Neues in Ischgl/​Samnaun – Silvretta Arena

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus Österreich
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s.oliver78
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von s.oliver78 »


saas-zer
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von saas-zer »

Alpine Vegetation in den zu erschließenden Höhen ist einfach sehr empfindlich und kann auf absehbare Zeit auch nicht renaturiert werden, in diesen Höhen führt die Neuerschließung grundsätzlich nur zur Zerstörung von ursprünglicher Natur.
Dabei ist es völlig unerheblich, ob man bestimmte Flächen als Naturschutzgebiet oder wie auch immer bezeichnet.

Bsp:
http://s12b.directupload.net/file/d/187 ... 3b_jpg.htm
Umweltfrevel: Abfahrt vom Pezid in Serfaus in gleicher Höhenlage und ähnlichem Klima


Im Gegensatz dazu fallen Skipisten in niedrigerer Höhenlage fast gar nicht auf.

renaturierte, beschneite Skiabfahrt in Serfaus auf ca. 2200m Seehöhe
http://s8.directupload.net/file/d/1872/ogr4ezqd_jpg.htm

Mal abgesehen davon reichen für den überdurchschnittlichen Skifahrer die vorhandenen Möglichkeiten in Ischgl meines Erachtens völlig aus, um sich skifahrerisch auch 14 Tage am Stück zu entfalten.
Richie
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Richie »

Interessant ist, dass der Umweltanwalt ein eigenes Gutachten in Auftrag gibt, obwohl schon zwei neutrale, andere Gutachten noch in Arbeit sind.

Das hat doch einen gewissen faden Beigeschmack, welcher Gutachter macht denn ein für seinen Auftraggeber negatives Gutachten!? Ein Schelm ist wer hier Böses denkt...
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bergfuxx
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von bergfuxx »

Es gab auch mal Zeiten, da mussten Pisten nicht in den Berg 'gebaut' werden und man konnte im Winter trotzdem drauf fahren. Die natürliche Schneedecke reichte aus, um Unebenheiten auszugleichen und sogar auch Wurzelwerk und größere Steine verschwinden zu lassen. Und wenn ich mir den Berg so ansehe, müsste ich nicht unbedingt mit Caterpillar & Co. auffahren, um dort Skibetrieb zu ermöglichen, natürlich abgesehen von den Stationen und Stützen.
Piz Val Gronda Sommer mit Fluchthorn und Zahnjoch
molotov
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von molotov »

Richie hat geschrieben:Interessant ist, dass der Umweltanwalt ein eigenes Gutachten in Auftrag gibt, obwohl schon zwei neutrale, andere Gutachten noch in Arbeit sind.

Das hat doch einen gewissen faden Beigeschmack, welcher Gutachter macht denn ein für seinen Auftraggeber negatives Gutachten!? Ein Schelm ist wer hier Böses denkt...
die anderen zwei gutachten machen das natürlich völlig ohne auftraggeber... würde eher sagen hier wird für waffengleichheit gesorgt.

natürlich soll das in erster linie ein "freeride" sektor werden. wie soll das denn gehen, bei den massen dir dort hoch transportiert werden, wird das höchstens ne buckelpiste. wenn dann erstmal gebaut ist, wird man sagen: ohh wir sind vom andrang überrascht, zur sicherheit aller müssen die pisten modelliert werden. und dann sind wir genau dort wo wir momentan stehen: "ischgl hat keinen freeride sektor, aber um die heidelberger hütte rum sieht das gelände super aus..." ischgl ist groß genug und ich habe auch schon tolle variantenberichte aus ischgl gesehen, möglich ist dort durchaus was.
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Gwosdew
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Gwosdew »

