Wenn man das große Sommerloch überbrücken will, bleiben nur wenigen Möglichkeiten...
Skihalle oder Hintertuxer...
Da der Hintertuxer doppelt so weit entfernt ist wie die Skihallen und mit guten Schneebedingungen im Sommer auch nicht pralen kann blieben nur noch die näher liegenden Skihallen in Landgraaf und Neuss.
Details Landgraaf:
Schnee: schwerer Kunstschnee, griffig und hart / Nachmittags etwas aufgeschoben und es ließen sich sogar vereinzelnt Steine blicken.
Pisten: gut präpariert, leider war nur die Hauptpiste offiziell geöffnet
Offen: 6SB, Tellerlift im Funpark, Förderbänder
Geschlossen: 2 Tellerlifte
Am häufigsten gefahren mit: 6SB
Preise: 29,50€ 8 Stundenkarte, 11 € Mittagessen
Wertung:
Positiv/Negativ:
+ Größe der Halle
+ Skifahren im Sommer
- eine ganze Piste für's Training der Möchtegernrennläufer gesperrt
- unfreundlichen Personal
- Abzocke mit den Schließfächern (jedes Mal wenn man den Spint aufschließt werden 50 Cent fällig)
Fazit: 4 von 6 Möglichen Hallensternen
Bilder:
Erstmal Auspacken
Skihalle von aussen
Die Spannung steigt!
Abgesperrter Bereich von den Möchtegernrennläufer
Funpark
M12 bei der Arbeit.
PB 300 Kandahar
Hauptpiste
Details Neuss:
Schnee: Kunstschnee, griffig und weich / Die Schneebedingungen blieben fast den ganzen Tag gleich
Positiv/Negativ:
+ perfekte Schneebedingungen
+ nettes Personal
+ Preise
+ Fahrstuhl vom Restaurant zur Piste
- Größe der Halle
Fazit: 5,5 von 6 Möglichen Hallensternen
Bilder:
Skihalle Neuss von aussen
Frisch gewalzt und sau geil zu fahren !
Ich würde mir in Landgraaf die Preise die Höfflichkeit und auch die Sauberkeit wie in Neuss wünschen.
Ich finde Neuss nur leider zu klein, auch wenn es für mich von der Anfahrt her näher ist.
Achso und der Apresski ist in Neuss auch deutlich besser
Also hat Landgraaf nur ein plus durch die Pisten Länge und Fläche (und auch nen besseren Funpark).
Dezember, Top Urlaub quer durchs Zillertal Januar wieder mal Männertour in IschglFebruar geht es ab nach KönigsleitenAnfang März wieder in das ZillertalEnde März eine Woche IschglApril Noch unbekanntMai noch unbekannt Ende Mai dann ein Abschluss
Ja da kann ich mich nur anschliessen, in Landgraaf wolltfge mir son türischer aber holländisch sprechender Liftboy den Skipass abnehmen, ok die Piste war nicht wirklich offen aber die Art und weise war schon ziemlich daneben.
Gefallen hatte mir da die Skihütte in der Mitte der Piste unter dem 6er-Lift und die Länge der Halle.
Ansonsten kann Neuss wesentlich mehr bieten. Die Apresskiatmosphäre ist auch in vielen Alpenorten nicht erreicht, was da Samstag und Sonntag Abends abgeht ist schon der Hammer, schade, dass ich von hier aus nicht mehr wie früher eben hin kann zum feiern, das vermiss ich schon
Meiner Meinung nach gehören diese Skihallen verboten. Der rießige Energieverbrauch sowie die geringe Länge der Halle rechtfertigen dies.Ebenso der Aspekt der Landschaftszerstörung ist nicht ausser Acht zu lassem. Ich bin kein Öko-Freak aber ich finde Ski fahren macht man in den Bergen und nicht auf irgendwelchen Kusthügeln. Mit der Nutzung dieser Hallen fördert ihr gleichzeitig die Erderwärmung und somit zerstört ihr euch selbst die Gletscher bzw. die Schneesicherheit in euren WInterskigebieten.
Du hast sicherlich recht, dass der Energie-Aufwand für die Schihallen erheblich ist. Hier wird eine Menge an Energie verbraten, die in diesen Regionen eigentlich nicht zur Kühlung von "irgendetwas" gebraucht wird. Dem ist meiner Meinung nach in keiner Weise zu widersprechen. Selbst Lebensmittelgroßmärkte dürften weniger Energie verbrauchen (Fischmarkt in Hamburg, Großmarkthalle in München, Feinkostmarkt in Paris, etc. - wo auch gigantische Mengen Energie zur Kühlung von nicht einheimischen Produkten verwendet wird).
