen über den Haufen; wenn man schlecht hört, überhört man leicht mal eine Pistenraupe, Pistenrettung, oder Anweisungen von Bedinungspersonal).
Also LED Tafeln- ok, wenn die Leute durch Lichter und anderen Winkel besser diese Schilder sehen und darauf reagieren :roll: .
Als nächstes kommt dann noch ein Warnton in Kabienen, wenn die Türen schließen (ist schließlich auch ein Sicherheitsrisiko :twisted: )
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von McMaf »

@ trincerone: Ein super Plädoyer! Herrlich :lach:
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von 3303 »

Da auch ich immer wieder aus dem Sessellift falle, weil ich den Ausstieg nicht sehen kann, finde ich eine Regelung bereits überfällig.
Weiter steigt das Risko immer dann exorbitant an, wenn anarchistische Mitfahrer den Bügel in ignoranter, leichtfertiger Weise verfrüht öffnen.
Diese sollem meines Erachtens mit Strafen seitens der Pistenpolizei, die an jedem Liftausstieg positioniert sein sollte, gemaßregelt werden.
Eine zusätzliche komplette Videoüberwachung der Gebietes könnte die Beweisfindung und Ahndung dieser Ordnungswidrigkeiten erleichtern.
Die Kombination mit einem Pistenführerschein und persönlichem Kennzeichen am selbstverständlich vorgeschriebenen Normhelm wäre ein weiteres Sicherheisplus für alle Skifahrer, die sich nichts zu Schulden kommen lassen.
Fehlte noch ein Tempolimit, welches durch ein "On-Helmet-Unit" mittels GPS o.Ä. überwacht werden Könnte.

In diesem Sinne - weiter so für einen sicheren Skisport!
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Ram-Brand
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von Ram-Brand »

Haben jetzt hier alle ihre Märchenbücher aufgeschlagen und rein geschrieben?


Gehörlose Menschen dürfen ja auch Auto fahren, also wieso nicht auch Ski?
Und Blinde dürfen auch Ski fahren. Aber die sind ja auch in Begleitung sehender Personen.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von schmittenfahrer »

@Ram- Brand: Ich habe vielleicht etwas überzogen :oops: . Ich wollte nur sagen, dass jetzt Total- Blinde wenn sie alleine sind, nicht Skifahren gehen und somit auf den Pisten auch nichts zu suchen haben (alleine). Wenn sie eine Begleitperson dabei haben, ist diese für das Öffnen der Bügel zuständig --die Begleitperson kann dann ja die LED Tafeln sehen und braucht nicht den Warnton. Genauso ein Gehörloser -- der kann die Tafel sehen und braucht somit kein Warnsignal bzw. Blinklicht.
Von einer Pistenpolizei, die die Ausstiege kontrolliert, halte ich nichts, da es ja nicht 100%tig nachzuweisen ist, wer den Bügel geöffnet hat- da werden natürlich alle die Schuld dem anderen zuweisen :wink: .
Ich finde einfach die Idee bescheuert, da es ja wirklich nichts bringt. Und da es der ADAC jetzt als Kriterien für den ersten Platz aufnehemen will, werden natürlich die Skigebiete so schnell wie möglich versuchen, diesen Anforderungen gerecht zu werden (wobei ich jetzt nicht glaube/ hoffe, dass jetzt jede einzelne Bahn sofort damit ausgerüstet wird).
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von seilbahner »

Ich glaube hier hat so mancher den guten alten Trincerone, der natürlich absolut recht hat, nicht verstanden! :biggrin: :wink:
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trincerone
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von trincerone »

Also Schifahren darf und soll wer sich das zutraut gerne jeder tun. Was die Märchenbücher angeht, ich würde es eher Satire nennen, was meines Erachtens zu den smarteren der vorhandenen Möglichkeiten Kritik zu üben und Absurditäten aufzuzeigen gehört.

Im übrigen ist es in der Tat sehr amüsant, dass der ADAC vorschlägt, für die Sehbehinderten akustische Warnsignale einzuführen und dann konsequent weiter argumentiert, für die Gehörlosen sollte man ein rotierendes Warnlicht anbringen... dann kann man sich nämlich die Tafeln sparen, denn die Gehörlosen müssten ja eigentlich auch die schon sehen.

