Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

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Glogge
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Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Glogge »

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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von toxy123 »

Wirklich tragisch!
Aber wie geht das denn zusammen?
Schon bald haben die Bergwachtler Snowboard-Spuren im Schnee entdeckt. "Irgendwann wurden daraus Fußspuren, und man konnte regelrecht sehen, wie der Junge herumgeirrt ist"
Der Junge ist seiner Einschätzung nach sofort tot gewesen
Am Helm hat es diesmal wohl allerdings nicht gelegen:
"Wir haben zunächst das Snowboard und den Helm entdeckt, etwa 40 Meter weiter lag der junge Snowboarder"
Wobei ich auch merkwürdig finde, dass er ihn nicht auf dem Kopf hatte??
Meiner Meinung nach besteht hier noch Klärungsbedarf.
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Af
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Af »

Naja...wennst abstürzst kannst beim Aufprall schon mal den Helm verlieren...

Echt tragisch, da der Junge wohl ned absichtlich von der Piste abgefahren ist...
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kaldini
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von kaldini »

ist mir aber auch schon in vielen Gebieten aufgefallen wie weit auseinander die Pistenbegrenzungen stehen. Und auch die Art der Begrenzungen wird immer unauffälliger - früher gab es die rot/grünen Kugeln, die sah man gut und man wusste wo die Pistengrenze ist. Heutzutage gibts in vielen Ecken nurmehr einfache Holzstecken, bei schönem Wetter sind sie vollkommen ausreichend (eigentlich braucht man da gar keine) aber bei Nebel tastet man sich dann nur noch langsam voran.
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Mt. Cervino
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Mt. Cervino »

kaldini hat geschrieben:ist mir aber auch schon in vielen Gebieten aufgefallen wie weit auseinander die Pistenbegrenzungen stehen. Und auch die Art der Begrenzungen wird immer unauffälliger - früher gab es die rot/grünen Kugeln, die sah man gut und man wusste wo die Pistengrenze ist. Heutzutage gibts in vielen Ecken nurmehr einfache Holzstecken, bei schönem Wetter sind sie vollkommen ausreichend (eigentlich braucht man da gar keine) aber bei Nebel tastet man sich dann nur noch langsam voran.
Naja... aber so eine Totalenzäunung wie in Italien teilweise üblich braucht es nun auch wieder nicht...
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von burgi83 »

Mt. Cervino hat geschrieben:
kaldini hat geschrieben:ist mir aber auch schon in vielen Gebieten aufgefallen wie weit auseinander die Pistenbegrenzungen stehen. Und auch die Art der Begrenzungen wird immer unauffälliger - früher gab es die rot/grünen Kugeln, die sah man gut und man wusste wo die Pistengrenze ist. Heutzutage gibts in vielen Ecken nurmehr einfache Holzstecken, bei schönem Wetter sind sie vollkommen ausreichend (eigentlich braucht man da gar keine) aber bei Nebel tastet man sich dann nur noch langsam voran.
Naja... aber so eine Totalenzäunung wie in Italien teilweise üblich braucht es nun auch wieder nicht...
Es muss ja keine Totaleinzäunung sein, aber vielleicht sollten alle Bereiche die im Umkreis von 200m zur Piste sind und wo man in Gefahr (aßer Lawinengefahr) kommt abzäunen.
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3303
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von 3303 »