In Bezug auf die Kosten-Nutzenrechnung und der Potentiale der Hallen bin ich aber anderer Meinung.
1.) Landschaftsverschandelung:
Hier kann ich mich nur über drei der vier "West"-Deutschen auslassen:
- Neuss: Das Ding ist gerade mal vierzig Meter hoch und steht in der Nähe eines der größten Braunkohlekraftwerke der Republik, der URbanisierungsgrad der Region ist seeehr hoch. Das Kraftwerk dominiert aus fast allen Anfahrtsrichtungen wenn nicht durch seine schlichte Präsenz durch seine Kühlluftwasserdampfwolken die Landschaft wesentlich stärker. Die Halle steht recht frei, ist aber von allen Seiten nicht wirklich sichtbar durch hohen Forstreihen.
- Bottrop: Das Teil ist wirklich weit sichbar auf dem Schlackehügel. Es zieht aber (zumindest tendenziell) nach Norden runter - hier stehen das Centro, der Gasometer und andere Industrie-Relikte. ergo fügt es sich eigentlich prima in eine technisch, mechanisch, futuristisch urbanisierte Region ein, ohne dass es aus dem Rahmen fällt - Postmoderne versus BladeRunner - skuril. Passt schon!
- A7 zwischen Hamburg und Hannover (Name fällt mir gerade nicht ein): Du fährst aus beiden Richtungen Ewigkeiten eine ewig langweilige und dazu noch meist sinnfrei befränkte Autobahn durch komplett langweilige Kiefern- oder wasweißichfür-Wälder und kämpst gegen das Einschlafen. Plötzlich eine Lichtung und dieses Ständerbauwerk, was sich auch gerade mal zu den Höhen der Baumwipfel aufschwinkt (ca. 30m)[Vorsichtshalber ob der optischen Ablenkung auch auf 120 beschränkt]. Das verschandelt die Landschaft in keiner Weise, denn das, was einen optisch reizt ist nicht die Halle als Solche, sondern der geniale Eindruck eines Wahlskellets der Trägerstreben. Dieses ist wirklich eine architektonisch sehr gelungene Komposition, die Fragen nach dem Eindruck aufwirft und alles weitere in den Hintergrund treten lässt. Genial.
2. Energie:
Wie schon geschrieben: Hier hast du recht - die Kühlung derartiger Volumina in derartigen klimatischen Zonen ist fragwürdig, wenn nicht sogar von vornherein zu verurteilen. Der Aufwand ist imens.
Eine differenzierte Betrachtung ist allerdings auch hier für eine geordnete und zielführende Diskussion von Vorteil. Ich habe mich mal vor ein Jahren bezüglich der Hallen schlau gemacht und idiotischer Weise die gefundenen Unterlagen und Belege nicht gespeichert. Daher kann ich nur eine ideeenhafte Kurzform meiner Erinnerungen wiedergeben.
Es gibt wohl den grundlegenden Unterschied in der Konstruktion mit Bodenplatte (Neuss, Hamburg Süd, Hamburg Ost) und ohne (landgraaf, Bottrop).
Zweiteres ist deutlich billiger zu realisieren, da es nur auf einem Erdboden steht. Dieser birgt die Gefahr, dass Steine durchkommen. Zudem neigt er dazu wesentlich mehr Temperatur-Transport an die Umwelt zuzulassen, weswegen wohl auch häufiger mit Eis zu rechnen ist.
Ersteres Konzept ist teurer, da komplett gekapselt und isoliert, bietet aber den Vorteil, dass der Untergrund wesentlich konstanter in seinem Gefüge ist, kaum Eis entsteht und ein geschlossenes System herrscht - Energie/Kälte wird nicht über das Erdreich abgeführt. In einem solchen System ist die Kühlleistung relativ gering, wenn erstmal die Systemtemperatur erreicht wurde.
All diese Anlagen wurden zu Zeiten errichtet, als Photovoltaik-/Solar-Anlagen noch einen recht bescheidenen Wirkungsgrad hatten (hier steigert sich die Effezienz und Ökobilanz inkl. Herstellung von Jahr zu Jahr um ca. 20 bis 30 %), weswegen die Alternativen seinerzeit günstiger waren (Hamburg: geförderter Wind, Pott: Braunkohle in der Nähe). Die Kalkulationen sind offensichtlich recht knapp, die Erträge passen bis auf die eine Hamburger Halle (Bottrop scheint wieder zu laufen mit dem neuem Management) - Neuinvestitionen in ökologisch sinnigere Stromsysteme rechnen sich gerade (noch) nicht (Ökonomie geht in unserer Gesellschaft leider immer noch vor Ökologie [als Selbstständiger kann ich es aber auch nachempfinden]). Denkt man aber einen Schritt weiter, dann ist offensichtlich (imho), dass auf diesen Dachflächen genug Strom erzeugt werden kann um ein gut gekapseltes System zu versorgen. Ergo wird damit eine Skihalle energetisch neutral. Warum dann also nicht?