Die SSAG ist ein Unternehmen, welches sehr bemüht ist, sein vorhandenen Anlagen und Pisten
auf Top Niveau zu halten, sowie das Unternehmen weiter zu entwickeln, sprich weitere Gebiete zu erschliessen.
Jedes Unternehmen dieser Welt ist verpflicht sich weiter zu entwickeln, ansonsten hat das mittel- und
langfristig böse Folgen.
Zum Beispiel den blöden Effekt, daß andere, in diesem Fall Skigebiete, attraktiver werden,
besonders wenn es zu spektakulären Zusammenschlüssen kommen sollte, und dann Ischgl langsam aber sicher
in den Hintergrund gedrängt wird.
Es gibt ja in diesem Forum eine Vielzahl von Ideen von Zusammenschlüssen, die mehr oder weniger real oder spekulativ sind.
Allein die Visionen See - Serfaus oder Kappl - St. Anton sind erhötes Gefährdungspotenzial für Ischgl,
besonders weil die Orte dann mit größeren Skigebiet automatisch die Bettenzahl erhöhen werden, also mehr Touristen
( von Ischgl? ) ansaugen werden.
Ich kenne Ischgl nun schon seit 1986, und fand den fortschrittlichen Power der SSAG immer beeindruckend,
also bin ich weiterhin Befürworter dieses Gebietserweiterung, damit Ischgl weiterhin hochattraktiv bleibt.
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jokehan
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von jokehan »

Gwosdew hat geschrieben:Die SSAG ist ein Unternehmen, welches sehr bemüht ist, sein vorhandenen Anlagen und Pisten
auf Top Niveau zu halten, sowie das Unternehmen weiter zu entwickeln, sprich weitere Gebiete zu erschliessen.
Jedes Unternehmen dieser Welt ist verpflicht sich weiter zu entwickeln, ansonsten hat das mittel- und
langfristig böse Folgen.
Zum Beispiel den blöden Effekt, daß andere, in diesem Fall Skigebiete, attraktiver werden,
besonders wenn es zu spektakulären Zusammenschlüssen kommen sollte, und dann Ischgl langsam aber sicher
in den Hintergrund gedrängt wird.
Es gibt ja in diesem Forum eine Vielzahl von Ideen von Zusammenschlüssen, die mehr oder weniger real oder spekulativ sind.
Allein die Visionen See - Serfaus oder Kappl - St. Anton sind erhötes Gefährdungspotenzial für Ischgl,
besonders weil die Orte dann mit größeren Skigebiet automatisch die Bettenzahl erhöhen werden, also mehr Touristen
( von Ischgl? ) ansaugen werden.
Ich kenne Ischgl nun schon seit 1986, und fand den fortschrittlichen Power der SSAG immer beeindruckend,
also bin ich weiterhin Befürworter dieses Gebietserweiterung, damit Ischgl weiterhin hochattraktiv bleibt.
^^ Diese Aussage könnte ich genau so unterschreiben :!: :top:
molotov
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von molotov »

jokehan hat geschrieben:
Gwosdew hat geschrieben:Die SSAG ist ein Unternehmen, welches sehr bemüht ist, sein vorhandenen Anlagen und Pisten
auf Top Niveau zu halten, sowie das Unternehmen weiter zu entwickeln, sprich weitere Gebiete zu erschliessen.
Jedes Unternehmen dieser Welt ist verpflicht sich weiter zu entwickeln, ansonsten hat das mittel- und
langfristig böse Folgen.
Zum Beispiel den blöden Effekt, daß andere, in diesem Fall Skigebiete, attraktiver werden,
besonders wenn es zu spektakulären Zusammenschlüssen kommen sollte, und dann Ischgl langsam aber sicher
in den Hintergrund gedrängt wird.
Es gibt ja in diesem Forum eine Vielzahl von Ideen von Zusammenschlüssen, die mehr oder weniger real oder spekulativ sind.
Allein die Visionen See - Serfaus oder Kappl - St. Anton sind erhötes Gefährdungspotenzial für Ischgl,
besonders weil die Orte dann mit größeren Skigebiet automatisch die Bettenzahl erhöhen werden, also mehr Touristen
( von Ischgl? ) ansaugen werden.
Ich kenne Ischgl nun schon seit 1986, und fand den fortschrittlichen Power der SSAG immer beeindruckend,
also bin ich weiterhin Befürworter dieses Gebietserweiterung, damit Ischgl weiterhin hochattraktiv bleibt.
^^ Diese Aussage könnte ich genau so unterschreiben :!: :top:
teufelskreis? die skifahrer werden eher nicht mehr in den nächsten jahren
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Theo
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Theo »

teufelskreis? die skifahrer werden eher nicht mehr in den nächsten jahren
Hier ein eimal in der Presse aufgeschnapptes Zitat eines Umweltaktivisten: Wir befürchten dass durch die steigende Anzahl Skifahrer die Bergbahnbetreiber immer neue Gebiete erschgliessen wollen.
Die Anzahl Skifahrer / Snowboarder mag zwar im Verhältnis zur Bevölkerung abgenommen haben, blöderweise wächst aber die Bevölkerung immer weiter. Ausserdem hat sich halt das ganze verschoben. Viele kleine gibt es nicht mehr oder se haben nur noch wenig, bei den ganz Grossen läuft dafür der Laden aber richtig.

