"Ermäßigte Liftpreise - Unrecht und billig"

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Roberto
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Beitrag von Roberto »

Drolliger Ansatz, aus der persönlichen Meinung eines Kärntner Lokalpolitikers geltendes EU-Recht ableiten zu wollen. :lol:

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Baldwin
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Beitrag von Baldwin »

Die Ermäßigung macht bei nem Tagesskipass vielleicht 2 Euro aus - wie viel...
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moglrat
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Beitrag von moglrat »

Ich sehe irgendwie keine Diskriminierung darin das z.b. Tiroler in Tiroler Schigebieten günstigere Karten bekommen und Deutsche oder auch Wiener nicht. Osttiroler bekommen in Sexten auch günstigere Karten. Das Einheimische bezieht sich ja so gut wie immer auf die nähere Umgebung und nicht auf die Staatsangehörigkeit.

lg
Georg
(mit "subventionierter" italienischer Saisonkarte :lol: )
Zuletzt geändert von moglrat am 03.01.2007 - 20:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von moglrat »

doppel Post
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Af
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Beitrag von Af »

Einheimisch bist, wennst nen Meldezettel mit deiner Meldung in Tirol drauf hast....nur wenige Gebiete machen nur Talbewohner-ermässigung.

In Gurgl haben wir 24 € statt 39€ gezahlt....

Aber sehts mal so: Glaubt ihr, dass ihr beim Türkischen Gemüsehändler um die Ecke genausoviel zahlt wie ein Türkischer Mitbewohner?
(Ich weiß wovon ich sprech, habs selber mitbekommen :D )
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Jay
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Beitrag von Jay »

Af hat geschrieben: Aber sehts mal so: Glaubt ihr, dass ihr beim Türkischen Gemüsehändler um die Ecke genausoviel zahlt wie ein Türkischer Mitbewohner?
Was ich genauso ungerecht wie Einheimischen Tarife finde...Ich sehe einfach keinen überzeugenden Grund, warum man von Auswärtigen mehr verlangt als von Einheimischen. Sorry, das kommt für mich der Abzocke gleich.

Jakob
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Beitrag von Foto-Irrer »

ich wohne in Kiel und Hamburg, hier gibts auch keine Einheimischentarife auf Strandtaxe, Segelbootverleih oder Hafenrundfahrten.
Das Beispiel finde ich besser als den türkischen Händler.
Ich warte darauf, daß jemand als Beispiel nimmt, warum man direkt beim Bauern billiger einkaufen kann als beim Aldi.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Einheimischentarife, warum gibts die eigentlich?

Richtig: Wegen den Steuergesetzen!

Ich versuchs mal anhand vom schweizer Steuergesetz zu erklären.

Ein paar junge Leute aus einer steuergünstigen Gemainde entscheiden sich einmal einen Winter zu uns ins Wallis zu ziehen und einee Stele in einem Hotel, in einem Sportgeschäft oder auch sonst wo anzutreten.
Ihnen geht es aber allen weniger um die arbeit sondern viel mehr um möglichst oft auf der Piste zu sein und dazu braucht es dann halt einen Skipass, welcher möglichst wenig kosten sollte.

Nun diese jungen leute sind nicht nur in den Bergen unterwegs sondern auch im Ort und dort brauchen sie auch ziemlich viele öffentliche Einrichtungen welche von der Gemeinde unterhalten werden und diese ist daher auf möglichst vile Steuereinnahmen angewiesen.

Nun ist es so, das man in der Schweiz an seinem offiziellen Wohnort, dort wo der Heimatschein hinterlegt ist, steuerpflichtig ist. Vielviel man dort ist, ist der beteffenden Gemeinde so ziemlich egal.

So ziehen also diese jungen Leute ins Wallis und brauchen dort auch Einrichtingen welche von der Gemeinde finanziert werden, die Steuern bezahlen sie allerdings weiter in ihrer steuergünstigen Gemeinde im Flachland.

Soweit sogut. Neineben nichts ist gut so, denn der eine bekommt viel ohne Leistungen erbringen zu müssen und der andere bekommt gar nichts und muss viele Leistungen erbringen.