Bezüglich der Länge der Hallen und dem generellen Nutzen sínd IMHO auch noch einige Worte zu verlieren ...
Die Länge ist kurz, der sprotliche Anspruch ist gering bis nicht existent. Ja. Da hast du recht. Und? Was solls?
Hier solltest du mal etwas über deinen eigenen Tellerrand hinaus schauen.
Das Stichwort ist Bedarfsprofilanalyse.
Willst du lieber noch eine Gruppe von flachlandtirolern im Anfänger-Korso als bewegliche Slalomstangen auf der Piste?
Willst du wirklich, dass ein Tross jugendlicher unnötig in die Alpen fährt, wenn er nur ein paar Rails jibben will?
Willst du wirklich noch mehr Busse, die Freitag Abend starten, um eine Horde besoffener am Samstagmorgen irgendwo an den Voralpen raußzulassen, diese entweder am selben Abend oder am Sonntagnachmittag wieder einsammeln, um wieder 800km zurück zu fahren?
Sollen die Leute wirklich derartig horende Summen für Anfängerkurse in einem "Anfängerurlaub" ausgeben, wenn sie Hallen bei sich daheim haben?
Das Argument "Naturerlebnis" fehlt diesen Menschen natürlich - keine Frage und keine Diskussion notwenig. Aber ein Anfänger kümmert sich auch selten um die Natur wenn er sich eine Pampers herbeiwünscht. Und feiern kann man nach der bezwungenen grünen Abfahrt in Neuss oder ähnlichem Besser als in den meisten französischen Skistationen. Daher ist es doch wunderbar für uns alle, wenn die Leuts erstmal das rudimentäre Fahren in den Hallen lernen und erst dann auf die wirklichen Berge losgelassen werden.
Ich kenne selber einige Leute aus dem Rhein-Main-Rhur-Gebiet, die den Wintersport in den Hallen gelernt haben. Als nächstes kamen mal Ausflüge in die Mittelgebirge dran und erst dann wurden die Alpen bereist. Und was soll ich sagen: Offensichtlich ist der Kursbetrieb in diesen Hallen recht effezient (auch wenn man immer wieder schlechtes über die Lehrer hört/liest) - Meine Bekannte stellen sich trotz weniger Wintersportjahre recht gut auf dem Berg an, ohne "wahre" Winter"sportler" mit entspechenden Kursen zu behelligen.
Daher komme ich zu einem gänzlich anderen Fazit - weit ausgeholt:
Würde der gemeine Münchner wirklich von Ende Sept. bis Mitte Dez. im Stau, in der Kassa-Schlange und danach vielfach in der Listschlange stehen um seine Frühsaison-Routine wieder zu bekommen, wenn er eine 70 - 90 Hm-Halle vor der Nase hätte, die auch auch noch steil genug wäre? Bei allen Argumenten, von denen es zu viele gibt um sie jetzt anzuführen, glaube ich dennoch, dass nach einer gewissen Eingewöhnungsphase ein klares NEIN stehen würde.
Eine Skihalle kann niemals das Berg- und Naturerlebnis der Alpen ersetzen oder auch nur imitieren. NEIN!
Aber eine Skihalle kann eine wunderbare Trainingsstätte sein!
Ob Kunstschnee in den Bergen oder in einer Halle - was solls?
In der Halle kann ich mit den Öffis nach Hause fahren - ergo kann man entspannt vorgehen, gerade aus geselligen Aspekten heraus.
Die Ökobilanz einer nun neu gebauten Halle dürfte sogar besser sein als die eines Gletscherskigebietes. Den individuellen Anreiseverkehr nicht mal mit eingerechnert.
Daher bin ich ganz ehrlich für noch viel mehr und viel größere Skihallen.
Interessanter post, klingt sogar nachvollziehbar. Was ich aus meiner "Neusser Zeit" weiss, ist, dass es stimmt, dass dieses gekapselte System recht geringen Energiebedarf hat.
In einem Punkt muss ich dir aber wiedersprechen, du schriebst die Kalkulationen seien oft recht knapp, das mag für viele zutreffen, die Neusser solltest du aber da raus nehmen, das Konzept bei denen ging zumindest bis ich damals weggezogen bin voll auf (wobei ich nicht meine, dass es an meinem Umsatz lag! )
Allerdings sind die Haupteinnahmen dort mit der wirklich vorbildhaft aufgezogenen Apresski-Gastronomie erzielt worden. Denke es ist für jeden mal interessant einen Freitag oder Samstag Abend dort zu erleben, das ist nicht irgendeine kleine Schrimbar ...