Zu dem oben eingefügten Link mit dem Pezidbild:
Wenn man etwas genauer hinsieht sieht man auch dass es wesentlich unterhalb der Pistenplanierung auch noch grössere Geröllfelder hat. Diese sind aber ganz natürlich im Verlauf der Jahrhunderte entstanden und haben mit dem Pistenbau nichts zu tun. Tut mir jetz furchtbar leid das sagen zu müssen, aber am Pezid würde es ohne Piste auch nicht grad viel schöner aussehen.

saas-zer
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von saas-zer »

Zu dem oben eingefügten Link mit dem Pezidbild:
Wenn man etwas genauer hinsieht sieht man auch dass es wesentlich unterhalb der Pistenplanierung auch noch grössere Geröllfelder hat. Diese sind aber ganz natürlich im Verlauf der Jahrhunderte entstanden und haben mit dem Pistenbau nichts zu tun. Tut mir jetz furchtbar leid das sagen zu müssen, aber am Pezid würde es ohne Piste auch nicht grad viel schöner aussehen.
Eben weil es sich im Wesentlichen auf der Nordseite um einen spärlich bewachsenen Geröllhang handelt, fällt der Pistenbau so stark auf. Und zwischen einem natürlichen Geröllhang mit vereinzelter Vegetation und einem planierten Weg faktisch ohne Vegetation besteht durchaus ein Unterschied....

Im Übrigen konnte man feststellen, dass im Sommer im Gegensatz zu den Gipfeln der Umgegbung dieser Berg von den Wanderern komplett gemieden wurde. Mit anderen Worten: Unsere Spuren waren die einzigen, die in der letzten Zeit in Altschneefeldern und Ähnlichem ihre Spuren hinterlassen hatten ...
molotov
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von molotov »

Theo hat geschrieben:
teufelskreis? die skifahrer werden eher nicht mehr in den nächsten jahren
Hier ein eimal in der Presse aufgeschnapptes Zitat eines Umweltaktivisten: Wir befürchten dass durch die steigende Anzahl Skifahrer die Bergbahnbetreiber immer neue Gebiete erschgliessen wollen.
Die Anzahl Skifahrer / Snowboarder mag zwar im Verhältnis zur Bevölkerung abgenommen haben, blöderweise wächst aber die Bevölkerung immer weiter. Ausserdem hat sich halt das ganze verschoben. Viele kleine gibt es nicht mehr oder se haben nur noch wenig, bei den ganz Grossen läuft dafür der Laden aber richtig.

Zu dem oben eingefügten Link mit dem Pezidbild:
Wenn man etwas genauer hinsieht sieht man auch dass es wesentlich unterhalb der Pistenplanierung auch noch grössere Geröllfelder hat. Diese sind aber ganz natürlich im Verlauf der Jahrhunderte entstanden und haben mit dem Pistenbau nichts zu tun. Tut mir jetz furchtbar leid das sagen zu müssen, aber am Pezid würde es ohne Piste auch nicht grad viel schöner aussehen.
zur bevölkerungsentwicklung: in d wächst die bevölkerung jedenfalls nicht mehr, mag sein dass es in österreich und der schweiz noch etwas anderst aussieht, das ist dann aber eher durch zuzug geprägt.
ich hab nichts gegen die großskigebiete, aber gerade bei ischgl ist für meinen geschmack irgendwo eine grenze erreicht.

