nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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hebi
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nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von hebi »

am Hauser Kaibling hat sich in der Nacht vom 30. auf den 31.1. ein Skiunfall ereignet. Eine Frau ist gegen das Seil einer gerade mit der Pistenpräparierung beschäftigten Pistenraupe gefahren.

Siehe dazu: http://oesterreich.orf.at/steiermark/stories/419811/ bzw. auch http://www.arf.at/wordpress/?p=873
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anno_80
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von anno_80 »

Sehr tragisch, aber wie die Betreiber der Bergbahnen sinngemäß sagen, selbst dran schuld! Die Frau hatte da nichts zu suchen.
Martin_D
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Martin_D »

Wie kann man eigentlich als Gast auf der genannten Alm um 23.00 Uhr ins Tal kommen, ohne das Nachtfahrverbot zu missachten ?
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Downhill
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Downhill »

Martin_D hat geschrieben:Wie kann man eigentlich als Gast auf der genannten Alm um 23.00 Uhr ins Tal kommen, ohne das Nachtfahrverbot zu missachten ?
Gar nicht?

@Unfall: Wäre in Italien nicht passiert, da wären die Gäste schon längst von den Carabinieri verscheucht worden. Auch wenn diese Praxis manchmal bitter aufstößt, die Gründe hierfür werden immer deutlicher...
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hebi
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von hebi »

Martin_D hat geschrieben:Wie kann man eigentlich als Gast auf der genannten Alm um 23.00 Uhr ins Tal kommen, ohne das Nachtfahrverbot zu missachten ?
Pistenbully mit Personentransportkabine - der Hüttenwirt müsste ja eigentlich auch von der Sperre wissen und seine Gäste entsprechend drauf hinweisen oder wenn er sie länger sitzen lässt eine Möglichkeit für sie haben trotzdem noch ins Tal zu kommen, ohne die Sperre zu Mißachten.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Yeti01 »

Alle Jahre wieder - diese Diskussion hängt mir schon zum Hals heraus!!!!!!!!!!!!!!!!
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Dachstein »

Yeti01 hat geschrieben:Alle Jahre wieder - diese Diskussion hängt mir schon zum Hals heraus!!!!!!!!!!!!!!!!
Nicht nur dir. Es gab im Innsbrucker Raum immer wieder scharfe und kontroverse Diskussionen. Und wenn ich in einem stadtnahen Schigebiet meine letzte Abfahrt um 16:15 mache, dann kannst drauf wetten, dass dir mindestens 5 Tourengeher begegnen, die auf den Berg auflatschen, wenns schon dunkel wird. Und wir alle wissen ja, wie sichtbar Stahlseile im Finstern sind. Immerhin hat man sich jetzt in Innsbruck zu einer Nachtourenlösung durchgerungen, wenn mich jetzt nicht alles täuscht.

MFG Dachstein
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Martin_D »

Ich finde das sehr rätselhaft.

Ein verantwortungsvoller Hüttenwirt (und ich gehe davon aus, dass diese Hütte einen verantwortungsvollen Hüttenwirt hat) an einer Hütte, von der man nur über eine Piste wieder weg kann, wird doch wohl kaum Gästen weit nach Sperrung der Pisten noch irgendetwas ausschenken. Es sei denn, es handelt sich um Hausgäste.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von gerrit »

Es ist m.E. ein typisch Österreichisches Phänomen, dass Schihütten oft bis weit über das Abstellen der Lifte hinaus noch in Betrieb sind. In Italien wird man bei Betriebsschluß wirklich meist von den Pistencarabinieri hinauskomplimentiert, in Frankreich zieht einem der Kellner quasi den Sessel unterm Hintern weg und auch in der Schweiz hält sich die Geselligkeit nach Betriebsschluß in den Hütten in engen Grenzen.
Ich denke übrigens, dass sich die - in der Regel einheimischen - nach-Liftschluß-Tourengeher weit mehr der Gefahren bewußt sind als die auf einer HÜtte hängengebliebenen "Normaltouristen", die dann meist auch ohne Stahlseile auf den Pisten durch ihren Alkoholspiegel erheblich gefährdet sind.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Frankenski »

Also geht es wieder mal nur ums Geld, dem Wirt würde ich eine saftige Geldstrafe geben, er ist ja auch Schuld an dem Unfall, hätte er früher Schluß gemacht dann wäre nichts passiert 8O
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Ram-Brand
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Ram-Brand »

Warum können die Leute sich nicht im Tal besaufen und müssen das immer auf irgendwelchen Hütten machen?

Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Rüganer »

So eine Hüttenparty ist mit den richtigen Leuten schon super. Haben wir schon öfter auf der Seceda im Grödnertal gemacht. Die Abfahrt bei Mondschein ist schon Wahnsinn. Aber bei uns ist der Hüttenwirt immer mit seinem Bulli vorweg gefahren und hat die schlechteren Skifahrer mitgenommen.
Ausserdem war es schon so spät,dass die Präparierungen schon beendet waren. :mrgreen:

Aber jetzt ist das auch wohl nicht mehr erlaubt, weil es wohl öfter Ärger gegeben hat.
Aber gut, aus dem Party-Alter bin ich schon raus.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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anno_80
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von anno_80 »

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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von 3303 »

Wieder mal eine völlige Überbewertung eines selbstverschuldeten Unfalls.
Wieder mal ist tatsächliche Problembeseitigung kein Thema.
Anstatt dessen wieder mal der Ruf nach Vorschriften, Gesetzen, Regelungen. Überregulierung und Bürokratisierung schreiten voran und sind gewünscht.... Bild
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Fab
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Fab »

Ein Hüttenwirt hat da m. E. schon eine Mitverantwortung, daß seine Gäste heil ins Tal kommen. Das sollte schon organisierbar sein. Gerade jetzt wo es neuerdings diese tragbaren Apparate gibt, in die man sowohl reinsprechen wie hören kann.
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3303
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von 3303 »

Fab hat geschrieben:Ein Hüttenwirt hat da m. E. schon eine Mitverantwortung, daß seine Gäste heil ins Tal kommen. Das sollte schon organisierbar sein. Gerade jetzt wo es neuerdings diese tragbaren Apparate gibt, in die man sowohl reinsprechen wie hören kann.
Genau so sehe ich es auch, der muss schon mindestens Hinweisen und Lösungen anbieten. Trotzdem würde ich nicht pauschal dem Wirt alle Schuld zuschieben. Dafür müsste man mehr über den tatsächlichen, detaillierten Sachverhalt wissen.
Insgesamt braucht es jedoch mE keine neuen Gesetze. Es muss für die Bergbahnen einfach ausreichen, wenn sie ihre Pisten schließen und damit aus der Haftung sind. Was soll denn noch alles geregelt werden?
In der Schweiz bin ich zB beim Photographieren schon ganz normal drauf hingewisen worden, dass die Piste jetzt geschlossen ist. Ich bestätige das dann und danach interessiert es keinen mehr, was ich da oben mache und wann ich herunterfahre. Wenn ich dann irgendwo gegen fahre bin ich eben selbst verantwortlich. So muss es sein.
Sonst wird man wirklich irgendwann überall weggescheucht, weil man noch den stimmungsvollen Sonnenuntergang sehen will, wonach man dann unten abgecashed wird. Oder es wird wie in Bormio von der Polizei das eingezäunte Touristenvieh nach erfolgter Melkaktion von der Piste getrieben. Nein danke, wo soll das denn enden? Das macht doch alles irgendwann keinen Spaß mehr.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von baeckerbursch »

Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?
Weil sie tagsüber arbeiten....

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e.j.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von e.j. »

ich schließe mich 3303 an, wir wissen nicht was der Hüttenwirt mit den Leuten abgesprochen hatte oder nicht, schwierig zu sagen. Außerdem kann der Hüttenwirt für Erwachsene keine Verantwortung übernehmen, da ist Eigenverantwortung gefragt.
Ich habe lange Jahre in der Gastronomie gearbeitet, viele waren bei Feierabend betrunken. Wir haben jedem angeboten ein Taxi zu rufen, wenn sie dieses nicht wollten, zwingen konnten wir sie nicht. Einige haben aber auch ihre Autoschlüssel freiwillig abgegeben und sind per Taxi heim. Verbote schützen hier nur vor der Haftung, denn Schuldige werden immer gesucht! Durch Verbote werden die Menschen nicht vernünftiger werden!

Ich kenne das Nachtfahrverbot aus Obertauern. 18.30 Uhr bis 8 Uhr, die Hütten schließen um 18 Uhr

Ich wünsche der Frau, dass sie wieder gesund wird und für ihre Tochter da sein kann.


Grüße E.J.
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Fab
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Fab »

3303 hat geschrieben:Trotzdem würde ich nicht pauschal dem Wirt alle Schuld zuschieben.
Natürlich nicht. Drum schrieb ich auch von "Mitverantwortung".
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von CruisingT »

baeckerbursch hat geschrieben:
Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?
Weil sie tagsüber arbeiten....
Dachstein hat geschrieben:
Ram-Brand hat geschrieben:Wieso muss ich Nachts (Touren)Ski laufen?
Weil es durchwegs Leute gibt, due unter Tags arbeiten und am Abend bei einer Schitour ausspannen.

MFG Dachstein
Durchaus richtig und nachvollziehbar.

Angemerkt: Ich bin kein Jurist und kann daher keine Fakten benennen, aber ...

... mein Ratio sagt mir, dass es sich bei einem Skigebiet um einen "bewirtschafteten" Raum handelt, der sich in irgendeiner Weise in der Hoheit des Skigebietsbetreibers befindet.
Er ist während der Betriebszeiten haftbar und verantwortlich (idR) und muss irgendwann an seinem "Wirtschaftsgut" arbeiten. Dass er, wenn er tagsüber haftbar ist genauso in der Nacht das "Hausrecht" hat erscheint mir schlüssig. Nun auch noch Rücksicht auf Abendsportler zu nehmen, die einen Nutzen aus der Betreibung des Gebietes ziehen ohne zu zahlen, erscheint mir "aus dem Bauch heraus" als falsch.

