Zuerst mal - warum Kaprun? Ist es uns wirklich am Mölltaler bereits nach 5 Skitagen langweilig geworden? Also, es ist ja kein Geheimniss: ich habe zum Geburtstag von Bekannten 3 Tage HP für 2 Personen im 'Sporthotel Trauner' geschenkt bekommen, es war wirklich eine nette Überraschung. Also haben wir uns am Freitag nach dem Job auf den Weg gemacht und gut 4 Stunden später waren wir - gerade richtig zum Abendessen - im eher kleinen Familienhotel. Zum Haus: naja
Aber egal, Bad und Zimmer waren sauber, das Frühstück gut, und an Samstag in der Früh fuhren wir voller Erwartungen zum Gletscher, vorher haben wir im Ort noch die Skipässe gekauft, was sich bald als gute Entscheidung herausstellen sollte.
Eine erste, sehr positive Überraschung, waren die nicht vorhandenen Wartezeiten an der Talstation der Zubringerbahn. Die einzige kurze Warteschlange war an der Kassa, während wir bei der Bahn die zweite 8er Kabine erwischt haben - das habe ich an einem sonnigen Samstag im November wirklich nicht erwartet
Nun aber hinauf. Das letzte mal haben wir das Skigebiet vor gut 10 Jahren besucht, da hat sich inzwischen einiges verändert. Am Langwiedboden war es frühlingshaft mild, der Schnee aber trotzdem hartgefroren:
So viel zum Thema Warteschlangen:
In der Langwiedbahn Richtung Alpincenter, Vorfreude kommt auf:
Gratbahn, ebenfalls wenig los:
In der Gratbahn, ganz ganz toller Blick auf die Gletscher:
IMO sollten sich die Betreiber beim Maurer was einfallen lassen, momentan sieht es eher traurig aus:
Es folgte die erste Abfahrt, von der Bergstation Gratbahn zum Langwiedboden. Bis zum Alpincenter OK, schon die erste Querung unter dem AC war dann schon unangenehm steinig, genau so wie die Abfahrt zum Langwiedboden. Und wo es nicht steing war, war es eisig. Der Zustand der Piste war schon eine Riesenenttäuschung, auf 2000 m mit der Sufag - Armada habe ich doch mehr erwartet. Kein Vergleich zur ähnlich hoch gelegenen 'Tal'abfahrt am Mölltaler, von den 4-Bergen ganz zu schweigen. Danach fuhren wir lieber nur bis zur Kristallbahn, und zwar auf der langwiedabfahrt und dann den Ziehweg links zur Talstation. Die Kristallabfahrt selbst war unter aller Kritik: eisig, knollig und unten, vor allem am linken Rand noch steinig dazu
Zur Abwechslung mal ein Blick ins grüne Tal:
Die einzigen Wartezeiten waren am Vormittag an den Kitz/Keesliften, da musste man auch mal 5 Minuten anstehen:
Aber für diese Piste, da lohnt es sich auch mal am Lift zu warten, oder ... ?
Ja, so kann man sich irren. Bis zum Sommereinstieg konnte man wirklich gut carven, unten wo es steiler wird wurde es mit jedem Meter knolliger und eisiger (und damit mir keiner die Schuld auf die ach so bösen Schneekanonen schiebt: eisig war es schon weit oberhalb der höchsten Hydranten). 5 min anstehen und SCHL Fahren für so eine Piste? Nein danke, bis mittag fuhren wir fast auschliesslich Kristall- und Gratbahn, die Pisten waren nicht schlechter (auch nicht besser), aber wenigstens hat man dort bequeme Sesselbahnen ohne Wartezeiten.
Gegen halb eins gab es dann auch bei den Kitz/Keesliften nur noch kurze Wartezeiten, dann fuhren wir doch noch einige male hinauf. Schön ist es dort oben auf jeden Fall ...:
Sogar die Abfahrt zum Langwiedboden haben wir dreimal gemacht, oben war es uns auf die dauer schon langweilig. Wenn man sich die steinigen Stellen gemerkt hat und die Augen offen hielt, konnte man ohne Materialschaden runter kommen (Tipp: nahe an den Kanonen bleiben, dort gab es kaum Steine). Ausserdem hat gerade mal keiner von uns neue Skier, also müssen wir heuer nicht allzusehr aufpassen
Tagesfazit: es war kein schlechter Skitag! Geniales Wetter, gute Fernsicht, grosse Auswahl an Liften und Pisten, kurze bis gar keine Wartezeiten. Auch das SB - Restaurant im Alpincenter hat uns beiden gut gefallen, nette Ausstattung und gute Auswahl. Nur von den Pisten haben wir mehr erwartet. Ja, ich dachte ich konnte oben an den Kitz/Keespisten auf pulvrigen Pisten carven, letztendlich war es mehr Kurzschwingen. Dass es unten, im beschneiten Bereich, hart bis eisig sein wird, damit habe ich gerechnet, nicht aber mit so vielen Steinen und Eisknollen.
(to be continued ... )