@wildkogel: Als die Skihalle damals gebaut worden ist, gab es Energieverbrauchvergeliche mit Eishallen und Schwimmbädern, Zahlen habe ich keine mehr im Kopf, allerdings weiss ich, dass eine durchschnittliche Eishalle oder ein Schwimmbad mit verschiedenen beheizten Becken nicht weit davon weg lagen. Ob es in der Realität dann wirklich sich als wahr erwiesen hat, kann ich nicht beurteilen, da ich dazu nie irgendwelche Daten gesehen habe.
Müssen dann solche Freizeiteinrichtungen auch verboten werden?
Ich denke man sollte nicht gleich alles verbieten wollen was einem selbst nicht sinnvoll erscheint. Desweiteren darf man auch nicht vergessen, dass auch diese Betriebe Arbeitsplätze schaffen und z.B. für Neuss inzwischen einen wichtigen Faktor in Wirtschaft und Popularität eines Ortes darstellen. Dadurch kommen dann auch wieder mehr Leute in die Stadt und machen Umsätze.
Alles in allem hat sich zumindest für Neuss die Unternehmung Skihalle echt gelohnt, soweit ich das beurteilen kann, bin allerdings jetzt auch schon länger nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
Für mich ist es die Perversion schlechthin, mitten im August bei strahlenden Sonnenschein zwei Tage hintereinander in düsteren Skihallen mit Kunstlicht zu verbringen.
Sehr interessant... Ich war auch seit längere Zeit nicht mehr in einer Skihalle (Ob das wohl an der Umzug von Oscar liegt...), aber ich war schon in Neuss, Bottrop, Snowworld Zoetermeer und in Landgraaf.
Auf die Energienützung von Landgraaf und Zoetermeer kann ich folgendes sagen:
Die restwärme welcher ensteht bei der kühlung der Halle, wird benützt um andere räume zu heizen (zB. Restaurant, umkleidezone, Sporthotel). Bei Zoetermeer wird bei der geplante erweiterung gesetzt auf sonnenenergie. Das komplette Dach wird dafür benützt.
Zum konzept:
Neuss hat mMn das beste apresski konzept. Aber ausser skifahren wird kein andere Sport angeboten.
Bottrop: Als wir vor ein paar Jahre die Führung in Bottrop hatten, wurde uns über viele projekte (klettergarten usw) erzählt.Welcher davon bis jetzt umgesetzt ist, weiss ich nicht. Aber das All inklusiv angebot, macht einen Ausflug inkl. Apresski sehr Billig. Aber der apresski selber ist nicht so der hit.
Zoetermeer: Ausser skifahren gibt es hier auch ein Fitnesszentrum und mehrere congresssaale und ein Hotel. Apresski ist hier eher minimal, glaub ich.
Landgraaf: Grösste skihalle Europa und vielleicht auch Weltweit. Gut für Werbung. Allerdings auch eine der teuerste Skihallen. Wenn man mal glück hat, sind alle pisten offen. Im Herbst und Sommer meistens nur eine (wegen Beschneiung und Weltcup). Die Hütte mitten auf der Piste ist sehr gut gelungen und bringt auch eine sehr gute ambiance. Die würde von mir und Oscar (wie er auch gesagt hatte) sehr gut angenommen. Apresski hab ich hier noch nie gemacht, aber es gibt ein tiroler stube wo abends ab 20:00 uhr eine apresskiparty ist. Aber so wie in Neuss ist das sowieso nicht. In Landgraaf plant man auch eine Erweiterung. Eine Kletterhalle mit verschiedene routen (planung zusammen mit European Ropes Course Association). Und auch wird ein eiskletterturm in der Halle realisiert. Damit wird die Halle wohl einzigartig. Und das Sporthotel Snowworld Landgraaf (ca. 400 betten) ist sogar das beste Hotel der umgebung und wird sehr gut angenommen. In 2006 hatte Landgraaf 1,4 millionen besucher. Wenn man dass vergleicht mit dem meist besuchten Freizeitpark in NL (Efteling mit 3,2 millionen besucher in 2008), ist das gar nicht so schlecht. Aktuelle Zahlen aus Landgraaf hab ich leider nicht, aber Snowworld meldete in mai eine zunahme von 25% im vergleich zum vorjahr. Und auch die Skihalle Neuss zeigt besucherzahlen von 1,2 millionen in 2007. Damit sind die Hallen wohl gerechtfertigt.