Was also tun?
Die Wintersportstationen sind auf Steuer angewiesen also müssen sie auch schauen das möglichst alle wo dort arbeiten und wohnen auch dort ihre Steuern bezahlen und um das zu erreichen muss man eben einen finanziellen Anreiz schaffen und das kann man nur dadurch das Leistungen im Ort durch Sondertarife für Einheimische verbilligt werden.

Ich wage jetz mal zu behaupten, das bei uns in Zermatt mehr als 1000 auswärtige Personen wohnen und Steuern zahlen, die aber ohne einen Einheimischentarif ihre Papiere nie nach Zermatt gebracht hätten und die Steuern an irgendeinem Ort bezahlen würden obwohl sie das ganze Jahr aus keine 10 Tage mehr dort sind.

Was das für uns ausmacht könnt ihr euch jetzt selbst ausrechnen.

Was haben nun die Bergbahnen mit der Gemeind zu tun?
Auch wenn die Gemeinde Akionär ist haben die finanziell mitteinander gar nichts zu tun.
Nehmen die Bahnen weniger ein nur dafür das die Gemeinde mehr bekommt?
Nein sicher nicht. Die Bahnen verlaufen aber zu einem grossen Teil über Gemeindegebiet und dafür werden dann halt keine Entschädigungen gezahlt, man kann an teilweise Orten mit Wasser von der Trinkwasserversorgung schneien etc.

Will man den Einheimischentarif abschaffen muss zuerst eine komplette Steuerreform her. Schafft man den Einheimischentarif ohne Steuerreform ab sind sämtliche Gemeindekassen in den Wintersportorten schneller leer als ihr Pulverschnee buchstabieren könnt.

Wenn ich richtig informiert bin gibt es in der EU auch Länder wo die Steuern an eine Zentralstelle gezahlt werden. Ausgezahlt wird dann aufgrund von verschiedenen Faktoren, unter anderem auch von der Einwohnerzahl.
Hier müssen die Gemeinden halt auch schauen das sie auf eine möglichst hohe Einwohnerzahl koommen um sich die nötigen Investitionen leisten zu können.
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Beitrag von GAG »

theo spricht da ein wichtiges thama an.
ich möchte da noch anfügen, dass viele, vorallem kleinere bergbahnen von den gemeinden und kanton subventioniert oder durch zinslose darlehen unterstützt werden. das heisst also, dass wir indirekt (die provitierenden personen von vergünstigungen) den preisnachlass für einheimische bereits schon mit den steuern bezahlt haben. in der schweiz könnten viele bergbahnen ohne unterstüztung von steuergeldern gar nicht mehr überleben.
das ganze zeichnet sich jetzt auch am pizol ab :evil:

ich finde es also nicht mehr als recht, dass einheimische dessen gemeinden und kantone bahnen unterstützen auch davon provitieren können!!!

aber die EU hat ja e ein problem mit dem steuerrecht (vorallem der der schweiz) :evil:

wbiba
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Beitrag von wbiba »

:lol: haha, nette diskussion.

einige hier denken wohl das wintersport zur daseinsfürsorge gehört und deshalb subventioniert werden sollte. (wer nicht weiß was das ist, mal wikipedia bemühen).

also mir persönlich ist es egal was die einheimischen bezahlen, weil im zweifel durch ein verbot dieser tarife ja nicht die generellen tarife sinken werden sondern auch die einheimischen einfach den normalen tarif zahlen müssen.

aber die argumentationen die hier vorgebracht werden sind schon drollig. bezogen auf theo, du argumentierst ja dass diese tarife eine negative steuer wären. das ist nun wirklich unsinn. zumal die effekte aus einer solchen negativen steuer, im vergleich zu dem durch zugereiste (bzw. nur im winter in skiorten lebenden) personen bedingten mehrumsatz örtlicher gewerbe und die damit verbundenen positiven steuern, verschwindend gering sind.
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TPD
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Beitrag von TPD »

