Schigebiete am Alpenhauptkamm

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thun
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Beitrag von thun »

Ifen im Kleinwalsertal (C1); in 10 Minuten ab Berstation zu Fuss auf den Kamm. Einie Seite entwässert ins Schwarze Meer, die andere in die Nordsee.
Razz Laughing Laughing
Dann ist Warth-Schröcken (fast) ein A1 und über St. Anton und Galtür könnte man dann auch als C1 diskutieren. :wink: :lol:

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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Das nicht ernst gemeinte Ifen-Beispiel sollte nur verdeutlichen, dass das Kriterium Wasserscheide meiner Meinung nach nicht als Hauptkriterium für die Definition des Alpenhauptkamms dienen kann, sondern allenfalls als begleitendes Kriterium.

Das wird auch am Beispiel des östlichen Alpenhauptkamms deutlich, wo auf beiden Seiten zum Schwarzen Meer entwässert wird. Okay, auf der Südseite erfolgt dies über den Umweg Drau und im Norden direkter über die Donau. :wink:
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CV
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Beitrag von CV »

wg. der Definition des Alpenhauptkammes in Gerrits Sinne würde ich schon rein hydrographische Gesichtspunkte einbeziehen, weder Wetter noch Geologie. Dann lässt sich das am leichtesten auseinanderklamösern, auch wenn's im Süden und Osten etwas unscharf wird, also:

- Wasserscheide Zuflüsse Rhone vs. Zuflüsse Po/Etsch/Adria
- Wasserscheide Zuflüsse Rhein vs. Zuflüsse Po/Etsch/Adria
- Wasserscheide Zuflüsse Donau vs. Zuflüsse Po/Etsch/Adria

Demnach ist Andermatt der "zentralste" Punkte, weil dort die 3 Wasserscheiden zusammenstoßen (Furka, Gotthard, Oberalp edit: meinte Maloja), was ja auch rein geographisch und dem alpinen Charakter der dortigen Gegend nach Sinn macht.

demnach müsste z.B. Crans Montana (oder auch Leukerbad/Gemini) gestrichen werden, was m.M. auch gerechtfertigt wäre.


- Madesimo ist A2: Ort im Süden, Val di Lei im Norden

- Schnalstal ist eindeutig A2: der Finail-Teil des Gletschers fließt nach Norden

- Das Rojental am Reschen fließt m.M.n. auch ohne Stausee NICHT nach Norden, auch wenn ich zugestehen muss, das nicht genau in Erinnerung zu haben.
Die Staatsgrenze liegt zwar tatsächlich im Norden der Wasserscheide, aber der Ausfluss des Tales m.E. nicht. Für die beiden alten SL nahe der Ortschaft Reschen könnte das schon eher zutreffen.
Zuletzt geändert von CV am 13.10.2007 - 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von gerrit »

Nun, es handelt sich beim Alpenhauptkamm wohl um eine Kombination aus Höhe und Wasserscheide, d.h. es geht nicht darum, in welches Meer das Wasser letztendlich kommt. Schließlich fließt die Rhone auch ins Mittelmeer, obwohl sie eigentlich nördlich des Alpenhauptkammes ist.
Tatsache ist, dass das Wasser süd-(östlich) des Hauptkammes entweder ins Mittelmeer (Po oder kleinere Flüsse in Ligurien) oder über die Drau in die Donau fließt. Daher denke ich, dass der Semmering auch als Ort am Alpenhauptkamm durchgeht (D1). Die Wasserscheiden nördlich des Inntals (Arlberg, Kleinwalsertal) haben jedoch m.E. nichts mit dem Alpenhauptkamm zu tun.
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Beitrag von CV »

öh, von Trennung nach Meeren hab ich nichts geschrieben?!