Pezid: der skiweg ist natürlich schon ein übler eingriff, geht aber wohl nicht ohne, und der unterschied zwischen natürlicher blockhalde und planiertem und zerkleinertem material ist rießig, nicht nur optisch.
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miki
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von miki »

Ich würde mich ja zu Wort melden, finde es aber langsam schon mühsam, immer das selbe zu schreiben. Deshalb nur so viel: bergfuxx, Gwosdew und jokehan, ich bill voll auf eurer Linie und hoffe dass es endlich klappt mit dem Ausbau Piz Valgronda.
und dann sind wir genau dort wo wir momentan stehen: "ischgl hat keinen freeride sektor, aber um die heidelberger hütte rum sieht das gelände super aus...
Ja, dann bauen sie in 10 Jahren eben noch ne Bahn vom Tal nahe der Heidelberger Hütte (auf der österreichischen Seite der Grenze natürlich) zum Piz Valgronda und erschliessen noch diese Seite, so wie es schon auf alten Pistenplänen aus nen 80ern angedacht war. Und bevor mir jemand mit dem 'irgendwo muss man der Erschliessung eine Grenze setzen' kommt: diese Grenze zeichnet sich in Ischgl fast von selbst ab. Auf der österreichischen Seite ist IMO noch für 3 vernünftige Liftanlagen Platz, dann ist man sowieso schon in der Schweiz und da sind die Chancen mittelfristig was zu bauen seeehr gering.

Folgendes Kommentar ist total unsachlich und subjektiv und wird wahrscheinlich gelöscht, evtl. gibts von einem Mod soger eine Verwarnung. Ich riskiere es trotzdem: also wenn ich das Bild vom Kostenzer sehe (link auf tirol.orf.at), wundert mich überhaupt nichts mehr. Der Mensch muss so voll von Komplexen sein, dass er einem fast leid tut :twisted:
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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molotov
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von molotov »

nur weil in der schweiz in der hinsicht mehr vernunft herrscht, heißt das ja nicht das man österreichweit alles zu bauen muss.
aber wir drehen uns im kreis, hinsichtlich dieses projektes gibts in der tat nur noch schwarz und weiss.
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bergfuxx
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von bergfuxx »

Es kann in meinen Augen bei dem Projekt auch keinen Mittelweg geben. Zumindest hat noch keiner annähernd erklärt, wie man eine gute gemeinsame Lösung finden könnte.

Der Plan ist ja mittlerweile seitens der BB schon so verändert worden, dass 'nur noch' eine PB gebaut werden, um so den Flächenverbrauch zu minimieren. Die Ursprungspläne fingen ja glaube ich sogar bei SLen an und reichten später von KSB bis EUB. In dem Punkt sehe ich ein Entgegenkommen Richtung Umweltauflagen.
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CruisingT
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von CruisingT »

Es scheint wirklich so zu sein, dass dieses Projekt inzwischen komplett polarisiert. Graustufen gibt es wohl kaum mehr in der Diskussion; Egal welches Argument angeführt wird, die Gegenseite weiß es inzwischen komplett zu entkräften (vermeintlich [in beide Richtungen]). Es handelt sich nicht mehr um eine Skigebietserweiterung, sondern um ein Politikum - eins mit einem gewissen "Prestigefaktor", resp. Symbolcharakter.

Meine komplett unmaßgebliche Meinung hierzu:

Dass es dazu gekommen ist liegt nicht an dem Umstand Pis Valgronda selber. Es liegt begründet (aktuell) an der Entwicklung die Ischgl selber genommen hat.
Ischgl steht nichtmehr nur für eine Skidestination, Ischgl steht für die Ballermanisierung des Wintertourismus. Ischgl ist modern, perfekt erschlossen und bietet eine Infrastruktur wie nur ganz wenig andere Gebiete. Ischgl ist inzwischen die real gewordene Idee eines marketingtechnisch- wie infrastrukturell perfekten Massentoruismus-Skigebietes. Ischgl steht für die Idee, dass der Mensch sich die Umwelt Untertan machen kann. Kein Stein bleibt auf dem anderen, keine Idee ist abstrakt genug um nicht umgesetzt zu werden um den Massen einen perfekten, entertainten Urlaub im Schnee zu bieten.

Ich selber möchte dies nicht bewerten - ich kann diesem Skigebiet sehr viele positive Seiten abgewinnen und bin immer wieder dort zu finden.
Ich sehe aber auch die Probleme, die dieses Konzept mit sich bringt:
Ist der gemeine Gast auf einmal doch alpin überfordert oder unwirschen Situationen ausgesetzt, passt es nicht mehr.
Die SSAG reagiert entsprechend, was auch legitim ist.