Vielleicht hat ja die EU auch ein Problem mit dem Begriff "Einheimisch"
Denn das tönt ein bisschen danach, als müsste schon der Urgrossvater im Ort gewohnt haben.
Vielleicht müsste man eher mal diesen Begriff abändern. Aber solange der Einheimischentarif an den Wohnsitz gekoppelt ist, sehe ich kein Problem.
Denn sonst müsste man auch Mengenrabatte, Aktionärsrabatte, Mitarbeiterrabatt etc. verbieten. Denn das ist auch diskriminierend. ;)
Eventuell müsste man eine Publikationspflicht sämtlicher Tarife einführen.
Denn dann kann jeder selber entscheiden ob er mit der Tarifpolitik des Unternehmens einverstanden ist. Und wenn ihm die Bedingungen nicht passen soll er halt in ein anderes Gebiet fahren, wo es keine Spezialtarife gibt oder den Wohnsitz wechseln ;)
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
wbiba
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Beitrag von wbiba »

hier vielleicht noch mal ein ganz informativer artikel zu dem thema:

Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/169096/


WATZMANNTHERME 02.02.2007

Klage gegen Einheimischen-Thermentarif
Das Land Salzburg hat vor drei Jahren offiziell zur Kenntnis nehmen müssen, dass Einheimischen-Tarife gegen EU-Recht verstoßen. Nun soll auch der günstige Sondertarif in der Berchtesgadener Watzmanntherme zu Fall gebracht werden.

Gegen Gratis-Eintritt für Hohensalzburg
2004 hatte ein französischer Urlauber den Gratis-Eintritt für Einheimische zur Festung mit Hilfe des Europäischen Gerichtshofes zu Fall gebracht.

Derselbe Anwalt prozessiert nun im Auftrag eines Salzburgers gegen den Einheimischen-Tarif in der Watzmanntherme in Berchtesgaden.

"Einheimischentarife seien beiderseits üblich"
Um zehn Prozent weniger Eintritt bezahlen Bürger der fünf Gemeinden rund um Berchtesgaden (Bayern) für ihr Badevergnügen. Daraus macht die offizielle Preistafel auch gar kein Geheimnis.

Einheimischentarife seien beiderseits der Staatsgrenze üblich, beschwert habe sich noch niemand, sagt der Geschäftsführer der Watzmanntherme, Michael Grießer.

"Wir bekommen eher noch bestätigende Worte. Schau doch rüber nach Österreich zu den Skiliften. Da passiert doch genau das gleiche", so Grießer.

Anwalt pocht auf gleiches Recht für alle
Ganz anders sieht das Reinhard Hauff, der auf Europarecht spezialisierte Anwalt der Salzburger Kläger. Hauff pocht auf Artikel 49 des Europäischen Vertrages.

"Dieser Artikel schreibt vor, dass Dienstleistungen für EU-Ausländer zu denselben Konditionen wie für einen EU-Einheimischen angeboten werden müssen", so Hauff.

Oberlandesgericht München am Zug
Im Falles des Gratis-Eintritts für Salzburger auf der Festung Hohensalzburg zeigte diese Argumentation Erfolg.

Damit sich der Europäische Gerichtshof mit dem Fall jedoch auseinandersetzt, muss erst ein nationales Gericht den Fall abtreten. In diesem Fall ist das Oberlandesgericht München am Zug.

Hauff: "Es geht um Rechtssicherheit"
Das kann man zwar nicht erzwingen, er sei aber zuversichtlich und habe Vertrauen in deutsche Justiz, sagt Hauff.