Meines Erachtens ist es aber ohnehin so: wer eine Bergstation nicht als solche erkennt und insofern aus der Annäherung an diese zu schließen vermag, dass es eventuell beim Ausstieg hilfreich sein könnte, den Bügel zu öffnen, der müsste ohnehin mal darüber nachdenken, ob der Skisport für ihn der geeignete ist. Alle anderen - zu denen wohl jeder hier zweifelsohne zählen dürfte! - benötigt nicht mal die normalen (alten) statischen Schildern um darauf zu kommen, den Bügel zu öffnen.

Alternativ könnte man natürlich auch wieder Korblifte einführen - da stellt sich das Problem nicht.

In diesem Sinne, tief verschneite Grüße

trinc

P.S. @Seilbahner: ich will es nicht ausschließen... ;)
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von seilbahner »

@Trinc, das denk ich mir doch.
Freut mich übrigens, mal wieder was von Dir zu hören.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von PB_300_Polar »

Der ADXC als mitgliederstärkster Verband in Deutschland tritt beständig für die Sicherheit seiner Mitglieder ein, und begrüßt somit den Schließbügelerlass als positive Maßnahme im Sinne eines geregelten Skisportbetriebs.

Zusätzlich zur wechselblinkenden LED-Anzeige ("Bügel zu/close") empfiehlt der ADAC jedoch ein komplementäres sonores Signal, welches in der Akustikdramaturgie darart auszugestalten ist, dass die Konformität mit Warntonklasse A3 auch unter akustisch dissonanten Umweltbedingungen (Windgeräusche bis 80km/h, Meeresbrandung u.dgl.) gesichert ist (vgl. auch intermittierender Warnton rückwärstsfahrender LKW). Durch diese Maßnahme werden auch Menschen mit nicht-optimaler Sehstärke rechtzeitig und zielgerecht auf die Einleitung des korrekten Aussteigevorgangs hingewiesen. Desweiteren ist zusätzlich ein Drehblinklicht (Farbe Warnorange, Drehfrequenz 2/s) oberhalb der Wechselblinkanzeigen zu installieren, um derart auch schwer hörende MitmenschInnen punktgenau zu warnen.

Ab der Wintersaison 2009/2010 wird diese grundlegende Sicherheitsausstattung in den Voraussetzungskatalog für die Verleihung der ADAC Pistenengel (Gold/Silber) mit aufgenommen."
"Der ADXC als mitgliederstärkster Verband in Deutschland tritt beständig für die Sicherheit seiner Mitglieder ein, und begrüßt somit den Schließbügelerlass als positive Maßnahme im Sinne eines geregelten Skisportbetriebs.

Zusätzlich zur wechselblinkenden LED-Anzeige ("Bügel zu/close") empfiehlt der ADAC jedoch ein komplementäres sonores Signal, welches in der Akustikdramaturgie darart auszugestalten ist, dass die Konformität mit Warntonklasse A3 auch unter akustisch dissonanten Umweltbedingungen (Windgeräusche bis 80km/h, Meeresbrandung u.dgl.) gesichert ist (vgl. auch intermittierender Warnton rückwärstsfahrender LKW). Durch diese Maßnahme werden auch Menschen mit nicht-optimaler Sehstärke rechtzeitig und zielgerecht auf die Einleitung des korrekten Aussteigevorgangs hingewiesen. Desweiteren ist zusätzlich ein Drehblinklicht (Farbe Warnorange, Drehfrequenz 2/s) oberhalb der Wechselblinkanzeigen zu installieren, um derart auch schwer hörende MitmenschInnen punktgenau zu warnen.

Ab der Wintersaison 2009/2010 wird diese grundlegende Sicherheitsausstattung in den Voraussetzungskatalog für die Verleihung der ADAC Pistenengel (Gold/Silber) mit aufgenommen."


:stupid:


Übertreiben kann man es auch.


Was passiert, wenn ne Raupe rückwärts fährt und man deren Piepen nicht härt, weil der Warnton den Stationston (A3) nicht übertönt und etwas passiert?
Der Schnee kommt.....