BTW: Man spricht doch auch hin und wieder mal von AlpenOSTrand. Das wäre für mich ein Hinweis, dass man den "Hauptkamm" bei seinen östlichen Ausläufern gar nicht mehr definieren braucht... eben wie Du wg der nötigen Höhe schreibst... dort ist's einfach zu niedrig. (Steinigt mich, liebe Alpenostrandfans ;-) )
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Beitrag von gerrit »

@CV
Mein Post habe ich geschrieben, ohne Deines gelesen zu haben, ich hab mich da auf frühere Posts bezogen was die Wasserscheiden betrifft. Allerdings muß die Wasserscheide Donau - Drau sehr wohl noch berücksichtigt werden für die Definition, weil sonst gäb es ja auch bei den Hohen Tauern z.B. keinen Alpenhauptkamm mehr. Und diese Grenze läßt sich prinzipiell auch ganz nach Osten durchziehen.
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Beitrag von gerrit »

Aber schönen Dank für die Hinweise auf Madesimo und Schnalstal als A2!
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Am Beispiel Madesiom sieht man auch, wie verwinkelt der Alpenhauptkamm sein kann. Der läuft an dieser Stelle nicht in West-Ost-Richtung, sondern exakt in Nord-Süd-Richtung.

Unweit von dort ist am Piz Lunghin auch die 3-fach-Wasserscheide zwischen Po, Rhein und Donau.
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Beitrag von Martin_D »

CV hat geschrieben: - Das Rojental am Reschen fließt m.M.n. auch ohne Stausee NICHT nach Norden, auch wenn ich zugestehen muss, das nicht genau in Erinnerung zu haben.
Die Staatsgrenze liegt zwar tatsächlich im Norden der Wasserscheide, aber der Ausfluss des Tales m.E. nicht. Für die beiden alten SL nahe der Ortschaft Reschen könnte das schon eher zutreffen.
Ich habe in dem Buch "Südtirol für Bergwanderer" nachgeschaut und muss in der Tat meine frühere Aussage korrigieren. Dort steht zum Rojental:
Naturkundlich ist vor allem der Eingang ins Rojental ungemein interessant, da das Tal trotz seiner Zugehörigkeit zum Vinschgau eine völlig "falsche" Richtung aufweist (Süd-Nordost statt normalen "Nordwest-Südost): Auch entwässern die Bäche am Piz Lat nicht zur Etsch hin, sondern nach Norden über den Stillerbach zum Inn. Wir begegnen hier dem umgemein anschaulichen Beispiel einer "rückschreitenden Erosion" Einfacher ausgedrückt hat die Etsch durch ihr größeres Gefälle das Einzugsgebiet des Inn angezapft
Der Hauptbach des Rojentals wird also entgegen meiner früheren Aussage nicht künstlich in den Reschensee geleitet. Ich habe auch noch auf einer besseren Karte (Tabacco, Obervinschgau 1 : 25000) nachgesehen. Der Hauptkamm verläuft vom äußeren Nockenkopf bis etwa 250 Höhenmeter über dem hintersten Teil des Reschensees direkt nach Osten. Von da an knickt er nach Nordosten und trifft dort in der Nähe des Talschleppliftes von Reschen auf den Reschenpass.

Das Skigebiet Reschen/Schöneben/Rojen befindet sich von dem nicht mit dem Hauptgebiet verbunden Tallift abgesehen demnach vollständig südlich des Hauptkamms. Sowohl von der Gondeltalstadion in Reschen als auch von Rojen ist der Hauptkamm innerhalb der zwei Stunden erreichbar. Deshalb Kategorie C3.
Zudem gehört Haider Alm gehört nicht erwähnt.

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CV
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Beitrag von CV »

CV hat geschrieben:
Demnach ist Andermatt der "zentralste" Punkte, weil dort die 3 Wasserscheiden zusammenstoßen (Furka, Gotthard, Oberalp), was ja auch rein geographisch und dem alpinen Charakter der dortigen Gegend nach Sinn macht.
ups, ist mir in der Eile passiert: Oberalp war natürlich falsch (ist ja Rheintal)... Maloja wäre richtig!
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Beitrag von Gletscherfloh »