Es wurde schon angemerkt, dass es sich hierbei um eine wirtschaftliche Gesellschaft handelt. Daher ist ihr Streben nach Profitabilität und Gewinnmaximierung verständlich, logisch und richtig.

Die Anmerkungen bezüglich der entstehenden Konkurrenz zweifel ich hingegen etwas an:
Ischgl steht nicht nur für sein Skigebiet. Es steht auch für alles, was der Ort bietet (Party, Lifestyle, Freizeitangebote, etc.). Und in diese Bresche werden die anderen Paznauer' Dörfer wohl kaum springen. SFL ebenso wenig, da die sich auf den Sektor Familie und Gediegen spezialiseren. St. Anton könnte in die selbe Richtung gehen, versucht aber nachwievor seinen Freeride-Ruf und den der Ski-Wiege zu pflgen - steht also auch anders da als Ischgl.
Daher bleibt bezüglich der Ausrichtung noch Sölden und Mayrhofen in Tirol übrig. Und beide genannten Gebiete sind so weit weg, dass keine "direkte" Konkurrenz bezüglich der Gästebetten besteht. Noch dazu sind beide auch an ihre natürlichen Grenzen gestoßen. Sölden könnte nochmals Boden gut machen durch den Zusammenschluß mit dem Pitztal. Zugegeben.

Die Positionierung Ischlgs als solchne sehe ich daher also nicht gefährdert.
Die Gefahr der Projektgegner ist IMHO eher die, dass Ischgl überperfekt agiert.
Baut man also erstmal die Gondel, dann wird früher oder später eine komplett modelierte Piste kommen, mit allen Eingriffen, die dazu gehören.
Auch dies möchte ich nicht abschließend bewerten - zum carven gefallen mir modelierte Pisten mitunter. Die größere Carvingherausforderung ist aber natürliches Gelände (was für die meisten zu schwer ist). Freeriden macht mir aber noch mehr Spaß als Carven. Für Boarder ist es aber im Gelände eh einfacher als für Skifahrer, und für gute nochmals gesteigert.

Ich frage mich eigentlich, ob es nicht für Ischgl eine Option wäre, eine gänzlich neue Klientel zu gewinnen, indem sie eine wirkliche Freeride-Bahn bauen. Sollen sie ruhig EINE Piste planieren (ohne Erdarbeiten), die den natürlichen Gegebenheiten folgt und den Rest des Berges den Variantenfahreren überlassen. In Verbindung mit der Gampenbahn würde ein wirklich interessanter Sektor entstehen. Quasi folgendem Motto gemäß:
Vorne (Idalp / Alp Trida): Nett, einfach, für die Massen, die feiern wollen
Mitte (Palinkopf / Greitspitze): ambitioniert für die sportlichen Fahrer
Höllkar für die Freestyler
Hinten: Freeride, vielleicht sogar mit kleinem Hotel/Bettenlager/Pension/Hostel an der Talstation der Gampenbahn

Dies wäre IMHO ein sehr gangbarer Weg.
Ich befürchte nur zwei Aspekte:
- Ischgl will nicht das Risiko eingehen, dass ein Sektor dem gemeinen Saufvolk zu schwer erscheinen könnte -> EErgo dann doch irgendwann planieren und modellieren?!?!
- Die Gegner trauen Ischgl niemals einen naturbelassenen Freeride-Sektor zu. EErgo werden sie selbst einem solchen Konzept nicht zustimmen.
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von lanschi »