Und natürlich, wie in alle diskussionen über sinn oder unsinn der Skihallen, werden die meisten die die Berge vor der Haustür haben negativ gegenüber dieser Freizeitbeschäftigung stehen. Aber ich bin mir Sicher: Ich fahr lieber im sommer auf 1km skipiste mit guter schnee, statt erst mal 1000km nacht Hintertux zu fahren um dort auf Gletschereis rumzurutschen.
Und 2.: Die Skihallen machen einen heiss auf Wintersport. So geht's einfach im Flachland. Der skisport wird in den Meisten fällen für das erste mal in die Halle gemacht, und dann buchen sie Winterurlaub in einer Alpenland, da sie das skifahren in den Bergen erleben möchten. Ergo: Es bringt auch die Skigebiete was. Deswegen sind sie auch meistens sponsor der Halle:
Snowworld Landgraaf und Zoetermeer: Bergbahnen Sölden
Neuss: Das Salzburger Land
Bottrop: Kärnten
Oscar hat geschrieben:Ja da kann ich mich nur anschliessen, in Landgraaf wolltfge mir son türischer aber holländisch sprechender Liftboy den Skipass abnehmen, ok die Piste war nicht wirklich offen aber die Art und weise war schon ziemlich daneben.
Ich kann mir auch an einer in Neuss erinneren: "ey kollege, is keine spielplatz hier".
Und in Landgraaf wollten wir eh schon abhauen. Aber bis er das gerafft hat, dauerte auch ein bisschen.
Klar zieht so eine Halle Anfänger an, die dann irgendwann in die ALpen fahren.
Willst du lieber noch eine Gruppe von flachlandtirolern im Anfänger-Korso als bewegliche Slalomstangen auf der Piste?
Willst du wirklich, dass ein Tross jugendlicher unnötig in die Alpen fährt, wenn er nur ein paar Rails jibben will?
Willst du wirklich noch mehr Busse, die Freitag Abend starten, um eine Horde besoffener am Samstagmorgen irgendwo an den Voralpen raußzulassen, diese entweder am selben Abend oder am Sonntagnachmittag wieder einsammeln, um wieder 800km zurück zu fahren?
Auch ich kenne diese Art von tourismus allerdings fahrt aus meiner Region(Karlsruhe) niemand im Sommer in eine Skihalle, un im Winter erst recht nicht.
Sollen die Leute wirklich derartig horende Summen für Anfängerkurse in einem "Anfängerurlaub" ausgeben, wenn sie Hallen bei sich daheim haben?
Hast du dir mal überlegt was ein Skischulchef alles verdienen muss um auch noch was für sich übrig zu haben??? Ich bin selbst Skilehrer. Eine Skischule besteht ja nicht nur aus Skilehrern die auf dem Berg mit ihrer Gruppe lernen, sondern auch vom "Bodenpersonal" im Tal, das ebenso wie die Skilehrer bezahlt werden müssen. Ich bin es zwar nicht, aber viele Meiner Kollegen haben den Skilehrerberuf in der Wintersaison als Hauptberuf und somit nur ihr Skilehrergehalt als einkommen!!!
Zusammengefasst schauen die Preise das gebe ich zu sehr hoch aus, aber wenn man dann überlegt was solch ein Betrieb alles für ausgaben hat, sind sie gerechtfertigt.
Wenn jede Halle ihre rießige Dachfläche benutzen würde um Solaranlagen draufzusetzen würde die Akkzeptanz in der Bevölkerung sicher steigen. Ich lasse dabei das Argument "Geldmangel" aber nicht gelten, denn es gibt EU-weit eine Förderug zur Errichtung von Solaranlagen. Desweiteren kann man mit einer Beteiligung der Bevölkerung die nötigen Geldmittel aufbringen
Skihallen ersetzen die Berge nicht. Da sind wir uns wohl alle einig.
Aber Skihallen bieten TOP Trainingsbedinungen ! Zum üben ist es einfach klasse.
Der, der noch nie Wintersport betrieben hat, kann beides ausporbieren. Ski oder Snowboard.
Und gerade für die Freestyler ist es ein super Training.
Auf einem Berg hast du NIE konstante Verhältnisse ! In der Halle ist der Schnee\Licht immer gleich.
Wenn ich überlege, dass ein paar Leute aus der Halle jetzt schon 9er und 10er stompen und die vor nicht mal 2 Jahren gerade mal einen 3er hingestellt haben...das schafft aus den Bergen so schnell keiner.
Bei der Burton AM-Tour in Bispingen (das ist die Halle an der A7) waren extrem viele Holländer dabei alle aus der Ecke um Landgraaf und Zoetermeer. Die haben da fast alles in Grund un Boden gefahren...und in den Bergen kommen die Jungs dann auch klar.