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CruisingT
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von CruisingT »

Nur mal so ne kleine Frage am Rande:

Gibt es denn belastbare Zahlen zu Unfällen, Verunglückten und sonstigen geschädigten Personen durch zu früh geöffnete Bügel?

Diese Frage ist übrigens vollkommen ernst gemeint!

Abgesehen von Stürzen und ähnlichen Missgeschicken im Rahmen des ABFAHRENS vom Ausstieg kann ich mich nur an einen persönlich erlebten Fall erinnern, bei dem jemand VOR dem Ausstieg ein Problem hatte. Dieser ereignete sich in Val d'Isere - auf Grund von zu viel Schnee war der Ausstieg derart hoch, dass mein mich begleitender Skifahrer vor dem Ausstieg mit der Skispitze in den unter der Ausfahrtsrampe angelegten Schneehügel einspitzelte und deswegen aus dem Sessel gehebelt wurde (und sich dabei die Skispitze abgebrochen hat - er hatte aber ob seiner laxen Haltung auch eine gute Portion Mitschuld).
Dieser "Unfall" (meinem Kumpel ist übriens nichts passiert) wäre aber auch mit den neuen Warnschildern passiert.

Irgendwie kommt mir die gesamte Sache etwas schitzophren vor -
Wenn ich an die letzten paar Tage dieser Woche im Stubai zurück denke:
Da sind diese neuen tollen Hinweise an der Bergstation der 2'erSesselbahn zum Daunferner zu finden. Super.
Direkt danach geht es aber recht eng, steil und eisig bergab .... zig Leute haben sich hier direkt nach dem Ausstieg zerlegt. Was ist denn mit denen? Wie sollen die denn vor ihrer eigenen Unfähigkeit geschützt werden?

Was machen wir denn nun in kommenden Tagen mit den ganzen Gruppen, die sich direkt unterhalb von Ausstiegen sammeln und immer wieder von schlitternden umgemäht werden?
Was machen wir denn nun bloß mit all meinen boardenden Kollegen die an den ungünstigsten Stellen anschnallen?
Was ist mit Passagen wie unterhalb des Ausstiegs des Eisjochferner-Schleppers?
Hier Kreuzen sich zwei Traversen auf der selben Route .... und beide Seiten brauchen Speed um auf dem Eis die Richtugn halten zu können ....

Mit Verlaub Leute, wer zu blöd ist, der hat es nicht besser verdient. Zudem hat es wirklich lange anders auch sehr gut verdient.
Und sollte es rechtliche Probs geben, dann soll einfach jeder mit dem Erwerb des Skipasses eine rechtliche Ausschlussklausel akzeptieren. Punkt.
Wenn das so weiter geht haften die Gebiete irgendwann auch noch für solche, die in ungesichertem Gelände in eine Lawine geraten.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von seilbahner »

Das Problem, dass sich meiner Meinung nach auch mit den Schilder nicht beheben lässt ist das zu frühe öffnen der Schliessbügel und die darauf folgende Gefahr für Kinder, die dann Automatisch weiter nach vorne Rutschen. Bei einem Not aus der Anlage kommt es dann schon zu abstürzen.
Denn die Verzögerung bei einer KSB bei einer Notbremsung ist schon enorm.
Es gibt übrigens schon Statistiken, in denen ersichtlich ist wie viele solcher abstürze passieren. Und das ist nicht so wenig.
Die meisten Leute fallen beim Ein und Ausstieg aus dem Sessel.

Und Deine Einstellung finde ich nicht ganz richtig, denn einem 8 Jährigen sagen er ist zu Blöd weil er aus dem Sessel gestürtzt ist, nur weil ein Erwachsener den Bügel aufgemacht hat, das kann man einfach nicht machen.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von CruisingT »

@seilbahner

OK, bezüglich der Kinder hast du recht - diesbezüglich muss ich mich wohl ein bischen relativieren.

Gegenüber Erwachsenen bleibe ich aber bei meiner Meinung, da es ja wirklich die letzten Jahre wunderbar funktioniert hat. Oder kannst du solche Statistiken zitieren, die aufzeigen, dass wirklich so viel passiert? Würde mich wirklich interessieren. IMHO gibt es wirklich sehr viele andere Aspekte am Wintersport die deutlich gefährlicher sind.
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von trincerone »

Na ja, das Problem ist doch primär, dass diese Schilder genauso wenig den Bügel verschließen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen Autos abbremsen...

