Da ich die unterschiedlichen Facetten der Skigebiete nicht in einen Topf werfen will, habe ich mich dazu entschlossen, der Übersicht halber vier unterschiedliche Berichte zu verfassen, falls sich zu einem brisanten Thema aufschlussreiche Diskussionen ergeben sollten.
(ich weiß, Abwechslung ist eben alles)
Der nun folgende Bericht befasst sich mit dem Skigebiet Lenzerheide. Dieses erstreckt sich in einem sonnendurchfluteten Hochtal zwischen Chur und Tiefencastel zu beiden Seiten der Ortschaften Lenzerheide (1475m), Valbella (1500m), Parpan (1493m) und Churwalden (1229m). Trotz der geographischen Lage am Rande der Nordalpen sind die Ortschaften in Zügen rhetoromanisch geprägt, was sich nicht nur in der Architektur der Bauwerke, sondern auch in der Kommunikation (für einen, der Hochdeutsch spricht nicht verständlich ist) abzeichnet. Die Orte an sich wirken sehr wohlhabend und sprechen vor allen Dingen Wintersportler mit etwas lockerem Geldbeutel an, was sich vor allen Dingen anhand der Preise für die Abonements und in den Restaurants widerspiegelt. Dennoch ist mit einem gültigen Schüler/Studentenausweis und ein wenig Verhandlungsgeschick sogar hier ein preisgünstiger Skitag zu verbringen.
Die Liftanlagen erstrecken sich zu beiden Seiten des Hochtals und sind mit einer Piste von West nach Ost durch den Ort Parpan verbunden. Insgesamt ist es möglich von jedem Ort entweder per Schlepplift oder Sesselbahn in das westseitig ausgerichtete Skigebiet zu gelangen. Diese Seite des Hochtals ist vor allen Dingen am Vormittag sehr gut geeignet, da sich die Pisten bereits zu früher Tageszeit in der Sonne befinden. Oben erwarten den tollkühnen Alpinisten Ski-und Snowboardpisten aller Schwierigkeitsgrade, bedient von überwiegend modernen Anlagen. Am Stätzertäli befindet sich zudem ein großzügig angelegter Funpark für coole Jumps und Rails. Zum Widegga/Pradschier kann ich leider keine Stellung nehmen, da dieser Bereich während meiner Aufenthalte bereits geschlossen war
Erreicht die Sonne gegen Mittag ihren höchsten Punkt, erwachen die Osthänge am Rothorn langsam. Der mittlerweile von stärkerer Buckelbildung auf den Pisten leicht beeinträchtigte Alpinist wechselt nun klugerweise über die Dorfpiste 58 bequem über Parpan auf die Ostseite. Neben der dort ansässigen 4KSB ist eine weitere Auffahrt über eine 4EUB von Lenzerheide ins Skigebiet möglich. Vom Rothorn, dem höchsten Punkt der Region auf 2865m, durchquert man auf ab Mittag herrlich aufgefirnten Pisten meist anspruchsvolleres Terrain. Auch hier ruht sich der Alpinist auf neuen mechanischen Aufstiegshilfen nach gelungener Abfahrt aus. Auf der Westseite soll bis 2011 die Beschneiung auf 100% ausgebaut werden, sowie eine Verbindung mit dem Skigebiet Arosa von der Ostseite steht in Planung, wobei die Bevölkerung dieser Modernisierung bislang Steine in den Weg legt.
Anreise:
Per Raumschiff Voyager von Detmold Abfahrt 4:30 über Lindau, Feldkirch, Vaduz, Chur nach Schmitten, Ankunft 16.30 nach Stau bei Kempten
Retour:
10.30 Identische Route Ankunft in Detmold um 21.00 nach Pause bei Mäckes
Skitage in Lenzerheide:
Dienstag, 07.04.2009: Kaiserwetter, Nachmittags ein paar mehr Wolken bei -2°C oben
Donnerstag, 09.04.2009: Kaiserwetter bei 0°C oben
Montag, 13.04.2009: Kaiserwetter bei 2°C oben (Saisonabschluss Westseite)
Mittwoch, 15.04.2009: Wechselnd bewölkt, Nachmittags Sturm bei 0°C oben
Schneehöhe:
Lenzerheide: 0,9m (wurde im Laufe der Zeit schnell weniger)
Westseite: 1,7m (verschwand auch relativ zügig)
Ostseite: 2,9m
offene Anlagen & Pisten
Alle Anlagen bis auf Churwalden geöffnet, Westseite am Montag, 13.04.2009 Saisonschluss, sturmbedingte Schließung der 6KSB Weisshorn-Speed und der PB Rothorn am Mittwoch, 15.04.2009 (auf die Tallifte hab ich nicht geachtet
Im Westen alle Pisten bis auf die schwarzen 20, 36 und 51 geöffnet, im Osten war lediglich die Weltcuppiste und die Abfahrtsroute 14 geschlossen
Schneezustand:
Im Westen morgens schon fast nass, ab 11 Uhr starke Buckelbildung, im Osten morgens halsbrecherisch hart, Nachmittags herrlich aufgefirnt, Pisten bis Betriebsschluss fantastisch zu fahren
Wartezeiten:
Entgegen aller bösen Vorahnungen ausgelöst durch Alpinforumnutzer überhaupt nix 0, nicht mal Ostermontag
+ Skifahren
+ Wetter
+ Mega geniales neues Skigebiet kennengelernt (Rothorn, ich komm wieder
+ günstige Tageskarten (bisschen verhandelt, vor allen Dingen am letzten Tag
+ Pisten im Osten herrlich bis zum Schluss zu fahren
+ Fast alles noch offen
+ Rothorn Panorama
+ Gute Infrastruktur
- Schnelle Buckelpistenbildung und Schnee im Westen
Bewertung
So, Bilder, hierbei sogar ein wenig ausführlicher, viel Spaß damit...