gerrit hat geschrieben:@CV
Mein Post habe ich geschrieben, ohne Deines gelesen zu haben, ich hab mich da auf frühere Posts bezogen was die Wasserscheiden betrifft. Allerdings muß die Wasserscheide Donau - Drau sehr wohl noch berücksichtigt werden für die Definition, weil sonst gäb es ja auch bei den Hohen Tauern z.B. keinen Alpenhauptkamm mehr. Und diese Grenze läßt sich prinzipiell auch ganz nach Osten durchziehen.
(@gletscherfloh: Hilfe!)
Natürlich haben auch die östlichen Ostalpen einen Hauptkamm. Und dass hydrographisch sowohl die nördliche Seite als auch die südliche Seite in das Schwarze Meer entwässert (über die Donau bzw. über die Drau und dann über die Donau) tut eigentlich nix zur Sache (dann hätten die Karpaten ja gar keinen Hauptkamm, da ja dort letztlich alles ins Schwarze Meer entwässert). Es ist eben so, dass der Alpenhauptkamm nicht überall eine "europäische Hauptwasserscheide" (also z.B. Nordsee/Mittelmeer) darstellt. Am Alpenostrand ist der Alpenhauptkamm allerdings in der Tat nicht mit dem "unbewaffneten" Auge leicht auszumachen, d.h. man müsste da die grossmasstäbigen Karte nach den jeweiligen hydrographischen "Trennlinien" durchsuchen. Semmering ist aber definitiv am Alpenhauptkamm (Nordseitig entwässert in die Donau, Südseite via Mur in die Drau.

Beim Niederalpl hab ich jetzt extra nachgeschaut. Das ist in der Tat wahrscheinlich ein interessantes Gebiet (A2). Teile der Pisten und Lifte liegen in Gebieten, die über die Mürz-Mur in die Drau entwässern. Während der obere Bereich und der eine kurze Lift (zumindest im Bereich der Talstation) oberhalb der Wetterinalm über die Salza-Enns in die Donau entwässert. Man kann also - ganz ohne Aufstieg - sowohl nördlich als auch südlich des Alpenhauptkamms Skifahren.
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Beitrag von Werna76 »

gerrit hat geschrieben:Ganz im Osten bin ich mir nicht sicher, aber ich glaube mich erinnern zu können, dass definitionsgemäß der Alpenhauptkamm am Rosaliengebirge endet
Nun ja, wenn das so korrekt ist...
Dann sollte auch das Burgenland in dieser Liste nicht fehlen! :D

Seillift auf der Rosalia! Kategorie D1 oder D2 :wink:
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Beitrag von Fab »

Wir können ja die verschiedenen Definitionen zusammenführen zu einem gefühlten Alpenhauptkamm :D

@ Gletscherfloh

Möchte Dir was den Semmering betrifft widersprechen.

Wenn man am östl. Ende der Ostalpen, dort wo diese langsam in die pannonische Ebene übergehen, eine gedachte Linie von West nach Ost zwischen den einzeln stehenden Bergmassiven zieht, dann bilden folgende Massive den Kamm.
Hochschwab, Schneealpe, Rax u. Schneeberg.

Der Semmering am Südrand trennt nur das Mürztal u. den Zugang zum Wiener Becken. Es ist der revolutionäre Bahnbau der K u. K-Ingenieure der dem Semmering Bedeutung verleiht.
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Beitrag von Gletscherfloh »

@Fab: Der Schneeberg ist zwar der östlichste Zweitausender der Alpen, allerdings entwässert auch seine gesamte Südseite (Schwarzatal) nach Norden in die Donau. Nach der hydrographischen Definition des Alpenhauptkamms liegt somit das gesamte Schneebergmassiv nördlich desselben.

Die Südseite der Rax entwässert hingegen ins Mürztal (dann Mur-Drau ...). Dort wäre also der Hauptkamm anzusiedeln, der sich dann über Preiner Gscheid und Kampalpe (nördlich von Spital/Semmering) und dann in östl. Richtung zum Pinkenkogel und Semmering weiterzieht. Dann "läuft" der Alpenhauptkamm langsam über den Wechsel aus ...

Die Tatsache, dass es auch nördlich des Hauptkamms höhere Berge gibt ändert nichts am Verlauf entlang der jeweiligen Hauptwasserscheiden. Auch der Dachstein ist z.B. höher als die südlich von ihm gelegenen Niederen Tauern (die dort ganz eindeutig den Alpenhauptkamm bilden). Ähnliche Beispiele findet man auch in der Schweiz (Glarner Alpen versus Adulaalpen).