Ansonsten habe ich auf einer KSB schifahren gelernt (die Girak in Alpendorf, Amadé) und ganz ehrlich, ich hab mich da immer wohl geühlt, mit Bügel oder ohne. Auch als Siebenjähriger. Aber mir persönlich war auch mit sieben schon klar, dass es nicht cool wäre, rauszufallen... ;)
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von Widdi »

Bitte? Das ist ja wohl der Gipfel, wenns auch noch dazu piepst, also da hast ja einen Gehörschaden beim Aussteigen oder als Liftler.
Wg. Bügelöffnen, meistens mach ich den etwa bei der vorletzten Stütze vor der Bergstation auf. Normal kann man dann da auch nicht mehr rausfliegen ausser man stellt sich so blöd an ( halb liegend ins Polster lümmeln), dass man aus dem Sessel flutscht. Meint jemand er müsste früher aufmachen, tja dann bleib ich einfach mit den Schi auf dem Fussraster.
Und wie hat mans bitte früher überlebt, als man mit Seitwärtsbügeln oder Kettensicherung Sessellift gefahren ist oder gar ganz ohne, wie manchmal an ganz alten Liften oder in den USA zu finden.

Da frag ich mich mittlerweile wo das Hirn beim Schifahren bleibt, speziell bei manchen Urlaubern, z.B: angetrunkene Ischglfahrer oder der durchschnittliche Holländer (so wie man die Winter für Winter in der Schiwelt etc. findet). Forumianer aus NL sind davon natürlich ausgenommen.
Was kommt als nächste? Ganzkörperairbag und eine Geschwindigkeitskontrolle im Schi, dass man ja nicht über 50km/h schnell fahren kann. :twisted: :bindagegen:

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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von schmittenfahrer »

Als ich am 1. Nov am Kitzsteinhorn war, habe ich bei den Ausstiegen erstaunliches beobachtet: die meisten haben den Bügel erst in der Station oder kurz davor geöffnet 8O ! Die Schilder scheinen also schon etwas zu bringen :roll: :arrow: deshalb ist der Rest was der ADAC da plant völlig unnötig :wink: .
Man sollte mal aufpassen, dass der Schuss (das Piepsen an der BS) nicht nach hinten losgeht, wenn die Leute dieses Geräusch nicht ertragen möchten und vorher schon absichtlich herausspringen :twisted: .
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von PB_300_Polar »

Widdi hat geschrieben:Und wie hat mans bitte früher überlebt, als man mit Seitwärtsbügeln oder Kettensicherung Sessellift gefahren ist oder gar ganz ohne, wie manchmal an ganz alten Liften oder in den USA zu finden.

Ganz einfach, ein ESL oder eine DSB fuhren und fahren halt doch ein paar meter langsamer als eine KSB.
Und wenn es da zu einem Nothalt kommt,ist die Bremsunghalt weniger heftig als in einer Hochleistungsanlage.

Außerdem war früher die Erziehung der Leute und Achtung vor Bedienstetten noch höher als Heute, wenn gesagt wurde - den Bügel machst du erst 10m vor dem und dem Punkt auf, dann wurde der auch erst da geöffnet.

Wenn ich mir manchmal so junge pubertierende Jungs und Mädels anschaun(nicht alle, aber halt doch recht viele, leider), die auf keine aber auch gar keine Anweisungen hören, dann kommt mir schon das Grausen. Ist aber OT.
Der Schnee kommt.....
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GMD
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Re: Erlass zur Erhöhung der Sicherheit beim Ausstiegsvorgang

Beitrag von GMD »

Das mit den Skiern auf der Raste stehen bleiben habe ich mir wieder abgewöhnt seitdem mal auf einem vollbesetzten Sechsersessel die anderen fünf Mitfahrer (alles Erwachsene) mit vereinten Kräften den Bügel nach oben drückten und mir damit das unschöne Erlebnis bescherrten, wie es sich wohl anfühlen muss wenn einem die Beine ausgerenkt werden. Nur dank eines energischen Haltrufes meinerseits kam ich unbeschadet davon. Von fünf entzürnten Blicken mal abgesehen.
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