Für einen normalen Winterurlauber ist eine Skihalle nur bedingt brauchbar. Ein Winterurlauber, der einmal im Jahr für 5 Tage in die Alpen fährt, dient sie dazu kurz vor dem Urlaub mal in eine Halle zu fahren, um sich schon mal wieder drann zu gewöhnen. Mehr nicht.
Für gute Wintersportler, die überwiegend auf den Pisten und im Gelände unterwegs sind, sind Skihallen sicher nichts. Diese Leute haben mehr als 10 Tage in der Saison und langweilen sich in einer Halle eh nur.
Dann gibs da noch die riesen Gruppe der Anfänger für die ist die Halle optimal, wie oben schon erwähnt.
Zu guter letzt gibt es noch die "Verrückten" zu denen auch extrem viele Freestyler zählen und die langweilen sich in einer Halle mir vernüftigem Park sicher nicht ! Aber auch für die sind die Berge die erste Adresse, wenn man allerdings 800km von den Alpen entfernt wohnt und nicht mal 100km von einer Halle ? Ist klar, dass man eher in der Halle fährt als in die Berge.
Ersetzen kann und wird eine Skihalle die Berge NIE. Aber einstimmen kann sie die Wintersportler und dazu ist es besonders für Freestyler auch noch eine gute Trainingswiese. Gerade in den Sommermonaten.
Und zu der A7: Das da 120 ist versteh ich auch nicht...noch schlimmer ist es wenn sie den Standstreifen freigeben, dann sinds nur 100 !
Wer es mag, soll in der Halle Skifahren. Offenbar gibt es ja Leute, denen sowas "etwas gibt".
Ich finde es einfach nur bescheuert und überflüssig.
Skifahren im Sommer immer gern, fast lieber als im Winter, aber bitte dort, wo es natürlicher Weise möglich ist.
Die Energiediskussion sehe ich aber anders. Sicher ist es faktisch ziemlich absurd, was dort passiert. Schlimmer als in vielen anderen Bereichen ist es aber wohl nicht. In vielen -, auch Freizeitbereichen wird wahnsinnig viel Energie verbraucht un es stört kaum jemanden.
Der Frühsaisonskifahrer, der als Tagesgast mit dem Auto anreist, um Kunstschneepisten zu fahren, hast vermutlich keine bessere Energiebilanz als der Hallenfahrer, der es nicht weit hat. Und vom Hallencharakter sind manche Gebiete in den Alpen gedanklich ja auch nicht mehr weit entfernt. Der Untergrund wird profiltechnisch mittlerweile ähnlich geplant und umgesetzt, wie in mancher Halle, ebenso oft der Schnee. Und erste Pisteüberdachungspläne (wo war es noch?), den finalen Schritt, gibt es ja auch schon.
Und auch die, die "natürlich" Skifahren, kann man manchmal so beleuchten.
Der, der ewig weit in exotische Skigebiete fährt, steht Energieteschnisch vermutlich oft auch nicht besser da.
Der, der zum Heliskiing in die Rockies jettet, dürfte noch viel mehr Energie verbrauchen. Ähnlich der Skifahrer, der von Europa aus den Winter auf der Südhalbkugel sucht.
Na gut, irgendwie ist das alles aber nicht so pervers, wie das Hallenskifahren, aber das wäre dann eine subjektive, philosophische Diskussion.
Danke für die Bilder von diesem "Winter(alp-)traum" der anderen Art
Wie ist es eigentlich, vorallem von der Akkustik in diesen Hallen?
Tönt es wie in einem Eishockeystadion oder hört man die ganze Zeit dröhnende Lüftungsanlagen als würde man neben einer Abluftanlage eines Strassentunnels stehen?
Reizen würs mich schon, sowas mal auszutesten, aber wirklich nur, damit man`s mal gesehen hat.
Hehe Maarten, klar biete Neuss andere Sportarten an, Klettern, Mountainbiking zum Beispiel. Und der komisch e Liftboy, der meinte "das ist keine Spillplatz hier" hatte ja leider in dem Fall sogar Recht zu meckern
Bei solchen Skihallen kann man echt geteiler Meinung sein.
Ich bin auch kein sonderlich großer Freund davon, aber eher weil sie mir viel zu flach und zu kurz sind.
Falls im Rhein-Main-Gebiet mal eine mit ca. 500m länge und zumindest roter Piste gebaut werden sollte, würde ich da im Sommer bestimmt ab und an mal hinfahren.
