Bereits das dritte mal infolge war ich nun im Dezember in Zermatt. Dieses mal eine ganze Woche. Es wurde höchste Zeit die Winkel des Skigebiets aufzusuchen für die es in den letzten zwei Jahren nicht gereicht hat.
Anfahrt
Pfäffikon - Zürich - Visp - Zermatt, 4h mit dem Zug (Rückfahrt das gleiche rückwärts)
Wetter
Weitesgehen sonnig, windstill und kalt, mit Ausnahmen am ersten und letzten Tag.
Schneezustand:
In höheren Lagen sehr guter Pulverschnee, darunter teilweise etwas hart.
geöffnete Liftanlagen
gesamtes Sunnegga-Rothorn-gebiet; Gornergrat-Höhtälli ohne Stockhorn; gesamtes Kl.Matterhorn Gebiet; Gesamtes Valtourneche, Cervinia die Sesselbahnen bis Botannini (Aber nicht bis zum Pass) und Seilbahnen nach Testa Grigia.
Pisten
An den meisten Bahnen waren ein bis zwei Pisten geöffnet
Gefallen
+ Guter Schnee in der Höhe, besonders auf dem Gletscher
+ Windstille
+ Alle Talabfahrten fahrbar
+ Endlich nach Italien
Nicht gefallen
- Probleme beim Matterhorn Express
- Die Bahn und Pisten am Theodulpass waren gesperrt, obwohl sie bestimmt geöfnet werden konnten. Somit war die Anfahrt zum Gebiet Plan Maison nur via Cervinia möglich.
- Vertauschte Skis
- Stehklos im Italienischen Sektor
Fazit
Besser gehts nicht, absolutes Highlight zum Saisonbeginn
1.Tag
Am ersten Tag wollte ich wenn möglich bereits in den italienischen Sektor welchen ich noch nie besuchen konnte.
Die Bahnen nach Italien sind offen gemeldet, also steht dem Vorhaben eigentlich nichts im Wege.
Der morgentliche Blick aus dem Hotelfenster verspricht wesentlich besseres Wetter als angesagt, nur am Horizont eine weisse Wolke.
Das Horn schon in der Sonne.
Der Blick Richtung Gornergrat, perfektes Skiwetter.
Doch Richtung Italien zeigt sich ein ganz anderes Bild, ausserdem geht auf dem Gletscher ein eisiger Wind.
Nach dem einfahren auf der Gandeggpiste und zweimal Furggsattel haben wir beschlossen das Gebiet zu wechseln.
Da ich ja den Tipp bekommen habe, das die schwarze Abfahrt auch als rot durchgehen würde, sind wir den direkten Weg gefahren. Dies ging problemlos, auch wen der Schnee ab dem Sandigen-Boden teilweise sehr hart war. In Furi angekommen gings dann mit dem Riffelbergexpress direkt ins Gornergrat-Gebiet. Dort war das Wetter wesentlich besser, und auch windstill.
Matterhorn vom Riffelberg, auch hier wieder gut die Wettergrenze Richtung Italien zu erkennen.
Am Riffelberg selber, beste Bedingungen.
Zum Abschluss fuhren wir die sehr schöne abfahrt nach Schweigmatten, welche aber auch teilweise sehr hart war.
2. Tag
Auch diesmal war das Ziel wieder Italien, das Wetter ist nach Webcams im ganzen Gebiet gut, und von allen Stationen wird windstille gemeldet.
Bick vom Trockenen Steg zum Matterhorn, nur wenige Meter vom neuen Ausstieg aus dem Matterhorn Express.
Vom gleichen Standpunkt Richtung Gandegg und Furggsattel. Kein vergleich zum Vortag.
Vom Furggsatel ins Aostatal...
..und Richtung Gornergrat.
Nach zwei Aufwärmabfahrten auf dem ausgezeichnet zu fahrenden Furgsattelgletscher wechselten wir zur Klein Matthorn-Bahn mit welcher ich zum ersten mal das vergnügen hatte. Die letzten zwei Jahre war sie immer für Skifahrer gesperrt.
Bekanntes Bild vom Kl.Matterhorn, das gesamte Trasse dieser spektakulären Bahn.
Die Wetterstation "schwebt" über dem Theodulgletscher, dahinter das grosse Matterhorn.
Unten, Sommerskigebiet, Testa Grigia. Dahinter, Aostatal rechts Mont Blanc.
Blick Richtung Breithorn.
Wir fuhren vom Kl.Matterhorn nicht direkt nach Testa Grigia, sondern auf den Gletscherpisten zum Skilift Testa 1.
Auf diesem Lift musste ich dann verstellen, das die Piste über den Theodulpass gesperrt sind, obwohl sie auf der Zermatt webpage offen gemelted waren. Mangels alternativen steuerten wir also die Ventina an.
Diese hammerpiste fuhren wir dann bis Lagi Cime Bianche. Von dort ging es aber schon wieder zurück. Wir wollten Pizza, und die gab es in dem Restaurant dort nicht. Also ab zum Tr.Steg.
Dort sind wir noch etwas Furgsattel gefahren. Dann sind wir nach Furgg gefahren um den Matterhorn Ex. zu nehmen. Dort angekommen ging aber nichts mehr, nach langem warten teilte man uns mit, wir sollen doch mit dem Theodul Ex. zum Tr.Steg zurück. Darauf hatten wir aber keine Lust, und sind dann die schwarze nach Furi abgefahren.
3.Tag
Diesmal war ein andere weisser Fleck auf meiner Zermattkarte an der Reihe, die Kelleabfahrt. Also gings via Furi hoch zum Riffelberg. Nach einigen Wiederholungen am Gifthittli steuerten wir die Kelle an.