Wobei hier im Osten die Sache wirklich etwas verflixt ist. Eine Bäche bzw. Flüsse machen schon arge Wendungen (z.B. eben gerade die Mürz, die ja sogar noch in Niederösterreich entspringt und die ersten paar Kilometer sogar nach Norden fliesst, ehe sie sich für die Steiermark entscheiden kann ...).

So gesehen können unsere Berge hier nicht mit den tollen Alpenhauptkammerlebnissen wie in Salzburg oder Tirol mithalten (dafür ist hier der Föhn auch nicht so garstig und frisst über Nacht den ganzen Schnee weg wie z.B. in Gastein etc.).
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Der Schwarzwald ist überhaupt kein richtiges Gebirge - er hat keinen Hauptkamm.

Ganz anders die Vogesen: Die haben einen ganz eindeutig ausgeprägten Hauptkamm.

Beim Jura bin ich mir nicht sicher, ob man die südöstlichste (weil höchste) Falte als Hauptkamm bezeichnen kann.
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Beitrag von gerrit »

Hab jetzt mal ein bißchen geordnet und upgedatet, relativ komplett dürfte die Liste bis Nauders sein, ab dann hab ich freihändig gearbeitet (ohne Karte), da dürfte sich noch einiges ändern bzw. noch manches dazukommen.

Schigebiete am Alpenhauptkamm

Mönichkirchen-Mariensee (B1, ev. sogar A1???)
Feistritzsattel (C1 oder C3)
(Maria Schutz, Sonnwendstein, C1 oder C3, dzt. nicht in Betrieb)
Semmering – Hirschenkogel (D1)
Preiner Gscheid (D2, C1 oder C3)

nun folgt das „Mürz-Problem“: wenn man sich an die Wasserscheide hält, dann macht der Alpenhauptkamm hier einen erheblichen Schlenkerer nach Norden über Rax, Schneealpe zum Göller, dann wäre das nächste Gebiet das

Kernhofer Gscheid (Göllerlifte) C3

Niederalpl (Sonderfall, Mischung aus D1 u. D2)
Veitsch / Brunnalm C3
Steirischer Seeberg (B1 oder D1)
Präbichl (D1)
Wald am Schoberpass / Sonnberglifte (D1?)
Hohentauern (D1)
Obertauern (D1)
Mallnitz / Ankogel (C1 oder C3)
Mölltaler Gletscher / Schareck (B1)
Uttendorf – Weißsee / Medelzkopfbahn (B1)
Heiligenblut (D1b): Kamm von einer Talstation in ? Minuten erreichbar...
Gries am Brenner / Sattelberg (ev. C3, als es noch in Betrieb war)
Hochgurgl / Schermerspitz (C1, früher B1, wobei ich mir aber nicht mehr sicher bin, ob das dort wirklich der Hauptkamm ist)
Hochgurgl / Wurmkogel (B1)
Kurzras / Schnalstal (A2?, B2?, da bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, wie dort die Abfahrt genau verläuft bzw. wie die Lifte im Verhältnis zur Wasserscheide stehen)
Kauntertaler Gletscher / Falginjoch (B1 oder B2?)

Reschenpass (Nauders): interessant durch den unklaren Verlauf der Wasserscheide im Reschen-Stausee. Rojental würde nach Norden entwässern, Langtauferertal aber wohl nach Süden, damit aber m.E. (zumindestens lt. der mir vorliegenden Karte) das Bergkastelgebiet von Nauders bis zum oder knapp zum Kamm erschlossen (B1 oder C?)
Reschenpass (Reschen-Schöneben): für mich eher D1a (Hauptkamm von einer Talstation in Kürze zu erreichen)

Ab hier hab ich im Moment keine gescheite Karte mehr, daher nur eine Auflistung der bisher genannten Gebiete (bitte auch in die richtige Reihenfolge bringen):