Ein guter, richtig sitzender Helm darf beim Aufprall mE nicht abfallen.Was wäre das denn dann für eine "Sicherheit"?
Ansonsten sind besonders bei breiten Pisten die heute üblichen, beidseitigen Markierungen im Nebel manchmal (wenn man die Pistenbreite nicht überblicken kann) tückisch, da man nicht sieht, ob man auf der Piste ist oder daneben. Man muss es dann fühlen. Bei den einfachen, mittigen Markierungen früher konnte das kaum passieren, wenn man sich einfach grob dran hielt. Überhaupt war der sich langsam auflösende Pistenrand damals bei Weitem nicht so tückisch wie heute die oft hohe Kante durch tägliche Präparation über Monate auf der selben Linie.
An der Diskussion hier sieht man schon, dass die Meinung Vieler auf die gegenteilige Richtung zielt. Die Kausalkette wird wohl weiter in Richtung Touristengehege weitergeführt. Der Wunsch nach Einzäunung/Abzäunung ist jedenfalls offensichtlich da. Welch ein unrealisierbarer Wahnsinn. Besonders die hochalpinen Gebiete müssten das das ganze Gelände mit Zäunen versehen, da die Landschaft von Felsabbrüchen durchzogen ist. Oh Mann, was für ein Käse...
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Powderjunky »

Schon bald haben die Bergwachtler Snowboard-Spuren im Schnee entdeckt. "Irgendwann wurden daraus Fußspuren, und man konnte regelrecht sehen, wie der Junge herumgeirrt ist"
Wenn ich mein brett in die Hand nehme und laufe, setze ich fast immer den Helm ab, weils da drunter verdammt warm wird.
Ich könnte mir vorstellen, dass es ähnlich gewesen ist.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Freestyle-Mo »

3303 hat geschrieben:Ein guter, richtig sitzender Helm darf beim Aufprall mE nicht abfallen.Was wäre das denn dann für eine "Sicherheit"?
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Auch wenns ein sehr extremer Aufprall war, der Helm kann nicht alles aushalten.

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TPD
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von TPD »

Sehe es auch so wie Klare.
Der hat wohl das Board abgeschnallt, weil er bemerkt hat dass er ab der Piste gekommen ist und nun die Umgebung erkunden wollte.
Und weshalb sollte man als "Fussgänger" einen Helm tragen ?
Denke da ist es eine natürliche Reaktion des Menschen dass entweder der Helm ganz ausgezogen wird oder zumindest die Riemen gelöst werden.

Andererseits finde ich es doch recht sonderbar dass der Snowboarder erst im Bus vermisst wurde.
Wenn die Sichtverhältnisse schon so prekär sind, würde ich mich mit dem Freund zusammenschliessen anstatt eigene Wege zu fahren.
Andererseits kann es auch sein dass die getrennten Wege dem Freund das Leben gerettet haben ?
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von mstoefi »

Nach dem tödlichen Absturz eines 17-jährigen Snowboarders im Skigebiet am Grünten im Oberallgäu hat die Staatsanwaltschaft Kempten ein Ermittlungsverfahren gegen den Liftbesitzer eingeleitet.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Hom ... ,4289.html
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Powderjunky »

Sry, aber dem jetzt ans Bein zu pissen...

Wenn die Sylvester besoffen noch eine dunkle Piste runterfahren ? Selber Schuld ! Ich meine, dass nachts noch mal der Sessel lief...aber das weiß ich nicht genau.

Und wenns Nebel hat muss man halt mehr aufpassen !?
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3303
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von 3303 »

Klare hat geschrieben:....

Wenn die Sylvester besoffen noch eine dunkle Piste runterfahren ? Selber Schuld ! ....

Und wenns Nebel hat muss man halt mehr aufpassen !?

...signed.

@Helm. Klar kann man irgendwelche Extrembeispiele finden, wo der Helm abgeschlagen wird. Dennoch sollte er beim Aufprall grundsätzlich sitzen.
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Tibor
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Tibor »

Schon bald haben die Bergwachtler Snowboard-Spuren im Schnee entdeckt. "Irgendwann wurden daraus Fußspuren, und man konnte regelrecht sehen, wie der Junge herumgeirrt ist"
Hört sich zwar nicht so an, als ob er bis zur Hüfte eingesackt wäre und sich durch den Schnee gekämpft hätte. Aber so würde ich mir die Situation vorstellen, wenn ich von der Piste abkomme und da hätte ich ganz schnell einen Grund, den Helm abzunehmen. Ruckruck hohe Puls, ausser Atem und Schweissperlen auf der Stirn.