Blick Eichtung Hohtälli. Irgendwo am Kamm der links-hinter dem vorderen Teil der Hohtälli Piste verläuft könnte wohl die Bergstation der Rosenritzbahn entstehen.
Die Kelle ist meiner Meinung nach eine sehr schöne und abwechslungsreiche Abfahrt. Ab Breitboden ist die Abfahrt nach Gant bis auf ein kurzes Stück allerdings nur ein Ziehweg.
Hier ein Blick in das Tal in der in Zukunft eine Piste nach Findeln führen soll. Unwahrscheinlich, dass hier mehr als ein Zieweg möglich ist.
Blick zurück zum Breitboden, die Piste von diesem nach Gant, sowie die Bergstation der Findelbahn sind zu erkennen.
Der Schlusshang der Breiter, ganz schön steil, schmal und es scheint auch noch hängend.
Auch der obere Teil der Breiter sieht nicht gerade massen-tauglich aus, man muss nur die vielen Bäume anschauen, die in der Piste stehen.
Nach dem Mittagsessen in Findeln, fuhren wir hoch zum Rothorn.
Dort fuhr ich zum erstenmal mit der Kumme Sesselbahn. Die Piste war sehr schön zu fahren, aber nach der Abzweigung von der Fluhalp ein einziges Schattenloch. Bei diesen Temperaturen einfach nicht Ideal.
Deswegen fuhren wir danach auf dem direkten Weg Sunnegga an und dann via Sunnegga Express zurück nach Zermatt.
4.Tag
Nach dem Fab von den guten Bedingungen in Valtourneche geschrieben hat, war mein nächstes Ziel schon fix.
Anfahrt des Skigiebietsteil Valtourneche, dieser kleine Abschnitt des Skigebiets zwischen den beiden Cime Bianche befindet sich im Ayastal.
Blick ins Valtourneche
Situation bei Salette.
Ich denke, man kann die Grösse des Skigebiets erst richtig erfassen, wenn man es mal bis hier hinten geschafft hat.
Überfüllte Pisten im Teilgebiet Valtourneche
Der Ausflug nach Valtourneche hat sich absolut gelohnt. Super Schnee, wenig Leute. Schade das die unteren Sessel fix geklemmt sind, bei diesen Tempreraturen einfach nicht so spassig.
Auf dem Rückweg ein Blick auf die Ventina.
Das Sommerskigebiet, um diese Jahrestzeit stehen die oberen Lifte alle still. Auch wenn man an diesem Tag trotz tiefer Temperaturen hier gut fahren konnte, da es absolut windstill war.
Blick zum Kl.Matterhorn, genau auf diesem Trasse soll in Zukunft eine stützernlose PB verlaufen.
Zurück zum Tr.Steg, am besten von hier an schon laufen lassen, dann kommt man einigermassen gut durch die Ebene.
Situation auf dem Sandigen-Boden.
5. Tag
Die Turftern Abfahrt (Blauherd - Patrullarve) hat nun auch geöffnet, also wieder ins Rothorn Gebiet, dazu mein neuer Lieblingseinstieg via Riffelberg - Kelle.
Auf dem Riffelberg hat nun die blaue entlang der GGB offen. Die ist weniger interessant als die direkten, dafür menschenleer.
Dann wieder auf die Kelle, hier der Steilhang.
Blick richtung Rothorn. Diesmal benuzten wir den Findelsessel ab Breitenboden um nach Sunnegga zu wechseln.
Nach einigen Schwüngen zwischen Blauherd und Sunnegga machten wir am Blauherd Pause in der Sonne. Dabei vertauschte jemand seine Aeromax mit meinen Crossmax. Ich hatte zwar Skiversicherung, aber da ich keine Ahnung hatte wie schwer derjenige war der nun mit meinen Skis unterwegs war, fuhr ich dann nur noch nach Findeln um zu essen und dann mussten wir zurück zum Hotel. Ich wollte nicht mit einer Bindung rumfahren die nicht für mich eingestellt war.
Ich habe dann die Skies zürickgegeben und für denn nächsten Tag andere bekommen.
6. Tag
Am letzten Tag wollte ich das letzte Teilgebiet erkunden in dem ich noch nicht war, das Gebiet um Plan Maison. Die Idee war die Ventina bis nach Cervinia abzufahren und dann wieder alles hoch. Doch am Tr.Steg war wieder ein jähes Ende.
Der Blick von Zermatt aus läst schon böses erahnen. Wiederum haben sich am Theodulpass die Wolken gestaut, auf Zermater Seite herrscht noch Sonne vor.
Oben angekommen weht uns ein eiskalter Wind entgegen. Deswegen geht es sofort runter nach Furt, dann via Schwarzsee und weisse Perle nach Furi. Die weisse Perle war ausgezeichnet zu fahren.
Via Riffelberg und Kelle diesmal wieder bis Gant wechseln wir erneut ins Rothorn Gebiet.
Ein Bild der 4EUB Gant-Blauherd, ich habe dieses Bild noch gemacht, da man ja nicht weiss, wie lange die Bahn noch erhalten bleibt.
Als wir in Sunnegga mitagessen zieht es plötzlich (innerhalb etwa einer viertel Stunde) von Italien her zu. Fotos habe ich delhalb keine mehr.
Zum Abschluss sind wir noch die Brunnjeschbord die Turftern und die Untere National gefahren. Das war genau das richtige bei diesem Wetter, da man unter der Waldgrenze wesentlich mehr Kontrast hat.
Am Abend als ich meine Skis zurück brachte wurde mir dann noch mitgeteilt, dass auch die anderen Skier wieder zum Vorschein gekommen sind.
Alles in allem gelungene Skiferien. Super Wetter (wenn auch kalt), und jeden Abend gutes Essen, das man nach der täglichen Leistung ohne schlechtes Gewissen geniessen konnte.