Bevor Widerrede kommt:
Mir ist klar, dass die Situation sehr viel komplexer ist. Es bestehen Nutzungsverträge der Beteiber mit dem Grundeigner, es gibt Pachtverträge, es gibt wohl teilweise Verpflichtungen gegenüber den Auflagen- und Betriebsbewilligungsinstanzen, etc. Und ja, es gibt auch soetwas wie eine Gefährundungshaftung und so weiter ...


Der hier vorliegende Fall ist tragisch - keine Frage.
Wenn aber wirklich darauf hingewiesen wird, dass nach einer gewissen Uhrzeit das Gelände auf Grund von Präparierungsarbeiten gesperrt ist, darf niemand anderes als die handelnden Personen Verantwortung tragen. In wie weit der Wirt oder die Gruppe welchen Anteil tragen ist heraus zu finden, gewiss. Mehr dann aber auch nicht.
Der Mensch sollte schon weiter die Verantwortung für sein eigenes Handeln tragen und sich nicht komplett in einen geregelten Cocon setzen.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Martin_D »

Ich finde, dass sich hier zwei Dinge vermischt haben, die nur wenig miteinander zu tun haben. Zum einen die Tourengeher nach Liftschluss, zum anderen Gäste in Berghütten, die weit nach Betriegschluss ins Tal abfahren wollen.

Das erste Problem lässt sich durch sinnvolle Vereingarungen lösen. Vorbild ist dabei die Region Innsbruck. Dort wird an jedem Wochentag in einem anderen Skigebiet in den Abendstunden nicht präpariert, so das ein Gebiet der Region stets den Tourengehern am Abend zur Verfügung steht.

Was das zweite angeht, bin ich für ein Ausschankverbot in der Zeit, wo die Pisten gesperrt sind. Ausnahme nur für Gäste, die dort übernachten. Auch das Transportieren der Gäste mit Pistenfahrzeugen ins Tal ist meiner Meinung nach unverhältnismäßig.
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von Kris »

so...um so halb zehn nachts stand ich vorher auch als so ein böser illegaler auf 2350m unterm glungezer, 1800hoehenmeter uber dem lichtermeer der stadt. Mit eisigen fingern schnell mal facebook extreme betrieben und ein iphone nachtbild hochgeladen. :-)
Aufstieg ganz normal...man braucht kein licht, weder beim aufstieg noch bei der abfahrt. Das lichtermeer des inntales illuminiert die tiefe die berge umgreifenden wolken, diese schicken dann genügend licht in die weisse landschaft.
Abfahrt dann ganz normal.. auch tw. im pulver...mei des müssts einfach mal gemacht haben!!!! :-)

Zur frage vielleicht "warum man das denn mache": Wenn man regelmässig in die berge geht -was ja kaum anders möglich ist wenn diese vor der haustüre rumstehen- so ist das einfach keine wirkliche kraftanstrengung mehr, da geht man einfach so rauf wie andere gemütlich im central park locker joggen. Zudem kommt man recht schnell in den "flow" trott, da gehts dann nur mehr automatisch....Man kennt die hausberge sehr genau, man geht los wie andere eben joiggen gehen- null aufwand.

Ad Pistenproblematik: Meine einstellung ist folgende: Ich versuche generell in der natur möglichst wenig bleibende spuren zu hinterlassen. Ich erwarte mir von den kommerziellen besetzern von naturraum dass diese die unkonditionelle pflicht haben, anderen den zutritt zu den immensen versiegelten infrastrukturflächen zu gewähren. Auf diesen Flächen muß man eben aufpassen wie in einem grossen industriebetrieb, was jedoch mit ein bisschen grips möglich ist.
Deren flächen würden nicht ökonomisch funktionieren, wenn der sie umgebende naturraum nicht intakt wäre! D.h. das Geschäftsmodell basiert im wesentlichen darauf, dass zwar der eigene raum industrialisiert ist, der umgebende dies aber nicht sein darf!

Um innsbruck werden dzt. ganz nett die daumenschrauben angezogen gegen skitourengeher, die womöglich aufgrund ihrer präsenz für vielleicht 0,0000000005% umsatzrückgang bei bergbahnbetreibern verantwortlich sind. Ich hoffe, dass der schuss nach hinten los geht, denn es ist die bevölkerung der talschaften gegen die sie sich richten....
Es werden österreichweit bereits mehr tournski als langlaufski verkauft....

Jedenfalls wars heute mal wieder supertoll...ich kann nur jeden einladen, sich selbst ein urteil zu bilden, indem er es selbst ausprobiert...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von PB260D »

wie gehts dem Pistenraupenfahrer ???
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Re: nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Beitrag von br403 »

Letzte Woche Belvedere: 4! Polizisten haben alle Leute aus der Hütte um 16:45 geschickt, zwei davon dann auf Skiern, 2 auf dem Motorschlitten haben die Leute den Berg herunter getrieben. Wir mussten dann mit der Gondelbahn abfahren, Talabfahrt war gesperrt. Man kann zu Italien sagen wass man will, aber da sind sie wirklich konsequent!

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