Es gehe ihm nicht um einige Euro, sondern um europäische Rechtssicherheit, so Hauff.

die markierte stelle ist wohl das wichtigste an dem artikel. der EuGh hat demnach diese materie schon behandelt und es ist wohl klar das das selbe gericht seine eigene rechtssprechung nicht durch folgende urteile zum gleichen thema revidieren wird. zudem ist interessant das der EuGh die oben genannte entscheidung offenbar, wie dem text zu entnehmen ist, direkt aus dem eg vertrag abgeleitet hat. es braucht dazu also nicht einmal die antidiskriminierungsrichtlinie.

also liebe österreicher, sorry aber es wird wohl nur eine frage der zeit sein bis der erste auswärtige skiurlauber klagt und die einheimischentarife geschichte sind.
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GMD
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Beitrag von GMD »

GAG hat geschrieben:ich möchte da noch anfügen, dass viele, vorallem kleinere bergbahnen von den gemeinden und kanton subventioniert oder durch zinslose darlehen unterstützt werden. das heisst also, dass wir indirekt (die provitierenden personen von vergünstigungen) den preisnachlass für einheimische bereits schon mit den steuern bezahlt haben.
Für mich ein sehr schlüssiges Argument!
TPD hat geschrieben:Denn sonst müsste man auch Mengenrabatte, Aktionärsrabatte, Mitarbeiterrabatt etc. verbieten. Denn das ist auch diskriminierend. ;)
In diesem Satz steckt ebenfalls viel wahres! Eine Fahrt aufs Jungfraujoch kostet für uns Normalsterbliche über SFr. 100.--! Wisst ihr, wieviel ein Tour-Operator für seine Gruppe Asiaten zahlt? Ich weiss es nicht, es würde mich aber nicht wundern wenn es weniger als die Hälfte ist! Ist doch auch diskriminierend, denn ich als Einheimischer habe keine Möglichkeit dieses Produkt zu kaufen. :wink:
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JB
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Beitrag von JB »

GMD hat geschrieben: In diesem Satz steckt ebenfalls viel wahres! Eine Fahrt aufs Jungfraujoch kostet für uns Normalsterbliche über SFr. 100.--! Wisst ihr, wieviel ein Tour-Operator für seine Gruppe Asiaten zahlt? Ich weiss es nicht, es würde mich aber nicht wundern wenn es weniger als die Hälfte ist! Ist doch auch diskriminierend, denn ich als Einheimischer habe keine Möglichkeit dieses Produkt zu kaufen. :wink:

ich weiss es, die kriegen den ganz normalen Gruppenpreis mit einem einstelligen Prozentsatz an Provision (ausgenommen Promotions und Sonderaktionen)
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Beitrag von GMD »

Sorry, aber das kann ich nicht glauben. Wenn da ein grosser der Branche kommt, zum Beispiel Kuoni, und mit mehreren hundert oder gar tausend Passagieren pro Jahr lockt, bekommt der doch einen Spezialpreis! Aber klar ist natürlich, das dies nicht nach aussen bekannt gegeben wird und stattdessen obige Version kommuniziert wird.
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JB
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Beitrag von JB »

ich arbeite in diesem Betrieb, und auch Kuoni hat nicht mehr
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Beitrag von GMD »

Dann gratuliere ich euch zu eurer tollen Marktposition! Das ist nicht ironisch gemeint, denn einem Kuoni oder Thomas Cook den Preis quasi vorschreiben zu können ist nicht selbstverständlich. Aber nun wieder zurück zum eigentlichen Thema!
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Theo
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Beitrag von Theo »

Ich habe den Tarif nicht verteidigt, ich habe lediglich Gründe dargelegt.

Die Tarife sind nicht unbedingt eine negative Steuer im Sinne von man kommt insgesamt billiger davon.
Ob jemand der in zermatt arbeitet in Luzern oder Zermatt die Steuern zahlt kommt für ihn finanziell aufs gleiche.

Für die Gemeinde Zermatt wo diese Person arbeitet kommt es aber nicht aufs gleiche, da geht es aber um Millionenbeträge.

Es gibt viele Orte wie Zermatt, rechnet das mal zusammen.

Ich würde den Personen welche die Einheimischentarife abschaffen wollen empfehlen die Ursachen die zu diesen Tarifen geführt haben zu bekämpfen und nicht nur den Tarif selber.
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Beitrag von Foto-Irrer »

hm, mir fällt ein Bekannter ein, der in Rust in Deutschland wohnt. Alle Einwohner dieses Ortes haben das ganze Jahr über freien Eintritt in den Europapark Rust.
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Beitrag von GAG »

Arlberg-Irrer hat geschrieben:hm, mir fällt ein Bekannter ein, der in Rust in Deutschland wohnt. Alle Einwohner dieses Ortes haben das ganze Jahr über freien Eintritt in den Europapark Rust.
Bingo!!

