Sendeanlagen mit zwischen Bergen gespannten Antennendrähten

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Obelixx
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Sendeanlagen mit zwischen Bergen gespannten Antennendrähten

Beitrag von Obelixx »

Nachdem man im einstigen Preußen in Eilvese, Nauen und Königs Wusterhausen große Sendeanlagen für Lang- und Längstwelle errichtet hatte, plante man auch in Bayern den Bau einer entsprechenden Anlage: da allerdings hohe Sendemasten sehr teuer sind, kam man auf die Idee die gebirgige Topographie des Landes zu nutzen und errichtete 1920 eine solche Sendeanlage am Herzogstand, wobei die Stromversorgung durch das Walchenseekraftwerk erfolgte und als Antenne ein 2700 Meter langer Draht ( der später durch weitere Drähte ergänzt wurde, zwischen dem Herzogstand und dem Stein gespannt war). Obwohl die Anlage, deren Antenne womöglich die längste Seilspannweite, die in Deutschland je realisierte aufwies, sogar bessere Ergebnisse als die Antennen in Nauen und Eilvese erzielte, wurde die Anlage 1934 demontiert. Bis 1946 wurde noch Ionosphärenforschung am Herzogstand getrieben. Heute existieren nur noch spärliche Relikte ( weitere Information auf http://de.wikipedia.org/wiki/Funkstation_am_Herzogstand ).

Die Funkstation am Herzogstand dürfte die einzige Sendeanlage in Deutschland mit einer zwischen Bergen gespannten Antenne gewesen sein, doch gab und gibt es auch in anderen Ländern derartige Anlagen. So wurden an 3 Standorten des einstigen OMEGA-Navigationssystems ( in Aldra, auf Hawaii und auf Trinidad) ebenfalls zwischen Bergen gespannte Antennendrähte genutzt, die allesamt aber inzwischen abgebaut wurden. Leider existiert wenig Bildmaterial: die Antennen der OMEGA-Sender Aldra und Hawaii waren an Felsankern befestigt. Auf Aldra in Norwegen existiert aber noch heute eine derartige Drahtantenne für einen Militärsender zur Übermittlung von Nachrichten an getauchte U-Boote. Weitere Antennen, die zwischen Bergen gespannt waren, existieren auf Tavolara ( militärisches Sperrgebiet) bzw. existier(t)en in Indonesien. Auch die Antenne der Jim Creek Naval Radio Station besteht aus über einen Tal gespannten Drähten, welche an 61 Meter hohen Türmen aufgehangen sind.

Auch der Mittelwellensender in Portofino verwendet als Sendeantenne nach http://mediasuk.org/archive/portofino.html einen vertikalen Draht, der an einem Seil, welches
zwischen einem Sendeturm für die Verbreitung von UKW-/TV-Programmen und einem Felsanker(?) gespannt ist. Dies dürfte der einzige Rundfunksender in Europa mit einer derartigen Antenne sein.

darkstar
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Re: Sendeanlagen mit zwischen Bergen gespannten Antennendrähten

Beitrag von darkstar »

Ist schon interessant, nur was möchtest du uns damit sagen oder von uns wissen? :gruebel:
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rabiator
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Re: Sendeanlagen mit zwischen Bergen gespannten Antennendrähten

Beitrag von rabiator »

Na super, auch wenn es mir bisher nie aufgefallen ist, aber wie kann man sowas in einem der schönsten Orte Italiens errichten?
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Dresdner
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Re: Sendeanlagen mit zwischen Bergen gespannten Antennendrähten

Beitrag von Dresdner »

Ach, unser Freund Obelixx ist wieder auferstanden.

Für alle neuen User hier die offz. Stellungnahme dieses Forums zu diesem User aus dem Jahre 2006:
Seit einiger Zeit ist im Alpinforum ein Mitglied mit dem Nick Obelixx aktiv, der vor allem durch seine vielen technischen Anfragen auffällt. Aufgrund ähnlicher Aktionen mit dem gleichen Nick in anderen Foren besteht der dringende Verdacht, dass er die in unserem Forum gesammelten Informationen zu einem Buch verarbeitet.

Eine diesbezügliche PN eines Moderators an Obelixx blieb leider unbeantwortet.
Wir vom Alpinforum-Team wissen also nicht, ob der Verdacht wirklich begründet ist oder nicht. Da es keine Beweise für seine Absichten gibt, gehen wir von der Unschuldsvermutung aus und verzichten auf Sanktionen von Obelixx.
Wir möchten allerdings unsere Mitglieder auf die Möglichkeit einer Verwendung ihrer Beiträge hinweisen. Jeder der auf seine Fragen antwortet, sollte sich im klaren sein, dass diese Informationen ungefragt in einem kommerziellen Buch auftauchen können!
Dresdner
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