Da ich die unterschiedlichen Facetten der Skigebiete nicht in einen Topf werfen will, habe ich mich dazu entschlossen, der Übersicht halber vier unterschiedliche Berichte zu verfassen, falls sich zu einem brisanten Thema aufschlussreiche Diskussionen ergeben sollten
Das rhetoromanisch geprägte Dorf Savognin auf 1200m befindet sich auf einer kleinen Hochebene zwischen dem Ort Tiefencastel und dem Abulapass, über den die Straße weiter nach St. Moritz führt. Neben einigen modernen Zweckbauten nahe des Skigebietes wird der Ort von überwiegend traditionellen rhetoromanischen Häusern geprägt, die dem Ort eine beschauliche Atmosphäre verleihen. Alljährlich verbringt der ex Schweizer Nationaltorhüter Pascal Zuberbühler in Savognin einen ausgedehnten Winterurlaub. Jedoch ist Savognin im Bezug auf Schlechtwetterfronten stark geodeterministsch benachteiligt, was einerseits zwar zu überdurchschnittlichen Sonnentagen führt, andererseits jedoch relativ selten größere Schneemengen zulässt. Daher wurde in Savognin bereits im jahre 1978 die erste Großschneeerzeugungsanlage Europas gebaut, um den Pistenspaß auch bei Schneemangel zumindest auf den Hauptpisten zu garantieren.
Der Einstieg in das Skigebiet erfolgt direkt am Ortsrand über eine 4KSB nach Tigignas auf 1600m Höhe. Der Skiberg erinnert daraufhin an eine Pyramide, die auf drei Seiten jeweils anderer Ausrichtung befahrbar ist. Die dem Ort Savognin zugewandte Pyramidenflanke wird von Tigignas aus in zwei weiteren Sektionen per Sesselbahn bzw. Schlepplift erschlossen und ist annähernd flächendeckend beschneit. Die Pisten in diesem Bereich sind mittelschwer, breit gewalzt und Ideal für Ein- und Zweibrettler. Letzteren steht ein großzügig angelegter Fun Park an der 3KSB Somtgant zur Verfügung.
Vom obersten Punkt dieser Flanke, dem Piz Martegnas auf 2670m gelangt man einerseits auf die rechte Flanke, die von einem am Ende relativ steilen Kurvenschlepper erschlossen wird und eine herrliche mittelschwere Piste bei sich führt, andererseits zur deutlich breiteren linken Flanke führt, die von weiteren Schleppliften erschlossen wird. Der ellenlange schöne Schlepplift Naladas bedient eine herrlich mittelschwere Piste, die auch von Radons (1890m) erreichbar ist. Von dort aus führen in zwei Sektionen jeweils zwei Doppelschlepper auf den höchsten Punkt des Skigebiets, den Piz Cartas mit 2713m Höhe. Von dort aus führt auch die längste Piste mit 1500m Höhenunterschied zurück nach Savognin. Insgesamt stehen dem verwöhnten Alpinisten auf der Pyramide 80km Pisten zur Verfügung, die zum Carven und Fun Haben einladen.
Anreise:
Per Raumschiff Voyager von Detmold Abfahrt 4:30 über Lindau, Feldkirch, Vaduz, Chur nach Schmitten, Ankunft 16.30 nach Stau bei Kempten
Retour:
10.30 Identische Route Ankunft in Detmold um 21.00 nach Pause bei Mäckes
Skitage in Savognin:
Freitag, 10.04.2009: Morgens Kaiserwetter, Nachmittags bedeckt, windig, 6°C auf Tigignas
Schneehöhe:
Savognin: leider nix mehr
Skigebiet: bis zu 1,3m (sehr viel für Savognin)
Offene Anlagen & Pisten
Bis auf Parallelschlepper Somtgant neben der 3KSB alle Anlagen geöffnet
Talabfahrten 2, 3 und 14 sowie Pisten 4, 8 und 22 geschlossen, der Rest geöffnet
Schneezustand:
Somtgant und Radons sulzig nass mit schneller Buckelbildung, Talabfahrt nass, Laritg Pulver/hart
Wartezeiten:
nur an der KSB Martegnas und am SL Laritg mal ein paar Sessel/Bügel
+ Skifahren
+ Wetter Morgens
+ neues Skigebiet kennengelernt
+ noch schöne viele SLs
+ Laritg und Naladaspisten (geil
+ relativ günstige Tageskarte
- Wetter Nachmittags
- Pistenzustand Somtgant und Piz Cartas sowie Piste 16
Fazit: Callisto kommt wieder, definitiv, nur um diese Jahreszeit ist es für Savognin zu spät, Return at Hochwinter
Bewertung:
Ok, nun zu den Bildern, aufgrund des Wetters sind es leider auch hierbei nicht all zu viele geworden