Die Hinfahrt klappte nahezu perfekt: los ging es um 7:16 bei mir zu Hause, um 10:38 kam ich dann in Dortmund an der Universität an.
Doch ich war nicht der Hochschule wegen hier, sondern wegen der H-Bahn.
Von den unterirdischen S-Bahn-Gleisen führt ein Aufzug direkt hcoh auf den H-Bahn-Bahnsteig:
So sieht die H-Bahn-Station von außen aus:
...und so von innen:
De H-Bahn ist eine elektrisch angetriebene automatische Hängebahn. Tagsüber fahren die Bahnen nach Fahrplan, nachts nach Bedarf und mit Knöpfchendrücken, wie bei einem Aufzug. Das sind die Ruf- (bzw Ziel-)Knöpfe:
Die Bahn ist übrigens noral in den Verkehrsverbund integriert. Darüberhinaus gibt extra H-Bahn-Einzeltickets zum Preis von 0,60, welche dann eine tunde lang für beliebige Fahrten gelten.
Da kommt auch schon meine Bahn:
Mit diesem Mechanismus wird die Bahn in der Station am Schaukeln gehindert. Nach Stillstand dreht sich das Teil und setzt die Bahn so fest:
Wenn die Stufe hochgeklappt ist, und sich Bahnsteigtüre und Zugtüre geöffnet haben, kann man einsteigen:
Die Strecke besteht aus zwei Linien: Erstens vom Technologiezentrum über S-Bahnstation Uni und weiter über Campus Süd nach Eichlinghofen. Zweitens gibt es dann die Shuttle-Linie Campus Süd - Campus Nord.
Begeben wir uns zunächst auf eine Fahrt Richtung Eichlinghofen.
Blick nach hinten: rechts liegt gerade nicht mehr sichtbar die Station S-Bahn-Uni, von links kommt die Strecke von Campus Nord dazu:
Weiter über den Parkplatz...
...und etwas Wiese...
...über eine Straße...
...durch ein Naturschutzgebiet (hier ist die höchste Stelle über Grund)...
...gelangt man schließlich zur Station Campus Süd:
Auf dem äußeren Gleis fahren und Halten die Wagen der großen Linie, auf dem vorderen Gleis endet die Shuttle-Linie:
An dieser Station befindet sich auch die Werkstatt:
Das Shuttlegleis kreuzt nach der Station den Stationseingang und endet dann in der Werkstatt:
Weiter geht die Fahrt wieder über einen Parkplatz:
Und bodennah durch ein Wäldchen:
Vor der Endstation teilt sich das Gleis wieder:
Stationseinfahrt:
Endstation Eichlinghofen:
Zurück zur Station Campus Süd: Dort steige ich nun in die andere Linie um. Diese fährt nun großteils gleich wie die andere Linie, zweigt dann aber kurz vor der S-Bahn-Station ab. Wenige Meter weiter ist dann auch schon die Endstation erreicht:
Wieder ein Sprung, diesmal zur S-Bahn-Station. Fahren wir die lange Strecke nun noch in die andere Richtung: Ausfahrt aus der S-Bahn-Station:
In einer langezogenen Kurve geht es um mehrer Gebäudekomplexe herum:
Und dann schnurgerade an einer Straße entlang:
Endstation Technologiepark:
Noch zwei Fotos aus dem Wageninneren:
Die Wagen fahren übrigens recht flott mit über 50 Stundenkilometer auf der Strecke. Das Ausschwingen in den Kurven ist kaum spürbar, die Pendelbewegungen sind stark gedämpft.
Mit der S-Bahn sollte es nun weiter nach Essen gehen. Doch in Dortmund Hbf brüllte der Fahrer nur "Alle Fahrgäste aussteigen" und auf den Anzeigetafeln stand auch nichts Brauchbares... Nach längerem Durchfragen erfuhr ich, dass wegen Bauarbeiten wohl auf der Strecke keine S-Bahn fährt und alle anderen Züge dafür über die S-Bahn-Trasse umgeleitet werden. Also gut, dann neme ich für die paar Kilometer eben den ICE...
In Essen steige ich dann in einen Bus der Linie 146 um. Sieht fast aus wie ein normaler Citaro:
Doch was ist das?
...und an der mittleren Achse...
...und an der dritten Achse auch:
Und nach einigen Stationen normaler Fahrt kommt dann die Sonderbusspur:
So sieht sie aus:
Der Fahrer kann sich zurücklehnen...
...und muss nur noch das Gaspedal treten. Mit gut 80 Km/h fährt der Bus spurgeführt, der Fahrer braucht nicht mehr zu lenken.
Da kommt das Ende dieser Spurbusstrecke in der Mitte einer Autobahn:
Nochmal die Führungsrolle:
Hier auf dem kurzen Stück verkehrt der Spurbus noch gemeinsam mit einer Straßenbahn:
Die Spurbusse entstanden wohl aus der Idee die Vorteile von Bus und Straßenbahn zu vereinen. Dabei verkehrten die Spurbusse teilweise gemeinsam mit der Straßenbahn, teilweise übernahmen sie deren alte Strecken. Früher gab es auch Duo-Spurbusse. D.h. sie konnten elektrisch (also als O-Bus mit zweipoliger Oberleitung) als auch mit Diesel fahren. Die Oberleitung wurde neben der Straßenbahnoberleitung aufgehängt und die Busse nutzten eine gemeinsame Trasse. Dabei bestand diese teilweise aus Holzbohlen, die neben den Schienen auf die Straßenbahnschwellen montiert wurden. So fuhren die Duobusse sogar zeitweise durch den Stadtbahntunnel als U-Bahn!
Im vergangen Jahr wurden neue Citaros beschafft und einige der noch vorhandenen Streckenabschnitte an diese neuen, etwas breiteren Busse angepasst. Die Spurbusse wird es also auf den Linien 145, 146, 147 und 142 vorerst noch weiterhin geben.
Woran erinnerte mich das bloß?
Eigentlich wollte ich ja mit der Straßenbahn zurück zum Hbf fahren, doch plötzlich hieß es wieder Schienenersatzverkehr wegen Bauarbeiten und nicht über Hbf...
Egal, so kam ich auch noch dazu U-Bahn zu fahren:
Irgendwie ist die Station Hbf stylisch beleuchtet...
Mit der S-Bahn ging es dann direkt weiter nach Düsseldorf, ohne Zwischenstopp am Flughafen. Dank der ganzen Umleitungen und Ausfälle war dafür keine Zeit mehr.
A propos S-Bahn: Das nennen die in Rhein-Ruhr S-Bahn: Lokbespannte Züge:
Und von den Farben her fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt...
Die Fotos von der Rheinwiese folgen dann demnächst. Nur schon so viel: Der Tower war immer noch zu.