Dieser Analyse von CruisingT, die wohl zu den inhaltlich wertvollsten Postings in diesem Thread auf den letzten Seiten gehört, ist meines Erachtens nichts mehr hinzuzufügen - treffend analysiert und auf den Punkt gebracht! Genau so sehe ich das als "externer" Beobachter, der so schnell nicht nach Ischgl kommen wird, die Entwicklung des Skigebiets jedoch mit großem Interesse verfolgt.
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Na dann muss ich doch mal dagegen halten. :wink:
Ich sehe nicht wo Ischgl wesentlich mehr in die Natur eingreift als andere große Gebiete. Was gibt es in Ischgl , im Schigebiet wohl gemerk, was nur auf das Partyvolk abziehlt? mir fällt da nur die Taya ein. Alles andere sind, zugegeben teileweiße große und moderne, normale Restaurants wie man sie überall findet. Der Ort Ischgl ist wieer eine ganz andere Sache. Aber auch hier habe ich bei meinen Besuchen eine Wandlung beobachtet. Natürlich ist Ischgl nicht mehr das tiroler Dörfchen das es mal warund wird das auch nie wieder, aber ich hatte den Eindruck, dass das mit dem Saufvolk zurück geht. Als ich das erste Mal in Ischgl war sind wir abens immer mit der Silvrettabahn runtergefahren (fragt mich nicht warum, die Talabfahrt war auf) und unten bot sich jedes Mal der selbe Anblick, ein überquellender Kuhstall mit lauter Musik und vielen angedrunkenen Leuten. Das war an Weihnachten. Bei nächsten Besuch im Jahr drauf das selbe, nur an Ostern. Als ich aber nach einer längeren Pause das letzte Mal, auch an Weihnachten dort war, war ich total erstaunt. Kein Gedränge mehr auf dem Platz vor der Silvrettabahn. Stattdessen gab's einige gehobenere Bars und Restaurants und auch die passenden Geschäffte dazu.
Ich weiß, dass das mit der hohen Russenquote in Ischgl zusammenhängt, und die einfach nicht so saufen wie die Deutschen, sondern anderst. Die sitzen halt bei teurem Schampus in den Hotelbars und ähnlichem. Aber auch das passt den Ischglern nicht mehr. Sie wollen ihr Image verändern. Wie weit sie mit der angedachten Russenbeschränkung sind weiß ich aber nicht. Die Infos stammen übrigens von verschiedenen Vermietern.
Ob das Freeriden allerdings für Ischgl das richtige ist, halte ich doch für eher fragwürdig. Wer fährt wegen einem Hang und einer Bahn in ein Gebiet, dass so teuer ist wie Ischgl? Da gibt es doch viele andere Gebiete in denen man entweder deutlich mehr Möglichkeiten hat, oder einfach weniger zahlt.
Und zur Konkurens, das sind Sölden und Mayrhofen schon. Wer sind denn der Großteil der Gäste? Das sind Ausländer, die von weiter her kommen. Denen ist es egal ob sie nach Ischgl oder nach Sölden fahren von der Entfernung.

Wo ich dir Recht gebe, dass ist die Argumentation. Ich denke auch nicht, dass ich noch wirklich offen für Gegenargumente bin. Nur kann ich mir auch beim besten Willen keinen Kompromiss vor stellen. Der Alpenverein will, dass die Heidelberger Hütte nur it Aufstieg erreichbar bleibt. Die Umweltschützer wollen den Berg vom Massentourissmuss fern halten, was sollen denn die Bergbahnen da machen? sie können nur aufgeben oder sich durchsetzen, was anderes fällt mir nicht ein.

jokehan
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von jokehan »

Kann meinem Vorredner nur zustimmen:
Ich finde es "unfair", dass man bei Massentourismus nur immer an Ischgl denkt.
Sölden bzw. das ganze Zillertal oder Saalbach-Hinterglemm sind da sicherlich genauso "schlimm". Wer mal die Entwicklung von normalen Tourismus zum Massentourismus im Schnelldurchlauf sehen will muss nur nach SFL schauen. Als ich dort mit 6 Jahren das Skifahren gelernt habe waren Serfaus und Fiss noch zwei wirklich unbekannte voneinander völlig unabhängige Alpendörfer mit zwei getrennten Skigebieten. Heute dagegen ist SFL die aufstrebende Skiregion mit gewaltigen Nächtigungszuwachs aber auch mit viel mehr Tagesgästen --> Waldbahn samt Parkplatz nur für Tagesgäste. So werden leider auch die Liftwartezeiten von Jahr zu Jahr länger trotz zusätzlicher Kapazitäten durch neue Bahnen.
So reiten eindeutig sehr viele Skigebiete auf dem Segment des "perfekt" durchorganisierten Massentourismus und nicht nur Ischgl.
^^Die angesprochenen Bemühungen Ischgls vom Ballermannimage wegzukommen kann ich nur bestätigen, diese sind auch erfolgreich. Von Jahr zu Jahr findet man dort immer weniger Ballermanntouristen, sondern nun viel mehr Leute denen es auch fast nur ums Skifahren geht und für die das Aprés Ski eher eine Nebensache ist. Denn das die Silvretta-Arena vllt. sogar DAS Pistenskigebiet der Alpen ist muss man ja nicht erwähnen.
Emilius3557
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Emilius3557 »