Mischuns / Mustair (C3??)
Livigno???
Pontresina / Lagalb (B1)
Bivio?
Splügen?
San Bernadino
Andermatt / Gemsstock (C3??)
Madesimo (A2)
Macugnaga (B1, früher mit Sommerschilift auf der Nordseite ev. A2)
Monte Rosa (C3???)
Zermatt / Cervinia (A1)
Super St. Bernard (B1)
Courmayeur (B1)
Chamonix (C3?)
La Thuille / La Rosiere (A1)
Montgenevre (A1?)
Bardonecchia (C3?)
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Beitrag von piano »

Ich habe mir einmal die Skigebiete zwischen Nauders und Chamonix genauer angeschaut, in Ost-West-Richtung:

Minschuns: B2
Livigno: nein
Pontresina/Lagalb: B1
Maloja: D1
Bivio: C3
Madesimo: A2
Splügen: C3
San Bernardino: nein
Gemsstock: C3
Rifugio 3A: C2
Rothwald: C3
Saas Grund: C3
Macugnaca: C1
Zermatt-Cervinia: A1
Super St.Bernard: A2

Problematisch finde ich die Unterscheidung zwischen der Kategorie C3 und "gar nicht". In Livigno müsste von der nächstgelegenen Bergstation 700 Höhenmeter Routenabfahrt und anschliessend 300 Höhenmeter bergauf zum Passo di Foscagno züruckgelegt werden. Das Skigebiet ist aber mehrere km vom Hauptkamm entfernt.
In verschiedenen Skigebieten gelangt man von einer Bergstation durch eine Traverse zwischen 1 und 2 km Länge zu einer Passhöhe auf dem Alpenhauptkamm: Von Bivio zum Septimerpass, von Splügen zum Splügenpass, von Rothwald zum Simplonpass. Diese Gebiete habe ich als C3 eingestuft.
Beim Gemsstock gelangt man durch eine Reihe von Routenabfahrten und Aufstiegen zum Hauptkamm, ich denke es wäre in 2 Stunden möglich.
In Saas Grund schliesslich müssen von der Bergstation 300 Höhenmeter bergauf zurückgelegt werden, von daher sicher C3.

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Beitrag von Chasseral »

Schade, dass der mit dem Ziel Langlebigkeit erstellte Thread doch irgendwie versandet ist.

- Montgenevre ist wohl kein Alpenhauptkamm-Skigebiet. Dieser befindet sich wohl am Lautaret-Pass.

- Ist Mönichkirchen inzwischen geklärt, ob dies ein A- oder B-Skigebiet ist? Nach mündlicher Aussage scheint es A (A1?) zu sein. Ob hinten ein Lift runter geht, müsste ja eigentlich leicht feststellbar sein. Als "Außerirdischer" bin ich dennoch leicht überrascht, dass Mönichkirchen hier zu finden ist. Gemäß meiner Straßenkarte liegt Mönichkirchen am Südost-Rand der Alpen und damit überhaupt nicht am Alpenhauptkamm. Bin aber für diesen Bereich Erdoberfläche keineswegs kompetent.
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Beitrag von gerrit »

Der Alpenhauptkamm muß sich naturgemäß bis zum Ostende der Alpen hinziehen, definiert ist er letztlich nicht durch die höchsten Berge der Region sondern durch die Wasserscheide. Mönichkirchen liegt auf einem Sattel, die Talstation der KSB zur Mönichkirchner Schwaig hingegen etwas verschoben auf einem Hang eindeutig auf der Südseite des Kammes. Von dort aus wird über die Drau zur Donau entwässert, was östlich von Osttirol als Kriterium für die Alpensüdseite gilt. Der zweite Talort der Schischaukel, Mariensee, befindet sich in einem Tal zwischen den beiden Zügen des Wechselgebirges und entwässert nach Norden über andere Flüsse (Leitha?) zur Donau. Mönichkirchen-Mariensee steht daher auf einer Ebene mit Zermatt-Cervinia und La Thuille-La Rosiere.
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Re:

Beitrag von Wombat »

Vinz hat geschrieben: - Simplon C3 (falls es dort in irgendeiner Form einen Skilift gibt)
Auf der Pass Höhe gibt es einen Skilift. Und da der der Pass die Wasserscheide ist, ist der Lift sicher B1 und je nach dem wie die Pisten verlaufen sogar A1.

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