In irgendeiner Weise hat doch fast jeder irgendwo Vergünstigungen!

Möchte gar nicht wissen, wo dass die EU Parlamentarier und auch dessen Mitarbeiter überall provitieren, nur weil sie in Brüssel sitzen.......

Einheimischentarife kann man zudem noch selbst beeinflussen. Kann ja mein Wohort selber wählen :wink:

Gibt Leute die nur schon profitieren, dass sie mit dem richtigen Namen geboren worden sind.
Im Äusseren Kantonsteil Schwyz gibt es eine Korporation die wegen Immobilien und Landverkäufen sehr reich ist. In dieser Korporation sind gewisse Namensgeschlächter Korporationsbürger. In dieser Korporation wird jährlich jedem Bürger mehrere tausen Franken (ca. 4000.-) in bar ausbezahlt, ohne dass er etwas dafür tut.
Vor 3-4 Jahren wurde sogar jedem Korporationsbürger sage und schreibe ein einmaliger Betrag von 50'000 Franken auf Konto überwiesen.
Dagegen wurde beim Kantonsgericht klage eingereicht, welche aber keine Chance hatte.

In der Schweiz sind Urgeschlächtsnamen vielfach in irgend einer Korporation oder Genossenschaft dabei. Ich selber bin selbt ein solcher. Nur ist unsere Korporation nicht so rentabel und zudem von den Mitgliedern her sehr gross. Aber bis vor 3 Jahren bekam auch ich 10 Franken im Jahr!

Ist das denn nicht auch diskriminierend?

Von mir aus nicht! Vorfahren haben vor Jahrhunderten sehr viel dazu beigetragen und ich sehe solche Sachen auch als ein Erbe meiner Vorfahren.
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Beitrag von trincerone »

Als EU-Angestellter bekommt man ohnehin den Allerwertesten so mit Kohle voll geblasen - ich kann nur jedem raten, für die EU zu arbeiten! :D

Wie dem auch sei: Lösungsvorschlag - ganz einfach Saisonkarten. Eine wunderbare Saisonkarte für einen regionalen Verbund, wo man am Ende des Monats prozentual nicht genutzte Tage gutschreiben lassen kann und ausgezahlt bekommt. Ist nur für Einheimische interessant und verstößt nicht gegen geltendes Recht. :D

[P.S. Genau so läuft es in der Praxis so oder so immer. Die Leute finden ihre Möglichkeiten, die Dinge so zu tun, wie sie es für sinnvoll halten, Papierhaufen in Brüssel, Wien oder Berlin hin oder her. Gerade im Antidiskriminierungsbereich haben diese Gesetze die Welt noch nie gerechter gemacht - das hat die Wissenschaft schon seit den 70er Jahren belegt. Aber politisch funktionieren sie hervorragend, weil sich damit excellent Sand in die Augen streuen lässt. Sieht man derzeit wieder sehr schön hinsichtlich des Klimawandels. Schade - eigentlich ist das ein viel zu wichtiges und ernstes Thema, um es politisch zu missbrauchen. Interessant auch: Europa, Deutschland und Verbraucherschutzrecht - da weiß man oft nicht, ob man lachen oder weinen soll. ]
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Re: EU will Schluss machen mit Einheimischen-Tarifen

Beitrag von snowflat »

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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: EU will Schluss machen mit Einheimischen-Tarifen

Beitrag von schmittenfahrer »

Hoffentlich gibt es noch mehr, die so denken wie der Herr Eisenmann.
Ich frage mich, was jetzt die Touristen von der Sache haben sollen- sie zahlen ja immer noch den selben Preis. Die Verlierer sind nur die Einheimischen! :evil: Der Preisunterschied führt dann wohl letzlich dazu, dass die Einheimischen, die keine Saisonkarte haben, weniger Skifahren und somit die Bergbahnen auch nicht viel von der Sache haben. Der Preisunterschied ist nämlich zwischen den beiden Karten ist sehr groß!
Ich frage mich, ob die EU dann auch Rabattmarken, die manchmal von irgendwelchen Geschäften im Briefkasten zu finden sind, abschaffen will. Das ist nämlich auch eine Art Einheimischenermäßigung :wink: .
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Re: EU will Schluss machen mit Einheimischen-Tarifen