Schließlich geht man im Winter ja auch schwimmen, und zwar in Hallenbäder
Also tschuldige, aber ich muss mich schon aufregen, wenn jemand aus den Bergen sich über Skihallen aufregt. Er wohnt ja keine 1.000km entfernt und hat es ja einfach! Ich kann den Spiess gerne umdrehen, und kann Hallenbäder als Perversion abgestempeln, schließlich habe ich hier ewig viel Strand vor der Nase! Und Hallenbäder sind von der Energiebilanz her sicherlich nicht besser, insbesondere wenn man die Anzahl sieht und die paar wenigen Skihallen in Deutschland.
Skihallen eignen sich super zum üben, insbesondere wenn Leute z.B. noch nie im Wintersport waren. Woher soll man denn vorher wissen, ob es einem überhaupt Spaß macht. Die Entscheidung, zum ersten mal in den Wintersport zu fahren ist immer auch einhergehend damit, dass man nicht nur einen sehr teuren Urlaub bucht sondern auch gleichzeitig nochmal dasselbe Geld für Ausrüstung, Klamotten etc. ausgeben muss (ich nehme mal eine Familie mit 2 Erwachsenen und 2 Kindern als Beispiel). In der Skihalle kann man sowas mal zwei Tage antesten, sich Ausrüstung und Klamotten auch ausleihen etc.
Also die Bispingen-Halle (zwischen Hamburg und Hannover) sieht wirklich gut aus und ansonsten gibt es auch nicht viel anderes auf den 170km A7 zu sehen.
Die Wittenburg-Halle an der A24 zwischen Hamburg und Berlin ist ja aufgrund seiner roten Piste deutlich höher auf enormen Stelzen. Die sieht man schon von weiter Ferne.
@Corviglia-Fan: Es herrscht schon ein etwas erhöhter, aber keineswegs störender Lärmpegel. Ich weiß jetzt nicht bei welcher, aber eine der Hamburger Anlagen hat die Beschneiung und Kühlung im Dach, da hört man aber nur die Kühlung dröhnen, wenn man mit dem Sessel hochfährt. Ob beide oder eine der beiden Hallen jetzt Musik spielt, weiß ich gar nicht mehr. Die Atmosphäre ist zwar irgendwo künstlich, aber ok. Gute Idee finde ich in Bispingen, dass die Wand direkt neben dem Sessel von oben bis unten auf der ganzen Länge mit Bergpanorama von Sölden geschmückt ist. Das macht gut Stimmung, während in Wittenburg die Wände nur Werbung haben.
Der Schnee ist übrigens besser als man denkt!!! Kunstschnee in den Alpen finde ich grausam, weil der mir überhaupt nicht gefällt, wenn der z.B. angetaut oder insbesondere wenn der gefroren ist. In der Skihalle sind ja durchgehend minus 4 Grad oder so, der Schnee bleibt perfekt!!!
Der Hauptnachteil in Skihallen ist m.E. die geringe Kapazität der Anlagen, weil man, wenn man so will, innerhalb einer Minute wieder unten ist. Mein Problem ist nicht die lange Fahrzeit aber die langen Liftschlangen, die in Skigebieten in meiner Erfahrung noch nicht solche Ausmaße angenommen haben. Schlimmster Fall war mal in Bispingen im Januar(!) 15 min. jedesmal.
Arlberg-Irrer hat geschrieben:Also tschuldige, aber ich muss mich schon aufregen, wenn jemand aus den Bergen sich über Skihallen aufregt. Er wohnt ja keine 1.000km entfernt und hat es ja einfach!
Bitte nicht mich an den Pranger stellen. Ich beziehe das Wort Perversion in meinem Posting darauf, dass es draußen Sommer hat, die Sonne scheint und man dann in eine dunkle, kalte Skihalle geht.
Das ist hier immer geil- wie nette schöne Berichte durch echte sinnlos Diskusionen plattgemacht werden. Das Thema hatten wir schon an anderen Stellen x-mal.
DAS GANZE LEBEN IST ENERGIEVERSCHWENDUNG!
Also alle aufhängen.....
Nee im Ernst was soll das? Jegliche Heizungen sind Energieschleudern!
Man könnte sich auch auch zu Hause mal im Winter wie die Eskimos anziehen.
Wie schon mehrfach geschrieben sind die Dinger für Anfänger weitab der Alpen einfach klasse.
Kommt im Rhein Main mal so eine Halle gehe ich dort genauso hin wie in die Sauna, das Hallenbad oder die Eishalle.
Also ich finds ja auch drollig, dass sich die Alpenbewohner darüber aufregen....
Also wenn ich da oben wohnen würde, und 7 Stunden bis in die Alpen fahren müsste, würd ich auch eher öfters in die Halle gehen.