Sehr schöne Diskussion, gefällt mir gut:
Denn das die Silvretta-Arena vllt. sogar DAS Pistenskigebiet der Alpen ist muss man ja nicht erwähnen.
Sehr richtig. Ist es also glaubwürdig, wenn nun ein "Freeride"-Sektor angeboten werden soll? Wie schnell ist nach euren Erfahrungen eine "Freeride"-Piste zur Unfahrbarkeit zerfahren, wenn pro Stunde 1750 p/h befördert werden? Kann dieses Konzept hier überhaupt aufgehen? Wäre für diesen Fall nicht ein Pistenbully-Transfer von Abfahrt 40 auf den Gipfel für ausgewählte und natürlich extra Zahlende interessanter und sinnvoller? (für die Zielgruppe: Varianten mit Lift, die es v.a. im Frühjahr in Ischgl wirklich gut haben kann, wie ich aus Erfahrungen und euren Berichten weiß)

Der argumentative Teufelskreis könnte so ablaufen: vielleicht wollen die Bergbahnen Ischgl wirklich einen solchen Bereich anbieten. Der "Otto-Normal-Verbraucher"-Tourist fährt dort bei schlechten, ungewalzten Bedingungen, beschwert sich. Irgendwann wird gesagt, "zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit wird die Abfahrt jetzt gewalzt". Einmal gewalzt, immer gewalzt? Spätestens wenn die Beschneiung dann erfolgt, kommt auch die Totalplanie (Kostengründe, Rentabilität der Beschneiung), dann reicht die Kapazität von Abfahrt und Bahn nicht mehr => Hochleistungsanlage etc.
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube". Wie viele hier, befürchte ich eben, dass eine Bahn und Freeride-Gelände nicht das Ende der Fahnenstange sind.

Zum Image von Ischgl: klar, ich denke ihr liegt richtig in der Einschätzung, dass ein Imagewechsel angestrebt oder im Gange ist. Nur: für viele Leute ist Ischgl nach wie vor "Ballermann der Alpen", so ein Image perpetuiert sich durch die Medien, das wissen wir alle. Und für die Umweltschutzseite wäre das eben ein sehr prestigeträchtiger Sieg gegen einen "ganz Großen".
Ansonsten glaube ich nicht, dass Ischgl bei den Eingriffen eine Ausnahme darstellt, da schenken sich die Kollegen untereinander nichts (Les Menuires, Sölden...). Die hochalpinen Schutthalden des Geländes waren unplaniert wahrscheinlich nicht sehr viel ansehnlicher.
Ohne Piz Val Gronda wird Ischgl weiterhin eines der besten Pistenskigebiete der Alpen bleiben, die Erschließung würde aus meiner bescheidenen Warte für kaum jemanden einen zusätzlichen Anreiz bieten dorthin zu fahren. Freeriden als solches, kann man andern Ortes sicher auch gut, günstiger und mit weniger "humanen Störfaktoren" (vulgo crowding). Die Kosten für das öffentliche Gut "Umweltschutz" wären immens, der Nutzengewinn für Skigebiet, Destination und Gast nicht sehr groß, der Grenznutzen wäre nur sehr niedrig.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
molotov
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von molotov »

super beitrag mal wieder von dir emilius!
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von BadlyDrawnBoy »

@Emilius3557:
Auch von mir 100%ige Zustimmung zu diesem Statement!
Emilius3557 hat geschrieben:"Freeride"-Sektor
und
Emilius3557 hat geschrieben: pro Stunde 1750 p/h
sind für mich ein Widerspruch in sich. Selbst wenn das von Dir beschriebene Szenario nicht eintritt, so übt eine solche Anlage auf den echten Freerider keinerlei Anziehungskraft aus. An den paar Tagen, an denen man wirklich geile Verhältnisse hat, wirst Du dort oben tot getreten werden, denn dann wird jeder skifahrerisch auch nur mittelmäßig veranlagte Ischglgast meinen, dass er bei dem Powder da mal rauf muss und das ausprobieren muss.
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von lanschi »

Grundsätzlich hat der Emilius recht.