Und dann könnte man natürlich auch ganz banal auf die Idee kommen, den Helm abzunehmen, um sich an Geräuschen zu orientieren oder womöglich ruft man auch ganz einfach mal "Hallo? Hilfe? Ist da wer?" in den Nebel und hofft auf eine Antwort.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von skwal »

Klare hat geschrieben:Sry, aber dem jetzt ans Bein zu pissen...
Das ist die übliche Vorgegehensweise seitens den Behörden......
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3303
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von 3303 »

Ist es nicht so, dass bei tödlichen Unfällen von Gesetztes wegen grundsätzlich ein entsprechendes Verfahren einzuleiten ist? In dem Fall hätte die Behörde keinen Ermessensspielraum sondern wäre quasi gezwungen, zur Klärung der Hintergründe Ermittlungen einzuleiten?
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mic
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von mic »


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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Foto-Irrer »

3303 hat geschrieben:Ist es nicht so, dass bei tödlichen Unfällen von Gesetztes wegen grundsätzlich ein entsprechendes Verfahren einzuleiten ist? In dem Fall hätte die Behörde keinen Ermessensspielraum sondern wäre quasi gezwungen, zur Klärung der Hintergründe Ermittlungen einzuleiten?
Genau so ist es. ich weiß von einem ehemaligen Betriebsleiter, dass gegen ihn auch mal ein Verfahren eingeleitet wurde, als eine Frau auf eisiger Piste gestürzt und gestorben ist (weil sie von der Piste abkam und wogegen knallte). Das zerrt und zieht sich leider lange hin, auch wenn relativ schnell klar ist, dass man unschuldig ist. Aber der Betriebsleiter ist nunmal verantwortlich, da er die Piste freigegeben hat.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von toxy123 »

Klare hat geschrieben:
Schon bald haben die Bergwachtler Snowboard-Spuren im Schnee entdeckt. "Irgendwann wurden daraus Fußspuren, und man konnte regelrecht sehen, wie der Junge herumgeirrt ist"
Wenn ich mein brett in die Hand nehme und laufe, setze ich fast immer den Helm ab, weils da drunter verdammt warm wird.
Ich könnte mir vorstellen, dass es ähnlich gewesen ist.
Ok, vollstes Einverständnis.
Was ich nur nicht verstehe, ist dann das hier:
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Powderjunky
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Powderjunky »

Wenn er unglücklich auf den Kopf gefallen ist und wann gesehen hat, dass er z.B. sein Genick sofort gebrochen hat ? Keine Ahnung ob man sowas sofort sieht.
Das wäre jetzt meine Vermutung !
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Bogi
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Bogi »

Klare hat geschrieben: Und wenns Nebel hat muss man halt mehr aufpassen !?
Also, da machst Du es Dir aber ein bisschen zu einfach: Wenn der Nebel dicht genug ist, hast Du häufig keine Chance, noch zu sehen, wohin die Piste führt, weil die die Pistenbegrenzungen fehlen oder so weit auseinander stehen, dass Du nicht mehr von einer zur anderen sehen kannst. Dann kommt noch das Snowboard hinzu, das aufgrund der nötigen Fahrtechnik eine Sicht in Fahrtrichtung nicht immer optimal ermöglicht.

Ich habe es sogar mal mit Skiern auf einer vorbildlich gesicherten Piste geschafft (also ca. alle 10m eine Markierungsstange - beidseitig der Piste), bei Nebel mal so richtig in den Tiefschnee neben der Piste zu fahren. Und ich war da ganz langsam und habe sicherlich aufgepasst.
Da es am Sonntag geschneit hat, war evtl. nicht mal ein Unterschied zwischen Piste und dem Bereich daneben feststellbar. Und wenn man erst mal von der Piste weg ist und evtl. nicht den besten Orientierungssinn hat, dann weiß man sehr schnell nicht mehr, wo man ist.
Sinnvoll wäre es dann natürlich gewesen, den eigenen Spuren wieder zu folgen und so zur Piste zurückzukehren. Aber wer steigt schon gerne mit Board unterm Arm bergauf, wenn man evtl. bergab auch wieder auf die Piste zurückkommt?