Was ist denn dabei? Jedes Tiroler Bauernkaff, das alles verbrennt was auch nur ansatzweise brennt und die Massen an Hochleistungsturbokühen stossten mehr klimaschädliches Gas und Ruß(Hausbrand=Kamine, Heizungen) aus, als die Hallen. Und die Energie wird hier im Alpenraum auch im en Masse vergeudet. Alleine, wenn ich mich bei uns im Dorf umschau, könnt ma nen Koller bekommen. Von Energiesparen hat jeder was gehört, aber anwenden wills niemand.
Und ausgerechnet ein Skigebietsfan wirft eine "Verschandelung der Umwelt" vor....das ist schon drollig. Ich nehme mal an, du warst nie dort oben. Ich bin dieses Jahr immerhin an der Halle Richtung Hamburg vorbeigefahren, und da ist weit und breit nur Pampa, dazu war die Heide auch noch schön braun....also ich fand die Halle sogesehen eine Berreicherung der Landschaft.
Pervers finde ich allerdings die Halle in Dubai. In der Wüste hat so ein Ding nix zu suchen, vorallem bei einem Volk, das sich locker einen Urlaub in den Alpen leisten könnte.
Edit: Überigens vielen Dank für den Bericht. Ich find den Vergleich der Hallen ganz informativ. Dazu reizen mich die Hallen schon mal. Wenn ich mal wieder oben bin, werd ich sicher mit ein paar verrückten mal einen Tag in ner Halle verbringen. (Hab noch nen Gutschein von Neuss )
Natürlich kann man das Fahren in einer Skihalle nicht mit Skifahren in den Bergen vergleichen, aber das ist ja kein Grund nicht in Skihallen zu gehen. Ich finde auch die Menschen im Norden bzw diejenigen, die relativ weit weg von Skigebieten wohnen, sollten die Möglichkeit haben am Wochenende Skifahren zu gehen, ohne erstmal 5 Stunden irgendwo hinfahren zu müssen.
Verteufeln sollte man nicht Dinge, die man eventuell noch nicht mal selbst gesehen hat. Bei den meisten Argumenten hier stelle ich fest, dass die Poster mit grösster Wahrscheinlichkeit noch nicht in den Hallen waren. Zumindest nicht in den mir bekannten wie Neuss, Bottrop, Landgraaf.
Bin damals als die Halle in Neuss neu war, glaub es war die erste in Deutschland, auch mit dem festen Vorsatz dahingegangen, um den anderen nacher zu sagen, wie scheisse es gewesen wäre. Was war? Das konnte ich ned bringen, denn es war mal richtig geil.
Spassfaktor, Abkühlung im Sommer, geile PArty, wiklich gute Events,...
Klar kann man keinen Vergleich zum Gebirge ziehen, den Vergleich will aber auch gar keine Skihalle. Vergleicht denn einer ein Schwimmbad mit dem offenen Meer, oder eine Eishalle mit einem zugefrorenen See oder der Antarktis?
Denke diese Argumente fallen mal flach.
Wirtschaftich und technische Argumente sollte man auf Fakten stützen sehe ich den weitausmeisten Ässerungen hier auch nicht.
Was bleibt? Lediglich das Argument "MIR gefällt es nicht". Gut das kann jeder äussern, aber damit sollte es dann auch reichen und deshalb ist nicht alles andere schlecht!
Das Konzept der Hallen ist doch ein ganz anderes, man möchte doch den Skisport auch Leuten zugänglich machen, die nicht die Möglichkeit haben in die Berge zu kommen. Anfänger können ohne hohe Kosten feststellen ob es ihnen Spass macht oder nicht. Schulen können Kindern auch mal einen Ausflug zum Skisport ermöglichen, ohne eine teuere Klassenfahrt zu veranstalten. Das ganze sollte man mehr unter Eventcharakter sehen, als Konkurrenz zu den Skigebieten.
Denke hier liegt für viele, die nahe an Skigebieten wohnen das Problem.
Zumindest in Neuss geht das Konzept auf und das Halleneigene Reiseunternehmen, bietet über den Winter zahlreiche Skifahrten in die Alpen an, würden die das tun, wenn man sich in Konkurrenz zu den Skigebieten sähe?
Achso Neuss wird sich umbenennen in Geltscherstadt Neuss
@Wildkogel,
wenn diese paar Skihallen so schlimm sind, dann muss man fast alles Technische heute verbieten, dass mit Strom (Atomstrom,Kohle...) funktioniert, denn das produziert alles Abwärme.(Laienhaft ausgedrückt ohne lange Erklärungen)
Habt Ihr eine Klimaanlage im Auto? Einen Wäschetrockner? Fährst Du auf kunstschneepisten?
Was bist Du eigentlich mit 16 oder 17 für ein Skilehrer? Eher Hilfsskilehrer,oder?