Allerdings gebe ich schon auch zu bedenken: Wenn man in die 4 Vallees schaut, was dort ein Mont Fort und Konsorten für eine Anziehungskraft ausüben - das könnte in Ischgl schon auch funktionieren! Vergleichbares gibts in Österreich schlicht und einfach nicht. Es gibt genug Freeride-Reviere, aber es gibt keine Kultberge, wie es ein Mont Fort beispielsweise ist!

Und je mehr Leute rauffahren, umso herausfordernder wird dann die Buckelpiste! :wink:

Wenn man diese Bahn baut, dann sollte man es meiner Meinung nach aber so machen: Keine Piste - Öffnung nur bei vertretbaren Lawinenverhältnissen - LVS-Check an der Talstation, sonst kein Zutritt. Alles Andere hat meines Erachtens nach schlichtweg keinen Sinn.
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von sir_ben »

Ich frage mich ja, ob ich bei den Plänen irgendetwas falsch verstehe..?
Auf http://www.bergfex.at/ischgl/ gibts eine sehr gute topografische Karte, auf deren Grundlage will ich mal gerade reden:

Vom Gipfel (oder kurz darunter) soll doch nach rechts-oben (sprich Ost bis Nord) die geplante Piste durch das Vesiltal zurück zur Talstation gehen, oder nicht? Ich hatte es danach so verstanden, dass die Piste selber gewalzt wird, und der Rest vom Tal als Freeride überbleibt?
Ich vermute nun noch, dass die Umweltverbände die Gefahr sehen, dass viele Skifahrer (von den Bahnen bewusst einkalkuliert oder nicht sei mal dahingestellt) kurz über/um/drumherum den Gipfel aufsteigen und dann durchs Val Gronda, Fimbatal und Heidelberger Hütte ein "illegales" zusätzliches, ziemlich großes und schützenswertes Freerideareal erobern...

Unabhängig davon wäre ich persönlich für die Bahn - ich find große Pendelbahnen an exponierten Gipfeln und die zugehörige Aussicht toll! :wink:
Freeriden hingegen kann ich überhaupt nichts abgewinnen, kein bisschen was...
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Richie »

Ich glaube nicht, dass wenn es wirklich doch noch zur Erschliessung des Piz Val Garondo kommt, dort bei einer einzigen gewalzten Piste bleiben würde. Das hat Ischgl in den letzten Jahren oft genug gezeigt, dass erst eine Piste kommt und dann geht es sukzessive weiter...
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Re: News und Projekte in der Silvretta Arena

Beitrag von Foto-Irrer »

lanschi hat geschrieben:Allerdings gebe ich schon auch zu bedenken: Wenn man in die 4 Vallees schaut, was dort ein Mont Fort und Konsorten für eine Anziehungskraft ausüben - das könnte in Ischgl schon auch funktionieren! Vergleichbares gibts in Österreich schlicht und einfach nicht. Es gibt genug Freeride-Reviere, aber es gibt keine Kultberge, wie es ein Mont Fort beispielsweise ist!
Die Aussage kann ich nicht so stehen lassen, vergleichbar finde ich Valluga- und Schindlergratbahn am Arlberg. Ok, es gibt eine gewalzte Piste (mittlerweile leider zwei gewalzte, wenn man Schindlerkar und Schindlerweg hinzuzieht), aber die Hänge unter der Schindlergratbahn zur Ulmer Hütte sind sehr stark beworben. Auf der anderen Seite hat man das Schindlerkar (seit einigen Jahren leider gewalzt), den Schindlersteilhang und nach kurzem Aufstieg (oder ohne Aufstieg vom Vallugalift aus) das komplette Mattun oberhalb des Steißbachtals, was auch vom Kapall zu erreichen ist. Diese Hänge in der Summe stehen denen von Mont Fort und vom Piz Val Gronda in nichts nach.
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