Im Nachhinein zu sagen: hätte, wäre, wenn... etc. ist immer ganz einfach. Nur wer würde in so einer Extremsituation tatsächlich dermaßen besonnen reagieren, dass man zu jeder Zeit vollkommen analytisch an die Sache rangeht?

Damit mich hier jetzt auch niemand falsch versteht: ich will jetzt den Boarder nicht von einer Mitschuld freisprechen - das kann ich nicht, da ich nicht dabei war. Andererseits aber von vorne herein zu sagen, dass nur der Boarder Schuld hatte und es eine Frechheit ist, dass der Liftbetreiber Gegenstand von Ermittlungen wird, ist wohl etwas überzogen.

Es gibt Gründe, die für eine Schuld des Boarders sprechen könnten: unangepasste Geschwindigkeit, nicht wieder Aufstieg auf der eigenen Spur, Entfernen von Freunden (evtl. hat man sich aber auch einfach im Nebel verloren...), fahren nicht in möglichst direkter Linie entlang einer gesicherten Pistenkante, etc.
Andererseits könnte man auch sagen, dass bei so schlechter Sicht auch der Liftbetreiber die Pflicht hätte, den entsprechenden Lift anzuhalten und nur mehr Abfahrten auf "ungefährlichen Pisten" zu ermöglichen und dass er ja auch in dem Bereich evtl. mehr Pistenmarkierungen hätte stecken können (ich war bisher nur im Sommer auf dem Grünten, also habe ich keine Ahnung, wie gut die Markierung dort ist), etc.

Ich würde erstmal von pauschalisierten Vorverurteilungen - egal in welcher Richtung - absehen und mal schauen, was die Staatsanwaltschaft so alles ermittelt. Im Moment ist doch vieles seeehr spekulativ. Es gibt nur ein paar Beobachtungen - sonst nichts.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von TPD »

Nun der Staatsanwaltschaft kann man bestimmt keinen Vorwurf machen, da sie ja nur ihren Job ausführt.
Andererseits muss man auch nicht wirklich erstaunt sein wenn die Zeugen die Augen verschliessen und abhauen.
Selbst wenn ein Verfahren eingestellt wird, bleibt bei den betroffenen Personen ein bitterer Nachgeschmack hängen.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von Af »

@ 3303: Wenn der Helm passt, hält er. Aber ich seh bei ca. 10% der Helmträger auf den Pisten, dass der Helm viel zu locker sitzt und im Sturzfalle nie halten kann. Andererseits kanns natürlich auch sein, dass er Aufgrund von Hitzeempfinden den Helm ausgezogen hat.

@ Pistenmarkierung: Muss hier Kaldini beipflichten. Früher konnte man bei Nebel dank der Kugeln noch gut fahren. Heutzutage hat man vielerorts keine Ahnung mehr wo die Piste verläuft und wo es langgeht. Gegen eine Totaleinzäunung bin isch sicher auch, aber ein paar Pfosten mehr würde vielen Gebieten nicht Schaden.
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von mic »

Vielleicht wollt er auch einfach nur telefonieren/ "Hilfe holen" und hat daher den Helm abgesetzt.
Man wird es ev. nie erfahren.
Ich gehe mal davon aus das heute fast jeder mit 17 ein Handy hat.
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3303
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Re: Grünten: Snowboarder tödlich verunglückt

Beitrag von 3303 »

Af hat geschrieben:@ 3303: Wenn der Helm passt, hält er. Aber ich seh bei ca. 10% der Helmträger auf den Pisten, dass der Helm viel zu locker sitzt und im Sturzfalle nie halten kann.
Das ist wohl wahr.
Auch gut, die zu kleinen Helme, die so komisch oben auf dem Kopf sitzen, dass die Stirn fast komplett frei ist. Aber man ist ja heute sicherheitsbewusst und trägt prinzipiell Helm.

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