Beitrag von k2k »

Werden nicht diverse Bergbahnen auch mit EU-Geldern subventioniert? Nur mal so als Denkansatz...
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Re:

Beitrag von Pilatus »

Theo hat geschrieben:Einheimischentarife, warum gibts die eigentlich?

Richtig: Wegen den Steuergesetzen!

Ich versuchs mal anhand vom schweizer Steuergesetz zu erklären.

Ein paar junge Leute aus einer steuergünstigen Gemainde entscheiden sich einmal einen Winter zu uns ins Wallis zu ziehen und einee Stele in einem Hotel, in einem Sportgeschäft oder auch sonst wo anzutreten.
Ihnen geht es aber allen weniger um die arbeit sondern viel mehr um möglichst oft auf der Piste zu sein und dazu braucht es dann halt einen Skipass, welcher möglichst wenig kosten sollte.

Nun diese jungen leute sind nicht nur in den Bergen unterwegs sondern auch im Ort und dort brauchen sie auch ziemlich viele öffentliche Einrichtungen welche von der Gemeinde unterhalten werden und diese ist daher auf möglichst vile Steuereinnahmen angewiesen.

Nun ist es so, das man in der Schweiz an seinem offiziellen Wohnort, dort wo der Heimatschein hinterlegt ist, steuerpflichtig ist. Vielviel man dort ist, ist der beteffenden Gemeinde so ziemlich egal.

So ziehen also diese jungen Leute ins Wallis und brauchen dort auch Einrichtingen welche von der Gemeinde finanziert werden, die Steuern bezahlen sie allerdings weiter in ihrer steuergünstigen Gemeinde im Flachland.

Soweit sogut. Neineben nichts ist gut so, denn der eine bekommt viel ohne Leistungen erbringen zu müssen und der andere bekommt gar nichts und muss viele Leistungen erbringen.

Was also tun?
Die Wintersportstationen sind auf Steuer angewiesen also müssen sie auch schauen das möglichst alle wo dort arbeiten und wohnen auch dort ihre Steuern bezahlen und um das zu erreichen muss man eben einen finanziellen Anreiz schaffen und das kann man nur dadurch das Leistungen im Ort durch Sondertarife für Einheimische verbilligt werden.

Ich wage jetz mal zu behaupten, das bei uns in Zermatt mehr als 1000 auswärtige Personen wohnen und Steuern zahlen, die aber ohne einen Einheimischentarif ihre Papiere nie nach Zermatt gebracht hätten und die Steuern an irgendeinem Ort bezahlen würden obwohl sie das ganze Jahr aus keine 10 Tage mehr dort sind.

Was das für uns ausmacht könnt ihr euch jetzt selbst ausrechnen.

Was haben nun die Bergbahnen mit der Gemeind zu tun?
Auch wenn die Gemeinde Akionär ist haben die finanziell mitteinander gar nichts zu tun.
Nehmen die Bahnen weniger ein nur dafür das die Gemeinde mehr bekommt?
Nein sicher nicht. Die Bahnen verlaufen aber zu einem grossen Teil über Gemeindegebiet und dafür werden dann halt keine Entschädigungen gezahlt, man kann an teilweise Orten mit Wasser von der Trinkwasserversorgung schneien etc.

Will man den Einheimischentarif abschaffen muss zuerst eine komplette Steuerreform her. Schafft man den Einheimischentarif ohne Steuerreform ab sind sämtliche Gemeindekassen in den Wintersportorten schneller leer als ihr Pulverschnee buchstabieren könnt.

Wenn ich richtig informiert bin gibt es in der EU auch Länder wo die Steuern an eine Zentralstelle gezahlt werden. Ausgezahlt wird dann aufgrund von verschiedenen Faktoren, unter anderem auch von der Einwohnerzahl.
Hier müssen die Gemeinden halt auch schauen das sie auf eine möglichst hohe Einwohnerzahl koommen um sich die nötigen Investitionen leisten zu können.
Theo ich schätze dich sehr, doch das was da oben steht halte ich für total an den Haaren herbei gezogen... ;)
Wo soll bitte mein Interesse liegen, wegen eines günstigeren Skipasses meinen Wohnsitz aus meinem "Steuerparadies" nach Zermatt zu verlegen? Den Skipass bekommt man dafür billiger, aber dafür zahlt man mehr Steuern. Dazu der ganze Amdministrative Aufwand (der auch für die Gemeinde nichts als Kosten verursacht!). Toll! Zudem verdienen solche Gelegenheitsarbeiter sehr schlecht, deren Abwanderung könnte die Gemeinde wohl verkraften, da sie eh fast nichts an Steuern liefern. Wenn der Fall so ist wie in Zermatt, wo die Gemeinde viele Aktien der Bergbahnen besitzt, könnte es sogar von Vorteil sein, wenn man den Einheimischen Tarif abschafft. Dadurch werden die Einnahmen der Bergbahnen wesentlich erhöht und die Gemeinde kriegt eine Dividende sowie zusätzliche Steuereinnahmen. Von den (1000) Typen die desshalb ihren Wohnsitz nicht mehr nach Zermatt verlagern profitiert die Gemeinde aber immer noch, da sie weiterhin da sind, da konsumieren und teure Skipässe kaufen.
Wenn man die ganze Diskussion etwas kritisch betrachtet geht es doch einzig und alleine darum, dass die "richtigen" Einheimischen ihre Privilegien nicht aufgeben wollen und Argumente suchen, wieso diese berechtigt seien.
Ich persöhnlich bin da eigentlich gar nicht dagegen, denn das soll von mir aus jede Unternehmung selber entscheiden können. Oder man macht den Radikalschlag und schafft gleich auf der ganzen Welt das Recht an gewisse Gruppen Rabatte zu vergeben ab. Dann verlieren alle ihre Privilegien, was das ganze wieder ausgleicht ;)
theo spricht da ein wichtiges thama an.
ich möchte da noch anfügen, dass viele, vorallem kleinere bergbahnen von den gemeinden und kanton subventioniert oder durch zinslose darlehen unterstützt werden. das heisst also, dass wir indirekt (die provitierenden personen von vergünstigungen) den preisnachlass für einheimische bereits schon mit den steuern bezahlt haben. in der schweiz könnten viele bergbahnen ohne unterstüztung von steuergeldern gar nicht mehr überleben.
Das ist ein sehr einleuchtendes Argument! Damit wird der Steuerzahler quasi zum konsumieren des Produktes "Bergbahn" gezwungen... Dass dann die Vergünstigung für jene wegfällt, die diesem "Konsumationszwang" nicht unterliegen (sprich ihren Anteil noch nicht bezahlt haben) ist nichts als logisch!
aber die EU hat ja e ein problem mit dem steuerrecht (vorallem der der schweiz) :evil:
Nunja, das Schweizer Bankgeheimniss schützt aber auch Bürger, die eigentlich gegen Schweizer Recht verstossen hätten. Wie dann die Bestrafung ausfällt wäre wiederum eine andere Sache... :wink:
Eventuell müsste man eine Publikationspflicht sämtlicher Tarife einführen.
Naja, wenn man das aber auf andere Gewerbe übertragen würde, gäbe es aber ein ziemliches Chaos... Denn sind solche Rabatte immer festgeschrieben und sind diese nicht tw. pure Willkür?
Was ich genauso ungerecht wie Einheimischen Tarife finde...Ich sehe einfach keinen überzeugenden Grund, warum man von Auswärtigen mehr verlangt als von Einheimischen. Sorry, das kommt für mich der Abzocke gleich.
Weil die sich tw. die Preise gar nicht leisten könnten?

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